Einarbeitungszeit - bewusst viele Klassen

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    • Einarbeitungszeit - bewusst viele Klassen

      Hallo,

      wenn man an einer Schule nach dem Ref neu anfängt, wie lange ist die Einarbeitungszeit bei Euch gewesen (bevor z.B. Bewertungen/Unterrichtsbesuche ... kamen).
      Hat man auf die Fächerzahl (dass Vorbereitungen parallel gegeben werden konnten) geachtet oder z.B Anzahl der Klassen....

      Wer kam sich absolut Überfordert oder ausgenutzt vor (weil sich der Anfänger mit Probezeit nicht wehrt)?
      Wer musste fachfremd arbeiten?

      Danke

      Ulli
    • Wie lange ist deine Probezeit? Um welche Schulform geht es?

      Bei mir (RS, 1 Jahr Probezeit, weil ich schon vorher gearbeitet habe) war es so, dass ab ca. Januar, Februar Unterrichtsbesuche kamen.
      Die Bewertung musste im Mai fertig sein.

      Die Fächerzahl, Klassenzahl, Klassenlehrer ... wurde nicht besonders angesprochen.
    • Hallo,

      warum sollte man sich nicht wehren?
      Ich wurde ja an meiner Ref-Schule übernommen und habe mit den Bereichsleitungen gesprochen, da habe ich deutlich gesagt, was ich mir wünsche und was ich leisten kann.
      Nun hatte ich meinen Stundenplan vor den Ferien bekommen und an einem Tag 10 Stunden - geht natürlich nicht. Direkt hin zur Stundenplanung und das wurde auch direkt geändert.
      Es ist alles eine Frage, wie man die Sache anpackt, sprechenden Menschen kann geholfen werden.

      Ich habe sogar eine Kopplung im Stundenplan, worüber ich mich sehr freue, das gibt Entlastung.
      Außerdem einige Parallelklassen, das wird aber nach Möglichkeit häufig so gemacht. Dadurch, dass ich an meiner Ref-Schule bleibe habe ich nun auch Jahrgänge/Fächer, die ich letztes Jahr auch hatte, da kann ich also auch schon auf Material zurückgreifen.

      "Fachfremd" muss ich aber auch 4 Stunden unterrichten. Und in Elektrotechnik mich in einen komplett neuen Bereich einarbeiten (Kommunikation/Nachrichtentechnik), den ich auch nicht wirklich an der Uni hatte. Aber da habe ich tolle Unterstützung von den Kollegen.

      Viele Grüße
    • Lehramtler schrieb:

      ...was machst denn, wenn keiner mitspielt beim wehren?

      Ich bin als erstes mit meinem Stundenplan zum Lehrerrat, dann zur Stundenplanung, wenn die nicht mitgespielt hätten, wäre ich wieder zum Lehrerrat. Dafür ist er in solchen Fällen da.

      Und ich spreche Kollegen, die in einem Bildungsgang arbeiten aktiv an und bitte um Hilfe.
      Nur so kann einem geholfen werden. Weiß nun nicht worauf du hinaus willst.
    • Gegen was willst Du Dich wehren? Du bist mit Deiner Berufsausbildung fertig. Der Beruf beinhaltet eine bestimmte Anzahl von Wochenstunden Unterricht - in meist zwei Fächern. Ja, wenn man Pech hat, sind das Klassenstufen, die man im Ref nicht unterrichtet hat und auch keine Parallelklassen. Das ist aber im Rahmen des Normalen und nichts, was man als Berufsanfänger einfordern kann (auch später meist nicht). Bei uns versucht der Personalrat auf bestimmte Dinge zu achten (Anzahl korrekturintensiver Klassen, Oberstufe etc), aber immer geht halt nicht alles. Im Extremfall hab ich halt viele verschiedene Klassen und / oder viel Oberstufe.
      Klar gibt es Situationen/Schuljahre, da ist das ziemlich stressig und evtl. kann ich mir halt das Problem mit bestimmten Fächern nicht so vorstellen, weil ich sie nicht unterrichte. Meist muss man aber durch so eine Situation einfach durch und das gehört in einem bestimmten Rahmen (ohne Angaben weiß ich ja nicht, ob der bei Dir eingehalten wird) zum Beruf.
      Wenn es um den Stundenplan geht - 10 Stunden am Tag sind zu viel - sollte man mit dem Stundenplaner reden. Vielleicht müsstest Du etwas konkreter werden ... z.B. auch Fächer angeben und Schulform.
      Die ersten Besuche kamen kurz vor oder nach Weihnachten ... fachfremd musste ich im ersten Jahr nicht, dann schon. Fachfremder Unterricht durfte damals bzgl. Beurteilungen nicht negativ gewertet werden.
    • Doch ... und nun?
      Bzw. "gehalten habe", das ist doch schon etwas her. Ich hab im Referendariat schon 18 Wochenstunden z.T. gehabt ... da ist es auf 23 nur noch eine Englischklasse.

      Unterlagen bekommt man nicht, die besorgt man sich oder macht selber (passt dann auch besser zur eigenen Lehrerpersönlichkeit).
    • Ich werde das Gefühl nicht los, hier will nur jemand stänkern.

      Ich kann mich auf jeden Fall nicht beklagen. Dass die ersten 3-5 Jahre nach dem Ref meist noch anstrengender sind als das Ref weiß man vorher ja.
      Material von Kollegen, Schulbücher und einfacher Unterricht sind da nun einmal auch die Grundlage für.
    • Lehramtler schrieb:

      DeadPoet: ...bist du der king und reif fürs km
      Kiggie: nein, eine frage beantwortet haben...
      Ich bin sicher nicht der King und ins KM will ich gar nicht. Aber ohne nähere Infos würde ich jetzt einfach Deine Freundlichkeit erwidern: Evtl. mal nicht gar so weinerlich sein, vor allem, wenn die Antwort nicht gefällt.
    • Lehramtler schrieb:

      DeadPoet: erzähl mir nicht, dass Du als Anfänger mit 23 Std 23 verschiedene Unterrichtsstunden pro Woche hälst (und vorbereitest, weil DU keine Unterlagen hast/bekommst)...
      Doch - bei mir waren es sogar 24. Ich erinnere mich noch gut daran - das war 2005.

      eine 8, eine 9 und zwei 10er in Englisch, zwei 6. Klassen in Musik, eine 8 in Politik bilingual, einen GK 11 in Englisch und in Geschichte und zum Halbjahr nach Abgabe einer Musikgruppe noch einen GK 12 Geschichte.
      Ja, das waren sechs Korrekturgruppen am Anfang (mittlerweile bin ich auf drei runter).
      Da an meiner damals neuen Schule mit Klett gearbeitet wurde und an meiner Ref-Schule mit Cornelsen, musste ich also alles selbst planen. In der Oberstufe hatte ich ein bisschen Material, aber der schulinterne Lehrplan war zum Teil anders, so dass ich da auch viel selbst erstellen musste.
      Das war keine Heldentat sondern einfach normal.

      Und ja, die ersten zwei Jahre nach dem Ref. sind/waren hart. Mittlerweile habe ich neben dem Material vor allem die Erfahrung, die mir das Leben leichter macht.

      DeadPoets Hinweis auf weniger Weinerlichkeit würde ich mir an Deiner Stelle übrigens durchaus zu Herzen nehmen. Da mussten viele von uns durch.
      Gruß
      Bolzbold



      Ich bin ein Ar***, und deswegen konnte ich nur Lehrer werden.
    • ich finde es auch recht normal, dass man mit einer vollen Stelle nach dem Ref Jahrgangsstufen bzw. Themen unterrichtet, die man vorher noch nicht hatte. Wie denn auch sonst?

      Ich hatte auch 24 Stunden nach dem Ref und, ja, ich musste sie alle neu vorbereiten. Aber auch später ist es ja nicht so, dass man alles nur aus der Retorte unterrichtet, es ändern sich Lehrpläne, Lehrwerke, die Klassen sind unterschiedlich, du selbst entwickelst dich weiter, um nur ein paar Stellschrauben zu nennen.

      Und dass nach dem Ref die Schonzeit vorbei ist, ist ja auch nicht wirklich erstaunlich, oder was genau hattest du erwartet?
      pingo, ergo sum
    • Ich verstehe die Aufregung auch nicht.
      Wenn man fertig ausgebildet ist, ist man dazu befähigt, alle Stufen zu unterrichten.
      Manche bekommen ja gleich im ersten Jahr dann Abschlussklassen, weil jemand in Rente geht.

      Im Grunde ist es nur eine Frage des Glücks. Wehren würde ich mich aber nicht, das hängt einem ewig nach.
    • Ich hab ja oben schon geantwortet und ich habe nicht das Gefühl, dass es dem TE darum geht wirklich produktiv ein Gespräch zu führen und Antworten auf Fragen zu bekommen.

      @ TE entweder wirst du mit deinen Angaben konkreter (Schulart und Fächer wären da z.B. hilfreich) oder du sagst einfach gleich, dass du nur mal Luft ablassen willst. Dann muss auch keiner versuchen dir sinnvoll zu antworten.
    • Josh schrieb:

      Im Grunde ist es nur eine Frage des Glücks. Wehren würde ich mich aber nicht, das hängt einem ewig nach.
      Hier würde ich unterscheiden, sich gegen eine Klassenzuweisung oder ähnliches zu wehren ist meist sinnlos und bring meist nur schlechte Stimmung.

      Bei anderen Sachen z.B. 10 Stunden an einem Tag kann man aber durchaus den Mund auf machen und fragen ob es da nicht andere Möglichkeiten gäbe.

      Bzgl. fachfremd unterrichten war das bei uns eigentlich nie so, dass man das "zugewiesen" bekommen hat, man hätte die Gelegenheit gehabt nein zu sagen. Auch hier finde ich, dass man sich durchaus im ersten Jahr verweigern kann, mit dem Hinweis, dass alles neu ist (ein guter Schulleiter würde eh nicht auf die Idee kommen einen Neuling zu fragen).