Empfehlung für Bundesland/Bezirk/Schule gesucht

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    • Empfehlung für Bundesland/Bezirk/Schule gesucht

      Hallo Kollegen,

      nach einigen (oder vielen) Jahren im Ausland als Lehrer möchte ich nach Deutschland zurückkehren. Die Zeit an den deutschen Auslandschulen war super und ich kann das nur empfehlen!

      Jedoch v.a. aus familiären Gründen und auch weil ich jetzt als Ü40 mehr an "später" denke, plane ich mich für den Schuldienst in D zu bewerben.

      Ich bin völlig offen mit der Wahl des BL und im Grunde auf der Suche nach Tipps von Kollegen, die im Dienst sind und mir vielleicht raten können, wohin ich bewerben sollte.

      Meine Fächer mit D, Ge und PoWi (Politik, Sozialkunde, je nach Gusto des BL) sind natürlich nicht so doll, aber meine Noten aus der Ausbildung sind ganz ok und ich hab ja schon jetzt 10 Jahre Lehrerfahrung. Studium für RS in Nds. und Referendariat in Berlin schulartübergreifend für die Sek. I. an einer Gesamtschule.

      Meine Präferenz wäre eine gut geführte Gesamtschule oder eine RS.

      Schön wäre es auch, wenn eine Chance auf das Beamtenverhältnis bestünde, unter 45 - als Grenze in den meisten Ländern - bin ich noch.

      Mit Dank für ernstgemeinte Tipps!!

      Fabian
    • Ich bin jetzt nicht sicher, was du dir eigentlich von uns erhoffst: Soll dir jemand sagen, wo gerade offene Stellen sind? (Für BaWü gibt es offizielles Verfahren zur Stellenvergabe; Einstellung entweder nach Leistungsziffer oder infolge der erfolgreichen Bewerbung auf eine schulscharfe Ausschreibung, direkt bei einer Schule bewerben ist hier nicht möglich.)
      Jeder von uns arbeitet aus diversen Gründen genau in seinem/ihrem Bundesland, da wirst du also zu 16 Bundesländern mit verschiedenen Schulsystemen Antworten bekommen können, vorausgesetzt du fragst etwas konkreter nach.

      Grundlegend ist die Fächerkombination D, G, GK (Politik) in BaWü an der Sek.I möglich (Realschule oder Gemeinschaftsschule). Die Altersgrenze für die Verbeamtung ist im Regelfall das Erreichen des 42.Lebensjahrs (z.B. Kindererziehungszeiten können das allerdings etwas nach hinten strecken). In begehrten Ballungszentren im Ländle (Unistädte) braucht man schon einen stabilen 1,x-Schnitt (oder ein Mangelfach), um eine Chance zu haben, bei örtlicher Flexibilität und der Bereitschaft gerade auch im ländlichen Raum tätig zu werden stehen im Moment deine Chancen sehr gut eine Stelle angeboten zu bekommen, vorrausgesetzt du regisrierst dich auf dem Landesportal.

      In jedem Fall lohnt sich bei vorhergehendem Auslandsschuldienst und zusätzlichem Bundeslandwechsel eine vorhergehende Beratung (Gewerkschaft oder für BaWü auch mal im RP anfragen) worauf dabei zu achten ist.
    • CDL schrieb:

      Die Altersgrenze für die Verbeamtung ist im Regelfall das Erreichen des 42.Lebensjahrs (z.B. Kindererziehungszeiten können das allerdings etwas nach hinten strecken).
      Konkret: Drei Jahre pro (selbstgemachtem!) Kind. Dürfte woanders ähnlich sein, könnte aber bei von vorneherein höherer Altersgrenze auch kürzer ausfallen oder gar nicht mehr berücksichtigt werden.
      Ein Blick ins Gesetz erspart viel Geschwätz.
    • Vielen Dank an euch, v.a CDL!

      Ja, meine Frage war schon ziemlich offen gestellt, weil ich ich nun die Wahl, aber eben auch Qual einer recht offenen Entscheidung habe, wohin wir gehen können.

      An BaWü hatte ich schon mal gedacht, kenne ein paar Leute von dort und die Region hat schon was. Danke für die Info zur Bewerbung. Hatte gehofft, evtl. direkt Schulen anzuschreiben, aber das geht dann wohl nicht so einfach.

      Meine Noten aus Sta I und II sind 1.x - obwohl - finde ich - das jetzt nicht unbedingt viel aussagt, aber es scheint bei diesen formalen Ausschreibungen zu helfen.

      Habe mich noch nie zentral beworben, bin nach dem Ref. direkt ins Ausland gegangen und mich stets persönlich an den Schulen beworben. All diese bürokratischen Vorgänge sind etwas ungewohnt für mich.
    • in NRW gibt es sehr viele schulscharfe Ausschreibungen, so dass der erste Kontakt durchaus direkt ist, bevor man sich trotzdem in einer zentralen Datenbank registrieren lässt, damit man sich (oh Überraschung!) auf die Ausschreibung einer bestimmten Schule bewerben kann.
      In der Sek 1 ist in NRW zur Zeit fals überall und fast alles Mangel, sie nehmen verzweifelt auch GymnasiallehrerInnen mit unterirdischem Schnitt an.
      Allerdings: an "gut geführten Gesamtschulen oder Realschulen" (die es immer weniger gibt), ist das Angebot gepriesener als an Sekundarschulen. Ein Versuch ist trotzdem hilfreich, weil der Mangel wirklich wirklich da ist.
    • Überleg dir einfach einmal gut, wo du hinwillst. Jetzt gerade reißen sich alle ein wenig um Lehrer im Bereich Sek.I, GS, SBBZ, aber zumindest in BaWü schließt dieses Zeitfenster der großen Offenheit sich in den nächsten Jahren wieder und früher oder eben auch später auch in anderen Bundesländern. Dann solltest du dir sicher sein in dem Bundesland tätig zu sein, wo du längerfristig tätig sein möchtest, da es durchaus sein kann, dass es ein paar Jahrzehnte dauert ehe es wieder so offen ist als Lehrer zwischen den Bundesländern die Stelle zu wechseln.
    • CDL schrieb:

      da es durchaus sein kann, dass es ein paar Jahrzehnte dauert ehe es wieder so offen ist als Lehrer zwischen den Bundesländern die Stelle zu wechseln
      Also wenn ich mir überlege, wie hervorragend die Einstellungschancen waren, als ich angefangen habe, wie düster dann die Situation vor wenigen Jahren war und wie gründlich sich das - Stand heute - wieder geändert hat, finde ich nicht, dass man hier von "Jahrzehnten" sprechen sollte.
      Ein Blick ins Gesetz erspart viel Geschwätz.
    • Besten Dank an alle!

      @Lemon28: Wieso denn die neuen Länder? Und empfehlen dann doch eher nicht?

      Könnte jemand denn z.B. sein eigenes Bundesland empfehlen bzw. eher abraten?

      Ich habe bspw. Kollegen aus Nds. an der Oberschule und die raten mir angesichts der Bedingungen dringend davon ab.
    • Ich würde mir auf keinen Fall das Bundesland nach der Schule aussuchen, sondern nach persönlichen/ privaten Punkten. Du wirst doch dort leben - nicht nur arbeiten.
      Ich liebe Köln. Ich komme aus Köln und für mich war auch immer klar, dass ich hier arbeiten werde.
      Wenn du aber gern in den Bergen bist oder schnell mit dem Auto in den Süden fahren kannst, geh nach Bayern, wenn du die Hamburger magst, geh nach HH, magst du den Pott oder das Rheinland, dann komm nach NRW. Eine Schule findet sich schon... Ok, München, Hamburg und Köln sind generell als Wohn- und auch Arbeitsort sehr begehrt... Aber vielleicht bist du ja gar kein Stadtmensch und es zieht dich eh in die Natur.
      Es sollte kein Problem werden, in der Sek1 etwas zu finden.
      Achso: fachfremd zu unterrichten wird auf dich aber wahrscheinlich zukommen.
      Ich tippe am Handy.
    • In den Neuen Ländern ist die Einstellungschance meist größer, grad im ländlichen Bereich. In NRW werden z.B. massig Leute ausgebildet, viel mehr als benötigt, in Sachsen/Sachsen-Anhalt in den letzten Jahren nicht und die haben jetzt ein Problem...
      Nicht empfehlen... naja ich finde das Arbeiten ist anders als in den alten Ländern, aber das ist subjektiv. Ich habe im Osten mehr schlechte Erfahrungen gemacht mit Zusammenhalt im Kollegium/Hilfsbereitschaft. Auch finde ich, das erwartete Arbeitspensum ist höher. Es hängt aber von der einzelnen Schule ab, hatte auch zwei gute Erfahrungen im Osten.

      Ich find auch man sollte gucken wo man leben will. Ich dachte mir z.B. gehste für Arbeit in die Kleinstadt aber das war absolut die falsche Entscheidung, ich werd wieder zurück gehen in die Großstadt, auch wenn's da erstmal nur Vertretungsstellen gibt. Aber wenn man mit dem Drumrum unzufrieden ist, kann man auch nicht als zufriedener Mensch Schüler unterrichten.

      Nds. hab ich mal gehört soll von den Rahmebbedingungen (Bezahlung etc.) nicht so gut sein.

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