Lehramt Sport oder Erdkunde

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Lehramt Sport oder Erdkunde

      Hallo,

      ich bin bereits Lehramtsstudent.

      Ich habe mir die Prognosen für mein Bundesland und meiner Schulform (Niedersachsen+Gymnasium) durchgelesen.
      Dort taucht Sport weder bei den guten, noch bei den schlechten Einstellungschancen auf. Lediglich für Grundschule sind diese gut, aber für Realschule wieder schlecht (ähnlich wie Geschichte, Deutsch etc.)

      Wie würdet ihr generell die Einstellungschancen auf eine Planstelle einschätzen, wenn man neben Sport noch Mathe als Fach hat?
      Für NRW gibt es ja eine gute Übersicht und dort ist Sport zumindest ein Fach welches relativ viel unterrichtet wird (Nach Deutsch, Mathe, Englisch) , aber mit mäßigen Einstellungschancen. Immerhin aber besser als manch anderes Fach. Es scheint also das es sehr viele Lehramtsstudenten in Sport gibt. Welche Kombination findet ihr besser für die Einstellungschancen später? Mathe/Erdkunde oder Mathe/Sport? Oder nimmt sich das eh nicht viel, da Mathe eh das ausschlaggebende Kriterium ist?
    • Mathe ist vermutlich entscheidend.
      Du würdest zur Zeit bei mir an der Schule sehr interessant sein. und zwar nicht wegen Mathe, sondern wegen Erdkunde oder Sport (in Kombi auf keinen Fall). Mathe ist halt dazu praktisch, weil viele Stunden, immer gebraucht und Klassenleitung.
      Sport wird bei uns sogar gekürzt unterrichtet, weil wir dieses Jahr nicht genug KollegInnen hatten/haben. Erdkunde hat sich in den letzten Jahren aufgrund von Pensionierungen, Teilzeit und Versetzungen zum Mangelfach entwickelt, es ist aber vermutlich eher schulabhängiger. Es gibt ja Schulen, die keine / kaum Kurse in der Oberstufe haben (in NRW möglich. in NDS glaube ich mich auch zu erinnern, dass man Abi ohne EK machen kann, meine Ausbildungsschule hatte von Anfang an nie einen "EK-LK" (Prüfungsfach 1-3), Sport muss aber an jeder Schule unterrichtet werden. Das macht halt den Unterschied.
    • fellfrosch schrieb:

      Hallo,

      ich bin bereits Lehramtsstudent.

      Ich habe mir die Prognosen für mein Bundesland und meiner Schulform (Niedersachsen+Gymnasium) durchgelesen.
      Dort taucht Sport weder bei den guten, noch bei den schlechten Einstellungschancen auf. Lediglich für Grundschule sind diese gut, aber für Realschule wieder schlecht (ähnlich wie Geschichte, Deutsch etc.)

      Wie würdet ihr generell die Einstellungschancen auf eine Planstelle einschätzen, wenn man neben Sport noch Mathe als Fach hat?
      Für NRW gibt es ja eine gute Übersicht und dort ist Sport zumindest ein Fach welches relativ viel unterrichtet wird (Nach Deutsch, Mathe, Englisch) , aber mit mäßigen Einstellungschancen. Immerhin aber besser als manch anderes Fach. Es scheint also das es sehr viele Lehramtsstudenten in Sport gibt. Welche Kombination findet ihr besser für die Einstellungschancen später? Mathe/Erdkunde oder Mathe/Sport? Oder nimmt sich das eh nicht viel, da Mathe eh das ausschlaggebende Kriterium ist?
      Jetzt kommt wieder mein werbeblog: Hast du schon über den Bereich Berufsbildende Schulen nachgedacht? Da ist Sport, zumindest was ich so mitbekommen habe, sehr gesucht. Wir haben sogar Kollegen, die zwar ein zweitfach haben, aber quasi ausschließlich Sport unterrichten, weil Bedarf da ist.
    • In Zukunft ist es in Niedersachsen wieder leichter für Schulen, Erdkunde auch in der Qualifikationsphase anzubieten. Insofern könnte sich ein entsprechender Bedarf entwickeln, da das Fach wieder aufgebaut wird.

      Mathe sollte (bei deiner Auswahl) auf jeden Fall mit dabei sein.
      Mit Sport hättest du in den nächsten Jahren an unserer Schule wenig Chancen (außer eben in der Kombination MA oder EK, mit weniger Einsatz im Fach SP).
    • Hannelotti schrieb:

      fellfrosch schrieb:

      Hallo,

      ich bin bereits Lehramtsstudent.

      Ich habe mir die Prognosen für mein Bundesland und meiner Schulform (Niedersachsen+Gymnasium) durchgelesen.
      Dort taucht Sport weder bei den guten, noch bei den schlechten Einstellungschancen auf. Lediglich für Grundschule sind diese gut, aber für Realschule wieder schlecht (ähnlich wie Geschichte, Deutsch etc.)

      Wie würdet ihr generell die Einstellungschancen auf eine Planstelle einschätzen, wenn man neben Sport noch Mathe als Fach hat?
      Für NRW gibt es ja eine gute Übersicht und dort ist Sport zumindest ein Fach welches relativ viel unterrichtet wird (Nach Deutsch, Mathe, Englisch) , aber mit mäßigen Einstellungschancen. Immerhin aber besser als manch anderes Fach. Es scheint also das es sehr viele Lehramtsstudenten in Sport gibt. Welche Kombination findet ihr besser für die Einstellungschancen später? Mathe/Erdkunde oder Mathe/Sport? Oder nimmt sich das eh nicht viel, da Mathe eh das ausschlaggebende Kriterium ist?
      Jetzt kommt wieder mein werbeblog: Hast du schon über den Bereich Berufsbildende Schulen nachgedacht? Da ist Sport, zumindest was ich so mitbekommen habe, sehr gesucht. Wir haben sogar Kollegen, die zwar ein zweitfach haben, aber quasi ausschließlich Sport unterrichten, weil Bedarf da ist.
      Da kenn ich mich leider überhaupt nicht aus, aber an unserer Uni brauch man da eine "Berufliche Fachrichtungen". Da ich aber Mathe aufjedenfall machen will, und eines der beiden genannten Fächer, geht das überhaupt nicht.
    • fellfrosch schrieb:

      Warum wird es denn wieder leichter?
      Weil das Fach Erdkunde im B-Profil in der Vergangenheit zu mehr Stundenverpflichtungen für Schüler führte. Jetzt darf es eines der eA-Fächer (GE? PW? Hab's gerade nicht im Kopf) ersetzen & führt nicht zu zusätzlichen Belegungsverpflichtungen im gA Bereich.

      Außerdem:
      Alle gA-Fächer sind jetzt wieder dreistündig. Vorher gab es einen Unterschied zwischen Abdecker (zweistündig) und Prüfling (vierstündig). Somit können viele Fächer jetzt wieder gA-Prüfungsfächer werden, da alle in einem Kurs sitzen, keine zusätzlichen Kurse eingerichtet werden müssen (somit ausreichend große Kurse zusammenkommen können).
      [Ist natürlich verkürzt, es gab auch schon in G8 gA-Kurse, die für alle vierstündig sein mussten...]
    • @fellfrosch: Was wäre mit der Option Berufsschullehramt mit beruflicher Fachrichtung X, Unterrichtsfach Mathematik und Erweiterungsfach Sport? Oder wäre dir das (nachvollziehbarerweise, aber wer weiß...) zu viel Arbeit?
      I am vulnerable, I am raw;
      I am human, I have flaws.
    • Lehramtsstudent schrieb:

      @fellfrosch: Was wäre mit der Option Berufsschullehramt mit beruflicher Fachrichtung X, Unterrichtsfach Mathematik und Erweiterungsfach Sport? Oder wäre dir das (nachvollziehbarerweise, aber wer weiß...) zu viel Arbeit?
      Es gibt sicherlich auch mathelastige berufliche Fächer. Maschinenbau oder Elektrotechnik könnte ich mir vorstellen? +Sport
    • Vlt. könnte @Hannelotti an der Stelle helfen, aber es gibt ja auch sportbetonte Ausbildungsberufe, z.B. Sportfachmann oder Sport- und Fitnesskaufmann. Welche berufliche Fachrichtung braucht man denn, um in diesen Bereichen unterrichten zu dürfen? Dann könntest du, @fellfrosch, ggf. in diese Richtung gehen und es mit Mathematik als Unterrichtsfach kombinieren.
      I am vulnerable, I am raw;
      I am human, I have flaws.
    • Danke für die Ratschläge, aber ich glaube nicht das sich da was finden lässt, zumal ich ja dafür Berufserfahrung brauche oder auch eine Ausbildung in dem Bereich (je nachdem was es werden soll)
      Daher bleibt wohl Gymnasium. Der Ratschlag mit dem Drittfach Sport hörte sich aber ganz gut an, vieleicht kann man das ja wirklich machen, so das ich später mit
      Mathe/Erdkunde/Sport gute Einstiegschancen habe und auch Abwechslung im Berufsalltag.
    • fellfrosch schrieb:

      Danke für die Ratschläge, aber ich glaube nicht das sich da was finden lässt, zumal ich ja dafür Berufserfahrung brauche oder auch eine Ausbildung in dem Bereich (je nachdem was es werden soll)
      Daher bleibt wohl Gymnasium. Der Ratschlag mit dem Drittfach Sport hörte sich aber ganz gut an, vieleicht kann man das ja wirklich machen, so das ich später mit
      Mathe/Erdkunde/Sport gute Einstiegschancen habe und auch Abwechslung im Berufsalltag.
      Du brauchst fürs Lehramt an beruflichen Schulen eine einschlägige Berufsausbildung oder 48 Wochen Praktika. Das ist natürlich nicht gerade lockend, außer man hat sie zuvor schon gemacht.

      Du hörst dich so an, als wärst du dir ziemlich sicher beim Gymnasium. Ich würde dir raten es einfach mal anzufangen, also mit zwei Fächern, Mathematik/Erdkunde oder Mathematik/Sport und dann zu schauen wie es läuft und dann ggf. mit dem dritten Fach zu erweitern. Mathematik/Erdkunde/Sport stelle ich mir schon sehr interessant und abwechslungsreich vor.
    • Studier das, was dich interessiert, dafür bist du auch motiviert. Als ich angefangen habe Musik zu studieren gab es nur sehr wenig Studienplätze, weil es hieß bis wir fertig sind ist kaum Bedarf. Als ich dann ins Ref bin war Musik absolutes Mangelfach.
      Ich halte nichts von diesen Prognosen und darauf die Fächerwahl zu stützen.
    • Hannelotti schrieb:

      Jetzt kommt wieder mein werbeblog: Hast du schon über den Bereich Berufsbildende Schulen nachgedacht? Da ist Sport, zumindest was ich so mitbekommen habe, sehr gesucht. Wir haben sogar Kollegen, die zwar ein zweitfach haben, aber quasi ausschließlich Sport unterrichten, weil Bedarf da ist.

      War, wie so häufig, auch direkt mein Gedanke, als ich es gelesen habe, dann sah ich deinen Beitrag, kann ich also nur Unterstreichen!

      Berufsschule93 schrieb:

      fellfrosch schrieb:

      Danke für die Ratschläge, aber ich glaube nicht das sich da was finden lässt, zumal ich ja dafür Berufserfahrung brauche oder auch eine Ausbildung in dem Bereich (je nachdem was es werden soll)
      Daher bleibt wohl Gymnasium. Der Ratschlag mit dem Drittfach Sport hörte sich aber ganz gut an, vieleicht kann man das ja wirklich machen, so das ich später mit
      Mathe/Erdkunde/Sport gute Einstiegschancen habe und auch Abwechslung im Berufsalltag.
      Du brauchst fürs Lehramt an beruflichen Schulen eine einschlägige Berufsausbildung oder 48 Wochen Praktika. Das ist natürlich nicht gerade lockend, außer man hat sie zuvor schon gemacht.
      Du hörst dich so an, als wärst du dir ziemlich sicher beim Gymnasium. Ich würde dir raten es einfach mal anzufangen, also mit zwei Fächern, Mathematik/Erdkunde oder Mathematik/Sport und dann zu schauen wie es läuft und dann ggf. mit dem dritten Fach zu erweitern. Mathematik/Erdkunde/Sport stelle ich mir schon sehr interessant und abwechslungsreich vor.

      Das gilt für das Studium und Ref.
      Aber zumindest in NRW kann man sich mit dem 2. Staatsexamen auch am Berufskolleg bewerben. Dabei ist es natürlich hilfreich Fächer zu haben, die dort abgebildet sind. Erdkunde gehört nicht dazu. Sport schon und da herrscht bei uns auch Mangel.
      Klar werden die beruflichen Fächer vorgezogen aber zur Bedarfsdeckung gibt es dann auch andere. Wir haben Deutsch/Sport-Lehrer im Kollegium.

      Mathematik wird aber in jedem Fall ausschlaggebend sein.

      Wenn du aber auch in andere Richtungen gehen willst würde ich Sport empfehlen.