Von Gott auserwählten Ingenieuren wird das Lehramt verweigert!

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    • Von Gott auserwählten Ingenieuren wird das Lehramt verweigert!

      Vorwarnung: Der Thread wurde spätestens ab Seite 2 gekapert und zum Spielen freigegeben. Der Threadtitel wurde nachträglich durch einen Mod angepasst. Nicht wundern!

      Hier geht der Originalbeitrag los:
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      Guten Tag,

      ich muss hier mal etwas Frust ablassen. Ich bin momentan Ingenieur (Bachelor of Engineering) und arbeite in einem Büro voller Diplom Ingenieure, kriege aber ein vergleichbares Gehalt und ebenfalls vergleichbare oder mehr Tätigkeiten.

      Ich informierte mich einst über den Seiteneinstieg in NRW und BaWü. In BaWü kann ich direkt einsteigen und bekomme ein normales Gehalt u. Tätigkeitsbereich.

      In NRW wird allerdings zwischen Bachelor und Master unterschieden, und zwischen FH und Uni. Das eine ist noch absurder als das andere. Ingenieure haben keinerlei Unterscheide beim Studium wenn man FH's mit Unis vergleicht (vielleicht gab es das mal in 1970). So gut wie das gesamte Diplom Studium floss ebenfalls in den Bachelor, der Master ist eine hohe Spezialisierung die Diplom Ings 1970 noch überhaupt nicht kannten.

      Jetzt soll ich lt. NRW also 3 Jahre Studium absolvieren, und dann 18 Monate Referandariat, mit zich Prüfungen in denen ich durchfallen kann. Am Ende, mit E13/A13 und der höchsten Stufe (das bedeutet was, 25 Jahre BE?) habe ich dann weniger als ich in meinem jetzigen Beruf verdiene.


      Kann mir mal einer erklären, welche Halbtoten solche dummen Regelungen entwerfen? Wenn NRW auch nur annähernd den Lehrerbedarf decken möchte, sollten sie sich mal überlegen was für den Job generell relevant ist, und nicht versuchen Leute zu pisacken, die überall gute Chancen haben mehr zu verdienen, und weniger Überstunden zu leisten. Was hat es für meinen Lehrerberuf für eine Relevanz, ob Uni oder FH? Was für eine, ob Bachelor, oder ob ich mich noch auf Thermodynamik oder Luft- und Raumfahrt spezialisiert habe!? Es wird ja auch nicht unterschieden, in welche Berufsrichtung ich mich entwickelt habe nach meinem Studium, ich könnte ja auch Sachbearbeiter mit technischem Hintergrund geworden sein!

      So wird es jedenfalls nix, werte CDU, es gibt Leute die eine Familie ernähren müssen und eine definitive Jobzusage brauchen, und nicht dass ich vielleicht in 5 Jahren fest übernommen werde, wenn ich bis dahin nicht krank geworden bin...
    • state_of_Trance schrieb:

      Dann bleib in deinem jetzigen Beruf.

      Die Unterschiede zwischen FH und Uni sind gewaltig, die Themen sind ähnlich, aber der Anspruch ist ein ganz anderer.
      So ein dummer Schwachsinn. Wann hast du bitte studiert? Vor 40 Jahren? Es gibt bei Ingenieuren NULL Unterschied, und du kennst dich einfach nicht aus.

      Achso eins muss ich noch los werden:

      Eine Broschüre über die Entgelteinstufung von Lehrern, die 60 Seiten lang ist(!!!) verdient wenigstens ein Inhaltsverzeichnis!

      Die ganze Information für Seiteneinsteiger in NRW ist eine Katastrophe.
    • ...weiß ja nicht, aber da sagen die professoren von fh und uni doch was anderes. meine bekannten im ingenieursbereich berichten auch von deutlichen gehaltsunterschieden zwischen fh und uni-absolventen. nicht umsonst hat die fh auch kein promotionsrecht. wenn du wirklich meinst, das sei alles einerlei, dann bleibst du am besten, wo du jetzt bist, da scheint es mit der gleichbehandlung und allem anderen ja so zu sein, wie du es für richtig hältst.
    • Hannelotti schrieb:

      Jeder Beruf hat nunmal seine Anforderungen. Warum ärgerst du dich überhaupt, wenn jenseits des Lehrberufs doch alles viel besser ist?
      Tja, weil ich eben gerne unterrichtet hätte.

      Mit dieser Einstellung, die sich in NRWs Anforderungen widerspiegelt, wird es jedenfalls nichts mit der Beseitigung des Lehrermangels. Man fängt kein hochqualifiziertes, seltenes Personal, indem man sagt 'bleib doch da wo du bist wenn es dir so gut geht'. Bei Ingenieuren reicht es eben nicht, weil diese andere Möglichkeiten haben. Denkt NRW, manche Ingenieure fühlten, dass der Lehrerberuf ihre Erfüllung sein wird? Dass sie nichts anderes mehr arbeiten können, weil sie nur im Lehrberuf völlig aufgehen können?

      Ingenieure sind Macher, wir tun etwas und treiben etwas voran, so oder so. Ob der Job nun zu 100% passt oder nicht, ist unwichtig, und diese Art von Job gibt es gar nicht.


      Wenn NRW denkt, die von Gott auserwählten Ingenieure die zum Lehren geboren wurden haben nur noch nicht gesehen, dass es den Seiteneinstieg mit F Ü N F jähriger Ausbildung gibt, liegt das Land eben falsch. FÜNF Jahre, in der Zeit könnte ich Medizin studieren!!

      UND WARUM? Wegen dieser dummen Unterscheidung, 'oh der hat nur FH und Bachelor, der muss erstmal 5 Jahre ran'.

      Peinlich, und BaWü kann es besser, genau so wie die Informationen für Direkteinstieger, die viel geordneter vorliegen. Über Direkteinstieg wird hier nämlich nicht halb soviel rum gefragt wie über OBAS, und wieso? Weil alles klar ist!
    • keckks schrieb:

      ...weiß ja nicht, aber da sagen die professoren von fh und uni doch was anderes. meine bekannten im ingenieursbereich berichten auch von deutlichen gehaltsunterschieden zwischen fh und uni-absolventen. nicht umsonst hat die fh auch kein promotionsrecht. wenn du wirklich meinst, das sei alles einerlei, dann bleibst du am besten, wo du jetzt bist, da scheint es mit der gleichbehandlung und allem anderen ja so zu sein, wie du es für richtig hältst.
      Komisch, gerade die Anforderungen an Professoren sind doch für FH's und Unis dieselben!

      Dass man sich über 'niedere' profiliert, ist ja wohl normal. Und i.Ü. kann ich auch mit einem Master von einer FH einen Doktorgrad erlangen, nur eben nicht an jener FH. Wie kann das sein, wenn ich mich mit demselben Master nicht ohne Mehrausbildung für den Schulamt qualifiziere? Aber für einen Doktorgrad wird keine Unterscheidung gemacht? Merkkwürdig!

      Ich empfehle mal dringend einen Blick in die Realität.

      Wenn wir gleich dabei sind, können wir noch in Geisteswissenschaften/MINT unterteilen, und in Studiengänge der 70er, 80er, 90er, 2000er (extremer Unterschied im curriculum) um alles genau zu halten!

      Achso, und Lehrer die ihre Ausbildung in der ex DDR gemacht haben kriegen auch nur die Hälfte. Das wird sie lehren, Kommunisten zu sein!

      Für logische Änderungen ist mal wieder kein Platz. Aber Argumentieren, das geht.
    • test10293 schrieb:

      Tja, weil ich eben gerne unterrichtet hätte.

      test10293 schrieb:

      Peinlich, und BaWü kann es besser, genau so wie die Informationen für Direkteinstieger, die viel geordneter vorliegen. Über Direkteinstieg wird hier nämlich nicht halb soviel rum gefragt wie über OBAS, und wieso? Weil alles klar ist!
      Ist es dir möglich nach BaWü zu gehen?
      “Prejudice is a great time saver. You can form opinions without having to get the facts.”E.B. White
    • state_of_Trance schrieb:

      FH ist Fortsetzung Schule, Uni ist Uni. Ich habe übrigens mein Studium 2015 beendet.

      Du glaubst also als du wärst mit einem FH Bachelor gleichgestellt mit einem Master Uni, guter Witz.

      In deinem jetzigen Job hast du großes Glück, bleib dort.
      Du hast doch 0 von FH Studenten mitbekommen. Wie willst DU das vergleichen können? Ich war an Unis und an FHs und es macht einfach keinerlei Unterschied, es kommt IMMER auf die Ansprüche der jeweiligen Hochschule an!

      Und JA, es kommt auf die Qualifikation an, und das Talent für den Job. Inwiefern qualifiziert dich dein Masterabschluss nun besser für den Lehrberuf als ein Bachelor? Ein Master ist eine Spezialisierung, z.B. Thermodynamik. Wirst du das irgendwann mal in dem Maße an deine Schüler weitergeben? Nein. Ist es dann eine nötige Qualifikation? Nein.

      Wüsstest du, wenn du mal in einer normalen Firma gearbeitet hättest und nicht immer an Schulen. Für den Beruf zählt die einschlägige Erfahrung und die Fähigkeiten, der Abschluss ist doch nach dem ersten Job nach der Uni schon für jeden egal. Nur eben für NRW nicht.

      'FH ist Fortsetzung Schule', nie so einen Bullshit gehört.
    • Tatsächlich stelle ich fest, dass hier einige genau so verblendet sind, wie der lahme Bürokratieapparat, der, während etliche Tausend Unterrichtsstunden ausfallen und Schüler ungebildet bleiben, immer noch auf soetwas wie Uni oder FH Wert legt.

      Würde ein Unternehmen so handeln, wäre es schon lange pleite. 'Nein, der Bewerber passt zwar perfekt und hat die perfekten Fähigkeiten für diesen Tätigkeitsbereich, aber er hat nur einen Bachelor! Soetwas können wir hier nicht gebrauchen, da bleibt die Stelle lieber unbesetzt und das Projekt verläuft im Sand.'. 'Oh nein, der war nur bei einer FH, da schließe ich lieber die Produktionslinie als so einen einzustellen'.

      Wie abstrus das ist fällt jedem auf der mal einen Tag im Management verbracht hat. Na gut, ich melde mich in 10 Jahren wieder, wenn die Hälfte der Etechnik Stunden ausfällt und das Land versteht, dass Prestige nicht alles ist.
    • Wie kommst du eigentlich darauf, unabhängig vom Abschluss, dass gerade du so perfekt für den Lehrerberuf geeignet bist?

      Übrigens noch zu deiner Anmerkung, dass man die Inhalte des Masters nicht unterrichtet:

      Nach der Logik reicht doch das Abitur, machen wir doch eine einjährige Ausbildung aus dem Beruf, damit wird sich der Lehrermangel dann beheben lassen.

      Mit Blick nach Berlin sieht man ja, wie gut das funktioniert, wenn man jeden als Lehrer anstellt, der nicht bei 3 auf den Bäumen ist.
    • test10293 schrieb:

      state_of_Trance schrieb:

      FH ist Fortsetzung Schule, Uni ist Uni. Ich habe übrigens mein Studium 2015 beendet.

      Du glaubst also als du wärst mit einem FH Bachelor gleichgestellt mit einem Master Uni, guter Witz.

      In deinem jetzigen Job hast du großes Glück, bleib dort.

      Und JA, es kommt auf die Qualifikation an, und das Talent für den Job. Inwiefern qualifiziert dich dein Masterabschluss nun besser für den Lehrberuf als ein Bachelor? Ein Master ist eine Spezialisierung, z.B. Thermodynamik. Wirst du das irgendwann mal in dem Maße an deine Schüler weitergeben? Nein. Ist es dann eine nötige Qualifikation? Nein.
      doch, ist nötig. weißt du, ein grundschullehrer ist auch nicht fertig für den job, nachdem er lesen und bis 1000 rechnen gelernt hat. und der gymnasialmathelehrer ist auch nicht fertig für den job, sobald er eine mini-kurvendiskussion hinbekommt (also irgendwann vor/nach dem abi). genausowenig muss ich als deutschlehrer deiner meinung nach was über postmoderne wissen, wenn das ja nicht im lehrplan steht oder ich - gott bewahre - nur sek i unterrichte.

      will heißen, fachliche qualifikation auf wissenschaftlichem niveau ist sehr, sehr und dann nochmal sehr wichtig für erfolgreiche lehrtätigkeit an einer schule. zu meinen, es gehe nur darum, eins zu eins das weiterzugeben, was man so an der uni mal gehört hat, ist ein häufiger fehlschluss von schulfremden leuten und refis (und mancher kollegen, die man dann eher nicht so ernst nehmen kann). du magst ein fähiger ingenieur sein, aber schule ist halt ganz (!) was anderes.
    • Da ich FH und Uni im Bereich Maschinenbau absolviert habe, darf ich dazu meinen Senf geben.
      Auch wenn du hier ein Fass aufmachst: das ist nicht ansatzweise miteinander vergleichbar. Die FH ist stark praxisbezogen. Die Uni ist sehr viel wissenschaftlicher und abstrakter. Mir tat es sehr gut, dass ich mich erst mit der FH und dann mit der Uni rumschlagen musste. Ich bin der Meinung, dass ich dadurch ein vertiefte Verständnis vieler Themen erlangt habe.


      Man kann sich darüber streiten, ob NRW richtig handelt. Grundsätzlich finde ich diese Haarspalterei aber gut, denn das Lehramt würde doch stark abgewertet. Und es wäre die Tür offen für eine geringere besoldung da nur gehobener und nicht höherer Dienst.

      Also motz hier nicht rum, such dir eine Stelle für FHler und besuche nochmal die Uni. Hier die Leute anzukacken bringt mal gar nichts.
    • Sissymaus schrieb:

      Da ich FH und Uni im Bereich Maschinenbau absolviert habe, darf ich dazu meinen Senf geben.
      Auch wenn du hier ein Fass aufmachst: das ist nicht ansatzweise miteinander vergleichbar. Die FH ist stark praxisbezogen. Die Uni ist sehr viel wissenschaftlicher und abstrakter. Mir tat es sehr gut, dass ich mich erst mit der FH und dann mit der Uni rumschlagen musste. Ich bin der Meinung, dass ich dadurch ein vertiefte Verständnis vieler Themen erlangt habe.


      Man kann sich darüber streiten, ob NRW richtig handelt. Grundsätzlich finde ich diese Haarspalterei aber gut, denn das Lehramt würde doch stark abgewertet. Und es wäre die Tür offen für eine geringere besoldung da nur gehobener und nicht höherer Dienst.

      Also motz hier nicht rum, such dir eine Stelle für FHler und besuche nochmal die Uni. Hier die Leute anzukacken bringt mal gar nichts.

      Bachelor an der FH und Master an der Uni?

      DAS ist nämlich nicht vergleichbar, weils andere Studiengänge sind. Natürlich ist ein Master wissenschaftlicher als ein Bachelor.
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