Wechsel in eine Tätigkeit mit weniger Unterrichten

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    • Wechsel in eine Tätigkeit mit weniger Unterrichten

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      Hallo ihr Lieben,

      ich bin echt gerne Lehrer, aber so langsam möchte ich mich mehr in Richtung einer Tätigkeit entwickeln, bei der das Unterrichten nicht mehr so im Vordergrund steht, sondern andere Bereiche.
      Habt ihr da Tipps, was im aktuellen System so möglich ist. Momentan bin ich Studienrat in NRW.

      Grüsse

      Besserwisser
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      Besserwisser schrieb:

      bei der das Unterrichten nicht mehr so im Vordergrund steht,
      Was heißt denn das konkret: Gar keinen Unterricht mehr? Dann wäre eine Abordnung zur Bezirksregierung sinnvoll (Fachberatung, QA, Angebote unter STELLA NRW; evt. Fachleitung, Stellen ebenda). In der Schule wird man an Entlastungsstunden in größerem Umfang wahrscheinlich erst erhalten, wenn man sich in Richtung (erweiterte) Schulleitung bewegt, da würde dann noch etwas Zeit vergehen von A13 zu A15. Allerdings hat man dann nicht wirklich weniger zu tun, sondern nur anderes.
      Nicht gerade gering entlastet werden vom Ministerium die Tätigkeiten der Betreuer der Praktikanten sowie der Studien- und Berufsorientierungskoordinatoren.
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      Besserwisser schrieb:

      Am liebsten würde ich nur noch wenig unterrichten.
      Das ist schade. Darf man fragen, woran das liegt?

      Wie gesagt, unter STELLA findet man Stellen, die entweder schulbezogen eine Beförderung versprechen (aber vermutlich nicht zwangsläufig eine Unterrichtsentlastung) oder bei anderen Institutionen (z. B. QA oder als pädagogischer Mitarbeiter an Unis). Vereinzelt gibt es auch Stellen direkt auf der Seite der Bezirksregierung, z. B. für Moderatorentätigkeiten oder Fachberatungen.
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      Das geht bestenfalls über eine temporäre Abordnung in die Schulaufsicht und mit viel Glück anschließend über die Weiterbeschäftigung als Referent. Die Chancen sind jedoch überschaubar. Ich arbeite derzeit in der Behörde und weiß, wovon ich rede.
      Gruß
      Bolzbold



      Ich bin ein Ar***, und deswegen konnte ich nur Lehrer werden.
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      Ich weiß nicht, wie eng oder weit du 'unterrichten' fasst, aber an unserer Schule gibt es einige Lehrkräfte, die viele Stunden in der Frühförderung, im Sonderpädagogischen Dienst und in der Diagnostik haben, wodurch sich der Anteil der Verpflichtung an 'klassischem' Unterricht reduziert. Vielleicht wäre so etwas eine Option?
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      Hat jemand eine Idee, wie ich als Gymnasiallehrer eher mit einzelnen Schülern arbeiten kann und nicht mehr mit grossen Gruppen ?
      Schulpsychologie fände ich auch super interessant, aber bin halt kein Psychologe ^^
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      Schau bei Stella nach einer Stelle an der Uni, Qualis, Bezirksregierungen etc.

      Meine Erfahrung ist, das man an den passenden Stellen auf sich aufmerksam machen muss. Wenn man erstmal ein bißchen bekannt ist, passieren viele Dinge von allein. Ich bin derzeit mit halber Stelle an die BR abgeordnet. Wenn ich mehr wollen würde, wäre auch das möglich.

      Darum habe ich mich nie bemüht, sondern wurde angesprochen, weil ich eben auf vielen Ebenen unterwegs war. Solche Stellen werden üblicherweise über Vitamin B vergeben. Also: Mach Dich bekannt.
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      nur so als Randinfo, Abordnungsstellen an die Uni, enthalten in der Regel 13 SWS Lehrverpflichtung. Die Lehrveranstaltungen an der Uni können auch gerne mal 50 oder mehr Teilnehmer haben. Je nach Fach und Veranstaltung. Abgesehen davon sind 13 SWS an der Uni, wenn man zusätzlich noch promovieren soll sehr viel. Normale wissenschaftliche Mitarbeiter haben in der Regel 4 SWS Lehrverpflichtung, Professoren 9. So als Vergleich. Soll nicht heißen, dass diese Arbeit nicht abwechslungsreich und spannend ist, man sollte sich dessen nur bewusst sein.
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      Auf sich aufmerksam machen läuft in der Regel darüber, dass man jemanden kennt, der jemanden kennt. So bin ich auch auf meine Stelle aufmerksam geworden.
      Bei der Bewerbung an sich wirkt sich das allenfalls insofern aus, als dass man sich schlauerweise ggf. mal bereits dort persönlich vorgestellt hat, dass man sich an Ort und Stelle über das Stellenprofil informiert hat und dann im Auswahlgespräch vorbereitet ist.

      Dass viele Dinge von allein passieren, würde ich so pauschal nicht unterschreiben. WENN man natürlich erst einmal einen Fuß in der Tür hat, dann geht es von dort aus sicherlich auch ein bisschen leichert weiter.

      @Besserwisser

      Die Behörden mögen in der Regel keine "Schulflüchtlinge" und die Auswahlgespräche enthalten auch Fragen nach den Motiven, weshalb man zur Behörde will. Schulflüchtlinge entdecken die da recht schnell.
      "Ich will nicht so viel unterrichten" sollte nicht das zentrale Motiv für eine Veränderung sein. Die Personalabteilung der Behörde dürfte diesbezüglich auch einiges an Erfahrung haben - mangelnde Motivation kann man den Leuten in meinem Umfeld, die aus der Schule kamen, nun weiß Gott nicht nachsagen.
      Gruß
      Bolzbold



      Ich bin ein Ar***, und deswegen konnte ich nur Lehrer werden.