60 KInder in einer Klasse - bald auch bei uns?

  • Bestimmt wer?

    Niemand. Keine Angst, du kannst da gerne so lange drüber reden wie man über eine geschlossene Frage reden kann. Ich kann auch stundenlang über die Antwort auf die Frage : "Hast du zwei Beine " reden - sie bringt nur nicht mehr Informationen an den Tag als die Antwort "Ja".

    "Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen und kann nicht geahndet werden."

  • Ich habe heute morgen bei NDR ein Interview mit Andreas Schleicher (Pisa- Koordinator) gehört, in dem er dafür plädierte, Klassenfrequenzen zu erhöhen, um so Lehrerstunden für Doppelsteckungen, kollegialen Austausch und Hospitationen zu generieren.
    Das finde ich gar nicht mal so schlecht.

    Nein!
    Das geht bei Kindern mit ES / ADHS und auch bei "durchschnittlichen" Hauptschülern nicht. Da ist es eher wichtig, dass weniger Personen im Raum sind. Auch weniger Lehrer.

  • Ich habe heute morgen bei NDR ein Interview mit Andreas Schleicher (Pisa- Koordinator) gehört, in dem er dafür plädierte, Klassenfrequenzen zu erhöhen, um so Lehrerstunden für Doppelsteckungen, kollegialen Austausch und Hospitationen zu generieren.

    Schleicher soll sich nur einmal aus seinem Ledersessel erheben und sich eine Woche vor eine real existierende Schulklasse stellen. Natürlich Vollzeit mit ein paar schönen Konferenzen, Korrekturen und Elterngesprächen in dieser Woche.


    "Geschwätzwissenschaftler" a la Schleicher, Precht und Co. haben noch keinem Schüler zu besserer Bildung verholfen...


    Gruß !

  • "Geschwätzwissenschaftler" a la Schleicher, Precht und Co. haben noch keinem Schüler zu besserer Bildung verholfen...

    Ach, Precht ist Wissenschaftler? Ich dachte, der hat nur die Haare schön.

    The penis

    Mightier than the sword.

    - frei nach Edward Bulwer-Lytton

  • Möglicherweise können ja auch Personen, die die Haare schön haben, etwas zu Veränderungen in unsrem Bildungssystem und Entwicklungsprozessen beitragen. Es soll hier ja auch Personen mit schönen Anzügen geben, die jeden Tag das Ihre an der „Front“ dazu beitragen.
    Nett wäre es ja gewesen auf das Argument der Möglichkeit größerer Vernetzung der. Lehrer*innen bei Erhöhung der Klassenfrequenz einzugehen.

    Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

  • Nett wäre es ja gewesen auf das Argument der Möglichkeit größerer Vernetzung der. Lehrer*innen bei Erhöhung der Klassenfrequenz einzugehen.

    Klar. Bei höheren Klassenfrequenzen brauche ich mehr Zeit für Korrekturen, individueller Leistungsbewertung und -rückmeldung (muss ja heutzutage alles "justiziabel" sein), pädagogischen Gesprächen mit Schülern, Erziehungsberechtigten und Kollegen. Und natürlich auch für die psychische Regeneration. Wo da jetzt großartig Kapazitäten für gegenseitige Hospitationen, Teamunterricht und kollegialem Austausch herkommen sollten, erschließt sich mir nicht.


    Vielleicht glaubt Schleicher aber immer noch, dass die Arbeit eines Lehrers nur aus der Zeit besteht, in der er vor der Klasse steht. Oder er beurteilt das Schulsystem mit dem verklärten Blick eines ehemaligen Waldorfschülers (siehe Wikipedia). Aber dann fragt man sich: Wie kommt dann jemand mit diesen Vorurteilen in so eine Position (OECD-Bildungsdirektor)? Oder wer hat ihn dort mit welcher Absicht platziert?


    Gruß !

  • Möglicherweise können ja auch Personen, die die Haare schön haben, etwas zu Veränderungen in unsrem Bildungssystem und Entwicklungsprozessen beitragen.

    Ja, das will ich auch gar nicht bestreiten. Aber Precht kann es sicher nicht. Der ist nämlich das, was man früher "Salonphilosoph" nannte und darüber hinaus ein typischer Vertreter der Spezies "Ich war selbst mal auf der Schule, fuffzig Jahre her, war scheiße, jetzt sage ich mal den ollen Lehrern, wie mans besser macht".

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