Neuer Winterhoff-Vortrag

  • https://www.youtube.com/watch?v=zzLM3CrfYm0


    Es geht nicht nur um Digitalisierung, sondern im ersten Teil des Vortrags auch über Entwicklungspsychologie, sehr interessant, hat man zwar vieles schon im Studium gehört, aber (so ging es mir) teilweise auch wieder vergessen.


    Bevor hier wieder die Winterhoff-Kritiker und Digitalisierung-Bejubler ankommen: Erst einmal selber anhören, was er zu sagen hat. Er geht auch speziell auf die Situation in den Schulen ein: https://www.youtube.com/watch?…0&feature=youtu.be&t=3213


    Gruß !

  • <X JETZT ist mir schlecht
    ... WEIL ich mir den einen Abschnitt angetan habe.


    So viel Allgemeinplätze und überzeichnete Aspekte findet man ... bei Winterhoff und anderen, die gern ihre Bücher verkaufen.


    Tatsächlich bin ich der Meinung, dass die gesellschaftliche Entwicklung und die Digitalisierung Herausforderungen in der Erziehung mit sich bringen und viele Eltern dabei womöglich mehr Anhaltspunkte bräuchten.
    Damit ist der Hinweis darauf, dass Kinder Anleitung benötigen und Zuwendung, berechtigt.


    Aber alles andere ist genau das, was er selbst kritisiert: Winterhoff schürt Angst.


    Beim Tennis-Thema habe ich aufgehört: Kinder lernen, mit dem Schläger umzugehen, wenn man ihnen diesen und einen Ball in die Hand gibt. Tatsächlich muss man die Geräte nur in ein Regal legen, aus dem sie frei wählen können ... und sie machen das freiwillig, weil sie es interessant finden.
    Dazu ist die passende Kleidung und das Grüßen auf dem Tennisplatz gar nicht notwendig, auch die Regeln braucht man zu Beginn nicht, wenn es darum geht, mit dem Schläger und dem Ball umzugehen.


    Schön, dass Winterhoff "Tennis" als Beispiel genommen hat.
    Beim Fußball käme niemand auf die Idee, dass man dies nur schaffen kann, wenn man die richtige Kleidung und die richtigen Beziehungen hat, weil jeder weiß, dass auch Straßenfußball Talente hervorbringt.

  • Ich habe es komplett gesehen, und ja, er verallgemeinert, aber ich finde, er sagt viel Wahres.
    Zum Beispiel, dass Lernen über Beziehung läuft - erlebe ich jeden Tag.
    Oder dass Schule Regeln, auch Kleiderregeln meiner Meinung nach, braucht.
    Oder dass Eltern und Lehrer selbst psychisch auf sich achten sollten, um fit für ihre Kinder und Schüler sein zu können. ...


    Angst erzeugt der Vortrag in mir nicht, ich fühle mich eher stellenweise ermutigt und bestätigt.
    Ich unterrichte viel frontal, leite an und die Kids finden das toll und wünschen sich das.

  • Ich habe es komplett gesehen, und ja, er verallgemeinert, aber ich finde, er sagt viel Wahres.
    Zum Beispiel, dass Lernen über Beziehung läuft - erlebe ich jeden Tag.
    Oder dass Schule Regeln, auch Kleiderregeln meiner Meinung nach, braucht.
    Oder dass Eltern und Lehrer selbst psychisch auf sich achten sollten, um fit für ihre Kinder und Schüler sein zu können. ...

    Aber das ist doch alles völlig trivial.


    Es ist wahrscheinlich unmöglich, irgendeinen Vortrag zu welchem Thema auch immer zu halten, ohne auf trivialer Ebene jede Menge Richtiges zu sagen. Das sagt jedoch nichts über die eigentliche Qualität des Vortrags oder der zugrundeliegenden Gedanken aus.

  • kopfschloss, bis auf das uralte und langweilige thema kleidervorschriften (gähän) - keine der von dir genannten thesen ist dir neu, oder? brauchst du dazu einen vortrag von herrn winterhoff? doch sicher nicht. banalitäten helau.

  • kopfschloss, bis auf das uralte und langweilige thema kleidervorschriften (gähän) - keine der von dir genannten thesen ist dir neu, oder? brauchst du dazu einen vortrag von herrn winterhoff? doch sicher nicht. banalitäten helau.

    Nein, die Thesen sind nicht neu. Nein, ich brauche dazu keinen Vortrag von Herrn Winterhoff. Aber: Warum habe ich im Alltag so häufig das Gefühl, dass so vielen Eltern diese Thesen unbekannt sind? Von daher bin ich froh, wenn sie immer wieder (und zwar nicht (nur) von Lehrkräften, denn denen glauben manche Eltern anscheinend nicht) wiederholt werden.


    Und: wie oft muss ich vor einer Klasse Dinge sagen, von denen ich dachte, ich müsste sie nie sagen, weil sie so banal sind, dass eigentlich jeder sie wissen müsste ...?


    Über Kleiderregeln hab ich vor zwei Tage erst mit Freunden diskutiert. Ich persönlich bräuchte sie nicht ... aber ich finde es dennoch wichtig, dass man irgendwann lernt, dass nicht jede Kleidung immer passend ist (sogar das Verhalten mancher SuS ist unterschiedlich, je nach Kleidung). Wie ich mich zu einem "Anlass" kleide, hat übrigens für mich auch etwas mit Respekt gegenüber den Anderen zu tun (soll heißen: Nicht immer nur die Perspektive haben, dass das arme Kind ja anziehen können soll, was es will, weil eine Vorschrift ja ganz böse ist ... sondern auch mal: wenn jemand mit seiner Kleidung signalisiert, dass er/sie Schule gleichsetzt mit auf der Couch lümmeln, dass ihm andere und ihr Empfinden egal sind ... warum soll man das akzeptieren?).
    Das Problem ist nur: Wo sollte man anfangen, eine Linie zu ziehen? Jogginhosen? Caps im Unterricht auf? sehr, sehr kurze Röcke/Hotpants? Springerstiefel?

  • ernsthaft? nochmal die kleiderdiskussion? na dann, viel spaß euch.

    Ich glaube nicht, dass mein Beitrag alleine zur "Kleiderdiskussion" ging, aber wenn das das Einzige ist, was Du herauslesen willst ... viel Spaß auch Dir.

    • Offizieller Beitrag

    Ich hab letztens mal diesen österreichischen Psychiater Bonelli gegoogelt, weil der in einem anderen Vortrag ein paar ziemlich bizarre Thesen vertrat. Und stieß dabei auf das von ihm wohl mitbegründete Institut für Religiosität in der Psychiatrie (!) - und ratet, wer da so als Referent mitmischt...https://rpp-institut.org/unsere-referenten/michael-winterhoff/


    Mich wundert ja aber nix mehr.


    Den Vortrag kenne ich, eine Mischung aus Binsenweisheiten und plakativen Beispielen.

    WE are the music-makers, and we are the dreamers of dreams,
    World-losers and world-forsakers on whom the pale moon gleams
    yet we are the movers and shakers of the world for ever, it seems.

  • Meine Damenundherrn. Ich sach ihnen jetzt mal wat. Ich bin überfordert vom Weihnachtsmarkt. Völlich überreizt! Aber ich komm damit klar, weil ich früher zur Schule gegangen bin. Aber die armen Kinder heute, denen wird was zugemutet, dat geht gar nicht! Wie sollen die jemals klar kommen? Und Schule is wie Schokoeis. Mal lecker, mal kalt, mal süß. Dat ist so ähnlich wie mit den Kompetenzen irgendwie. Aber das ist zu kompliziert für Sie und daher mach ich ein paar anschauliche, völlig inhaltsleere Beispiele. Ich danke Ihnen fürs aufmerksame Zuhören.
    Am Ausgang gibts mein neues Buch, "Deutschland, du Opfer. Oder die Bildungsdigitalisierungskompetenzenmisere" für unschlagbare 29.99€. Da steht bestimmt nichts drin, was uns weiterbringt, aber ich kann mir dann endlich nen Porsche kaufen und das bringt mich weiter. Vielen Dank.

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