Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • ich verstehe nicht, was für dich unlogisch ist?

    Ich sehe, dass die Inzidenzen in GB wieder so hoch sind wie Anfang Januar und dass die Krankenhauseinweisungen wieder zunehmen. Daher die Sorge dass die Impfung nicht ausreichend vor schweren Verläufen schützt. Aber wenn sie seltener tödlich verläuft, wäre das ja ein wichtiger Fortschritt.

  • Da haben wir doch eine hübsche Übersicht:

    Doofe Frage von mir: 800 Neuinf. pro 14 Tage bedeutet 400 pro Woche oder muss ich das anders rechnen?

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

  • Das BAG hat uns erhört:

    Sorry, es wurde sicher schon 1000 Mal geschrieben: in welchem Verhältnis sind die Zahlen zu sehen, also wie viele wurden ohne Impfung in dieser Region hospitalisiert?

  • Die Hospitalisierungsrate liegt gesamthaft bei etwa 4 %. Man könnte es sicher im Detail rauspfrimeln aber von den im fraglichen Zeitraum registrierten 190000 Infektionen wären das 7600 Hospitalisationen.

  • Die Hospitalisierungsrate liegt gesamthaft bei etwa 4 %. Man könnte es sicher im Detail rauspfrimeln aber von den im fraglichen Zeitraum registrierten 190000 Infektionen wären das 7600 Hospitalisationen.

    Das heißt, doppelt Geimpfte haben ein um rund 99% reduziertes Risiko, nach Infektion hospitalisiert zu werden. Das ist sehr ermutigend.


    In CH wurde mit Moderna und Biontech geimpft, richtig?

    Spannend fände ich noch eine Übersicht, wie es sich bei verschiedenen Impfstoffen verhält, insbesondere bei Vektorimpfstoffen im Gegensatz zu mRNA.

  • Nee, ganz so optimistisch ist es nicht. Die Delta-Welle rollt ja gerade erst, die Zahlen beziehen sich in dem Fall noch hauptsächlich auf Alpha. Impfstoff-Verteilung ist 70 % Moderna, 30 % BioNTech.


    Zumal im genannten Zeitraum die Impfquote ja eine Variable ist. Also eigentlich kannst Du da nicht wirklich was rausrechnen.

  • Nee, ganz so optimistisch ist es nicht. Die Delta-Welle rollt ja gerade erst, die Zahlen beziehen sich in dem Fall noch hauptsächlich auf Alpha. Impfstoff-Verteilung ist 70 % Moderna, 30 % BioNTech.


    Zumal im genannten Zeitraum die Impfquote ja eine Variable ist. Also eigentlich kannst Du da nicht wirklich was rausrechnen.

    Nun lass mir doch mal meine Hoffnung. ;)


    Aber du hast natürlich recht. Die Delta-Variante scheint nicht nur ansteckender, sondern auch virulenter zu sein und häufiger zu Krankenhauseinweisungen zu führen.


    WHO bestätigt Gefährlichkeit der Delta-Variante

    Die Delta-Variante des Coronavirus ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in 124 Ländern nachgewiesen worden, 13 mehr als eine Woche zuvor. Die WHO zitierte zwei Studien, die die hohe Gefährlichkeit der Variante untermauern, eine davon aus China und eine aus Kanada.

    In China wurden Menschen untersucht, die nach Kontakt mit einem Delta-Variante-Infizierten in Quarantäne waren. Der PCR-Test sei bei ihnen schon nach durchschnittlich vier statt wie bei frühen Varianten nach sechs Tagen positiv gewesen. Außerdem sei die Viruslast beim ersten Positiv-Test 1200 mal höher gewesen als bei ursprünglichen Virusvarianten.

    Der kanadischen Studie zufolge waren bei einer Covid-19-Erkrankung mit Delta-Variante auch die gesundheitlichen Risiken deutlich höher als bei frühen Corona-Typen: Das Risiko, ins Krankenhaus zu müssen, war um etwa 120 Prozent erhöht, und die Gefahr, Intensivpflege zu benötigen, um etwa 287 Prozent. Das Sterberisiko war demnach um etwa 137 Prozent höher.“


    https://www.tagesschau.de/news…chkeit-der-Delta-Variante


    Dennoch ist es ein gutes Zeichen, dass die Zahl der Hospitalisierungen in GB nicht mehr so rasant steigt wie zu Jahresanfang, da macht die Impfung doch viel aus.

  • Dem widerspricht (zum Teil) die Studie

    https://assets.publishing.serv…Technical_Briefing_17.pdf

    des Public Health England (so etwas wie das RKI). (siehe Seite 8 und 10)


    Die Engländer haben "Delta" schon länger und nach deren Erfahrung ist das Sterberisiko wesentlich geringer, höchstens 25 % im Vergleich zu "Alpha". Sie bestätigen aber eine höhere Infektionswahrscheinlichkeit.

    Die bisherigen Daten für Deutschland zeigen eine Erhöhung der Erkrankungen. Von einer höheren Sterblichkeit ist aber (zum Glück) nichts zu bemerken. siehe https://www.worldometers.info/coronavirus/country/germany/


    Bei den Briten ist die Inzidenz mehr gestiegen. Eine höhere Sterblichkeitsrate tritt auch bei denen nicht auf.

    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/uk/

  • Wenn ich es recht im Kopf habe wurde die Gefährlichkeit von Alpha vor allem deshalb überschätzt, weil es sich anfangs unter Bevölkerungsgruppen ausbreitete, deren gesundheitlicher Status ohnehin schlechter ist als der Durchschnitt. Ähnliches kann man jetzt sicher auch wieder für Delta annehmen, da sich ja doch noch mehrheitlich Ungeimpfte infizieren und hierzu in Grossbritannien v. a. Migranten mit niedrigem sozialen Status gehören. Ich schrieb ja schon, dass die Hospitalisierungsrate in der Schweiz wieder v. a. bei den älteren Personen zulegt und wer sich da nicht hat impfen lassen, dem unterstelle ich jetzt auch eher einen geringeren sozialen Status und damit mit grösserer Wahrscheinlichkeit auch eine schlechtere gesundheitliche Verfassung. Sprich, die Statistik ist diesbezüglich gerade extrem verzerrt. Man wird abwarten müssen um zu sehen, ob tatsächlich auch jüngere und gesündere Personen schwer erkranken. Oder ich habe Lust, mir mal diese kanadische Studie im Detail anzuschauen, von der würde ich annehmen, dass sie einigermassen seriös gemacht ist. Aber wahrscheinlich habe ich zumindest akut keine Lust, weil es eh wurscht ist, es kommt ja, wie es kommt.

  • Hat sich das in Deutschland schon einer laut sagen trauen?


    Ungeimpfte sollen Spital selber bezahlen


    Es wird ja so viel gebrabbelt, ich habe ehrlich den Überblick verloren. Ich bin in dem Fall einfach überrascht, dass es von einem Kurt Fluri kommt, dem hätte ich das nicht zugetraut. Meine Lebensgefährtin war regelrecht empört darüber. Ich hab ne Weile nachgedacht und gefunden, tja, als Frau bezahle ich hier eh schon einen höheren Krankenversicherungsbeitrag als die Männer, noch mehr zahle ich, weil ich in Basel wohne und mit meinem Beitrag das Unispital finanziere, das die Baselbieter und Aargauer genauso nutzen aber weniger Beitrag zahlen. Wo zieht man da die Grenze? Ist es schäbig zu fordern, wer sich nicht impfen lassen will, zahlt im Falle des Falles dann halt selbst? Zahlen dann nächstens auch alle Typ-II-Diabetiker ihre Behandlung selbst? Und warum zahlt die doofe Krankenkasse eigentlich meine Brille nicht, ich kann nichts für meinen Astigmatismus?!

  • Hat sich das in Deutschland schon einer laut sagen trauen?


    Ungeimpfte sollen Spital selber bezahlen

    Das noch nicht. Aber Söder stellt schon einmal in Aussicht, daß die Impfverweigerer in Zukunft die Tests, die sie dann praktisch alle 2-3 Tage neu brauchen, auch selber bezahlen müssen, weil die Kosten dem Steuerzahler nicht zuzumuten sind.


    als Frau bezahle ich hier eh schon einen höheren Krankenversicherungsbeitrag als die Männer

    Das gab es in Deutschland vor ein paar Jahren auch, wurde aber im Zuge der Gleichberechtigung verboten. Die Versicherungen dürfen keine Gender-Tarife mehr anbieten. Weder darf die Krankenversicherung bei den Frauen mehr kassieren, weil sie das Geburtsrisiko haben und dazu noch älter werden, noch dürfen sie bei Männer die KFZ-Versicherungen mehr kassieren.

  • Das gab es in Deutschland vor ein paar Jahren auch, wurde aber im Zuge der Gleichberechtigung verboten.

    Im Zuge der Gleichberechtigung zahlen bei uns die Männer so ne Art Strafgebühr, wenn sie nicht zum Militär gehen. Aber das mit der Krankenkasse kekst mich so richtig an. Ich hab mir schon überlegt, ob ich mich nicht mal beim Bundesgericht in Lausanne beschweren sollte. Ich kann weder Kinder bekommen noch sowas wie Gebährmutterhalskrebs, ich finde mir steht ein günstigerer Tarif zu. Zumal die Männer statistisch gesehen ohnehin kränker sind. :D


    Aber Söder stellt schon einmal in Aussicht, daß die Impfverweigerer in Zukunft die Tests, die sie dann praktisch alle 2-3 Tage neu brauchen, auch selber bezahlen müssen, weil die Kosten dem Steuerzahler nicht zuzumuten sind.

    Na damit kann ich mich auch anfreunden. Wenn ich die Zahlen ungefähr richtig im Kopf habe, wird's ab dem 3. Test schon teurer als die Impfung, die ja bei uns der Bund bezahlt. Da frage ich mich schon, wofür ich meine Steuern eigentlich drangeben soll.

  • Zumal die Männer statistisch gesehen ohnehin kränker sind.

    Mag sein, aber sie sterben eher und verursachen damit im Alter wesentlich geringere Kosten.


    Mein Versicherungsmakler kam auch mal damit an, daß wegen meines Hobbys (Fliegerei) die Berufsunfähigkeitsversicherung extra teuer wäre. Meine Antwort war nur noch: "Eigentlich müßte sie sogar günstiger sein. Schließlich passiert entweder gar nichts (und die Versicherung muß nicht zahlen) oder es endet tödlich (und die Versicherung muß wieder nicht zahlen). Dazwischen gibt es recht wenig. Bei dem typischen Amateur-Fußballspieler ist die Gefahr, daß er ein Krüppel wird, für den dann über Jahrzehnte die Berufsunfähigkeit und Pflege bezahlt werden muß, viel größer.


    Der Versicherungsmakler guckte mich nur noch mit großen Augen an.

  • Na was denkst Du denn ...


    Risiko-Sportarten


    Entweder Du meldest es dem Versicherer und zahlst extra, oder Du riskierst eine Kürzung der Leistungen.


    Bezüglich Corona haben wir uns nach der 2. Welle ja auch gleich mal öffentlich und ungeniert ausgerechnet, wie viel die AHV wohl spart, weil's jetzt über 10000 Rentner weniger gibt. Manchmal bin ich mir schon nicht ganz sicher, ob ich jetzt noch lachen oder schon weinen soll.

  • Na was denkst Du denn ...


    Risiko-Sportarten


    Entweder Du meldest es dem Versicherer und zahlst extra, oder Du riskierst eine Kürzung der Leistungen.

    Das geht doch noch. Bei uns ist jeglicher Luft- und Wassersport eine Risiko-Sportart.:autsch:


    Also wenn ich bei meinem Arbeitskollegen auf dem Segelboot mitfahren würde:

    —> Risiko-Sportart, weil er kein kommerzieller Anbieter ist.


    Der Surfkurs im Urlaub:

    —> Risiko-Sportart


    Der Flug in einer kleinen Cessna, egal ob ich selber fliege oder bei jemandem mit einsteige:

    —> Risiko-Sportart


    Fußball und Skilaufen, auch wenn es Abfahrtsrennen sind oder man abseits der Pisten unterwegs ist:

    —> keine Risiko-Sportart


    Ich bin mal gespannt, ob in Zukunft die Tarife für Lehrer steigen, weil das Corona-Ansteckungsrisiko in den Schulen ja wesentlich höher ist als beim Dachdecker. Bisher haben die Dachdecker und Gerüstbauer wegen ihrer Berufsrisiken und, weil praktisch niemand den Job bis zum Alter von 67 schafft, die teuersten Tarife.

  • (...) Aber das mit der Krankenkasse kekst mich so richtig an. Ich hab mir schon überlegt, ob ich mich nicht mal beim Bundesgericht in Lausanne beschweren sollte. (...)

    Habe das mal überschlagen. Zieht man die Einführung des Frauenstimmrechts als Vergleichsgröße heran, dann gibt es da zwischen Deutschland (1918) und der Schweiz (faktisch 1990) einen zeitlichen Versatz von 72 Jahren. Die sog. Unisex-Tarife bei der KV sind seit 2012 in D verbindlich. Ergo dürfte es ungefähr 2084 in der Schweiz soweit sein. Also zum selben Zeitpunkt, wenn unsere Schulen flächendeckend ans Internet angebunden sind.

    Von wegen Schuft, ein Zyniker ist ein enttäuschter Idealist!

  • Das geht doch noch

    Vollkontakt-Taekwondo ist in Deutschland keine Risiko-Sportart. Würde ich in der Schweiz noch auf Wettkämpfe gehen, würde ich einen höheren Tarif bezahlen 😉


    Auf der anderen Seite verbietet dir auch niemand was. Darfst auch Basejumpen, kostet dich nur den höheren Tarif. Selber schuld, wenn du stirbst.

  • Darfst auch Basejumpen, kostet dich nur den höheren Tarif. Selber schuld, wenn du stirbst.

    Keine Sorge, ich zahle bei uns schon den höheren Tarif, damit der Passus mit den verbotenen Risiko-Sportarten komplett gestrichen wird. Ich empfinde nur die Auswahl, was bei uns in Deutschland Risikosportart ist und was nicht, als absolut daneben. Sogar Base-Jumping würde ich aus Sicht der Versicherung nicht als Risiko-Sportart sehen. Schließlich passiert entweder nichts und die Versicherung muß nicht zahlen oder der Versicherte verstirbt und die Versicherung muß höchstens noch die 10.000,- € Bestattungskosten zahlen.


    Sportarten, wo die Wahrscheinlichkeit groß ist, daß man über Jahrzehnte zum Krüppel wird, was dann entsprechend umfangreiche Zahlungen der Versicherung verursacht, sehe ich als die eigentlichen Risiko-Sportarten an. Dabei denke ich an das Risiko des Leistungsfall für die Versicherung, nicht an das Risiko des Todesfalls des Versicherten.


    Laß mal einen von uns im Alter von 30 berufsunfähig werden, wegen Long-Covid (= kann sich nicht einmal daran erinnern was er vor 15 Minuten unterrichtet hat) oder sonst was, und dann rechne Dir aus welche Kosten in den nächsten 55 Jahren auf die Versicherung zukommen werden. Da liegt doch das versicherungstechnische Risiko. Und ja, das mag jetzt genauso hart sein wie die schweizer Rechnung, daß die 10.000 Covid-Toten nicht mehr der Pensionskasse zur Last fallen, aber genau darum geht es bei einer Versicherung.

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