Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • Hast du mal nach New York, Madrid oder Italien gesehen? Was dort trotz Lockdown los ist?

    Ne, das habe ich nicht, denn ich lebe unter einem Stein! *Ironie*

    Diese immer wiederkehrenden schiefen Vergleiche machen es auch nicht richtiger. Das Virus hat sich dort lange vor irgendwelchen Maßnahmen unkontrolliert in der Bevölkerung ausgebreitet bei einem deutlich schlechteren allgemeinen Gesundheitssystem. Was soll ich also daraus ziehen? In Deutschland war es halt anders und wir haben auch ein anderes Gesundheitssystem. Ich bezweifel sehr, dass wir in Deutschland norditalienische Verhältnisse bekommen werden.


    Das ist für mich die beste Zusammenfassung. Vielleicht ist meine Sicht aus naheliegenden Gründen sehr medizinisch geprägt, aber ich denke, dass ein Zusammenbruch unseres Gesundheitssystems, der bei einer Öffnung erfolgen würde (so viele Intensivbetten kann auch unser System nicht generieren) noch weitaus schlimmer wäre. Die Wirtschaft wäre danach neben vielen anderen Toten auch tot.

    Warum unterstellst du mir permanent, dass mir eine Überforderung des Gesundheitssystems egal wäre? Das ist es ganz und gar nicht, sondern die Richtschnur für zukünftiges Handeln. Zwischen einer schnellen Öffnung in vielen Bereichen (wer ist da ernsthaft für?) und einem monatelangem status quo (der auch kaum eine echte Alternative darstellt) gibt es aber eben einige Nuancen, die man betrachten kann und muss.

  • Ich bezweifel sehr, dass wir in Deutschland norditalienische Verhältnisse bekommen werden.


    Warum unterstellst du mir permanent, dass mir eine Überforderung des Gesundheitssystems egal wäre? Das ist es ganz und gar nicht, sondern die Richtschnur für zukünftiges Handeln. Zwischen einer schnellen Öffnung in vielen Bereichen (wer ist da ernsthaft für?) und einem monatelangem status quo (der auch kaum eine echte Alternative darstellt) gibt es aber eben einige Nuancen, die man betrachten kann und muss.

    Aus welchen Gründen bezweifelst du, dass wir norditalienische Verhältnisse bekommen werden? Wir haben mehr Intensivbetten als die Italiener, das ist wahr, aber was unterscheidet uns sonst noch? Wir sind ca. 3 Wochen hinter Italien.


    Ich stimme dir zu, dass es Nuancen geben sollte. Ich hatte das heute schon erwähnt. Man könnte bei kleinen Läden, die Einzelkundschaft bedienen an eine Öffnung denken. Friseure oder Fitnessstudios wären aber fatal.

    Ich würde auch noch die nächsten Wochen abwarten, weil wir noch nicht über den Berg sind und wir abwarten sollten, ob und wie schnell sich die Intensivbetten füllen.

    Sicher über den Berg wären wir nur mit einem längeren Wuhan Style Lockdown.

  • Kurzer Lagebericht aus dem sonnigen Süden (ich habe keine Lust mehr auf irgendwelche Beiträge hier im Detail einzugehen, bringt eh nichts):


    Wir sind nach den offiziellen Zahlen immer noch das am zweitstärksten betroffene Land gemessen in bestätigte Infektionen pro 100000 Einwohner. Die Prävalenz ist im Kanton Genf unterdessen am höchsten, ca. 850 bestätige Fälle auf 100000 Einwohner. Auch bei den Covid-Toten sind wir mit etwa 12 pro 100000 Einwohnern relativ weit vorne mit dabei (vgl. Deutschland sind es gute 3 Covid-Tote pro 100000 Einwohner). Es ist also davon auszugehen, dass die Dunkelziffer sehr viel grösser ist, als die offiziellen Zahlen, aber das ist ja bei einer Letalität von mittlerweile über 4 % ohnehin schon lange klar.


    Die Zahl der Neuinfizierten pro Tag im Verhältnis zur Gesamtzahl an offiziell bestätigten Infektionen ist in den letzten Tagen und Wochen aber erheblich gesunken, im Moment kommen pro Tag nur noch ca. 500 dazu. Die Massnahmen des Bundes (aka "Notstand") sind bis zum 26. April verlängert und werden von der Bevölkerung überwiegend gut eingehalten, sonst wäre die Entwicklung ja nicht so positiv. Die Anzahl der Hospitalisierten ist seit einigen Tagen rückläufig, ebenso werden Intensiv-Betten und Beatmungsgeräte wieder frei. Wenn sich der Trend in den nächsten 2 Wochen so fortsetzt, können wir verhalten optimistisch sein, dass ein Containment wieder möglich ist.


    Über die Feiertage sind jetzt vorsichtshalber mal ein paar Parkplätze und Zufahrtswege zu den beliebtesten Wandergebieten abgesperrt. Das ist sicher sinnvoll, nachdem unter anderem der Kanton St. Gallen in den letzten Tagen verdächtig viele Neuinfektionen gemeldet hat, nachdem da lange gar nichts los war. Flumserberge und Alpstein sind halt typische "Rentnerwandergebiete". Ansonsten ist es aber kein Problem rauszugehen wenn man die wenig frequentierten Gebiete kennt. Ich laufe gerade Kilometer wie schon lange nicht mehr, ich glaube dass Corona meinem allgemeinen Fitnesslevel (nicht dass das jemals wirklich schlecht war ...) doch noch recht zuträglich ist :)


    Sehr traurig stimmt mich nach wie vor das Flatterband an der grünen Grenze nach Weil am Rhein, das unterdessen sogar vom Schweizer Militär bewacht wird. Dort treffen sich jetzt immer mehr Paare, Freunde, Verwandte, ... die jeweils eine Person hüben und drüben vom Flatterband sitzen und ganz demonstrativ ein Bein auf die anderes Seite strecken und unseren mitleidig dreinschauenden Rekruten trotzige Blicke zuwerfen.


    Im Moment sind Osterferien aber der Fernunterricht wird mindestens eine Woche nach den Ferien fortgesetzt. Die Präsidentin der EDK geht davon aus, dass die Schulen nicht bei den ersten Institutionen dabei sein werden, die nach dem 26. April wieder geöffnet werden und auch der KKS Baselland plant schon seit längerer Zeit mit einer Schulschliessung bis zum August. Die Maturprüfungen werden stattfinden, es ist nur leider immer noch nicht klar, in welchem Rahmen. Aber das wird auch noch irgendwie klappen.


    Hopp Schwiiz oder so ... die Stimmung ist zumindest in Basel ausgesprochen positiv und irgendwann bekomme ich auch wieder meine verdammten Nürnberger Würstchen :)

  • Aus welchen Gründen bezweifelst du, dass wir norditalienische Verhältnisse bekommen werden? Wir haben mehr Intensivbetten als die Italiener, das ist wahr, aber was unterscheidet uns sonst noch? Wir sind ca. 3 Wochen hinter Italien.


    [...]

    Sicher über den Berg wären wir nur mit einem längeren Wuhan Style Lockdown.

    Nö, ich habe keine Lust, dir das zu erklären. Bringt eh nicht viel. Einer stand schon im obigen Beitrag.

    Deutschland ist auch nicht Wuhan, ist aber auch egal ... alles in einen Topf und so.

  • Ne, das habe ich nicht, denn ich lebe unter einem Stein! *Ironie*

    Diese immer wiederkehrenden schiefen Vergleiche machen es auch nicht richtiger. Das Virus hat sich dort lange vor irgendwelchen Maßnahmen unkontrolliert in der Bevölkerung ausgebreitet bei einem deutlich schlechteren allgemeinen Gesundheitssystem. Was soll ich also daraus ziehen? In Deutschland war es halt anders und wir haben auch ein anderes Gesundheitssystem. Ich bezweifel sehr, dass wir in Deutschland norditalienische Verhältnisse bekommen werden.


    84 Mio Deutsche davon stecken sich 60% auf Dauer an, sind wir bei 50 Mio Menschen. Selbst bei einer sehr niedrigen Sterblichkeit von 0,37% sind wir bei rund 185.000 Tote. Plus Langzeitschäden etc.

    Nein, ich glaube auch nicht, dass wir hier italienische Verhältnisse bekommen.

    Aber ich weiß auch, dass das deutsche Gesundheitssystem in vielen Regionen nicht gut aufgestellt ist.

    Ich lese, dass Masken, Medikamente, etc. fehlen.

    Und mir ist bei der Beurteilung der Situation bewusst, dass das Virus das Potential hat 100.000 und mehr Menschen zu töten.

    Hätte jemand vor 3 Monaten erzählt, dass das in New York, Madrid oder Mailand passiert, hätten wir ihn ausgelacht.

    Wenn du immer so tust, als ob es uns Deutschland nicht passieren kann, finde ich das einfach naiv.

    Wir haben gut gehandelt. Wir haben Glück gehabt. Wir haben fähige Virologen und eine gute Bundesregierung.

    Und wir haben ein verhältnismäßig gutes Gesundheitssystem.

    Aber wir sind nicht unangreifbar. Wir müssen genau überlegen, was wir machen, sonst erwischt es uns genauso wie andere Länder.

  • Kurzer Lagebericht aus dem sonnigen Süden (ich habe keine Lust mehr auf irgendwelche Beiträge hier im Detail einzugehen, bringt eh nichts):


    Ist bei euch etwas in Richtung Bestimmung der Dunkelziffer geplant? Wenn die Zahlen aus Heinsberg stimmen, müsstet ihr ja irgendwo um 10mal so viele Fälle haben, damit die Sterblichkeit passt. Wäre ja spannend, ob das so hinkommt. Ihr seid ja doch mit Deutschland relativ gut vergleichbar. Wobei ich 10x schon sehr hoch fände.

  • Habe ich ungefähr schon drölfzig mal geschrieben. Lies halt einfach mal die Beiträge anderer User als derer, die unmittelbar Deiner Meinung entsprechen.

  • Ich hab ein déjà vu .

    Ich auch.


    Gestern habe ich mit meiner Nachbarin kurz im Treppenhaus geredet, die hier im Klinikum arbeitet. Sie ist in der Beschaffung und das ist natürlich derzeit stressig. Sie sind Corona-Zentrum und bekommen die Einzelfälle aus den kleinen Krankenhäusern in der Umgebung rein. Es sind zum Glück nicht so viele.

    Laut offizieller Zahlen sind die derzeitigen hessischen Kapazitäten bei der Beatmung zu knapp 15% ausgelastet.

  • Wenn du immer so tust, als ob es uns Deutschland nicht passieren kann, finde ich das einfach naiv.

    Ja, das kann in Deutschland passieren, wenn man keine Maßnahmen ergreift. Es war so aber nun nicht. Könnten wir also bitte das Horrorszenario verlassen?

  • Moebius

    Erleuchte mich, welches Deja Vu hast du denn?

    Und wer sich für eine Diskussion disqualifiziert, entscheidest sicher nicht du.

    Bist du Arzt? Virologe? Epidemiologe? Ne? Siehste. Dann einfach mal Vorsicht walten lassen. Keiner hat bei Corona wirklich Ahnung.



    Ich finde es sehr spannend, wie Lehrer medizinische Fakten ignorieren, andere abkanzeln, die nicht ihrer Meinung sind, Diskussionen abwürgen.

    Mir ist das ja egal. Aber dieser überhebliche Tonfall, der in einigen Beiträgen mitschwingt, ist grauslich.


    Geben wir doch alle lieber zu, dass wir keine Ahnung haben und nur spekulieren. Aber wenn mir ein Lehrer was von Medizin erzählen will, höre ich lieber auf andere, die live vor Ort sind.

  • Wenn ich mir die Beiträge und Likes ansehe, sollten wir die Diskussion vielleicht einfach aufteilen. Eine Thread "Corona ist nicht so schlimm, weil .." und ein Thread "Corona ist schlimm, weil ...". Die Diskussionskultur geht gerade echt runter. Es ist eigentlich vollkommen egal, was inhaltlich geschrieben wird, es ist schon vollkommen klar, wer wem widerspricht und wer es dann liked. Inhaltliche Argumente sind momentan eher unnötig.

  • Wir haben gut gehandelt. Wir haben Glück gehabt. Wir haben fähige Virologen und eine gute Bundesregierung.

    Und wir haben ein verhältnismäßig gutes Gesundheitssystem.

    Aber wir sind nicht unangreifbar. Wir müssen genau überlegen, was wir machen, sonst erwischt es uns genauso wie andere Länder.

    Eigentlich wollte ich zum Thema nichts mehr sagen, aber das ist zu viel.

    "Gut gehandelt" - das wird sich noch herausstellen. "Glück gehabt" - im Moment 2800 (offizielle) Tote, aber noch über 4800 kritische Fälle. Das nenne ich nicht Glück.

    "Fähige Virologen" lasse ich gelten, aber andere Länder haben auch keine "Idioten".
    "Ein gutes Gesundheitssystem" - nun ja, ich habe Sohn + Schwiegertochter, die im Moment als Ärzte in vorderster Front kämpfen. Die sehen das irgendwie anders.

    "Gute Bundesregierung" ist aber wohl als Satire gemeint, oder?

    Die Bundeskanzlerin hüllte sich wochenlang in Schweigen und kam erst aus der Versenkung, als Söder Druck machte. Föderalismus ist etwas wertvolles, aber nicht einmal die 16 Bundesländer hat sie zum einheitlichen Handeln bekommen. Jedes Bundesland hat andere Regeln, teilweise auch in den einzelnen Regierungsbezirken.
    Vielmehr bekamen wir, wie immer, ein absolut belanglose "Rede", mit den gleichen Plattitüden wie immer.


    Nein, die Bundesregierung hat nahezu nichts zur Bekämpfung der Krise beigetragen.

    Die wirklichen Helden sie diejenigen, die Tag für Tag unser Land noch funktionsfähig halten: das medizinische Personal, der Lebensmittelhandel, die Müllabfuhr, die Energieversorger und alle anderen, die Gesundheit und Leben(!) riskieren.

    Und nicht zu vergessen - die Polizei. Ich habe bisher nirgends gehört, dass denen jemand gedankt hat.

    Für Conni: שמי מרים

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    Töten im Krieg ist nach meiner Auffassung um nichts besser als gewöhnlicher Mord. (Einstein)

  • Und wer sich für eine Diskussion disqualifiziert, entscheidest sicher nicht du.

    Bist du Arzt? Virologe? Epidemiologe? Ne? Siehste. Dann einfach mal Vorsicht walten lassen. Keiner hat bei Corona wirklich Ahnung.

    In meinen Augen disqualifizierst du dich, indem du versuchst deinen Standpunkt zu puschen, indem du mit Horrorszenarien bei anderen Angst verbreitest. Dazu muss ich kein Virologe sein. Die Taktik ist weit verbreitet. Was andere davon halten, können sie gerne selber entscheiden.


    Ganz nebenbei wäre "drei Wochen hinter Italien" keine schlechte Nachricht, denn in Italien war der Höhepunkt der Infektionswelle vor drei Wochen. Seitdem verbessert sich die Situation kontinuierlich. Allerdings würde ich sagen, dann sind wir eher zwei Wochen hinter Italien, zumindest bei den Neuinfektionen haben wir den Höhepunkt wohl auch schon hinter uns.


    Realistische, wissenschaftlich fundierte Einschätzungen über den Verlauf der Infektion und wahrscheinliche Prognosen gibt es zB da:

    https://covid19.healthdata.org/germany


    (Kurz: wir befinden uns aktuell etwa auf dem zu erwartenden Höhepunkt der Todeszahlen, insgesamt ist in D mit etwa 7000 Toten zu rechnen, die Kapazitätsgrenze der Intensiv- und Beatmungsbetten wird zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd erreicht, auch im pessimistischen Szenario nicht.)

  • Miriam Wegert - dein letzter Absatz ist sehr wahr.

    Aber du meinst, die "paar" Todesfälle, im Hinblick auf das "Potential", wären kein Glück?

    Ich denke da kommen "wir" echt noch eher gut weg.

    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)

  • Glück gehabt bezieht sich darauf, dass die Infektion sich erst relativ spät bei uns ausbereitet hat. Wir hatten relativ viel Zeit uns vorzubereiten.

    Und im Vergleich zum Ausland, stehen wir relativ gut da. Anscheinend haben wir also auch einiges richtig gemacht.

    Ich persönlich ärgere mich gerade mehr über meinen Ministerpräsident, der zwar überall in der Presse zu sehen ist, aus meiner Sicht aber zu wenig in Nds macht. Da gefällt mir die ruhig aber sachliche Art von Frau Merkel mehr. Aber das kann ja jeder sehen wie er will. Letztlich sind wir uns doch einig, dass wir froh sein können keinen Trump oder Johnson-Verschnitt bei uns zu haben.

    Das förderale System hat seine Vorteile und seine Nachteile. Was man am Ende gut und schlecht war, wird man sehen müssen. Ich finde auch, dass einige Dinge schlecht gelaufen sind. Aber das sind keine Dinge, die man mal eben ändern kann. Da wird man sich langfristig Gedanken, um die Zuständigkeiten machen müssen. Die Bundesländer haben sich ja auch in Sachen Vorbereitung nicht mit Ruhm bekleckert. Letztlich hat kaum jemand eine solche Situation so vorgesehen. Aus den Fehlern wird man lernen müssen. Das betrifft aber viele Bereiche.

  • Moebius: Ich hoffe ja, dass du Recht hast, aber auch das RKI warnt noch, dass wir erst am Anfang stehen:


    Schulz: Wo sehen Sie das Land aktuell im Kampf gegen Corona?

    Wieler: Wir stehen immer noch am Anfang dieser Pandemie, die wir ja erst seit wenigen Wochen im Land haben – eine Krankheit, die wir überhaupt erst seit wenigen Monaten kennen –, und wir haben immer noch steigende Fallzahlen. Allerdings hat sich die Steigerung etwas abgeflacht, was sicher ein schönes Ergebnis ist. Aber wir beobachten diese Krankheit weiter und wir müssen wirklich sehr, sehr vorsichtig sein und genau betrachten, wie sich die Krankheit ausweitet, und auch, wie die klinischen Fälle sich entwickeln.

    8.4.2020

    https://www.deutschlandfunk.de…ml?dram:article_id=474283


    Vieles wird davon abhängen, wie wir uns jetzt verhalten. Ob wir den Höhepunkt hinter uns haben, hängt davon ab, dass wir die Verbreitung langsam so weit verlangsamen können wie jetzt. Ich bin ja mit dir durchaus einer Meinung, dass man den Lockdown nicht dauerhaft beibehalten kann. Aber wir werden auch zwangsläufig mit mehr Fallzahlen rechnen müssen, wenn wir Beschränkungen aufheben (müssen).

  • Gestern Abend schon mal erwähnt, jetzt eintreten:


    Zitat von n-tv

    Erstmals in Deutschland mehr Genesene als aktiv Infizierte

    In Deutschland hat die Zahl der vom Coronavirus genesenen Menschen erstmals die Zahl derer überholt, die aktiv infiziert sind. Nach neuesten Angaben des Robert-Koch-Institutes gelten derzeit 60.200 Patienten als genesen. Das sind knapp 1000 mehr, als es zurzeit nachgewiesene aktive Infektionen gibt. Im Fall Chinas markierte dieser Punkt den Moment, in dem die erste Welle der Pandemie überstanden war. Ob die Trendwende in Deutschland damit tatsächlich vollzogen ist, lässt sich anhand der aktuellen Datenlage aber noch nicht sagen: Mehrere Bundesländer haben darauf hingewiesen, dass ihre Zahlen wegen der Feiertage und des langen Wochenendes unvollständig sein könnten.

    Durch Berücksichtigung von Meldeverzug mag sich der Zeitpunkt noch um ein paar Stunden verschieben, aber ob heute oder morgen spielt jetzt auch keine große Rolle. Die Zahl der aktiv Erkrankten pendelt seit 10 Tagen grob um 60 000, während die Zahl der Geheilten naturgemäß steigt.

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