Wie geht ihr dem Corona-Virus entgegen?

  • Österreich hatte letzte Woche einen R0-Wert von 0,7 und sie öffnen die Schulen als letztes Mitte Mai (Plan), weil man bei Kindern nicht Dauer Abstand und Maske voraussetzen kann (zuerst kleine Geschäfte und Baumärkte). Wir hatten letzte Woche einen R0-Wert von 1,3 trotz der Beschränkung (sie ist anscheinend zu gering).


    Ich gehe seit gestern aufgrund div. Meldungen davon aus, dass es keinen Gleichklang der Bundesländer geben wird, außer es warten alle. Zumindest BW und Bayern werden noch etwas warten (bei uns gibt es noch immer Städte heute z. B. Reutlingen mit plötzlich starkem Anstieg ca. 20 %, das mag auch etwas an Ostern liegen, aber es gab auch vorher täglich irgendwo "explodierende Zahlen ").

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  • Auf Basis eines 7-Tage Zeitraumes haben wir aktuell 0,77. (28000:36000)

    Ich rede von Baden-Württemberg. (Aussage Kretschmann)

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  • Auf Basis eines 7-Tage Zeitraumes haben wir aktuell 0,77. (28000:36000)

    Gerade gegoogelt: Das RKI hat am 10. 4. (Freitag) einen R0-Wert von 1,1 für Deutschland genannt. Kretschmann nannte letzte Woche 1,3 für Baden-Württemberg.

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  • ich weiß leider nicht, wie ich den Situationsbericht vom RKI vom 10.4. hier verlinken soll. Ich verlinke hier daher die SWR aktuell - Seite. Unter Kriterium 1 findet man den Link zum Situationsbericht.


    https://www.swr.de/swraktuell/…e-in-deutschland-100.html

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  • Mitte Januar hätte man schon hellseherische Fähigkeiten gebraucht um den weiteren Verlauf richtig zu erahnen.

    Ich habe auf die Schnelle nur diese Meldung gefunden (die Suchfunktion dort ist ziemlich unterirdisch):
    https://www.tagesschau.de/ausl…-lungenkrankheit-105.html

    Wenn man dann die Reisebewegungen berücksichtigt und 1+1 zusammenzählt, braucht es keinerlei Glaskugel.

    Vielleicht bin ich da besonders sensibel, aber als gelernter DDR-Bürger hat man gelernt zwischen den Zeilen zu lesen/ zu hören. Bei mir führte das dazu, dass ich am 04.02. (habs extra nochmal nachgeschaut) den ersten Teil meiner persönlichen Schutzausrüstung bestellt habe (und nein, nicht palettenweise!), zu einem Zeitpunkt also, als alles noch verfügbar war. Davon liegt in Set in der Schule, eins im Auto und eins zu Hause.

    Von meinen lieben Kollegen wurde ich dafür ausgelacht und gefragt, ob so zum Karnevall gehen wolle.

    Ich gehe auch davon aus, dass unsere Politiker noch über andere Informationsquellen verfügen, als das, was dem "Normalbürger" per Massenmedien zur Verfügung steht.


    Und bei der letzten Pandemie hatten die westlichen Staaten Milliardensummen für den Kauf von Vorräten an Tamiflu ausgegeben, die später ungenutzt vernichtet wurden, dafür gab es auch reichlich Kritik.

    Ich schrieb nicht von Milliardenausgaben für ein Medikament, welches es im übrigen bis jetzt nicht gibt.

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :_o_P


    8_o_)Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:

  • Mal schauen was kommt.

    Wir können den guten Zustand was Corona angeht beibehalten, oder so richtig ins Tal fahren.

    Ich glaube, dass welche Art der Öffnung auch immer, so richtig in die Hosen gehen wird.

    Lass mich gerne eines besseren belehren, aber wenn wir übertreiben, sind wir ganz schnell bei Frankreich, Italien, Spanien u.s.w.

    Falscher Aktionismus, kann und wird uns Menschenleben kosten.

  • Dafür müsste es eine Definition geben, wer Risikogruppe ist und die muss auf alle Familienmitglieder ausgeweitet werden

    Ja, das legt ein Arzt fest. Was Du dazu findest interessiert da zum Glück nicht.


    Moebius Der von Dir verlinkte SPON-Artikel ist rein spekulativ. Steht auch an mehreren Stellen genau so drin. Zitat: "Einen eindeutigen Beleg, dass die Nachweisgrenze tatsächlich erreicht oder überschritten wurde, gibt es jedoch nicht."

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    Chemie ist das was knallt und stinkt, Physik ist das was nie gelingt.

  • das rki nannte gestern in seinem lagebricht einen geschätzten wert von r von 1.3, konfidenzintervall nach unten bis 1.0. das war schon mal besser. der wert schätzt etwa eine woche nach hinten, was sache ist. die letzten drei tage fließen nicht ein, um die schätzung nicht durch nachmeldungen neuer infektionen zu verzerren. und wer dei letzten tage erlebt hat, wie wenig leute sich hier um die gesetzlichen vorgaben für kontaktsperren auch an ostern gekümmert haben, kann sich denken, wie die werte nächste woche aussehen werden, wenigstens in bayern.


    wer den text der leopoldina vollständig im kontext haben möchte (der ist nämlich ziemlich gelungen, wenn man mal davon absieht, dass sie schulrealität nicht so gut kennen, aber sind halt professorInnen), der sollte das dazugehörige, eher mathematische paper vom 03.04. lesen. da werden konkrete rahmendaten genannt. von denen sind wir aktuell weit weg. wenn sich die politik also an diese vorgaben hält, und das klingt ja außer in nrw schon so, kann man mit diesem paper ganz sicher keine schulöffnungen am montag rechtfertigen.

  • Der "Fahrplan" der Leopoldina-Forscher (die sich ihre Aussagen bestimmt nicht leichtgemacht haben und Experten aus den verschiedensten Gebieten sind) ist erstmal nur eine Idee oder Empfehlung. Was daraus gemacht wird, erfahren wir am Mittwoch. Noch zwei Tage, dann wissen wir mehr. Von daher nützt das ganze Spekulieren jetzt nichts.


    Für (Angehörige von) Risikopatienten findet sich mit Sicherheit eine Lösung. Es wurde bisher doch auch Rücksicht genommen. Aber irgendwann muss das mehr oder weniger normale Leben auch weitergehen. Man muss die Waage finden zwischen Schonung unseres Gesundheitssystems und Aufrechterhaltung der Wirtschaft, denn ohne das eine geht auch das andere früher oder später den Bach runter.


    Positiv denken hilft auch. Ich bin mir sicher, dass keine Entscheidung der Politiker leichtfällig getroffen wird. Es ist eine blöde Situation, gar keine Frage, aber es geht weiter. Und wir schaffen das!

  • das rki nannte gestern in seinem lagebricht einen geschätzten wert von r von 1.3, konfidenzintervall nach unten bis 1.0. das war schon mal besser. der wert schätzt etwa eine woche nach hinten, was sache ist. die letzten drei tage fließen nicht ein, um die schätzung nicht durch nachmeldungen neuer infektionen zu verzerren. und wer dei letzten tage erlebt hat, wie wenig leute sich hier um die gesetzlichen vorgaben für kontaktsperren auch an ostern gekümmert haben, kann sich denken, wie die werte nächste woche aussehen werden, wenigstens in bayern.

    Wenn man die letzten drei Tage raus nimmt, kommt man auf Wochenbasis auf 32K:35K, also 0,9.

    Letztlich kann man natürlich die Zeiträume verschieben und Tage rein oder raus nehmen, wie man möchte und kriegt so verschiedene Werte.

    Ein Wert größer 1 heißt steigende Zahlen an Neuinfektionen, ein Wert kleiner 1 heißt fallende Werte.

    Jeder kann sich die Zahlen angucken und selber entscheiden, was er im Augenblick für plausibler hält.

  • aber als gelernter DDR-Bürger hat man gelernt zwischen den Zeilen zu lesen/ zu hören.

    mag sein, ist es aber auch möglich, dass man als gelernter DDR-Bürger nicht nur kritisch ist, sondern eher skeptisch und nichts und niemandem mehr traut? Das ist jedenfalls meine oft schmerzliche Erfahrung hier. (Und zeigt sich ja auch im Wahlverhalten, was ich keineswegs für kritisch halte...)

  • Wenn man die letzten drei Tage raus nimmt, kommt man auf Wochenbasis auf 32K:35K, also 0,9.

    Letztlich kann man natürlich die Zeiträume verschieben und Tage rein oder raus nehmen, wie man möchte und kriegt so verschiedene Werte.

    Ein Wert größer 1 heißt steigende Zahlen an Neuinfektionen, ein Wert kleiner 1 heißt fallende Werte.

    Jeder kann sich die Zahlen angucken und selber entscheiden, was er im Augenblick für plausibler hält.

    Moebius, ich habe den Situationsbericht vom Freitag (vor Ostern) verlinkt. Und weil mehrere Menschen (RKI, Kretschmann) aktuell Werte uber 1 angeben (trotz Schulschließung etc.), bin ich gegen Aufhebung. Es weden ja immer Zahlen nachgemeldet, hast du das berücksichtigt? Es muss auch dauerhaft unter 1 (einmal reicht nicht), sonst haben wir bald wieder sehr steigende Zahlen. Und mir macht schon Sorge, dass wir 3, 4, 5 Wochen nach Einschränkung (es gab ja mehrere), noch nicht unter 1 sind.


    Übrigens fand ich in dem Bericht weitere interessante Werte aufgeschlüsselt nach Bundesländern bzw. Regionen. Deutschland ist zu unterschiedlich, um einfach einen Durchschnitt zu bilden.

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  • Errechneter R0-Wert hier: 0.59 +/- Fehler. Bei mehr Infektionen pro Kopf, einer sicher höheren Dunkelziffer und deutlich mehr Tests pro Kopf. Seltsam übrigens, dass die "Trefferquote" hier Ende März auf ca. 20 % gestiegen ist, in Deutschland aber bei 10 % die Kapazitätsgrenze erreicht sein will. Dann wird in Deutschland offenbar doch falsch getestet (oder die Grenze ist einfach nicht erreicht).

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  • Seltsam übrigens, dass die "Trefferquote" hier Ende März auf ca. 20 % gestiegen ist, in Deutschland aber bei 10 % die Kapazitätsgrenze erreicht sein will. Dann wird in Deutschland offenbar doch falsch getestet (oder die Grenze ist einfach nicht erreicht).

    Eine hohe Trefferquote ist nichts gutes, im Gegenteil. Sie ergibt sich daraus, wie streng man die Kriterien für die Testdurchführung wählt. Wenn ich nur noch die teste, die bereits mit Lungenentzündung im Krankenhaus liegen (oder die gar nicht mehr teste, sondern einfach als positiven Fall zähle, wie zeitweise in China und wohl auch in Italien) habe ich eine Trefferquote nahe 100%.

    Die Kapazitätsgrenze ergibt sich, wenn ich die Kriterien konstant lasse und bei allen Proben ziehe, die die Kriterien erfüllen und dann feststelle, dass ich mit der Auswertung nicht mehr hinterher komme. Leider gibt es darüber keine Zahlen. Allerdings habe ich zwischenzeitig gelesen, dass sie Auslastung der Labore Ende März/Anfang April bei nahezu 100% lag, dann wäre es schon nicht so abwegig, dass der Fall da eingetreten ist. Und soweit ich mitbekommen habe lag die Positiv-Quote in den letzten vier Wochen in D immer bei knapp 10%, das wäre zumindest in so fern ein gutes Zeichen, dass man zwischendurch die Kriterien, nach dem man testet, nicht wesentlich verändert hat.

  • Moebius, ich habe den Situationsbericht vom Freitag (vor Ostern) verlinkt. Und weil mehrere Menschen (RKI, Kretschmann) aktuell Werte uber 1 angeben (trotz Schulschließung etc.), bin ich gegen Aufhebung. Es weden ja immer Zahlen nachgemeldet, hast du das berücksichtigt? Es muss auch dauerhaft unter 1 (einmal reicht nicht), sonst haben wir bald wieder sehr steigende Zahlen. Und mir macht schon Sorge, dass wir 3, 4, 5 Wochen nach Einschränkung (es gab ja mehrere), noch nicht unter 1 sind.

    Jetzt sei mal nicht so streng mit dem RKI und Herrn Kretschmann.


    Einfach die Neuinfektionen zweier Wochen durcheinander zu teilen ist natürlich die Holzhammer-Methode und nur eine grobe Abschätzung. Das RKI wird vermutlich einen exakteren Wert für die Dauer zwischen Infektion und infektiöser Zeit und bei den gemeldeten Zahlen einen gleitenden Durchschnitt verwenden. Dadurch wird die Zahl dann solider, reagiert aber auch träger.

    Unterm Strich darf man sich da aber auch nicht von komplexe Mathematik blenden lassen. Wie gesagt: die Kernaussage des R_0 Werts, zumindest in der Umgebung von 1, ist die Frage ob die Werte in der Tendenz eher steigen oder fallen. Und dass kann jeder durchaus auch einfach so beantworten, indem man sich die Zahlen der Neuinfektionen anschaut.

  • Sie ergibt sich daraus, wie streng man die Kriterien für die Testdurchführung wählt

    Die Kriterien sind laut Aussage des BAG im fraglichen Zeitraum nicht verändert worden.


    Ich formuliere es anders: Ich halte den verlinkten SPON-Artikel für aus naturwissenschaftlicher Sicht absolut nicht nachvollziehbaren Käse. Wenn ich pro Tag sagen wir 1000 Tests zur Verfügung habe und nach den immer gleichen Kriterien die Probanden auswähle, dann steigt zwangsläufig die Trefferquote wenn innerhalb der 1000 Probanden der Anteil an Infizierten steigt. Die Trefferquote wird verfälscht, wenn ich plötzlich die Kriterien verändere (ist nicht passiert, wir sind hier nicht in China), wenn der Anteil an asymptomatischen Probanden plötzlich überproportional steigt (hiesse das Virus hat mutiert, was aber nicht von heute auf morgen passiert) oder wenn im gleichen Zeitraum eine andere Krankheit mit ähnlichen Symptomen überproportional zunimmt (das wäre die Grippe und die war zum fraglichen Zeitpunkt schon vorbei). Die PCR-Methode ist der Goldstandart in der Diagnostik, die hat keine derart hohe Ausfallrate.


    dass ich mit der Auswertung nicht mehr hinterher komme

    Dann steigt die Zahl halt zeitversetzt weil ich die Proben wegfrieren muss. Die Meldungen gab es hier durchaus auch, dass die Leute mit der Auswertung nicht mehr hinterher kommen. Im fraglichen Zeitraum gab es dann immer wieder einzelne Peaks bei den Fallzahlen aber nie ein Plateau. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass das deutsche Plateau mit den ominösen 10 % nicht einfach dem Zufall geschuldet ist.

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  • weil es weder genug Tests noch Kapazitäten gibt

    Was halt zumindest für Länder wie Deutschland nicht stimmt. Die Anzahl positiver Resultate wird im wesentlichen durch die Auswahl der Testkriterien festgelegt. Selbst wenn es genügend Tests gäbe um ALLE zu testen, wäre das gar nicht sinnvoll weil auch das PCR-Verfahren ganz zu Beginn einer Infektion negativ ausfällt. Deswegen legt man ja entsprechende Kriterien fest.

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  • Dafür sterben aber in Deutschland erfreulicherweise trotzdem total wenig Leute, obwohl keiner weiß warum

    Das ist auch Quatsch denn die Letalität liegt unterdessen bei gut 2 % und es ist völlig klar, warum die in Italien z. B. so viel höher ist. Die Dunkelziffer muss enorm viel höher sein, das Gesundheitssystem ist massiv überlastet und in der Betreuung der Patienten wurden gravierende Fehler gemacht.

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  • Zur Notbetreuung hat man in Deutschland die Verantwortung den Schulleitern aufgehalst, nicht den Ärzten. Insofern, doch alles ganz schön interessant, weil voll konkret wichtig für jeden von uns.

    Wie kommst du zu so allgemeinen Behauptungen? In Berlin war klar geschrieben, welche Risikogruppen raus sind bei der Notbetreuung, was bei uns die Schulleitung festgelegt haben, welche mit Risiko-Gruppen unter den Angehörigen und mit Kindern noch raus sind (wobei auch da dann die Senatsverwaltung schnell klar gestellt hat, wer Kinder zuhause zu betreuen hat, der hat Anspruch auf Homeoffice oder teilweise bezahlte und unbezahlte Freistellung).


    Also hier zumindest nichts Verantwortung bei der Schulleitung. Aus Brandenburg weiß ich zumindest hier bei den Grundschulen sogar, dass die komplett aus der Notbetreuung raus sind, also alle, weil das der Hort übernimmt.

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