Amtsarzt - eventuell erhöhten Blutdruck angeben?

  • Hallo zusammen,


    bei mir steht demnächst der Amtsarzttermin an und dazu hätte ich eine kleine Frage, die ihr mir vielleicht aus Eurer Erfahrung heraus beantworten könnt.


    Und zwar habe ich in letzter Zeit einen erhöhten Blutdruck bei mir festgestellt, deshalb bin ich zu meinem Hausarzt. Bisher konnte dieser den hohen Blutdruck noch nicht bestätigen, es stehen allerdings noch Untersuchungen beim Internisten aus. D.h. eine arterielle Hypertonie wurde noch nicht offiziell diagnostiziert.


    Nun ist es so, dass der Termin beim Amtsarzt vor dem Termin beim Internisten liegt.


    Meine Frage ist, muss ich bei der Selbstauskunft angeben, dass bei mir Verdacht auf Hypertonie besteht, obwohl diese Diagnose noch nicht offiziell gestellt wurde, aber ja Einträge zu den entsprechenden Untersuchungen bei meinem Hausarzt bestehen?


    Ich möchte nur vermeiden, dass ich quasi beim Amtsarzt angebe, ich wüsste von rein gar nichts, die Blutdruckwerte beim Amtsarzt passen vielleicht sogar halbwegs und hinterher werde ich dann wieder "entbeamtet", weil eventuell die Diagnose kommt und ich die bisherigen Untersuchungen nicht angegeben habe.


    Was meint Ihr dazu? Wie sieht es denn da rechtlich aus?


    Danke schonmal und beste Grüße!

  • Gartenzaun

    Hat den Titel des Themas von „Amtsarzt - eventuell erhöhter Blutdruck“ zu „Amtsarzt - eventuell erhöhten Blutdruck angeben?“ geändert.
  • Schreib es rein. Dann bist du auf der sicheren Seite. Falls es für den Amtsarzt irrelevant ist, wird es halt igonriert. Aber vermutlich wird dein Blutdruck eh gemessen.

  • Schreib es rein. Dann bist du auf der sicheren Seite. Falls es für den Amtsarzt irrelevant ist, wird es halt igonriert. Aber vermutlich wird dein Blutdruck eh gemessen.

    Bei dem Teil mit dem Reinschreiben sicherheitshalber bin ich bei dir, das kann man dann ja angeben, dass es noch keine gesicherte Diagnose ist, sondern aktuell in Abklärung befindlich ist. Davon auszugehen, dass eine simple Blutdruckmessung beim Amtsarzt einen erhöhten Blutdruck aufdecken könnte ist aber zu kurz gedacht. In extremen Fällen (stark erhöhter Blutdruck) kann so ein einmalig erhöhter Wert selbstverständlich Fragen aufwerfen und eine weitere Abklärung nach sich ziehen, bei lediglich leicht erhöhten Werten, die dennoch bereits zur Diagnose einer Hypertonie führen können, wenn sie sich im Rahmen einer 24-Stunden-Messung konstant bestätigen, kann man nicht mal eben von Hypertonie ausgehen anhand eines Wertes.


    Gib an, dass das aktuell in Abklärung ist Gartenzaun . Eine Verbeamtung scheitert nicht an ein wenig zu hohem Blutdruck, umgekehrt bist du so auf der sicheren Seite, egal was am Ende beim Internisten rauskommen wird.


    (Off-Topic, aber aus eigener Erfahrung kann ich nur wärmstens die Seite der Deutschen Herzstiftung empfehlen und die dort zu findenden Hinweise zur Ernährung bei hohem Blutdruck. Zusammen mit gezieltem Sport war es mir damit möglich binnen zwei Jahren meinen hohen Blutdruck- der zunächst nur mit zwei Medikamenten in den Griff zu bekommen war- wieder auf Normalwerte zu bringen, so dass ich sämtliche Medikamente dauerhaft absetzen konnte.)

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Bei dem Teil mit dem Reinschreiben sicherheitshalber bin ich bei dir, das kann man dann ja angeben, dass es noch keine gesicherte Diagnose ist, sondern aktuell in Abklärung befindlich ist. Davon auszugehen, dass eine simple Blutdruckmessung beim Amtsarzt einen erhöhten Blutdruck aufdecken könnte ist aber zu kurz gedacht. In extremen Fällen (stark erhöhter Blutdruck) kann so ein einmalig erhöhter Wert selbstverständlich Fragen aufwerfen und eine weitere Abklärung nach sich ziehen, bei lediglich leicht erhöhten Werten, die dennoch bereits zur Diagnose einer Hypertonie führen können, wenn sie sich im Rahmen einer 24-Stunden-Messung konstant bestätigen, kann man nicht mal eben von Hypertonie ausgehen anhand eines Wertes.


    Gib an, dass das aktuell in Abklärung ist Gartenzaun . Eine Verbeamtung scheitert nicht an ein wenig zu hohem Blutdruck, umgekehrt bist du so auf der sicheren Seite, egal was am Ende beim Internisten rauskommen wird.


    (Off-Topic, aber aus eigener Erfahrung kann ich nur wärmstens die Seite der Deutschen Herzstiftung empfehlen und die dort zu findenden Hinweise zur Ernährung bei hohem Blutdruck. Zusammen mit gezieltem Sport war es mir damit möglich binnen zwei Jahren meinen hohen Blutdruck- der zunächst nur mit zwei Medikamenten in den Griff zu bekommen war- wieder auf Normalwerte zu bringen, so dass ich sämtliche Medikamente dauerhaft absetzen konnte.)

    Hallo,


    vielen Dank schonmal für Eure Antworten!

    Tatsächlich steht nächste Woche noch eine 24-Stunden-Messung bei mir an.

    Mein BMI liegt bei 21 und ich mache regelmäßig Ausdauersport, hier erhoffe ich also keine Probleme.

    Das Belastungs-EKG war unauffällig, Blut- und Urinwerte sind alle im grünen Bereich.


    Ich denke, ihr habt recht: Einfach reinschreiben, dass etwas in Abklärung ist. Mit der Wahrheit fährt man am besten. Schließlich geht es in erster linie ja auch darum, möglichst gesund zu sein und nicht primär um die Verbeamtung. ( Die natürlich trotzdem schön wäre :) )


    Wenn er meint, ich müsste nochmal zum Kardiologen, dann soll es eben so sein.

  • Mein BMI liegt bei 21 und ich mache regelmäßig Ausdauersport

    Dann ist die Beamtung ja quasi geritzt.

    Der Bluthochdruck wäre dann relevant, wenn du einen hohen BMI hättest und keinen Sport betreiben würdest, in dem Fall ist das ja echt eine Lapalie (für die Verbeamtung).

  • Schließlich geht es in erster linie ja auch darum, möglichst gesund zu sein

    Nun ja, ob ein Amtsarzt darüber wirklich befinden kann *hüstel*... sind ja für gewöhnlich nicht die Besten ihrer Zunft.


    Ich würde übrigens abweichend von meinen Vorrednern nichts sagen. Bislang bist nur Du selbst es, der hier einen Verdacht hat. Dein Hausarzt hat nur mal gemessen, aber nichts gefunden, und der Termin beim Internisten ist erstmal nur ein Termin. Solltest Du also nicht explizit nach bevorstehenden Arztterminen gefragt werden, würde ich schön die Klappe halten.

    Gib einem Hungrigen einen Fisch, und er ist für einen Tag satt. Zeig ihm, wie man angelt, und er pöbelt Dich an, dass er besseres zu tun hätte, als Schnüre ins Wasser hängen zu lassen.

  • Also wenn der einzige, der einen erhöhten Blutdruck meint festgestellt zu haben, Du selbst bist, dann brauchst Du das auch nicht anzugeben.

    Erstmal wieder Danke für die Antworten 😊


    Ich denke, es wird das Klügste sein, die 24-Stunden-Messung abzuwarten.

    Es war schon mal so, dass ich beim Arzt einen Wert von 160 hatte, hier ist er sich nicht sicher, ob es sich um Weißkittelhypertonie oder etwas Ernsteres handeln könnte.

    Sollte der Amtsarzt irgendwann die Akten anfordern, würde er das ja auch sehen.


    Ich bin mir eben nur so unsicher, weil ich offen gesagt Angst davor habe nichts zu sagen und nachher bezichtigt mich man dann der Lüge. 🤐

  • OT: wie merkt man, dass man vielleicht selbst hohen Blutdruck hat, wenn nicht der Arzt das misst?
    (also real, was sind die Symptome im Alltag?)
    "Lustigerweise" ist Bluthochdruck bei mir in der Familie ziemlich verbreitet, ich bin wiederum ganz anders und meine Höchstwerte liegen in der Regel unter den "Minimalwerten" meiner Mutter. Dass ich mich ab und zu (selten!) ganz schwach fühle und "Kreislauf habe", schiebe ich auf niedrigen Blutdruck, habe aber 1) keine Ahnung, 2) keine AHnung, was das andere Extreme sein könnte.

  • OT: wie merkt man, dass man vielleicht selbst hohen Blutdruck hat, wenn nicht der Arzt das misst?
    (also real, was sind die Symptome im Alltag?)
    "Lustigerweise" ist Bluthochdruck bei mir in der Familie ziemlich verbreitet, ich bin wiederum ganz anders und meine Höchstwerte liegen in der Regel unter den "Minimalwerten" meiner Mutter. Dass ich mich ab und zu (selten!) ganz schwach fühle und "Kreislauf habe", schiebe ich auf niedrigen Blutdruck, habe aber 1) keine Ahnung, 2) keine AHnung, was das andere Extreme sein könnte.

    Z. B. spürt man den Puls in den Fingern oder man sieht die Adern in den Augen.

    Auch Herzklopfen oder pulsierender Kopfschmerz können Zeichen sein.

  • Danke!

    ich drücke dir die Daumen, dass es "nur Einbildung" ist und nichts Medizinisches. Sowohl für die Verbeamtung (obwohl es anhand der weiteren Kriterien sicher kein Risiko gibt) als auch (wichtiger!) für die Gesundheit!

  • Dann ist die Beamtung ja quasi geritzt.

    Der Bluthochdruck wäre dann relevant, wenn du einen hohen BMI hättest und keinen Sport betreiben würdest, in dem Fall ist das ja echt eine Lapalie (für die Verbeamtung).

    Da wäre ich mir nicht sicher.

    Bin ähnlich fit gewesen, aber mein Bluthochdruck beim Amtsarzt war ein ganz entscheindender Faktor!

    Erst die medikamentöse Einstellung durch den Hausarzt und eine entsprechende Bescheinigung zur Vorlage beim Amtsarzt ermöglichten dann die Lebenszeitverbeamtung.

  • Zum "Bemerken" der Hypertonie: Im Zweifel erst beim Schlaganfall oder Herzinfarkt. Man kann sich super fühlen und nichts merken!

  • Schreib es rein. Dann bist du auf der sicheren Seite. Falls es für den Amtsarzt irrelevant ist, wird es halt igonriert. Aber vermutlich wird dein Blutdruck eh gemessen.

    Warum soll er/sie denn etwas reinschreiben, was noch gar nicht bestätigt ist? Blutdruck wird doch eh gemessen, dann wird man sehen.

    Ebbes isch emmer.


    Wenn man nicht immer alles weiss, nervt man sich unter Umständen weniger. (Froeschli, hat nichts mit dem hier anwesenden Frosch zu tun)

  • Ich bin mir eben nur so unsicher, weil ich offen gesagt Angst davor habe nichts zu sagen und nachher bezichtigt mich man dann der Lüge.

    Deswegen meinte ich: warte ab. Wenn er dich fragt, ob du Beschwerden hast, sagst du eben die, die du hast. Dein Verdacht ist ja nicht vom Himmel gefallen. Wenn er nach Diagnosen fragt, sagst du nee, weil gibt ja keine. Würde so ausm Bauch heraus sagen. Man wird ja auch nicht bei jeder Beschwerde sofort "ausgemustert".

  • Warum soll er/sie denn etwas reinschreiben, was noch gar nicht bestätigt ist? Blutdruck wird doch eh gemessen, dann wird man sehen.

    Hab das geschrieben um Ihm/Ihr die unsicherheit zu nehmen, was falsch zu machen. Zu viel kann man nicht reinschreiben. Im Zweifel wird man nur gründlicher Untersucht. (Was ja ggf. auch positiv sein kann, falls dadurch etwas schlimmeres endeckt wird.)

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