NRW: Distanz für Risikogrupplerinnen verlängert

  • Gemäß aktuellem Erlass, der heute von unserer SL weitergeleitet wurde, wurde die "Regelung zum Personaleinsatz" für Angehörige der Risikogruppe bis zum beginn der Frühjahrsferien verlängert. man benötigt ein neues Attest. Läuft dann wohl auf "gleicher Text, neues Datum" hinaus. Die Arztpraxen haben ja sonst nichts zu tun.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

    Einmal editiert, zuletzt von O. Meier ()

  • Irre ist ja die Regelung, dass KollegInnen (mit Klassenleitung!!!), die teilweise seit Monaten nicht im Präsenzunterricht sein dürfen, weiter voll auf das Stundendeputat der Schule angerechnet werden. Das führt bei uns aktuell zu einer Abordnung, da wir ja so gut besetzt sind. Völlig verrückt.

  • Ich muss mich korrigieren, der aktuelle Erlass ist vom 21. Dezember:

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

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  • Irre ist ja die Regelung, dass KollegInnen (mit Klassenleitung!!!), die teilweise seit Monaten nicht im Präsenzunterricht sein dürfen, weiter voll auf das Stundendeputat der Schule angerechnet werden. Das führt bei uns aktuell zu einer Abordnung, da wir ja so gut besetzt sind. Völlig verrückt.

    Das ist in NDS auch so.

    Die Statistik zählt, die Schule kann sehen, wie sie es regelt.

  • Wenn die "Riskanten" als voll einsatzfähig zählen, müsste es ja möglich sein, auch diese abzuordnen. Vielleicht macht das mal eine Schulleitung?

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

  • Das kann gar nicht sein, dass Risikogruppen dann seit einem Jahr gar nicht mehr arbeiten und volle Besoldung beziehen und andere Kollegen „an der Front“ eine Abordnung kassieren.

    Besser wäre die Regel, Risikogruppler bei reduzieren Bezügen für die Coronazeit schlichtweg zu beurlauben - ähnlich wie bei Elternzeit

  • dass Risikogruppen dann seit einem Jahr gar nicht mehr arbeiten

    ... was recht übertrieben dargestellt ist. Die Arbeit, die sie machen, möchten "die an der Front" oft gar nicht übernehmen. Die SL setzt die Risikogruppe entsprechend ein, es gibt genug zu tun. Ausnahmen unter den KuK gibt es immer, aber bitte nicht verallgemeinern.

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

  • Bei uns machen die KuK, die nicht vor Ort unterrichten sollen/dürfen, Distanzunterricht. Da sind auch einige Graupen bei, deren einziger Job seit Monaten ist, gelegentlich mal Arbeitsblätter rum zu schicken. Die SuS in deren Klassen sind teilweise nicht mal in Teams, was jetzt während der letzten Woche und der Schulschließung erstmal aufgefallen ist (inkl. hektischem Treiben dieser KuK, die SuS in Teams zu bekommen).


    Andere KuK sind seit Monaten am rotieren. Guter Distanzunterricht ist nämlich weit anstrengender als eine aus dem Handgelenk geschüttelte Stunde vor der Klasse. Ich fand die vergangene Woche im Distanzunterricht auch um einiges anstrengender. Die meisten Klassen, wo KuK zuhause bleiben, sind in unserem Schul-WLAN und haben den Distanzunterricht im regulären Stundenplan integriert - sofern unser WLAN mal nicht zusammenbricht.


    Ich glaube, es ist wie in der Schule allgemein. Es gibt Guffels, denen müssten man 80% der Besoldung kürzen und damit wären sie immer noch überbezahlt. Aber das entspricht sicherlich nicht dem Durchschnitt. Eine gute Schulleitung achtet im Übrigen darauf, dass nicht zuviel für die KuK im Präsenzunterricht anfällt.

    "Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen und kann nicht geahndet werden."

  • Mir ist es sehr unangenehm, dass Kollegen aufgrund meines Ausfalls nun noch mehr leisten müssen als eh schon. Deshalb versuche ich die Kurse, die „stellvertretend“ für mich in Präsenz gehalten werden, so akribisch wie möglich vorzubereiten - mehr als ich sonst für mich die Stunde planen würde.

    Die Kurse, die nur in Distanz ablaufen, kosten ähnlich viel Energie. Eine Kürzung meiner Besoldung aufgrund meiner unverschuldeten und unfreiwilligen Abwesenheit wäre wohl kaum angemessen.


    Jetzt bin ich übers Stöckchen gesprungen :-D

  • Bei mir ist es ähnlich wie bei Kalle.

    Es gibt halt überall solche und solche. Wenn man weiß wann und wo, kann man sich auch mal eine Distanzstunde anhören/ gucken. Manche finden nämlich nicht am Rand statt und dann kann man mal zufällig an dem Raum vorbei gehen.


    Klar ist auch, dass es von: es muss mir jemand für die nächste Woche 3 Arbeitsblätter in bunt im Klassensatz ausdrucken und für die Klausur auch, fragt halt wen, der euch in den GT Raum lässt und dann organisiert mir am Dienstag nächste Woche 3 Stunden einen Raum und eine Klausuraufsicht

    Bis zu: ich hab alles geklärt, Petra macht am Donnerstag 3./4. Klausuraufsicht, tragt das bitte in den Vertretungsplan ein, Klausur lege ich ihr mal nachmittags ins Fach/ schicke ich ihr.


    Also manche schnallen einfach nicht was an der Front los ist und Produzieren noch Arbeit.


    Aber das mag an GS und in der SEK 1 Anders sein.


    Spitze des Eisberges war aber, als ich vor 10 Tagen eine Mail bekam in der Ernsthaft drin steht, dass ein Kollege seit dem 1.10.! Wieder Präsenzunterricht hätte geben müssen, aber das nicht weitergeleitet wurde. Er hat den also nicht gemacht und als wir ihn dann letzte Woche für Klausuraufsichten eingeteilt haben, hat er erst mal weder auf Anrufe noch Mails reagiert und sich dann krank gemeldet. So Leute.. argh!

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • dass ein Kollege seit dem 1.10.! Wieder Präsenzunterricht hätte geben müssen, aber das nicht weitergeleitet wurde. Er hat den also nicht gemacht und als wir ihn dann letzte Woche für Klausuraufsichten eingeteilt haben, hat er erst mal weder auf Anrufe noch Mails reagiert und sich dann krank gemeldet. So Leute.. argh!


    Solange es nicht zu meinen Dienstpflichten gehört, sich darüber nen Kopf zu machen, unterlass ich das auch - gerne.

    Und dann widme ich mich den Möglichkeiten meines Unterrichts, meine SuS auf ein Level zu heben, dass sie möglicherweise in Präsenz oben bezeichneter KuK nie erreicht hätten.

    Und ich fühl mich gut dabei. :-)

  • Bei uns machen die Kollegen Distanzunterricht und sind hauptsächlich in der Oberstufe eingesetzt, so dass da auch kein Kollege in Präsenz vertreten muss. Was vertretungsfreundlich gelöst ist, führt dazu, dass einige EFler in bis zu 4 Fächern nur noch Distanzunterricht haben seit Schuljahresbeginn.

    Optimal ist sicherlich anders.

  • Ich hoffe, diese Attestregelung fällt sofort weg, wenn die sog. "Gruppe 3" geimpft werden kann.


    Ich empfinde, zumindest die derzeitige Ausgestaltung in NRW, es als sehr ungünstig, dass es eine Ganz-oder-gar-nicht Regelung ist. Meines Erachtens nach können die betreffenden Kollegen durchaus z.B. Unterricht in Kleingruppen machen, was es ja fast an jeder Schule gibt. Hier wird Mindestabstand & Co. gewahrt.

    Außerdem halte ich diese Attest-vom-Hausarzt-Regelung für sehr fragwürdig, meiner Meinung nach müsste hier min. deine amtsärztliche Begutachtung her.

  • Das kann gar nicht sein, dass Risikogruppen dann seit einem Jahr gar nicht mehr arbeiten

    Und weil das nicht sein kann, ist das auch nicht so.



    „an der Front“

    Als echter Weltkriegsveteran solltest du wissen, wie wichtig die Heimatfront (neudeutsch: Home-Office, weil da die Offiziere sitzen) ist. Sie versorgt die ritterlich kämpfenden Kameradinnen in der Unbill der Schützinnengräben mit frischer Munition und Wurst für die Stullen.


    Besser wäre die Regel, Risikogruppler bei reduzieren Bezügen für die Coronazeit schlichtweg zu beurlauben - ähnlich wie bei Elternzeit

    Dann allerdings bezhalten wir sie für Nichtstun. Die Lücke, die sie rissen, wäre wohl größer, als die jetztige durch Distanzunterricht.


    Und, achja, möchest du tauschen?


    Bei uns sind die Kolleginnen fast durchgängig sehr verständnisvoll mit den Risikantinnen. Ein wenig Empathie reicht, um zu merken, dass das eine Scheiß-Situation ist. Kameradinnen-Säue gibt es überall, wir haben da auch eine. Aber mit einer kann man leben.


    Ansonsten sind viele ganz froh, dass die Distanzlehrerinnen die Vorhut im Online-Unterricht gemacht haben, Tipps geben können und auch die Schülerinnen schon eingenordet haben. "Ich weiß nicht, wie ich da 'rein komme" hören die deutlich seltener. So hat auch der größte Mist noch sein gutes.


    dass Kollegen aufgrund meines Ausfalls nun noch mehr leisten müssen als eh schon.

    Planungsfehler. Wenn Kolleginnen zusätzliche Aufgaben übernehmen, muss man das auch wieder entlasten. Zur Not muss auch ein Zückerchenkurs mal untern Tisch fallen. Es behauptet niemand, das die Riskantinnen den gleichen Wirkungsgrad liefern, wie die Präsenten. Insofern fehlt es an der einen oder anderen Ecke. Die Idee man könne jede Lücke stopfen, ist ein häufiger Fehler von Schulleiterinnen. Da müssen die umdenken. Und man muss überlegen, was wegfallen kann. So kann man dann aus der Situation das beste machen.


    Ich hoffe, diese Attestregelung fällt sofort weg, wenn die sog. "Gruppe 3" geimpft werden kann.

    Du meinst, dass man dann kein Attest für die Befreiung vom Distanzunterricht mehr braucht? OK, Spaß. Nee, ist für mich klar. Wenn ich gemipft bin, gehe ich wieder in den Schützinnengraben und lass' mir die Granatsplitter um die Ohren hauen, wie sich das für eine Patriotin gehört. oder so ähnlich. Vielleicht mache ich auch einfach wieder Präsenzunterricht, das kann ich ganz gut. Aber erst dann. Dass ich "geimpft werden kann" nützt mir nichts, ich warte, bis ich geimpft worden bin.


    Außerdem halte ich diese Attest-vom-Hausarzt-Regelung für sehr fragwürdig, meiner Meinung nach müsste hier min. deine amtsärztliche Begutachtung her.

    Ja, man kennt ja die Hausärzte, die schreiben eh nur Gefälligkeitsatteste. Danke für das Misstrauen. Dass sich jemand freiwilig in den Distanzunterricht begibt, kann ich mir übrigens nicht vorstellen. Und wer sich mit Fakes vor der Arbeit drücken will, kann das auch ohne Pandemie. Es ist nur eine Variante mehr.


    Die Möglichkeit der amtsärztlichen/arbeitsmedizinischen Untersuchung gibt es übrigens in der derzeiteigen Erlasslage schon. Aber danke für den Vorschlag.


    Wenn man weiß wann und wo, kann man sich auch mal eine Distanzstunde anhören/ gucken. Manche finden nämlich nicht am Rand statt und dann kann man mal zufällig an dem Raum vorbei gehen.

    Der erste Satz klingt nicht nach Zufall. Der Kontrollgedanke dahinter ist wohl auch wieder von Misstrauen getrieben. Ansonsten, ja, wenn man weiß, da sitzt irgendwo eine Kasse über ihren Arbeitsblättern, sollte man da gelegentlich einen Blick werfen. Die Verführung, etwas anderes zu mchen, ist dann doch zu groß.


    Sollte ein Kollegin bei einer Online-Stunde zuschauen reinkucken wollen, erwartete ich, dass sie sich entsprechend zu erkennen gibt und fragt, ob sie 'reinkommen darf. Fieß um die Ecke linsen, gehört sich aber nicht. Ich lade auch gerne Kolleginnen zu Online-Hospitationen ein, wenn sie mal sehen wollen, wie so etwas läuft. Ja, warum denn nicht.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Der erste Satz klingt nicht nach Zufall. Der Kontrollgedanke dahinter ist wohl auch wieder von Misstrauen getrieben. Ansonsten, ja, wenn man weiß, da sitzt irgendwo eine Kasse über ihren Arbeitsblättern, sollte man da gelegentlich einen Blick werfen. Die Verführung, etwas anderes zu mchen, ist dann doch zu groß.


    Sollte ein Kollegin bei einer Online-Stunde zuschauen reinkucken wollen, erwartete ich, dass sie sich entsprechend zu erkennen gibt und fragt, ob sie 'reinkommen darf. Fieß um die Ecke linsen, gehört sich aber nicht. Ich lade auch gerne Kolleginnen zu Online-Hospitationen ein, wenn sie mal sehen wollen, wie so etwas läuft. Ja, warum denn nicht.

    So meine ich das allerdings gar nicht. Bei uns wird aktuell fast nur mit offener Tür unterrichtet und wenn man vorbei geht kann man halt mal 1-2 Sätze mitbekommen. Egal ob der Kollege im Raum ist, oder zu Hause.

    Das sollte eher heißen: wer glaubt diese Gruppe macht nichts, kann sich gerne bei uns vom Gegenteil überzeugen.

    Aber das kann man einem natürlich auch gerne negativ auslegen...

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

  • Aber das kann man einem natürlich auch gerne negativ auslegen...

    Nö, hatte ich nicht vor. Aber es klang halt zunächst. Vielleicht bin ich da mittlerweile in die andere Richtugn zu misstrauisch.


    Das sollte eher heißen: wer glaubt diese Gruppe macht nichts, kann sich gerne bei uns vom Gegenteil überzeugen.

    Da bin ich für.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Planungsfehler. Wenn Kolleginnen zusätzliche Aufgaben übernehmen, muss man das auch wieder entlasten. Zur Not muss auch ein Zückerchenkurs mal untern Tisch fallen. Es behauptet niemand, das die Riskantinnen den gleichen Wirkungsgrad liefern, wie die Präsenten. Insofern fehlt es an der einen oder anderen Ecke. Die Idee man könne jede Lücke stopfen, ist ein häufiger Fehler von Schulleiterinnen. Da müssen die umdenken. Und man muss überlegen, was wegfallen kann. So kann man dann aus der Situation das beste machen.

    Wo liegt denn der Planungsfehler, wenn die übrigen Kollegen 1-2 Aufsichten mehr haben, weil einfach weniger Kollegen da sind und mehr Aufsichten gebraucht werden?

    Oder wenn man in der Klausurphase Mehrarbeit macht, weil abgesehen von der Risikogruppe auch immer wieder Leute mit Erkältung oder in Quarantäne zu Hause sind und die Aufsichten in Klausuren abgedeckt werden müssen?

    Nach Klassen getrennte Aufsichten für Nachschreiber, die ja vermehrt auftreten. Dafür lassen wir schon Präsenzunterricht ausfallen zur Entlastung.


    Und damit schiebe ich niemandem die Schuld in die Schuhe, außer er aktuellen Lage.

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  • Wo liegt denn der Planungsfehler, wenn die übrigen Kollegen 1-2 Aufsichten mehr haben, weil einfach weniger Kollegen da sind und mehr Aufsichten gebraucht werden?

    Oder wenn man in der Klausurphase Mehrarbeit macht, weil abgesehen von der Risikogruppe auch immer wieder Leute mit Erkältung oder in Quarantäne zu Hause sind und die Aufsichten in Klausuren abgedeckt werden müssen?

    Das ist noch kein Fehler. Was gemacht werden muss, muss gemacht werden. Der fehler besteht daruin, den Kolleginnen zuzumuten, das "obendaruf" zu machen. Wenn etwas dazukommt, muss etwas anderes wegfallen.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Das ist noch kein Fehler. Was gemacht werden muss, muss gemacht werden. Der fehler besteht daruin, den Kolleginnen zuzumuten, das "obendaruf" zu machen. Wenn etwas dazukommt, muss etwas anderes wegfallen.

    Haben wir leider alles durch. Statt 3 Philokursen für Reliabwähler wird einer für alle im Distanzlernen gemacht, alles was laut PO nicht sein muss wurde gestrichen.

    Aber nachdem noch eine Kollegin schwanger ins BV verschwand, 2 Kollegen eine ernste Erkrankung haben und im Kh/ Reha sind, einer in Präsenz wechseln musste laut Attest und dann verschwand, und eine seit dem Herbst krank geschrieben ist, ist es trotz 3 neuer Vertretungslehrer echt eng und da Teile vertreten werden müssen (Punkte müssen in die Abizulassung eingebracht werden) ist es halt nicht immer möglich.

    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.

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