Erfahrung mit Computern für Schüler*innen in Schulen

  • Wie viele Kids betrifft das an euren Schulformen?

    Schulform_ Kann ich nicht beantworten, das ist von Schule zu Schule, aber auch von Schulträger zu Schulträger unterschiedlich. Ich habe Freundinnen, die an Realschulen tätig sind, wo ganz selbstverständlich alle SuS und alle Lehrkräfte vom Schulträger bereits seit einigen Jahren mit Tablets ausgestattet werden, andere bräuchten bei 1000 SuS an der Schule für wenigstens 800 Leihgeräte, die in dieser Anzahl auch jetzt nicht zur Verfügung stehen. Wir haben an unserer Schule seit diesem Schuljahr Leihgeräte für knapp 15% der SuS, nachdem wir darauf geachtet haben Geschwisterkinder erst einmal nur einmal zu berücksichtigen, es zusätzlich die Möglichkeit gibt über unseren Schulträger für bedürftige Familien freies Internet zuhause zu beantragen, damit der Fernunterricht auch übers Handy nicht daran scheitert, dass es zuhause vielleicht ein Endgerät (Smartphone), aber kein ausreichendes Internet gibt, geht das bei uns so auf, dass tatsächlich alle zumindest rudimentär versorgt sein müssten (und wer das nicht ist, sich hätte melden können, dann hätte unsere SL im Zweifelsfall den Lehrkräften mt Leihgeräten diese wieder abgenknöpft, um alle SuS versorgen zu können oder Geräte nachorganisiert von Nachbarschulen, die nicht alle Geräte benötigen- wir haben tatsächlich 2 Lehrkrafte ohne Smartphone, ohne vernünftige Bandbreite zuhause- entsprechende Kabelanschlüsse nicht vorhanden- und nur mit Uralt-Möhre als Rechner, die haben jetzt Leihgeräte von der Schule und müssen Fernunterricht prinzipiell aus der Schule halten, weil sie es von zuhause aus nicht könnten.). Im ersten Lockdown gab es bei uns als das wieder erlaubt war auch SuS, die in der Schule im PC-Raum arbeiten durften und mussten. Wurde da aber auch von maximal 15 SuS genutzt und auch von denen nur punktuell, wenn das Familiengerät anders genutzt werden musste oder das Handy-Guthaben abgebraucht war durch die ganzen Videokonferenzen.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Bei uns wurde abgefragt, es kam heraus, dass ca. 12% kein eigenes Gerät besitzt, aber nur 4 % gar nichts.


    Bei uns sollen die Geräte über das Stadtgebiet verteilt werden, damit die Wege kurz bleiben, es ist ein Angebot. Aber Schüler können nicht mehr behaupten, sie konnten die Aufgaben wg. fehlender Technik nicht lösen. Im Gegensatz zum 1. Shutdown sollen die Aufgaben jetzt verpflichtend sein.


    Ob es funktioniert? Es gab Familien, die komplett abgetaucht waren, die sich angeblich in ihrer Heimat (wir haben einen sehr hohen Ausländeranteil) aufgehalten haben usw.


    Ich beruhige mich, auch im Präsenzunterricht tauchen manche ab und wenn die Eltern dies unterstützen, habe ich wenig in der Hand. Ich bin während der 1. Schulschließung jedem meiner Schüler nachgegangen, wenn ich nichts von ihm gehört habe. Es gab Eltern, die darüber erbost waren, ich würde ihrem Kind unterstellen, es hätte nichts getan (ich habe gefragt, wie es dem Kind und seiner Familie geht, ob es mit den Aufgaben klar kommt oder Unterstützung benötigt, ob es mir seine Ergebnisse senden kann). Andere Eltern haben sich bedankt, das tat gut.


    Ich unterrichte an einem Gymnasium, allerdings mit schwierigem Einzugsgebiet (in der Zeitung stand einmal etwas von 50 % Hartz4-Empfänger), viele Eltern können kein deutsch, das Kind muss übersetzen. Deshalb war mein Wunsch Wechselunterricht (digitale Ausstattung wäre unnötig, ich sehe regelmäßig alle, in den kleinen Gruppen lässt es sich konzentriert arbeiten-war zumindest vor den Sommerferien so). Ich fürchte allerdings, dass die Zahlen aktuell zu hoch sind. Warum musste man so lange warten?

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Bei uns müssen sich die Schüler am Linux-Rechner mit ihrem vergebenen Nutzernamen sowie Passwort anmelden und auch wieder abmelden - dadurch wird der Rechner wieder zurückgesetzt bzw. holt sich wieder ein neues Image. Wir haben aber auch einen super fitten Systemadmin, da gibt es gar keine Probleme.

    Das größte ist eigentlich, wenn die Schüler mal wieder vergessen was ihr Passwort ist - das muss dann wieder neu gesetzt werden.

    Ansonsten keine Probleme, alle Schüler wissen auch, dass etliches gesperrt ist.

  • Bei uns geschieht die Anmeldung über den Proxyserver (die "richtigen" Schulrechner haben auch eine nutzerbasierte Anmeldung).


    Das erfordert aber, dass eben jeder Schüler einen Nutzernamen und ein Passwort hat.

  • Hach mit der Betreuung eines solchen Raumes (Selbstlernzentrum) habe ich mir mein Studium finanziert. Anfangs gab es 15€/ Stunde (nach 4 Jahren immerhin noch 11€), dafür dass ich da rum saß und guckte, dass nicht zu viel Quatsch gemacht wurde. Ich konnte schön für die Uni lesen, Hausarbeiten schreiben,... denn an 2/5 Tagen lief anfangs das Internet nicht.


    Man hab ich in der Zeit was gelernt, also auch über PCs und so. Nur wenn was nicht lief zum Server 4 Etagen weiter oben laufen war nicht so doll...


    Da wurde das Image auch immer zurückgesetzt, die Schüler hatten minimalen Speicherplatz, konnten nichts installieren und somit konnte auch fast nichts passieren. Klar versuchten die den Proxy zu umgehen, aber wenn ich Langeweile hab, hab ich einfach immer die ersten 40 googletreffer dazu gesperrt...

  • Es kann sein, dass man so einen Computer-Raum einfach nicht sinnvoll anonym betreiben kann.

    Wieso willst du das überhaupt?


    Häng doch die Rechner der Studyhall in das Schulnetzwerk.


    Wenn das vernünftig gemacht wurde, habt ihr da doch Netzboot, automatisches Zurücksetzen, zentrale Userverwaltung, Fileserver mit Kontingenten, Druckserver mit Kontingenten, Radiusserver für WLAN-Anmeldung, zentrale Imageverwaltung, Clouddienste, Netzfilter und Logs mit datenschutzkonformen Zugriffsbeschränkungen. Falls ihr sowas nicht habt, solltet ihr das sowieso beim Schulträger beantragen.


    Ich würde da jetzt auch nicht mit Synology herumbasteln. Das ist für zu Hause nett, ersetzt aber keinen echten, hochverfügbaren Server.

  • Wenn das vernünftig gemacht wurde, habt ihr da doch Netzboot, automatisches Zurücksetzen, zentrale Userverwaltung, Fileserver mit Kontingenten, Druckserver mit Kontingenten, Radiusserver für WLAN-Anmeldung, zentrale Imageverwaltung, Clouddienste, Netzfilter und Logs mit datenschutzkonformen Zugriffsbeschränkungen. Falls ihr sowas nicht habt, solltet ihr das sowieso beim Schulträger beantragen.

    Das Problem wird vermutlich sein, dass wenn diese Dinge fehlen und beim Schulträger beantragt werden müssen, dass wegen "zu wenig Geld", "zu viel Arbeit" und "keine Fachleute frei" der Spaß monate-, eher jahrelang dauern wird. Für ne kurzfristige Lösung ist das natürlich nix. Zumindest unser Schulträger macht auch keine Sonderausstattung an einzelnen Schulen. Bis die ihr WLAN-Konzept mit Radius lauffähig hatten, hat es drei(!) Jahre Planung und Test lang gedauert. Solange blieb mir nur die Basellösung aus IT-Budget, dass unsere Schule selbstverwaltet. Für ein paar hundert Euro bekommt man für kleine Bereiche was lauffähiges auf die Kette


    Inhaltlich stimme ich dir sonst vollständig zu! Mindestens mittelfristig ist das die Lösung, die der Schulträger zur Verfügung stellen sollte.

    "Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen und kann nicht geahndet werden."

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