durchgefallen. Was nun?

  • *nickt ebenfalls zustimmend bei Melosines Worten*
    Und ich habe es schon mal gar nicht erlebt, dass jemand von zuviel Freundlichkeit geschädigt wurde. ;)


    Zudem ja wohl auch das Studienseminar mit entsprechenden Noten bescheinigt hat, dass ein Abschluss möglich wäre.


    LG
    Mia

    Man soll denken lehren, nicht Gedachtes.
    (Cornelius Gustav Gurlitt)

  • Zitat

    Es geht um diesen verdammten Abschluss. Und alle, Seminar und Schule versicherten mir, ich werde es schaffen, und sie werden alles erdenkliche dazu helfen. Sie beteuerten immer, dass sie meine Mühen honorieren, auch wenn ich mich nicht zum Lehrberuf eigne, und so den Abschluss auch verdiene.


    Ich würde das erstmal ernst nehmen. Natürlich ist es mit dem Ruf so eine Sache, aber es deutet doch viel daraufhin, dass alle versuchen werden, Dir beim zweiten Anlauf zu helfen, und weshalb soll es dann nicht klappen? Ein schlechter Ruf kann ja manchmal auch eine Hilfe sein ;) .


    Vielleícht solltest Du noch darüber nachdenken, woran es liegt , dass Du den Eindruck hast, Dich nicht durchsetzen zu können? "Zu nett" klingt ja zunächst einleuchtend, aber was heißt das konkret? Hast Du die Energie nicht, ständig zu kämpfen, willst Du nicht, tun Dir die Schüler leid? Vielleicht kann man ja doch noch etwas machen, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Es kann ja wohl nicht sein, dass Du an zu großer Freundlichkeit scheiterst!

  • Hallo Miss Pimple,
    zuerst möchte ich mich den aufbauenden Worten vieler meiner Vorrednerinnen und Vorrednern anschließen - ich kann mir vorstellen, dass man nach solch einem Tiefschlag erst mal in ein riesiges Motivationsloch fällt ... dagegen hilft bestimmt nur: weiter kämpfen, weiter machen und sich nicht unterkriegen lassen! Mir half übrigens im Referendariat nach (zugegebenermaßen nicht ganz so großen) Tiefschlägen besonders, Dinge zu tun, die ich mir schon lange nicht mehr "erlaubt" hatte: Irgendein total verrücktes Wochenende planen, z.B. mit bestem Kumpel nach Paris zum Frühstück fahren, mal wieder völlig planlos - oder auch sinnlos- um die Häuser ziehen ... etc. - auch wenn 's nur ein Abend oder ein Tag ist - das gibt mir immer totalen Auftrieb, ich gewinne Distanz und der Alltag erscheint mir danach "realisierbarer". Klar stehst du momentan vor nem riesigen Problemberg und die nächsten 6 Monate werden bestimmt nicht besonders angenehm für dich, aber mit einem kleinen Anti-Alltags-Programm läßt sich vielleicht auch diese Zeit leichter meistern? Tipp: Mach dir ne Liste mit nem kleinen "Verwöhnprogramm". Erfüll dir jeden noch verbleibenden Tag bis zum Examen einen (zeitlich) realisierbaren Wunsch aus dieser Liste ... und aus mancher Zitrone läßt sich dann doch etwas Limonade gewinnen!
    Keep goin'
    :D , brasil

  • @ timm
    Ich verstehe deinen Einsatz für eine qualifizierte Lehrerschaft... aber:
    Wer als Anfänger an einer 7.Klasse scheitert, muss nicht automatisch ein Versager sein. Das passiert auch altgedienten Kollegen.
    Wer eine 7.Klasse übernehmen muss, macht vorher das Kreuz und ist froh, wenn es vorbei ist. In dieser Klassenstufe schlägt die Pubertät gnadenlos durch und zu Auch mir wurde als Referendar eine 7.Klasse mit den Worten anvertraut: "Da können Sie zeigen, was Sie können..." Ich kam dann ziemlich ins Zweifeln, ob ich pädagogisch überhaupt etwas kann.... - diese Zweifel habe ich nach nunmehr 15 Dienstjahren jedoch abgelegt


    In diesem Sinne: Kopf hoch! Verfalle nicht in derart krasse Selbstzweifel. 7-Klässler sind KRASS!
    Abhaken. Nach vorne schaun.

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

  • Zitat

    Miss Pimple schrieb am 09.06.2005 16:36:
    Ich habe sehr viel gefehlt, war aus Angst und Stress im Ref überproportional oft krank, und dies erweckte den Ruf, ich sei einfach faul und wollte mich drücken. Aber es war die Angst, das Überfordertsein, was mich krank machte!
    LG Miss Pimple


    alias: Miss Pimple meinte ja, es laufe jetzt besser. O.k.
    Aber zuvor konnte ich nur die obige Aussage (außer dem Hinweis auf die 7. Klasse) lesen und da kann ein ehrlicher Rat nur heißen: aufhören!
    Ansonsten: Dass 7. Klassen für einen Anfänger schwer sind, geschenkt. Aber was ist mit den 8./9./10.? In meiner Ref-Zeit am Gymi waren - vor allem die ersten beiden - noch deutlich unbeliebter.

    Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.

  • @ Timm, @ Alias


    Ich glaube, es kommt auch darauf an, an welcher Schulform sich diese siebte Klasse befindet. Es gibt vermutlich einen Unterschied zwischen HS und Gym. Am Gymnasium sind vermutlich die 8./9./10. Klasse problematischer als die siebte.


    Miss Pimple, an welcher Schulforum bist du?
    Und mit welcher Klassenstufe kommst du am besten zurecht? Ev. nimmt die nächste Schule Rücksicht darauf.


    Du solltest dir nur selbst bei deiner Entscheidung klar darüber sein, wo deine Stärken und Schwächen liegen.


    LG
    Eva

    Nemo: "Ich habe aber eine kaputte Flosse!"
    Kahn: "Ich auch. Das hat mich niemals von irgendetwas abgehalten."

  • @ Eva
    nach meinen Erfahrungen benehmen sich HS7 ungefähr so wie wie 1-2 Jahr ältere Gym-Schüler. Keine Ahnung woran das liegen könnte, tritt bei ihnen die Pubertät später ein? ?(
    An HS ist die 7. wirklich das Schlimmste, was einem passieren kann. Ich habe gerade drei davon 8o und würde vermutlich keine Lehrprobe in einer der Klassen bestehen.


    Silja

  • Es liegt wohl eher daran, dass viele Schüler in der HS 7. Klasse so alt sind wie Gymnasiasten in der 8./9. - Sitzenbleiber... Es gibt ja auch Schüler, die die Schule im Verlauf einer 7. Klasse verlassen, da sie die Pflichtschulzeit hinter sich haben......


    Gruß leppy

  • Hallo,
    ich bin am Gymnasium und habe festgestellt, dass ich in der 7ten Klasse die meisten Proleme hatte. Die Schüler waren wild und laut und ich hatte es verpasst, mich gleich zu Anfang durchzusetzen. In meiner 9ten hatte ich zwar auch einige Pprobleme, dort habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass schon Ansätze von "Vernunft" da sind und ich mit diesen Schülern eher reden kann. Es war hier leichter, ihnen klarzumachen, was es bedeutet, wenn sie den Unterricht zerstören, und ich konnte ihnen leichter erklären, dass ich als Anfängerin auch noch lerne. Mit meiner 11ten konnte ich am besten zusammenarbeiten, weil ich dort nicht ständig streng sein muss. Diese Schüler sind nett und mögen mich auch, glaube ich. Aber diese 7te - an der bin ich "gescheitert", wenn man es so sagen will. 8te hatte ich noch nicht, nur beim Hospitieren, und ich nehme stark an, dass das nicht einfacher ist als in der 7ten. Wenn ich jetzt in meinem 2ten Anlauf wieder eine 7te bekomme, werde ich vieles anders machen. Von Anfang an klare Regeln geben, mehr Notendruck machen. (Dies funktioniert in meiner 9ten zumindest)
    Ich kann jetzt von mir behaupten, dass ich mit älteren Schülern (ab 9te) besser klarkomme, oder auch mit 5ern/6ern. Ich glaube, das geht den meisten so :D


    Ich weiß jetzt, dass ich in meinem 2ten Anlauf von Anfang an konsequent sein muss. Dies wusste ich zwar letztes Jahr auch schon, dass ich das muss, habe das aber versäumt, bzw. nicht geschafft.


    Ich verstehe auch, dass es Kollegen nervt, sich mit Referendaren rumzuschlagen, die langsamer lernen, länger brauchen. Ich bin so jemand. Allerdings: Ich lerne langsamer, aber ich lerne... :D;)


    Nochmal lieben herzlichen Dank für eure Statements und Anteilnahme. Auch wenn ich euch nicht kenne (irgendwie doch, ich lese mit Interesse eure Beiträge , auch wenn ich wenig schreibe) habt ihr mir in diesen Schocktagen wirklich sehr geholfen!


    Miss P.

  • In B-W musst du ja alle Stufen abdecken. Da man aber selten 5/6. Klassen bekommt (Einstiegsklassen gibt man ungern Referendaren und meist sollen die Frischlinge auch ihren Klassenlehrer 2 Jahre behalten) musst du schon wieder mit einer 7. - zumindest als Leihklasse - rechnen. Insofern ist es gut, wenn dir schon jetzt klar ist, was du besser machen musst.


    Und wenn du bestehst und dich doch berufen fühlst, weiter zu unterrichten: Bei vielen Kollegen an Gymis ist es so, dass sie fast ausschließlich in 1-2Stufen unterrichten. Ein guter Bekannter von mir - seit einem Jahr Beamter auf Lebenszeit - hat massive Probleme mit Mittelstüflern. Unter- und Oberstufe laufen aber super. Das sind einfach auch Erfahrungen, die man machen muss - natürlich nicht unbedingt so wie du im Ref.

    Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.

    Einmal editiert, zuletzt von Timm ()

  • Zitat

    Da man aber selten 5/6. Klassen bekommt (Einstiegsklassen gibt man ungern Referendaren und meist sollen die Frischlinge auch ihren Klassenlehrer 2 Jahre behalten) musst du schon wieder mit einer 7. - zumindest als Leihklasse - rechnen.


    Ich habe das an den beiden Schulen, an denen ich war, so nicht erlebt. In der 5./6. Klassen waren Refis genauso stark vertreten wie in anderen Klassen. Das scheint also doch auch schulabhängig zu sein.


    Aber ich persönlich habe die 7.Klässler auch bislang nicht als besonders anstrengend oder auffällig erlebt. Negative Erfahrungen habe ich eigentlich vorwiegend soagr mit 5.und 6. Klässlern gemacht: ich finde die gehäuft extrem zickig und völlig durchgedreht. :D
    Aber es gibt natürlich auch wirklich Klassen, mit denen man nicht so gut zurecht kommt und das kann manchmal auch wirklich einfach persönliche Ursachen haben. Mir geht es dieses Schuljahr so mit einer 9. Klasse (wobei ich 9er normalerweise eigentlich mit am liebsten mag): Wir kommen irgendwie einfach nicht so recht auf eine Wellenlänge und das führt auch zu Disziplinproblemen.


    Miss Pimple: Vielleicht war das bei dir ja auch so ein Fall, der zudem durch deine Anfangsschwierigkeiten verstärkt wurde. Ich habe eigentlich den Eindruck, dass du ganz gut reflektieren kannst und das finde ich eigentlich wichtiger, als alles auf Anhieb richtig zu machen.
    Deine Überlegungen klingen jedenfalls sehr vernünftig und ich könnte mir vorstellen, dass dieser extreme Fall, dass du mit einer Klasse überhaupt nicht zurecht kommst, nicht nochmal eintritt.


    Gruß
    Mia

    Man soll denken lehren, nicht Gedachtes.
    (Cornelius Gustav Gurlitt)

  • Das Problem, das im Durchschnitt Ende der 6./Anfang der 7. rein entwicklungsmäßig zu beobachten ist, ist, dass ein Teil der Schüler sich schon in der Pubertät, der andere noch nicht befindet. Unabhängig davon sind auch im kognitiven Bereich hinsichtlich des Abstraktionsvermögens starke Differenzen vorhanden.
    Das macht 7. Klassen so überaus anspruchsvoll. Ein Jahr später hat sich das Entwicklungsniveau schon wieder etwas mehr angepasst.


    Meine Erfahrungen bezogen/beziehen sich natürlich auf den gymnasialen Sektor; hinsichtlich der Klassenvergabe speziell auf B-W, aber das sagte ich ja bereits.

    Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.

  • Hallo!
    Auch bei uns war es im Referendariat an der Tagesordnung, dass wir in der 5. und 6. Klassen unterrichtet haben. Die Kinder fielen mir jetzt - im Gegensatz zu einigen von euch - nicht besonders negativ auf. Mit ihnen habe ich lieber gearbeitet, als mit denen aus Klasse 8. Die hatten nämlich auf gar nichts Lust!


    Aber noch mal zu dir Miss Pimple. Ich drücke dir die Daumen, dass es nun besser wird. Bei uns im Referendariat war auch jemand, dem man die Klasse weggenommen hat. Derjenige durfte dann einfach mehr hospitieren und wurde so noch einmal von "vorne" angeleitet. Nach einem halben Jahr Verlängerung war es geschafft. Es kommt ja auch darauf an, ob man sich bereitwillig zeigt oder nicht. Eine, die bei uns total unmotiviert war, hat es auch beim dritten (ja, das ist wahr) Anlauf nicht geschafft. Leider wollte sie wohl keine Hilfe annehmen. Ich denke, du hast deine Schwächen erkannt und wirst daran arbeiten.


    Viele Grüße und viel Glück für dich,
    Simsa *schwingt mal den Zauberstab *

  • Miss Pimple
    Ich hatte ein Gespräch mit dem Seminarleiter, der mich auf alle rechtlichen Fallstricke hinwies. Ich hatte auch den Eindruck, dass er mich loswerden wollte, denn Wiederholer sind in diesem Seminar unbequem und gerade die Hauptseminarleiter wollen sich rechtlich nicht anfechtbar machen. Dann habe ich einen Versetzungsantrag ausgefüllt, der dann über das Seminar zur Bezirksregierung geschickt wurde. Das Seminar musste glaube ich Stellung dazu nehmen oder ihn genehmigen. So genau erinnere ich mich leider nicht mehr. Der Verdrängungsmechanismus funktioniert gut ...
    Die Verlängerung lief automatisch nach dem letzten offiziellen Tag des Ref. Ich blieb an meiner Schule und wartete auf den Bescheid für die Versetzung. Als ich in den Ferien (Umzug war schon vollzogen!) immer noch nichts hörte, habe ich bei der BezReg angerufen und die Dringlichkeit klar gemacht. Am nächsten Tag meldete sich schon mein neues Seminar. Es folgten ein sehr nettes Gespräch und über eine private Verbindung der Seminarleiterin mit einer Schulleiterin meine Unterbringung - ein Glücksfall.


    Sprich doch einfach mal jemanden in deinem Seminar an. Ich habe mehrfach erlebt, dass Refs auf dem kurzen Dienstweg von einem Seminar an ein anderes versetzt werden konnten. Der Wille, diesen Leuten noch eine Chance zu geben, war immer vorhanden.


    Talida

    Ein Niederrheiner ist einer, der nix weiß und alles erklären kann.
    Hanns Dieter Hüsch

  • Zitat

    simsalabim schrieb am 10.06.2005 19:23:
    ...... Ich denke, du hast deine Schwächen erkannt und wirst daran arbeiten. ....


    ... und wenn's mal klemmt, weißt du ja jetzt, wen du jederzeit fragen kannst

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

  • Yep, die Erklärung, warum die 7. Klasse einer HS der 8./9./10. Klasse eines Gymnasiums entsprechen kann, finde ich einleuchtend... :)


    Noch was @ Miss Pimple, da jetzt auch die Frage der Schulform geklärt ist: Hast du eventuell die Möglichkeit, das Seminar zu wechseln für das letzte halbe Jahr? Damit kann man nämlich auch etwas steuern, welche Schulen (und Schüler!) man bekommt.
    Im Heilbronner Raum z.B. sollen fast alle Ausbildungsschulen gut sein, weil der Bereich sehr ländlich ist, d.h. die Schüler sind eher brav und diszipliniert. Hast du vielleicht die Möglichkeit, ans Seminar Heilbonn zu wechseln?


    LG
    Eva

    Nemo: "Ich habe aber eine kaputte Flosse!"
    Kahn: "Ich auch. Das hat mich niemals von irgendetwas abgehalten."

  • Hallo,


    auch von mir erstmal: Es tut mir Leid!!!


    Ich habe diese ganze Geschichte ja leider zweimalig durchmachen dürfen, das letzte Mal ist ziemlich genau 1 Jahr her, und bin jetzt ganz raus aus dem Lehrerberuf (Ausbildung zur IT-System-Kauffrau Ende 1. Lehrjahr).


    Wenn dein Schulleiter wirklich nicht wenigstens ein Mal angedeutet hat, dass deine Schulnote gefährdet war, würde ich wirklich mal meine Chancen auf eine Anfechtung prüfen! Schließlich ist es seine Pflicht, als schulischer Ausbilder, dich zum Abschluss zu bringen. Wenn er die Sache so anders sah als deine Fachleiter (und die tauschen sich ja schon aus bzw. er bekommt die FL-Noten mit), dann hätte er ja zumindest das Seminar mal darauf ansprechen müssen (mein Schullleiter hat das Seminar regelrecht "genervt" mit anrufen wegen jeder Kleinigkeit)!


    Falls das für dich nicht in Betracht kommt oder dir von Seiten des Personalrats von der Anfechtung abgeraten wird, dann mache auf jeden Fall weiter!
    Ich würde aber möglichst schnell die Angelegenheit mit dem Personalrat besprechen, da eine mögliche Verlängerung als Akzeptanz der Note dargelegt werden könnte.


    Ich drücke dir die Daumen, dass du Seminar und Schule wechseln kannst (beim Seminar hatte ich wirklich Glück, bei der Schule kam ich leider vom Regen ind die Traufe)!


    Fühl dich gedrückt und zweifle NIEMALS an dir persönlich oder an deinen Fähigkeiten!


    Viele Grüße
    Minchen

  • Bezüglich der FL-Noten:
    In Baden-Württemberg machst du 4 Lehrproben, eine Examensarbeit und dazu die mündlichen Prüfungen in den Fachdidaktiken und Pädagogik. Dazu kommt die SL-Note.
    Sie ist im Gegensatz zu den anderen Noten die einzige, die sich auf langfristige Beobachtungen stützt und die generellen Möglichkeit der Person einbezieht.
    Es ist also durchaus möglich, dass ein Kandidat in Momentaufnahmen eine ausreichende Leistung bringt, insgesamt aber ungeeignet ist. Nach allem was Miss Pimple geschildert hat, ist m.E. doch eine Verlängerung angemessen. Ich denke, das ist eine Chance, noch einmal an sich zu arbeiten.


    Ob der Schulleiter früher die Gefahr des Scheiterns hätte mitteilen sollen, ist zweischneidig. Im Januar beginnt bereits die Lehrprobenphase, ob es da sinnvoll ist, jemanden damit zu konfrontieren, dass er womöglich scheitert...? Und in den 3 1/2 Monaten zuvor wird sich wohl niemand realistisch ein abschließendes Urteil zutrauen.

    Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.

    Einmal editiert, zuletzt von Timm ()

  • Na ja, es ist sicherlich kein realistisch abschließendes Urteil, wenn man mit einem Referendar unter vier Augen bespricht, dass man aufgrund einiger Mängel in seiner Arbeit den Abschluss gefährdet sieht.
    Und wenn das die Schule erst kurz vor'm Examen feststellt, hat sie als auszubildende Institution versagt.


    Gruß
    Mia

    Man soll denken lehren, nicht Gedachtes.
    (Cornelius Gustav Gurlitt)

  • Zitat

    Mia schrieb am 12.06.2005 18:06:
    Na ja, es ist sicherlich kein realistisch abschließendes Urteil, wenn man mit einem Referendar unter vier Augen bespricht, dass man aufgrund einiger Mängel in seiner Arbeit den Abschluss gefährdet sieht.
    Und wenn das die Schule erst kurz vor'm Examen feststellt, hat sie als auszubildende Institution versagt.


    Gruß
    Mia


    In B-W bescheinigen dir Schulleiter und Seminar nach dem ersten Jahr, dass du in der Lage bist, eigenverantwortlichen Unterricht zu führen. Dann erfolgt ein Schulwechsel. Im letzten Schulhalbjahr erfolgt keine Ausbildung mehr. Genaugenommen hat also vor allem die erste Ausbildungsschule versagt.

    Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.

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