Welchen Wert haben Noten, wenn nicht die objektive Spiegelung von Kompetenzen?
Noten sind nur leider niemals objektiv (das habe nicht ich entdeckt, danke, das haben andre festgestellt).
Welchen Wert haben Noten, wenn nicht die objektive Spiegelung von Kompetenzen?
Noten sind nur leider niemals objektiv (das habe nicht ich entdeckt, danke, das haben andre festgestellt).
Ich antworte einfach mal: ja, das ist so.
Am BK kommunizieren wir den Schülern auch strenge Attestregeln und später wird einfach nicht mehr angenommen. Auch wird bei Klausuren und Klassenarbeiten die 6 gesetzt, wenn morgens keine Krankmeldung erfolgt. Das klappt aber nur, weil diese Schülerklientel ihre Rechte nicht kennt und keine Lobby hat. Niemals würde man sich so etwas am Gymnasium trauen.
Das ist wirklich so. Ich erteile auch mittlerweile Attestpflicht bei hohen Abwesenheiten und zumindest vom Gefühl her erhöht das die Anwesenheit. Rechtlich handelt es sich aber natürlich um keine durchsetzbare Attestpflicht.
Grundsätzlich überwache ich die Schulpflicht aber auch nur noch in dem Rahmen, in dem es Konsequenzen gibt. Ferienverlängerung, langen Krankheitszeiten und halben Schultagen gehe ich nicht mehr nach. Es bringt pädagogisch nichts und spätestens an der Bezirksregierung scheitert alles, etwa weil der Schüler in einer Wohngruppe lebt und deshalb nicht die finanziellen Mittel für eine Ferienverlängerung hat...
Wenn du nicht so arbeitest und es bei euch korrekter abläuft, musst du dich nicht angesprochen fühlen und dir den Schuh nicht anziehen. Ich hatte genügend 5er, um beurteilen zu können, welche Herkunftsschulen in unserer Kommune aussagekräftige Noten vergeben und welche nicht. Und natürlich gibt es da Zusammenhänge mit dem Standort und Sozialindex.
Ihr differenziert beide nicht, ihr unterstellt zu gute Noten. Eine Einschränkung gibt es da erst einmal nicht, jetzt wird es auf den Sozialindex geschoben… also geben Lehrkräfte an allen diesen Schulen pauschal zu gute Noten?
Ich fühle mich angesprochen, ihr sprecht über „die Grundschulen“. Ich gebe Noten und mache das auch in Klassen mit vielen Kindern mit besonderen Bedarfen.
Ich berate Eltern und empfehle Schulformen, die Rückmeldung der weiterführenden Schulen Gymnasien erfolgt jährlich anonymisiert in Form von 3 Noten je Schüler:in, wenig, aber zumindest ein Anhaltspunkt. Zudem erfährt man schon, wer über längere Zeit an der Schule bleibt oder wechselt, aber Wechsel gibt es auch im Grundschulbereich und auch an anderen SekI-Schulen, wenn etwas nicht passt, wobei das nicht immer die Noten sein müssen.
Aber nach weiteren 4 Jahren sehe ich nicht länger die Grundschule in der Pflicht, dann hatte doch die SekI ebenso viel Zeit zum Fördern und Fordern.
Ich fühle mich angesprochen, ihr sprecht über „die Grundschulen“.
Deshalb ist eine Diskussion (nicht mit allen Usern und Userinnen) oft sinnlos. Es wird zu viel pauschalisiert.
Noten sind nur leider niemals objektiv (das habe nicht ich entdeckt, danke, das haben andre festgestellt).
Aber intersubjektivierbar.
Ihr differenziert beide nicht, ihr unterstellt zu gute Noten. Eine Einschränkung gibt es da erst einmal nicht, jetzt wird es auf den Sozialindex geschoben… also geben Lehrkräfte an allen diesen Schulen pauschal zu gute Noten?
Wer ist beide?
Ich hab doch sofort die schulinterne Verteilung und den Sozialindex angesprochen, auch pro Klasse.
Und natürlich sprechen Maylin und ich über die Misere in NRW und die liegt nicht an Grundschulen und deren Lehrkräfte sondern an den Regeln. Das größte Problem: Schriftlichkeit/Mündlichkeit.
Versetzungsregeln.
Bezirksregierungen und SL, die schon im Voraus alles gegen die eigenen Regeln durchwinken, weil ‚es könnte jemand klagen‘…
Glaub mir/uns: wir sprechen über das System, in dem wir sind.
Und weil ich auch in RLP und NDS unterrichtet habe, kann ich es wirklich wirklich unterscheiden. Genauso wie der Einfluss des Sozialindexes. Und der SL.
Aber intersubjektivierbar.
Das beschreibt aber keine Objektivität, die hier gefordert wurde.
ZitatUnd dann fällt die Klausur schlecht aus, hätte ich jetzt vermutet. Aber nein, denn in NRW gibt man der AFB III-Aufgabe einfach nur einen VP, damit sie nicht so doll ins Gewicht fällt und kein Kind traurig ist
kein Vater klagt.
Natürlich wird auch der AFBIII mit der richtigen Punktzahl bewertet (du erinnerst dich: wir sind da nicht frei. Und es ist gut so).
Nur kann ich nicht so viele unterschiedliche Sachen abfragen, bzw. die SuS hatten weniger Gelegenheit den AFB III zu üben.
Wenn ich in der Oberstufe die Verfassungsorgane wiederholen MUSS, weil kein Kind noch was aus der Mittelstufe weiß (WEIL sie nie eine Klausur darüber schrieben, nie verstanden haben, dass es gelernt werden muss, und das Ganze fast nur auf Kurzzeitgedächtnis basierte (ich weiß, Mittelzeit..) usw..), dann habe ich weniger Zeit im Unterricht, schlaue Urteilsbildung zur Rolle des BVerfG in unserer Demokratie, zum Parteienverbot, usw. Oder ich mache eben nur diese zwei Sachen und dann wird es in der Klausur enger.
Das hat NICHTS damit zu tun, dass Kinder nicht traurig sein sollen, sondern damit dass - unter den Voraussetzungen, die ich habe - der Unterricht angepasst wird.
Ich bin in der Oberstufe meine eigene Zuliefererin und weiß ganz genau, was ich alles in der Mittelstufe gemacht habe, hat trotzdem nichts gebracht.
Natürlich liest man den dystopischen Roman.
Verbringt aber mehr Zeit damit, Vokabelarbeit zu machen, Zusammenfassungen /Verständnisaufgaben zu formulieren. Keiner liegt den Grüffelo (und es ist albern, sowas von einer angeblichen anderen Sek2-Lehrkraft zu lesen). Aber der AFB3 kann eben nicht so oft und so breit geübt werden, weil ich den AFB1 machen MUSS, sonst komme ich gar nicht dazu, den AFB2 zu erreichen.
Glaub mir/uns: wir sprechen über das System, in dem wir sind.
Und das System sieht vor, dass alle Grundschullehrkräfte in NRW an Grundschulen mit hohem Sozialindex zu gute Noten geben, wie Maylin85 und Saruman es unterstellen.
Und an Schulen mit (nicht ausgewiesenem, aber vorhandenem) hohen Sozialindex in NDS ist das nicht der Fall... weil?
Das beschreibt aber keine Objektivität, die hier gefordert wurde.
Tentative Objektivität mittels hinreichender Interraterkonformität ist überall dort, wo subjektive Bewertungsermessensspielräume herrschen, das max. Mögliche. Objektivität in Schule gibt es nur, wenn alles an sonstiger Mitarbeit nicht bewertet wird und es (übergreifend standardisierte) verbindliche Testmanuals zur Auswertung nicht interpretativer Antworten der Schüler in Tests, Klausuren etc. gibt. Ob so immer reliabel und insb. valide vergleichbare Leistung als Gesamtpaket operationalisiert ist, darf hinterfragt werden.
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