• Ich finde das Ergebnis an sich erwartbar, was ich als eine Frechheit empfinde ist, dass die Einigung nicht rückwirkend gelten soll, denn die Quintessenz ist: je länger man verhandelt, desto länger sparen die AG

    Genau das. Ich weiß nicht was das soll, dass das Ergebnis der Verhandlungen nicht schon vor Ablauf des aktuell laufenden Vertrags feststehen muss, bzw. warum man sich von Gewerkschaftsseite überhaupt auf so einen Zirkus einlässt.

    Insgesamt ist das Ergebnis komplett enttäuschend und auch fern ab jeglicher Realität bzw. wirtschaftlicher Schwierigkeiten, die wir seit Jahren in diesem Land haben. Der Nachfrageausfall bzw. die sich daraus ergebende Nachfragelücke, die sich seit den 2000er Jahren aufgebaut hat, welche vor allem die unteren und mittleren Einkommen betrifft, ist statistisch eindeutig nachweisbar. Bei einem angestrebten Inflationsziel von 2% sind eben diese 2% die Basis, also quasi Null, und alles was darunter bleibt ein Reallohnverlust. Vor diesem Gesichtspunkt sind insbesondere die 1% für 2028 ein absoluter Witz, so dass ich am liebsten mit Beginn 2028 kündigen würde.

  • Das ist aber in der Grundschule nicht erlaubt und führt im Zweifelsfall dazu, dass eine Person über 100 Kinder in der Sporthalle betreut.

    Grundsätzlich ist es Niedersachsen auch nicht erlaubt. 100 Kinder mit einer Person in der Sporthalle sind aber auch nicht erlaubt. Letztlich sind schon zwei Klassen, die von einer Lehrkraft beaufsichtigt werden, auch nur unter bestimmten Umständen erlaubt. Am Ende muss die Person auch in der Lage sein die Aufsicht zu führen. Im Zweifel heißt es dann doch, dass Unterricht nicht stattfindet. Das ist Dank Lehrermangel in Niedersachsen inzwischen keine Seltenheit mehr.

  • Angesichts z.B. der massiven Ausweitung der Beitragsbemessungsgrenze für die GKV bedeutet das Verhandlungsergebnis für tarifbeschäftigte Lehrkräfte i.d.R. einen Nettoverlust.


    Kann man das mal jemand vorrechnen?
    Ich lese diese Behauptung immer wieder und kann sie trotz Dr. in angewandelter Raketentechnik nicht nachvollziehen.

  • Dr. Rakete

    Ernst jetzt? ich habe gedacht, dass sei klar. Betroffen sind die "gut" verdienenden Angestellten. Damit meine ich alles ab Eg11 Stufe fünf aufwärts. Hier führen die Beitragssteigerung der Zusatzbeiträge einerseits aber auch ganz klar die städtischen Erhöhungen der Beitragsbemessungsgrenzen zu einem eklatanten Anstieg der GKV Kosten zwischen Oktober 23 (Beginn der Laufzeit des Tarifvertrages) und April 26 (Beginn der neuen Laufzeit. Die Steigerung der GKV Kosten ist ungefähr so hoch, wie der Tarifgewinn ab April. Aber wenn das noch niemand nachgerechnet hat. Ich verschriftliche das gerne nochmal.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

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