Vom Wert der Werte. Oder: Gehört die besinnliche Zeit abgeschafft?

  • Ich finde traurig, was ihr schreibt. Hin und wieder mal ein ruhiges Miteinander in schöner Atmosphäre tut uns doch eigentlich allen gut, ob man nun religiös ist oder nicht.

    Ich finde es auch traurig. Aber in letzter Zeit haben die Probleme zugenommen. Zunehmend stören eine Hand voll Grundschüler den Schulfrieden und wir fühlen uns hilflos. Es gibt keine wirksamen Maßnahmen außer vielleicht §90, der dann irgendwann Anwendung findet und vermutlich auch nicht viel ändert. Es vergeht fast keine Woche ohne großen Ärger und respektlosem Verhalten (von Schülern und Eltern) den Lehrkräften gegenüber.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Am interessantesten sind die Geschichten, die die Kinder von ihren Wichteln erzählen, die zu Hause eingezogen sind. Ich hasse diese Wichtel. Sie machen nur Dinge kaputt und verarschen die Kinder und Frau Mama ist vermutlich einige Zeit damit beschäftigt, das Haus aufzuräumen.

    diesen bösen Hauswichteln.

    Was ist denn das für eine merkwürdige Geschichte mit diesen "bösen Wichteln"? Davon habe ich noch nie gehört. Kann mich bitte mal jemand aufklären?!?

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Das sind die Weihnachtswichtel, die in der Adventszeit in ein Haus (oder eine Klasse) einziehen, ihr Haus "in die Wand" setzen und dort dann wohnen und viel Unsinn anstellen.

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Ich bin Saarländerin und da sitzt man stundenlang zusammen am Tisch und schlemmt. Das war schon bei meiner Oma so, bei meinen Eltern und ich kenne das nicht anders.

    Heiligabend ist DER Tag, wo man sich zum Kochen hinstellt und mächtig aufgetischt wird.

    Dieser schreckliche Kartoffelsalat mit Würstchen ist für mich das traurigste, was ich mir an Heiligabend vorstellen könnte und glücklicherweise war das bei mir nie so.

    Ich kenne es - wie kleiner gruener frosch - ganz anders, sowohl aus meiner Familie, aus der meines Mannes und denen in meinem Umfeld: An Heiligabend gibt es nur etwas Einfaches zum Essen, das in der Vorbereitung wenig Mühe macht. Bei uns und auch in der Familie meines Mannes gibt es traditionell entweder Kartoffelsalat mit verschiedenen Würstchensorten (Ich LIEBE das - dazu stehe ich!) oder eine Fischplatte mit verschiedenen Sorten Räucherfisch, Krabben und Fisch- und Meeresfrüchtesalaten mit unterschiedlichen Brotsorten dazu. Bei einigen in meinem Umfeld, deren Eltern oder Großeltern aus Schlesien kamen, gibt's schlesische Weißwurst mit "brauner Tunke" und dazu Kartoffelpüree und teilweise Sauerkraut. Viele andere in meinem Umfeld machen Raclette oder Fondue.

    Aber sehr lange am Esstisch sitzt man an Heiligabend hier - oder zumindest in meinem "Dunstkreis" - nicht unbedingt. Groß aufgetischt und geschlemmt mit Enten- oder Gänsebraten, Wild, Rouladen etc. pp. wird dann am ersten und/oder zweiten Weihnachtsfeiertag.

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  • Bei uns gibts Raclette (allerdings ohne viel Käse) und dabei gehts ja gerade ums stundenlange Sitzen und Essen. Kartoffelsalat würde mich furchtbar enttäuschen (mag ich aber auch eh nicht).


    Ich finde es auch traurig. Aber in letzter Zeit haben die Probleme zugenommen. Zunehmend stören eine Hand voll Grundschüler den Schulfrieden und wir fühlen uns hilflos. Es gibt keine wirksamen Maßnahmen außer vielleicht §90, der dann irgendwann Anwendung findet und vermutlich auch nicht viel ändert. Es vergeht fast keine Woche ohne großen Ärger und respektlosem Verhalten (von Schülern und Eltern) den Lehrkräften gegenüber.

    Ich bleibe ja dabei, es braucht Sonderschulen für Verhaltensauffällige und die Möglichkeit einer zügigen, unbürokratischen Überführung durch die Regelschulen. Es artet doch mittlerweile überall mehr oder weniger aus, weil hier und da "eine Hand voll" Schüler normalen Unterricht und normales Schulleben unmöglich macht.

  • Das sind die Weihnachtswichtel, die in der Adventszeit in ein Haus (oder eine Klasse) einziehen, ihr Haus "in die Wand" setzen und dort dann wohnen und viel Unsinn anstellen.

    Danke für die Erläuterung. Kenne ich wirklich nicht. Ist das irgendwie gerade "in"? (Falls ja, scheint es an mir vorbei gegangen zu sein, oder hat sich hier noch nicht so durchgesetzt...)

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  • Bei uns gibts Raclette (allerdings ohne viel Käse) und dabei gehts ja gerade ums stundenlange Sitzen und Essen.

    Nö, nicht unbedingt. Wie gesagt: Offenbar sind in meinem Umfeld an Heiligabend alle eher "Schnellesser*innen". Länger als eine Stunde sitzt da deren Erzählungen nach niemand am Essenstisch ;) . EDIT: Man sitzt dann später eher lange zusammen im Wohnzimmer neben dem Weihnachtsbaum, schnackt, isst Plätzchen, trinkt Glühwein o. ä.

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  • Ich bleibe ja dabei, es braucht Sonderschulen für Verhaltensauffällige und die Möglichkeit einer zügigen, unbürokratischen Überführung durch die Regelschulen. Es artet doch mittlerweile überall mehr oder weniger aus, weil hier und da "eine Hand voll" Schüler normalen Unterricht und normales Schulleben unmöglich macht.

    Gibt's die bei euch nicht mehr?

    Als erstes bräuchte es besseres Hanswerkszeug für Regelschullehrer, finde ich. Die Regelschullehrer, die zu uns an die Schule kommen, müssen immer ganz viel dazu lernen.

    Oder wir beraten im Rahmen des MSD, was diese Lehrer an ihren Schulen besser machen können.

  • Niemand von euch scheint in der Lage zu sein, zu sagen, wem oder was er eigentlich nachtrauert.

    Kartoffelsalat wurde schon vor 40 Jahren der zügigen Bescherung wegen in vielen Familien gegessen, das ist kein Sittenverfall. Allenfalls, dass Würstchen immer noch zu oft aus Massentierschweinehaltung gemacht werden, was der eigentliche Skandal sein sollte.

  • Kartoffelsalat dauert Stunden in der Herstellung, nur mal so. Zumindest der bayerische.

    Mein Kartoffelsalat (mit Salatmayonnaise, hartgekochten Eiern, Stückchen von sauren Gurken, Zwiebelwürfelchen, Schnittlauch, Salz und Pfeffer) dauert nicht lange in der Herstellung ;) . Den bereite ich am 23. in ca. einer halben Stunde zu: Während die Pellkartoffeln kochen, mache ich schon mal die Sauce (s. o.), dann müssen natürlich die Kartoffeln abkühlen, ich pelle sie, schneide sie in Scheiben und hebe sie unter die Sauce. Feddisch. Nur durchziehen muss er dann bis zum Heiligabend im Kühlschrank, sonst schmeckt er mir nicht.

    OT, aber was ist denn an bayerischem Kartoffelsalat so viel aufwendiger?

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  • Allenfalls, dass Würstchen immer noch zu oft aus Massentierschweinehaltung gemacht werden, was der eigentliche Skandal sein sollte.

    Richtig. Daher gibt es bei uns Fleisch und Wurst von der Bio-Hoffleischerei. Nix Massentierhaltung.

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