Aus aktuellem Anlass: Distanzunterrichtkonzepte

  • Hallo an alle Fernunterrichtenden,

    aus Interesse: Gibt es an eurer Schule ein Konzept für Distanzunterricht und testet ihr das vielleicht sogar regelmäßig? Falls ja, ist das ein Luftschloss oder bezieht das die realen Gegebenheiten mit ein?

    Oder ist heute wieder individuelle Improvisation angesagt?

    Grüße

    TeW

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    Keine Daten, keine Quellen? Kein Interesse.

  • Wir nutzen für Teams und OneNote und jedes Fach hat hier ein Kursnotizbuch. Hierüber können Aufgaben verteilt und abgegeben werden. Außerdem sind Videokonferenzen möglich. Den Zugang haben alle ab Klasse 5 und der Umgang wird geübt - da wir erst ab Klasse 7 den SuS außerhalb der Schule ein Tablet zur Verfügung stellen, erhalten die 5/6 die Aufgaben auch noch über unsere „Elternplattform“ als Backup - in diesen Klassen sind dann eher keine Konferenzen angesetzt.

  • Wie im normalen Unterricht auch, macht bei uns jede Lehrkraft, was sie für richtig hält.

  • In NDS ist ein flächendeckender Distanzunterricht explizit nicht vorgesehen, da nicht überall die technischen Voraussetzungen bestehen, v.a. seitens der Schülerschaft. Eine ganze Reihe Schulen dürfte dennoch auf entsprechende Möglichkeiten zurückgreifen, insbesondere im Sek II Bereich. Diese können aber tatsächlich sehr unterschiedlich ausfallen....vom einfachen Aufgabenstellen über Onlinekurse hin zu Unterricht per Videokonferenz.

  • Ich meinte weniger die technischen Möglichkeiten sondern eher sowas Konzeptionelles wie

    • Wissen alle SuS, was von ihnen erwartet wird
    • Wissen alle LuL, welche Formen von Distanzunterricht vorgesehen sind
    • Wird den SuS und LuL das dafür notwendige Wissen systematisch beigebracht
    • Gibt es sowas wie eine einheitliche Linie, auf die sich SuS und Eltern verlassen können
    • etc.

    unabhängig von der Technik.

    Bei uns gibt es das nicht, und von Mails über Chatnachrichten bis zu Videokonferenzen (und sogar totstellen) ist alles dabei. Als Schüler und Elter würde mich das einigermaßen anfressen, wenn jeder Lehrer da was eigenes backen würde.

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    Keine Daten, keine Quellen? Kein Interesse.

  • Bei uns gibt es das nicht, und von Mails über Chatnachrichten bis zu Videokonferenzen (und sogar totstellen) ist alles dabei.

    Ist bei uns auch so.

    Als Schüler und Elter würde mich das einigermaßen anfressen, wenn jeder Lehrer da was eigenes backen würde.

    Was genau stört dich da so?
    Unsere Schüler müssen ihre Nachrichten (WebUntis / digitales Klassenbuch und LMS/Moodle) im Blick haben und nach Vorgabe Sachen machen.
    Glaub aber Videokonferenzen machen die Wenigsten, weil wir keine Plattform haben.

  • Wissen alle SuS, was von ihnen erwartet wird
    Wissen alle LuL, welche Formen von Distanzunterricht vorgesehen sind
    Wird den SuS und LuL das dafür notwendige Wissen systematisch beigebracht
    Gibt es sowas wie eine einheitliche Linie, auf die sich SuS und Eltern verlassen können
    etc.

    1. Wissen sie mehr oder weniger. Was meinst du was erwartet wird? Die Lehrkraft kommuniziert was, wie wo.

    2. Die LuL machen eben das was sie machen. Was meinst du mir vorgesehen?

    3. Wir arbeiten immer in MS Teams, also kennt jeder die Plattform.

    4. Nein, wozu sollte die Linie gut sein? Es gibt unterschiedliche Vorgehensweisen und Anforderungen des jeweiligen Unterrichts.

    Bei uns gibt es das nicht, und von Mails über Chatnachrichten bis zu Videokonferenzen (und sogar totstellen) ist alles dabei. Als Schüler und Elter würde mich das einigermaßen anfressen, wenn jeder Lehrer da was eigenes backen würde.

    Totstellen ist natürlich schwierig, aber alles andere ist doch ok. Warum sollte das die Schüler oder gar die Eltern stören? Das betrifft doch wenn überhaupt nur ein paar Tage im Jahr.

    P.S.: Mein Sohn hat die Arbeitsauftrag bekommen einen Schneemann zu bauen. Der freut sich :D

  • [...]

    Was genau stört dich da so?
    [...]

    Dass 5-7 Klässler damit nicht klarkommen. Um eigenständig arbeiten zu können müssen die ganz genau wissen, wo sie nachschauen müssen (an einer(!) Stelle) und wie sie ggf. Ergebnisse abgeben. Und das müsste im Untericht auch einige Male geübt werden.

    Ansonsten sind sie halt doch wieder auf Eltern angewiesen (die das aber ggf. auch nicht können).

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    Keine Daten, keine Quellen? Kein Interesse.

  • Dass 5-7 Klässler damit nicht klarkommen. Um eigenständig arbeiten zu können müssen die ganz genau wissen, wo sie nachschauen müssen (an einer(!) Stelle) und wie sie ggf. Ergebnisse abgeben. Und das müsste im Untericht auch einige Male geübt werden.

    Ansonsten sind sie halt doch wieder auf Eltern angewiesen (die das aber ggf. auch nicht können).

    Wenn der Unterricht asynchron erfolgt, dann müssen die Anweisungen der Lehrkraft entsprechend formuliert sein. Wenn das nicht erfolgt, dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn die Aufträge nicht richtig oder gar nicht erledigt wurden. Das ist aber kein Problem des Distanzunterrichts, sondern ein grundsätzliches.

  • Dass 5-7 Klässler damit nicht klarkommen. Um eigenständig arbeiten zu können müssen die ganz genau wissen, wo sie nachschauen müssen (an einer(!) Stelle) und wie sie ggf. Ergebnisse abgeben. Und das müsste im Untericht auch einige Male geübt werden.

    Ansonsten sind sie halt doch wieder auf Eltern angewiesen (die das aber ggf. auch nicht können).

    Das ist nachvollziehbar, ging aus deiner Nachricht so nicht hervor.


    Deswegen schrieb ich - bei uns wird LMS (Moodle) verpflichtend genutzt und zudem WebUntis als digitales Klassenbuch, beide Plattformen bieten eine Nachrichtenfunktion.

    LMS wird zu Beginn der Schullaufbahn bei uns eingeführt und geübt, Aufgaben und Abgaben, Tests werden dort auch während des Normalbetriebs abgehalten, kennen also alle.

  • Beitrag von TwoEdgedWord (12. Januar 2026 09:06)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (12. Januar 2026 09:10).
  • Eben. Und für grundsätzliche Probleme macht man Konzepte. Also im Wortsinn, nicht diese Abominationen, die sich in der Schule rumtreiben.

    Und das Konzept sieht vor, dass Arbeitsanweisungen richtig und vollständig sein sollen? Wow. Ansonsten braucht man solche Konzepte doch gar nicht. Distanzunterricht ist kein Dauerzustand, warum sollte man hier Zeit für eine Konzepterarbeitung verschwenden?

  • Und das Konzept sieht vor, dass Arbeitsanweisungen richtig und vollständig sein sollen? Wow. Ansonsten braucht man solche Konzepte doch gar nicht. Distanzunterricht ist kein Dauerzustand, warum sollte man hier Zeit für eine Konzepterarbeitung verschwenden?

    Ich vermute, dass es eher um gemeinsame Festlegungen geht. Also z.B.

    -> Wo finde ich im Fall von Distanzunterricht Informationen und Aufgaben?

    -> Müssen diese irgendwo hochgeladen werden? Bis wann?

    -> Wie erfolgt die Rückmeldung durch die Lehrkräfte?

    -> Welche technischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

    usw.


    Dazu gibt es bei uns tatsächlich einige Orientierungen, für Aufgaben und deren Rückmeldung nutzen wir z.B. inzwischen Moodle als Plattform, die Rückmeldungen erfolgen weitgehend im folgenden Fachunterricht. Technische Voraussetzungen wie Internet und Endgerät sind in der Sek II bei uns flächendeckend gegeben, in der Sek I nicht unbedingt.

  • Und das Konzept sieht vor, dass Arbeitsanweisungen richtig und vollständig sein sollen? Wow. Ansonsten braucht man solche Konzepte doch gar nicht. Distanzunterricht ist kein Dauerzustand, warum sollte man hier Zeit für eine Konzepterarbeitung verschwenden?

    Einige Schulen haben solche Konzepte, weil sie es für ihre konkrete Situation für sinnvoll halten (nicht alle arbeiten an einer Berufsschule...). Und danach hatte ich gefragt.

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    Keine Daten, keine Quellen? Kein Interesse.

  • Ich würde meine Hand ohne zu zögern ins Feuer legen, dass an meiner Schule niemand eine Videokonferenz abhalten wird. Selbst Aufgaben schicken wird längst nicht jeder machen. Wie immer völlig konsequenzlos im Schulsystem.

  • Ich würde meine Hand ohne zu zögern ins Feuer legen, dass an meiner Schule niemand eine Videokonferenz abhalten wird. Selbst Aufgaben schicken wird längst nicht jeder machen. Wie immer völlig konsequenzlos im Schulsystem.

    Krass, bei uns machen alle Videokonferenzen.

  • An meiner vorvorletzten Schule galt ganz klar Videokonferenzen nach Stundenplan. Da hatte die Lernplattform aber auch ein integriertes Konferenztool und alle Schüler hatten Geräte.

    An der letzten Schule hieß es, Kurse über Moodle kontaktieren und halt irgendwas machen, was man für richtig hält. Ich glaube nicht, dass sich da alle überhaupt beteiligt haben.

    An der aktuellen Schule Videokonferenzen oder Aufgaben, aber die Schüler sollen - wenn ich das richtig verstanden habe . grundsätzlich schon in der Unterrichtszeit arbeiten und ihre Arbeitsergebnisse innerhalb der Unterrichtszeit hochladen.


    Inzwischen haben doch wahrscheinlich alle Schule Lernplattformen - da müsste Schülern doch klar sein, dass sie sich da einloggen müssen und dort halt alle nötigen Infos finden. Reicht doch als "Konzept".

  • In Corona haben wir das "geübt". Oder meinst du mit den Klassen? Teams kenne alle und wie man einer Besprechung beiwohnt ist nun wirklich ziemlich selbsterklärend.

  • Wir haben ein Konzept. Im vorletzten Schuljahr gab es die Vorgabe für BKs, ein solches zu schreiben und damit die Möglichkeit zu nutzen, bis zu 40% in Distanz zu unterrichten. Wir nutzen das auch.

    Darin ist festgeschrieben:

    Vorübungen zum Distanzunterricht, Leistungsbewertung, Netiquette, aber auch technische Details wie Plattform, Dateiablage etc

    Wir haben ein Grundkonzept, das für verschiedene Bildungsgänge noch angepasst wurde.

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