Studium Grundschullehramt (Bayern) - Versetzung?

  • Bitte was???

    Ich glaube, du bist nicht die einzige hier, die die "Argumentation" etwas "schräg" findet.


    @Herr Bernd, Auch dies:

    Ich brauche das auch alles nicht, aber die Ungleichheit stört mich, ich empfinde sie als Diskriminierung. Welcher farbige Mensch muss unbedingt im vorderen Bereich eines Busses sitzen? Warum hat sie das in den USA gestört? Dass sie aufstehen mussten, wenn ein Weißer sitzen wollte? An Supermarktkassen muss man auch stehen, bei Popkonzerten steht man stundenlang. Da gibt es Wichtigeres, und wer gerne Bus fährt, fährt lieber im Stehen als gar nicht.

    hinkt total als Vergleich zu dem, was dich stört:

    Alles, was Nähe, Berührungen, Körperlichkeit angeht. Nicht gesetzlich fixiert, bis vielleicht auf Fahrten ins Schullandheim, die zwei Frauen, aber nicht zwei Männer begleiten dürfen, falls du darauf hinaus wolltest. Dem Gesetz nach gibt es keine Diskriminierung. Aber als soziale Normen, natürlich auch zum Schutz der Kinder, selbstverständlich.

    Klar kann Mann das als ungerechtfertigte Diskriminierung empfinden. Aber zumindest rein statistisch müssen Kinder deutlich mehr vor den übergriffigen Männern als vor Frauen geschützt werden. Hat das bei dir, neben der empfundenen Ungerechtigkeit, irgendwelche berufliche Benachteiligungen verursacht?

  • Klar kann Mann das als ungerechtfertigte Diskriminierung empfinden. Aber zumindest rein statistisch müssen Kinder deutlich mehr vor den übergriffigen Männern als vor Frauen geschützt werden. Hat das bei dir, neben der empfundenen Ungerechtigkeit, irgendwelche berufliche Benachteiligungen verursacht?

    Ist die grundsätzlich empfundene Ungerechtigkeit nicht schon Nachteil genug? Dazu das Wissen um handfestere Konsequenzen, und sei es bloß ein Gespräch mit der Schulleiterin oder Schulrätin, falls eine Situation auch nur von einer Person falsch interpretiert wurde?

  • Ganz ehrlich: Du kennst das Problem, du kennst die "Normen" (Mädchen-Umkleide möglichst vermeiden, Vier-Augen-Gespräche immer mit offener Tür etc. ...) und hältst dich dran. Ich habe mir da nie groß 'nen Kopp drum' gemacht und keine Probleme gehabt. Und Nachteile, weil man vorsorglich Vorsicht walten lässt, empfinde ich nicht. Auf Klassenfahrten "gemischtes" Personal zu haben, ist doch auch für die Kinder immer praktisch, meistens sogar sehr nett.

  • Ich verstehe den Vergleich mit farbigen Menschen und den Sitzplätzen im Bus nicht. Merkwürdiges Beispiel.

    Zu Bedenken geben möchte ich, dass es hier um Grundschule geht. Und die meisten Vorwürfe bezüglich sexueller Übergriffe kommen doch wohl eher von älteren Schülerinnen. Und wenn es einen trifft (ungerechtfertigte Vorwürfe, meine ich), dann ist das doch egal, ob man der einzige Mann an einer Schulart oder oder nicht. Also auch dieses Argument verstehe ich nicht ganz.

    Und noch etwas: Es gibt in jedem Grundschulkollegium, das ich kenne, Männer. An jeder Schule, an der ich bis jetzt war, aber auch an den Grundschulen meiner Kinder und Verwandten gab es jeweils Männer. Soooo exotisch ist das also nicht mal mehr.

  • Ich verstehe den Vergleich mit farbigen Menschen und den Sitzplätzen im Bus nicht. Merkwürdiges Beispiel.

    In den USA hätte man auch sagen können: Das ist doch eine kleine Ungerechtigkeit, die ist die Mühe nicht wert, sich daran abzuarbeiten, da findet man sich mit ab. Der Vergleich ist vielleicht sehr hoch gegriffen mit der Bürgerrechtsbewegung, aber im Kern sollte er klar sein.

    Und wenn es einen trifft (ungerechtfertigte Vorwürfe, meine ich), dann ist das doch egal, ob man der einzige Mann an einer Schulart oder oder nicht. Also auch dieses Argument verstehe ich nicht ganz.

    Ich ebensowenig. Von wem ist das Argument? Von mir nicht.

    Und noch etwas: Es gibt in jedem Grundschulkollegium, das ich kenne, Männer. An jeder Schule, an der ich bis jetzt war, aber auch an den Grundschulen meiner Kinder und Verwandten gab es jeweils Männer. Soooo exotisch ist das also nicht mal mehr.

    Als Lehrer, jetzt nicht Pfarrer oder Hausmeister? An jeder Schule? In jedem Kollegium? Mehrere Männer? Wo, bitte, lebst du in Bayern?

  • In den USA hätte man auch sagen können: Das ist doch eine kleine Ungerechtigkeit, die ist die Mühe nicht wert, sich daran abzuarbeiten, da findet man sich mit ab.

    Was genau empfindest dubals Ungerechtigkeit? Dass du nicht mit Schülerinnen alleine auf Klassenfahrt fahren darfst? Nicht jede Ungleichbehandlung ist ungerecht. Warum wäre es im Allgemeinen gerechter, wenn du mit Schülerinnen alleine auf Klassenfahrt dürftest?

    Zitat

    Der Vergleich ist vielleicht sehr hoch gegriffen

    Nur ganz vielleicht

  • Was genau empfindest dubals Ungerechtigkeit? Dass du nicht mit Schülerinnen alleine auf Klassenfahrt fahren darfst? Nicht jede Ungleichbehandlung ist ungerecht. Warum wäre es im Allgemeinen gerechter, wenn du mit Schülerinnen alleine auf Klassenfahrt dürftest?

    Um das klar zu stellen: Ich will nicht mit Schülerinnen alleine auf Klassenfahrt fahren. Wo hast du das denn her? Ich finde auch nicht jede Ungleichbehandlung ungerecht, sondern Ungleichbehandlung allein aufgrund des Geschlechts. Ebenso jeden Generalverdacht, so begründet er sein mag. Da muss man dann abwägen, was schwerer wiegt: die Ungerechtigkeit oder der Schutz der Kinder.

  • Um das klar zu stellen: Ich will nicht mit Schülerinnen alleine auf Klassenfahrt fahren. Wo hast du das denn her?

    Wenn du nicht mit Schülerinnen alleine bzw. mit ausschließlich männlichen Kollegen auf Klassenfahrt darfst und das auch gar nicht willst, was genau ist dann dein Problem? Ich verstehe es wirklich nicht.

    Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts gibt es an vielen Stellen des Lebens. Ungerecht ist diese Ungleichbehandlung in den wenigstens Fällen.

  • Um das klar zu stellen: Ich will nicht mit Schülerinnen alleine auf Klassenfahrt fahren. Wo hast du das denn her? Ich finde auch nicht jede Ungleichbehandlung ungerecht, sondern Ungleichbehandlung allein aufgrund des Geschlechts. Ebenso jeden Generalverdacht, so begründet er sein mag. Da muss man dann abwägen, was schwerer wiegt: die Ungerechtigkeit oder der Schutz der Kinder.

    Und ist diese Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts im Grundschullehramt stärker als in anderen Lehrämtern? Inwiefern? Außer dem Generalverdacht kam ja nichts. Und das Problem hat man ja wohl in anderen Schularten auch, wenn nicht sogar stärker.

    Also ich würde jedem Mann raten Grundschullehramt zu studieren, wenn er das gerne will. So wie ich jeder Frau raten würde, Automechanikerin zu werden, wenn sie das gerne will. Weil es nämlich vorwiegend darum geht, etwas zu arbeiten, das einem Spaß macht und einem liegt, ganz egal, ob es eine Frauen- oder Männerdomäne ist.

    Als Lehrer, jetzt nicht Pfarrer oder Hausmeister? An jeder Schule? In jedem Kollegium? Mehrere Männer? Wo, bitte, lebst du in Bayern?

    Ja, als Lehrer. Ich lebe in München.

  • Okay.

    Warum?

    Ich befürworte Vielfalt im Kollegium. Dazu gehören neben Frauen auch Männer genauso wie Transpersonen und unterschiedlich Hautfarben und/oder Nationalitäten. Das empfinde ich als wichtig in Bezug auf Zusammenarbeit im Kollegium, Vorurteile von Kindern etc. Das darfst Du natürlich anders sehen.

    Aber eigentlich störe ich mich eher an Deinem ekligen Vergleich eines Kollegiums, das vorwiegend aus Frauen besteht mit wässriger Suppe.

  • Ich finde schon, dass die Enttäuschung ernst genommen werden muss. Plattyplus erzählt ja auch regelmäßig von der Geschichte auf der Station in der Kinderklinik vor 20 oder 30 Jahren, als er unter Generalverdacht gestellt wurde. Und ganz generell sollte das Thema Schutzkonzepte an allen Schulen eine Rolle spielen. Auch Frauen fragen sich, ob sie in die Toilette gucken dürfen, wenn dort 5 Jungs reinstürmen oder nicht wieder rauskommen.

    Trotzdem ist der Vergleich mit Diskriminierung und Rassentrennung völlig daneben, so wie es der angesteckte Judenstern war, als Leute keine Lust hatten, eine Maske aufzusetzen.

  • Zitat

    Ich finde schon, dass die Enttäuschung ernst genommen werden muss.

    Welche Enttäuschung?

    Plattyplus erzählt ja auch regelmäßig von der Geschichte auf der Station in der Kinderklinik vor 20 oder 30 Jahren, als er unter Generalverdacht gestellt wurde.

    Gesellschaftlich gesehen sind das olle Kamellen.

  • Herr Bernd, ich rate , dass du einen neuen Threat aufmachst, wenn es dir darum geht, deine Schwierigkeiten zu diskutieren, die es geben kann, wenn man in einen Beruf einsteigt, der von einem Geschlecht dominiert wird. Es ist ziemlich doof, wenn man eine Frage stellt, und der Antwortenverlauf driftet ab.

  • Welche Enttäuschung?

    Das Gefühl, einem wird aufgrund des Geschlechts misstraut.

    Wobei ich nicht mal glaube, dass 2 Männer als Begleitung nicht deswegen nicht gestattet sind, weil sie gewalttätiger wären als ein Mann in Gegenwart einer Frau, sondern dass mindestens eine Frau dabei sein soll, um sich um nicht unwahrscheinliche Menstruationsthemen besser kümmern zu können. Das könnte man theoretisch mit mehr Aufklärung auch umgehen.

  • Das Gefühl, einem wird aufgrund des Geschlechts misstraut.

    Wo passiert das denn?

    Zitat

    Wobei ich nicht mal glaube, dass 2 Männer als Begleitung nicht deswegen nicht gestattet sind, weil sie gewalttätiger wären als ein Mann in Gegenwart einer Frau

    Hä? Nein, natürlich geht es nicht darum. Wie kommst du darauf?

  • ...

    Hä? Nein, natürlich geht es nicht darum. Wie kommst du darauf?

    ...

    Im Ernst? Alles, was Nähe, Berührungen, Körperlichkeit angeht. Nicht gesetzlich fixiert, bis vielleicht auf Fahrten ins Schullandheim, die zwei Frauen, aber nicht zwei Männer begleiten dürfen, falls du darauf hinaus wolltest. Dem Gesetz nach gibt es keine Diskriminierung. Aber als soziale Normen, natürlich auch zum Schutz der Kinder, selbstverständlich.

    ...

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