Aufnahmen im Seminar: Würde das überhaupt durchgehen?

  • Folgendes Problem. Mir ist zu Ohren gekommen, dass im Seminar auch videogestützte Aufnahmen verlangt werden.
    Ich befinde mich im Quereinstieg und als Teil der Ausbildung exisitiert laut Katalog eine Einheit, in der der Unterricht gefilmt werden soll bzw. damit auch die Schüler.

    Ich wechsle demnächst nochmal die Schule. Da das aber auch auf mich zukommen wird, habe ich in meinen aktuellen Klassen vorsichtig anklingen lassen, wer denn etwas dagegen hätte.

    Das Ergebnis: In jeder Klasse waren mindestens 3 SuS, die ein Problem damit hätten.

    Ich habe dann kurz bei der Seminarleitung angefragt, was man dann machen würde. Antwort: Das ist Ihr Problem und man soll ja nicht päpstlicher sein als der Pabst und würde die Aufnahmen später eh löschen.

    Von meiner bisherigen Schule erhielt ich die Ansage, ich müsste dafür das schriftliche Einverständnis aller Eltern einholen, dürfte gleichermaßen aber die SuS nicht rausschicken, die nicht wollen.

    Offen gesagt: Mir ist das in Zeiten, in denen jeder jeden verklagen kann einfach zu heikel.

    Einige Seminarteilnehmer wollen wohl heimlich filmen, aber auf das Risiko habe ich keine Lust. Immerhin würden die Aufnahmen ja auch in der Cloud gespeichert werden.

    Ich hoffe jetzt auf die neue Schule, aber ich befürchte fast, dass es dort nicht anders werden wird.

    Logisch, wäre das mein Kind, hätte ich vielleicht auch ein Problem damit.

    Gesetzt den Fall ich komme ohne Videoaufnahmen ins Seminar. Könnte man mir das negativ auslegen?

    Alternativ würde ich mich selbst filmen vor leerer Klasse. Quasi als Scheinvideo.

    Ideen sind natürlich immer gern gesehen.

  • kleiner gruener frosch 1. Februar 2026 19:30

    Hat den Titel des Themas von „Würde das überhaupt durchgehen?“ zu „Videogestützte Aufnahmen im Seminar: Würde das überhaupt durchgehen?“ geändert.
  • Ich bin auch im Seiteneinstieg und musste dies für mein Uni-Seminar Kommunikation-Sprache-Körperhaltung machen. Hab es in meiner eigenen Klasse gemacht und mit meinen so abgestimmt, dass nur ich zu sehen bin. Unser Video war aber auch nur 2min. lang. Am Ende war es für alle recht lustig. Manche hatten die Klasse von hinten aufgenommen. Ging auch. Man kann sich ja die Einverständniserklärung schriftlich geben lassen und wer es nicht möchte, könnte doch vielleicht für die Zeit eine andere Aufgabe in einem anderen Raum erhalten? Ich weiß nicht, was an deiner Schule alles machbar wäre, aber bei 2-3 SuS ist es ggf. umsetzbar. Ansonsten die schriftlichen Ablehnungen der SuS im Seminar einreichen und damit deutlich machen, dass die Durchführung schwierig ist.

    "Misserfolg ist nur eine Möglichkeit von vorne zu beginnen. Nur dieses mal etwas Intelligenter!" (Denis Waitley)

  • Milli85 1. Februar 2026 19:44

    Hat den Titel des Themas von „Videogestützte Aufnahmen im Seminar: Würde das überhaupt durchgehen?“ zu „Aufnahmensichtung- Würde das überhaupt durchgehen?“ geändert.
  • n kann sich ja die Einverständniserklärung schriftlich geben lassen und wer es nicht möchte, könnte doch vielleicht für die Zeit eine andere Aufgabe in einem anderen Raum erhalten? Ich weiß nicht, was an deiner Schule alles machbar wäre, aber bei 2-3 SuS ist es ggf. umsetzbar.

    Nein, mir wurde gesagt, dass ich niemanden nach draußen schicken darf. Gleichzeitig hatte ich in allen Klassen mindestens 3 Personen, die das partout nicht wollten, was ich ebenfalls verstehe.

    Wäre es mein Kind und ich wüsste nicht wo das landet, hätte ich damit vermutlich auch Probleme. Die Eltern sind total zu verstehen.

    Ich halte es für ein Unding und sehe die Persönlichkeitsrechte meiner Schüler als verletzt, wenn ich ihre Köpfe auf irgendeiner Apple Cloud speichere. Ernsthaft. ich mache ja viel mit, aber das zu verlangen finde ich doch etwas zu heftig.

    Und auch das Argument es wird ja eh gelöscht, finde ich nicht in Ordnung.

    Ja, die Seminarleitung mag damit fein raus sein. Wer damit mit einem Bein im Knast steht, bin wieder ich.

    Ich mache wirklich viel mit. Von mir aus fotografiere ich meine Tafel oder mich selbst oder Schülerarbeiten ohne Namen, aber SuS zu filmen mit dem Scheinargument, dass es später gelöscht wird nachdem es zwischengepeichert geht für mich echt nicht.

    Gesetzt den Fall ich komme zum Seminar und sage, dass es niemand wollte. Die könnten mir doch keinen Strick daraus drehen oder es verlangen? Ich bin ja die, die dann haftbar gemacht wird.

    Wegen jedem Pups braucht man schon im Kindergarten eine Elternerlaubnis und hier soll das okay sein?

    Der Leiter dieses Seminars bezahlt mir dann sicher nicht die Kosten, die ich aufgrund der Elternklage am Hals hat. Da ist man fein raus.

  • kleiner gruener frosch 1. Februar 2026 19:55

    Hat den Titel des Themas von „Aufnahmensichtung- Würde das überhaupt durchgehen?“ zu „Videogestützte Aufnahmen im Seminar: Würde das überhaupt durchgehen?“ geändert.
  • Milli85 1. Februar 2026 20:03

    Hat den Titel des Themas von „Videogestützte Aufnahmen im Seminar: Würde das überhaupt durchgehen?“ zu „Aufnahmen im Seminar: Würde das überhaupt durchgehen?“ geändert.

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