Bezahlt ihr eurer Klasse das Eis wenn ihr zur Eisdiele lauft?

  • Kinder ab 7 Jahren sind ja auch bereits beschränkt geschäftsfähig

    Eben.

    Wenn die Allergie keine sofortigen und besonders heftigen Reaktionen auslöst, fällt es den meisten vielleicht (noch) gar nicht auf,

    wenn es aber eine Allergie/ Unverträglichkeit ist, die einen Schock oder andere heftige Reaktionen auslösen kann, dann muss man akribisch aufpassen. Das schaffen 7-jährige Kinder nicht für sich und schon gar nicht für die ganze Gruppe - das ist selbst Lehrkräften leider nicht immer möglich, wenn dann eben doch die Erdnussflips in der Brotdose landen und eine Person im Raum Atemnot bekommt.

    Um so wichtiger, dass man sich nicht darüber lustig macht und noch viel offener damit umgeht und kommuniziert, damit diejenigen, die es benötigen, besser geschützt sind.

  • Eigentlich war der Witz auch nicht über die Allergien, sondern über die Diskussion, die dem Eisspendieren voranging.

    Kam wohl nicht so rüber, sorry dafür.

  • Das ist ein zweischneidiges Schwert, Magellan . Es gibt ja auch immer öfter Kritik, dass bestimmte Eltern sehr viele Extrawünsche haben und nichts mehr spontan entschieden werden kann, ohne rechtzeitig alle besonderen Bedürfnisse abgefragt und berücksichtigt zu haben, Stichwort Helikoptereltern. Und dann gibt es Eltern, die erleben, wie einschneidend gesellschaftliche Teilhabe ist, wenn ihre Kinder durch unverschuldete Eigenschaften hiervon regelmäßig ausgenommen werden, und lediglich möchten, dass Alternativen, die ihren Kindern ein bisschen Normalität in ihrem Alltag ermöglichen, zumindest mitgedacht werden.

  • Ich habe in den ersten Jahren gemerkt, dass mich der Lehrerjob finanziell melkt.

    Das geht bei den Geschenken für die Kollegen los und hört beim Kopiergeld und den ständigen Extrausgaben wie Eis und Materialien auf. Ich würde behaupten bei kaum einer anderen Arbeit (außer bei Unternehmensgründung) gibt man so viel aus eigener Tasche aus.

    Das hat mich schon im Referendariat genervt. Was ich da an Material verbraucht und ausgegeben habe, möchte ich nicht hochrechnen. Dann neue Schule, alle nacheinander hatten runde Geburtstage.

    Gut, will man sich nicht ausschließen. Ist ja ein neues Kollegium. Dann gingen die ersten Kollegen in Pension. Es wurde gesammelt.

    Dann eigene Klasse, Geburtstage. Anschlussfrühstück zum Halbjahr oder Schuljahresende, Weihnachtsfeier.

    Ich finde schon es sollte für die Schüler ein Kontingent geben, um bei solchen Ausgaben zu unterstützen. Ein Jahresbetrag pro Lehrkraft.

    Das mit dem Eis hatte ich mal angefangen und dann gelassen als es Überhand nahm.

  • Es hilft zu fragen: "Würde ich das in einem anderen (nicht-selbstständigen) Job auch ausgeben?". Wenn die Antwort "Eindeutig nein." lautet, dann würde ich auch an der Stelle die Hände davon lassen. Dass man seiner Lieblingskollegin zum 50. Geburtstag etwas schenkt, ist vertretbar und kommt in jedem anderen Job auch vor. Ausgaben während des Vorbereitungsdienstes, dazu lässt sich aus meiner Sicht nicht eindeutig Stellung beziehen. Man sollte in dieser abhängigen Lebensphase und mit eh schon wenig Geld nicht auch noch in den eigenen Geldbeutel greifen müssen; andererseits kommt das in einigen Branchen im Rahmen der Aus- und Weiterbildung angehender Fachkräfte vor, und ich verstehe, dass man sich in dieser Lebensphase nicht angreifbar machen will - auch in der Schule.

    Alles, was in die Gruppe "nice to have" und ohne dass sich hieraus eine Erwartungshaltung ableiten lässt, also auf freiwilliger Basis, finde ich OK, solange es seltene Ausnahmen bleiben, um so auch nicht unterbewusst Druck für andere Kollegen (m/w/d) zu erzeugen. Sobald eine Erwartungshaltung hinsichtlich einer Beschaffung im Raum steht, dann hat das entweder die Schule (bzw. Schulträger) zu bezahlen oder es findet schlichtweg Unterricht ohne diese Sache statt.

  • Je älter ich werde desto weniger Geld gebe ich für Schule aus. Das Sammeln für den Geburtstag des Kollegen, Pension, etc. zähle ich aber nicht dazu. Das gibt es in anderen Firmen auch oder auch nicht. Ich finde es persönlich gut, weil wir mit diesen Menschen einen großen Teil unserer Zeit verbringen. Aber für mich sind das keine schulischen Ausgaben.

    Schulische Ausgaben mache ich nur, wenn sie mich persönlich interessieren oder ich dadurch Arbeit spare. Kopiergeld habe ich noch nie bezahlt.

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