Klasse 1 wiederholen

  • Hallo alle zusammen,

    ab welchem Zeitpunkt und mit welchen Beobachtungen geht ihr als Lehrkraft in Mathe oder Deutsch mit den Eltern ins Gespräch und sprecht auch das Thema freiwillige Wiederholung der ersten Klasse an?

    Wann ist der Zeitpunkt noch zu früh? wann ist es zu spät?

    Mich würden hier vor allem die Antworten der Lehrkräften mit vielen Jahren Berufserfahrung interessieren.

    Auch die Erfahrungen, die ihr gemacht habt, wenn ein Kind wiederholt / nicht wiederholt.

  • Wenn ein Kind nicht selbstständig die Aufgaben erledigen kann, weil es in Mathe den entsprechenden Zahlenraum noch nicht erfasst hat und in Deutsch sich die Buchstaben nicht merken kann, nicht dem eigentlichen Leistungsstand entsprechend lesen und / oder Schreiben kann und ohne Unterstützung nicht weiterkommt, ist es eine Option. In SH gehen wir frühzeitig mit den Eltern ins Gespräch, wenn es Schwierigkeiten gibt, und es wird ein fachlicher Lernplan geschrieben. Wenn der Rückstand nicht aufgeholt werden kann, ist es meist so, dass Eltern und Kind das ja auch wahrnehmen.
    In SH haben wir die flexible Eingangsphase. Innerhalb der ersten zwei Jahre wird dann gemeinsam mit den Eltern entschieden, dass das Kind drei Jahre benötigt und wann der richtige Zeitpunkt ist, die Jahrgangsstufe offiziell zu wechseln. Das Kind wird entsprechend seines Lernstandes differenziert, egal in welchem Jahrgang es sitzt. Meist kommt irgendwann die Einsicht bei den Eltern, dass es jetzt besser wäre, das Kind jetzt die Lerngruppe wechseln zu lassen. Wenn das nicht der Fall ist und keinerlei Bewusstsein dafür besteht, dass ein Aufholen nicht möglich ist, entscheidet die Zeugniskonferenz am Ende von Klasse 2. das habe ich aber noch nie erlebt, dass die Eltern komplett dagegen waren.

    Nach meiner Erfahrung merkt man dem Kind an, wann der Wechsel passend ist.

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