Bundeslandwechsel- Schwarmwissen benötigt

  • Vorab möchte ich mich gleich bei Bolzbold entschuldigen. Mir ist klar, dass ich hier heute viele Gesuche eröffnet habe, aber dieses Thema ist für mich gerade sehr relevant und es brennt mir auf den Nägeln, weil ich denke, dass es schwierig in andreren Leitthemen zu betrachten ist.

    (Ich verspreche, dass es bis aufs weitere das letzte Gesuch werden wird.)

    Damit man mich nicht zuordnen kann bin ich bisher mit meinem Bundesland und dem Zielbundesland sparsam umgegangen.

    Nur so viel: Nach zwei Jahre langen Schikanen nach dem Referendariat und einem verweigerten Schulwechsel mit gesundheitlichen Folgen möchte ich nur noch raus aus der Situation von zwei Schulen und da man mir den Wechsel verwehrt und ich an einem Punkt bin, dass ich es nicht mehr aushalte (psychisch wie auch körperlich) habe ich mich nun in einem anderen Bundesland beworben und möchte diesen Schritt gehen. Ich habe ein Kind im Grundschulalter und merke wie meine Situation mittlerweile alle Bereiche belastet.

    Ich wohne glücklicherweise nicht allzu weit entfernt, sodass das andere BL zwar nicht um die Ecke aber mit einer Autostunde noch machbar wäre.

    Ob es klappt, weiß ich nicht. Ich müsste in meinem jetzigen Bundesland sicher kündigen und dann dort neu anfangen.

    Mein Sorgenkind (und um das geht es hier) ist aber etwas anderes, nämlich meine Personalakte und die aktuellen Umstände, die mir den Wechsel versauen könnten.

    Ich weiß nicht, wie es um die Informationspflicht bestellt ist, aber wie wir alle wissen funktioniert das System Schule nicht wie die freie Wirtschaft, wo man bei Mercedes kündigt und sich unbescholten bei VW bewirbt und bei Null anfängt. Man hat eine Personalakte und die wird man sicher auch mitnehmen.

    Das ist mein Problem, denn ich ahne, dass mich der Schulleiter diesbezüglich nochmal richtig auflaufen lässt. Spätestens wenn die neue Schule Erkundigungen einholt hätte ich ein Dilemma. Verschweigen kann ich die fast zwei Jahre aber sicher auch nicht.

    Zur Personalakte: Ich weiß nicht, was drin steht und habe mir eigentlich nichts vorzuwerfen. Ich habe keine Kinder geschlagen, mich immer an Regeln gehalten, dennoch kann es sein, dass sich der mir feindlich eingestellte SL etwas zurecht fantasiert, was natürlich ungünstig wäre.

    Es gäbe noch einen anderen Plan, denn ich habe bis zu meinem Stex noch einen anderen Beruf gelernt (den ich hier aber ungern Preis geben möchte, Wiedererkennungswert von Seiten Kollegen oder SL).

    Es wäre nicht undenkbar etwas Gras über die Sache wachsen zu lassen und im ersten Beruf zu arbeiten, um an der anderen Stelle erst nach einem weiteren Jahr anzufangen. Dann würde sich die neue Schule vielleicht auch erkundigen, aber die Lage wäre nicht so aufgeladen wie jetzt.

    Wer von euch hat schon einmal aus ähnlichen Gründen das Bundesland gewechselt und wie habt ihr den Wechsel begründet?
    Vor einem Vorstellungsgespräch habe ich nicht einmal Angst. Eher, dass der SL Unwahrheiten über mich erzählt und meine Personalakte verseucht.

    Würde der SL überhaupt davon Wind bekommen?

    (Ich gehe davon aus, dass diese auch in andere Bundesländer weitergereicht wird?)

  • Muss der SL dich nicht freigeben? Das muss doch sogar bei Versetzung an eine andere Schule in der näheren Umgebung sein.

    Nicht jeder wird es verstehen, und das ist okay!

  • Muss der SL dich nicht freigeben? Das muss doch sogar bei Versetzung an eine andere Schule in der näheren Umgebung sein.

    Nicht, wenn ich zuerst kündige, oder? Also ich kündige, lasse etwas Zeit verstreichen und dann kommt die neue Schule.

    Freigeben war doch nur im gleichen Bundesland und auch nur bei Beamten? Ich bin Angestellte. Also könnte ich doch theoretisch kündigen? Man verbessere mich bitte, sollte ich falsch liegen.

  • Wie sind denn die Einstellungsaussichten in dem anderen Beruf ? Ja, stimmt, du könntest einfach kündigen oder einen Aufhebungsvertrag anstreben.

    Falls du später irgendwo verbeamtet werden solltest, wäre es wichtig, dass zwischen den Angestellten- und Beamtenjahren möglichst keine Pausen liegen, damit die zurückliegenden Jahre als Erfahrungszeiten angerechnet werden.

    Wenn der Lehrerbedarf im anderen Bundesland groß genug ist, muss gar nichts begründet werden. Es gibt dann eine neue Probezeit und gut ist.

    Trotzdem würde ich einen Anwalt in die Akte schauen lassen oder den jeweiligen Landesbeauftragten für den Datenschutz beauftragen, alles über dich Gesammelte dir offen zugänglich zu machen. Aber ein Schulleiter einer Abordnungsschule dürfte nicht befugt sein, da etwas in deine Akte legen zu lassen.....

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