Ich finde diese Aussage so pauschal nicht haltbar. Es hängt dann doch zu sehr von der politischen Führung der jeweiligen Länder ab. Die CDU stellt derzeit in 10 (!) Bundesländern das Kultusministerium und auch wenn man im Einzelfall in die Regierungsprogramme schauen müsste, positionieren sie sich überwiegend unterstützend gegenüber dem Erhalt und der Ausweitung an sonderpädagogischen Schulformen. Ja, es gibt in der Regel auch noch einen Koalitionspartner, aber wie kann dieser grundsätzliche Zusammenhang an der Stelle argumentativ ausgeblendet werden?
Ach so. Und nur weil es irgendwo vereinzelt sonderpädagogische Schulformen gibt, sind alle Kinder, die diese in Anspruch nehmen könnten, nicht in meinen Klassen?
Und was ist mit allen, die noch nicht oder bewusst nicht diagnostiziert sind?
Ist die (ggf. zielgleiche) Beschulung von Kindern mit ADHS, Autismus, LRS, Dyskalkulie, Hör- oder Sehbeeinträchtigung, mentalen Problemen, usw.. nicht meine Aufgabe? Interessant, ich werde wohl ein Gespräch mit meiner Schulleitung sprechen.
SELBST, wenn es - in einzelnen Fällen - eine Kontaktperson aus einer Förderschule gibt oder gar eine Schulbegleitung, bleibt es meine Aufgabe, dieses Kind zu unterrichten und da schadet es nicht, Kenntnisse über die verschiedenen Störungen und Beeinträchtigungen zu haben.