Klassenfahrt: mein Kind will nicht mit.

  • Habt ihr das auch des Öfteren, dass Eltern die Einverständniserklärung nicht unterschreiben mit dem Hinweis "Kind will nicht mit" und dann war's das?

    Insbesondere bei Moslems gibt's das inzwischen regelmäßig und ich finde es ziemlich frech. Wenn man Bedenken hat, kann man einen Termin ausmachen, wenn man nicht weiß, wie das mit der Bezahlung ist, sich Hilfe holen.

    Die Schulsozialarbeiterin hat angeboten, mit Eltern die Formulare durchzugehen etc. aber das ist ja alles anstrengend. "Nö" auf einen Schmierzettel schreiben hingegen: easy.

    Ich verstehe Heimwehbedenken und Menstruationssorgen, Betwünsche und Ich-kann-nicht-ohne-Handy-von-Mama-weg... Aber halt nicht so.

    Wie ist das bei euch? Überreden, einfach nicht mitnehmen? Oder gibt's die Debatte anderswo nicht?

  • Wir geben immer den klaren Hinweis das es eine Pflichtveranstaltung der Schule ist. Das reicht meist aus. Hab aber auch schon mal nen 12. klässler gehabt der am ersten Tag wegen Heimweh aus Rom abgeholt werden musste von den Eltern….die sind wirklich zu zweit hingeflogen gekommen um das Kind abzuholen und haben zig hundert Euro zusatzkosten in Kauf genommen. Wir haben quasi das Kind abgegeben an die und die sind in den nächsten Flieger zurück gestiegen.


    Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann.

    Der Himmel ist nicht mein Limit, ich bin es.

  • Ja, nicht unbedingt "des Öfteren", aber gibt es. Auch manchmal in der Variante, dass die Kostenübernahme vom Amt genehmigt ist, das Kind aber schon im Voraus verkündet, dann krank zu sein, und am Abfahrtstag auch tatsächlich krankgemeldet wird. Ein großer Orga-Spaß für die Klassenleitung. Die Forderung nach einem Attest stößt inzwischen meist an die Grenze, dass Praxen sich zunehmend wegen bürokratischer Überlastung grundsätzlich weigern, welche auszustellen.

  • In meiner ersten eigenen Klasse gab es ein Kind, das auch ganz sicher aus religiösen Gründen nicht mitdurfte. Vorgeschobener Grund war, dass es ohne MP3 Player nicht einschlafen könne und elektronische Geräte ja nicht erlaubt wären. Viele Elterngespräche mit Blabla über pädagogischen und sozialen Nutzen einer Klassenfahrt, Hinweis an Schulleitung mit Blabla wegen des Geldes, dann die Ausnahmeregel für das Kind, der MP3 Player dürfe mitgenommen werden. Am Ende haben die Eltern bezahlt und das Kind war dann "krank". Viel Blabla für nichts also.

    Ich hatte das seitdem nicht nochmal aber heute würde ich nur mit den Schultern zucken. Hinweis an Stufenleitung wegen uneinsichtiger Eltern und Ende.

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