Beiträge von Seph

    Du kennst das doch, immer wenn der Dax ne Magen Darm Verstimmung hat und sich in seinen Bau zurück zieht dann hat die German Angst Hochkonjunktur. Vier Wochen später erzählt der gleiche Clown welche Aufholjagd der DAX doch hinter sich hat.😂🤷

    Das stimmt auf der einen Seite und gleichzeitig muss man einfach mal festhalten, dass die Entwicklung des DAX nicht die Entwicklung der Wirtschaftsleistung widerspiegelt.

    Wir ist das eigentlich bei euch mit Urlaub? In Sachsen müssen wir, Beamte und Angestellte gleichermaßen, 30 Tage Urlaub einreichen, mit dem Rest der Ferien könnte dann so einiges verrechnet werden.

    Genau so ist es ja auch gedacht. Ein normaler Arbeitnehmer hat etwa 250 Arbeitstage im Jahr, Unterrichtstage sind es aber knapp weniger als 200. Dass wir natürlich nicht 50 Tage mehr Urlaub haben als andere Arbeitnehmer, wissen wir alle. Dass diese 50 Tage aber (bis auf einige Ausnahmen) nicht mit 8 Stunden/Tag durchgearbeitet werden, wissen wir ebenfalls. Genau hier wird Mehrarbeit aus den anderen Phasen abgebaut....oder andersherum: genau deswegen müssen wir in der Unterrichtszeit i.d.R. auch mehr als 41 Stunden/Woche arbeiten.

    Wenn die anfallende Arbeit in der regulären Arbeitszeit nicht zu schaffen ist, entsteht faktisch Mehrarbeit – und die muss entweder vergütet oder ausgeglichen werden.

    Dabei darfst du nur nicht vergessen, dass bei drohender Arbeitszeitüberschreitung auch Rücksprache mit dem Arbeitgeber zu halten ist und dieser zum Abstellen der Missstände aufzufordern ist (Stichwort: Überlastungsanzeige). Nur weil der AN sich einfach Überstunden aufschreibt (z.B. weil er im Urlaub Muscheln am Strand für Kunst gesammelt hat ;) ), entsteht noch nicht zwingend anzuerkennende Mehrarbeit.

    Deutsch/Geschichte ist sicher nicht die gefragteste Kombination am Markt. Wenn du aber wie angedeutet räumlich wirklich ganz flexibel bist, ist die Chance, später eine Stelle zu erhalten, dennoch recht gut. Ob sich mit Deutsch/Geschichte gegenüber Deutsch/Englisch die Korrekturen wirklich deutlich reduzieren, wage ich aber zu bezweifeln. Aber auch das mag wieder Bundeslandabhängig sein.

    Den Frust kann ich durchaus nachvollziehen, das verwendete Vokabular ("asozial", "abscheulich", "hinterrücks ins Verderben" usw.) allerdings nicht. Wie gesagt: bei Übernahme einer A15-Stelle dann erst einmal kaum zur Verfügung zu stehen, ist schon speziell, selbst wenn die Stelle vorher nur kommissarisch besetzt war. Es kann natürlich - auch mit Blick auf das o.g. Vokabular sein - dass es zwischen euch bereits an anderer Stelle zwischenmenschlich nicht passt und daher jemand anderem der Vorzug gegeben wird. Das kann dann im Übrigen trotz gegebener fachlicher Eignung auch gerechtfertigt sein. Aber das können wir hier natürlich nicht einschätzen.

    Wenn man mich wirklich gewollt hätte, wäre ein halbes Jahr zusätzlich zu dann wahrscheinlich 20 Jahren in Ausführung der Aufgabe ein Witz.

    Das mag tatsächlich stimmen, heißt im Umkehrschluss aber andersherum auch nicht, dass man dich zwingend verhindern wollte. Das zeigt sich schon an der angedeuteten Suche nach Kompromissen, die aber scheinbar nicht in Frage kamen. "Rechtlich unhaltbar" sind jedenfalls solch orientierende Vorgespräche nicht.

    Das stimmt, aber individuelle Erfassung ersetzt keine rechtsverbindliche Umsetzung durch den Arbeitgeber. Ohne einheitliche Vorgaben bleibt die Arbeitszeiterfassung eine freiwillige Maßnahme ohne rechtliche Konsequenzen. Oder werden die errechneten Überstunden bei dir dann ausbezahlt?

    Auch eine zentrale Regelung zur Arbeitszeiterfassung führt noch nicht automatisch zur Anerkennung von Mehrarbeit. Diese müsste gezielt als solche angeordnet werden. Oder glaubst du ernsthaft, die Angabe einer Lehrkraft, sie habe diese Woche 2 Stunden länger für die Unterrichtsvorbereitung benötigt, löst auszahlungspflichtige Mehrarbeit aus?

    Es wird eher so sein, dass der Dienstherr die Dienstanweisung ausgeben wird, keine Mehrarbeit zu leisten und die vorgesehenen Aufgaben im zur Verfügung stehenden Zeitrahmen zu erledigen (inklusive unterrichtsfreier Zeit abgesehen vom Jahresurlaub) und Überstunden gerade nicht dulden wird (abgesehen vlt. von wenigen Ausnahmefällen).

    Diese Form mag es auch geben. Ich habe aber tatsächlich bereits 2x Konstellationen erlebt, in denen beide sich in (dann verschiedenen) Bereichen engagiert haben, die Absprache untereinander aber kaum stattfand. Das mag etwas mit gut dastehen wollen zu tun gehabt haben, war aber irritierend.

    Ich habe tatsächlich auch schon beides erlebt (als Lehrkraft und als Elternsprecher), das hängt stark von den beteiligten Personen ab, ob diese miteinander können, den aktiven Austausch suchen oder eher Einzelspieler sind.

    Bin immer mehr der Meinung, dass eine Schulleitung damit nicht durchkommen darf. Unabhängig von meiner Person und Ausbootung.

    Kannst du nochmal kurz beschreiben, was du damit meinst. Ich konnte deinem Beitrag #119 nur entnehmen, dass es Bauchschmerzen mit Antritt einer A15-Stelle gab, bei der man zeitgleich nur 1 Tag/Woche greifbar ist. Diese Bedenken wären zumindest nachvollziehbar. Ich vermute aber, dass da vorher mehr vorgefallen ist, wenn du von

    Überhaupt nicht wertschätzend und rechtlich unhaltbar, aber gibt Wichtigeres.

    schreibst.

    Ich muss schule17 zumindest in diesem Punkt zustimmen - der Ton hier ist rauer und unangenehmer geworden. Persönliche Angriffe, Beleidigungen, speziell arrogantes Verhalten gegenüber Neu-Usern (oder Usern, die man für Neu-User) hält.

    Offen gestanden gibt es das (nicht nur hier) im Forum schon wesentlich länger als nur in den letzten 3 Jahren und ist einerseits gerade dem geschuldet, dass in einem Forum weitgehend anonymisiert geschrieben wird und dabei auch durchaus schärfere Töne angeschlagen werden als man das im persönlichen Gespräch tun würde....andererseits werden sachliche Hinweise aber auch schnell als scharfer Ton fehlgedeutet, insbesondere wenn diese nicht der Erwartungshaltung entsprechen. Auch das mag an der unpersönlichen Kommunikation ohne nonverbale Signale liegen.

    Es gab hier auch vor Jahren bereits so scharfe Diskussionen mit persönlichen Angriffen, dass ich mir zwischenzeitlich auch mal eine mehrmonatige Auszeit genommen hatte. Gleichzeitig bin ich sehr froh um die wirklich super Moderationsarbeit hier im Forum, die immer wieder zielführend eingreift und die Teilnehmenden zur Einhaltung sinnvoller Diskussionsregeln aufruft. Herzlichen Dank dafür!

    Die KI hat mir da wirklich weiter geholfen. War übrigens auch emphatischer.
    Vielleicht denkt der Eine oder Andere darüber nach.

    Welche sachdienliche(re) Antwort hat dir denn ein Sprachmodell zur Problemstellung geliefert? Die sachlichen Antworten auf deine Frage waren hier alle zu finden. Diese bezogen sich sowohl auf den korrekten Ansprechpartner für deine Fragen vor Ort, das Zustandekommen der Halbjahresbewertung als auch auf die Zulässigkeit einer zusammenfassenden Zwischenbewertung trotz noch nicht zurückgegebener 2. Klassenarbeit.

    Was ich mich seit 3 Seiten frage, wieso so ein Fass über Halbjahresnoten aufgemacht wird. Die interessieren wirklich niemanden, besonders bei einer 3.

    Normalerweise sind die ziemlich egal, im 10. Jahrgang (Gesamtschule) bewerben sich nicht wenige der Schüler aber mit genau diesem Zeugnis bei den Ausbildungsbetrieben. Ein "befriedigend" ist da zwar keine Katastrophe, je nach Branche spielt die Mathe-Note aber durchaus eine Rolle bei der Auswahl. Ob das hier nun zutrifft, weiß ich natürlich nicht.

    Alle Ausgleichsaufgaben wurden mit 1/2 bewertet.

    Bist du dir da wirklich sicher? Meine Schüler erzählen ihren Eltern jedenfalls nicht alle ihre Teilnoten. Das gilt insbesondere für den Bereich der Sonstigen/Mündlichen Mitarbeit.

    Wenn dir natürlich wirklich alle Teilbewertungen vorliegen und diese wirklich alle "gut" und "sehr gut" waren, dann kann ich nachvollziehen, warum sich über ein "befriedigend" im Halbjahreszeugnis gewundert wird. Dabei kann aber eigentlich nur die Fachlehrkraft selbst aufklären und nicht wir hier im Forum.

    Verstehe ich nicht, sorry.

    Ok, kein Problem. Ich gehe kurz darauf ein:

    Dass sie die mündliche Mitarbeit durch schriftliche ersetzt - und schriftlich ist sie 1-2.

    Ein Nachteilsausgleich, der Teile der "mündlichen Mitarbeit" durch "schriftliche Mitarbeit" ersetzen lässt, zielt nicht auf die schriftlichen Klassenarbeiten als eigenständigen Leistungsbereich ab, sondern ersetzt innerhalb der "mündlichen Mitarbeit" Unterrichtsbeiträge u.ä. als Grundlage der Bewertung durch schriftliche Beiträge wie kurze Tests, Ausarbeitungen u.ä. Mich wundert daher schon, dass es keine solchen gegeben haben soll.

    Dabei ist mir aufgefallen, dass die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit von 11 Stunden gemäß § 5 Arbeitszeitgesetz nicht eingehalten werden kann und die wöchentliche Arbeitszeit überschritten wird. Da Lehrkräfte nach Dienstschluss nicht den Aufenthaltsort der Klasse verlassen dürfen, entstehen auch faktisch Bereitschaftszeiten.

    Dann liegt ein klassischer Planungsfehler bei der Konzeption der Fahrt vor. Allen Unkenrufen zum Trotz lassen sich Fahrten durchaus so planen, dass Ruhezeiten und die wöchentliche Maximalarbeitszeit eingehalten werden können. Eine Maßnahme hierfür kann das Bündeln mehrerer Klassen und die damit verbundene Rotationsmöglichkeit von Einsatzzeiten mehrerer Lehrkräfte sein. Damit haben wir tatsächlich ganz gute Erfahrungen gemacht.

    Zudem frage ich mich, warum es trotz klarer Urteile des EuGH (2019) und des BAG (2022) bisher keine verbindliche Umsetzung der Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte gibt. Wird dieses Recht irgendwo in Deutschland bereits von einer Lehrkraft eingeklagt? Wie seht ihr das?

    Keiner Lehrkraft ist es verboten, bereits jetzt eine eigene Arbeitszeiterfassung durchzuführen und daraus Maßnahmen zur Steuerung der eigenen Arbeitszeit abzuleiten. Es fehlt bislang schlicht ein zentral organisiertes Verfahren, an das sich alle zu halten haben.

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