Beiträge von Karl-Dieter

    Einfach bewerben. Wobei der DL mit A14Z ja eher an Gesamtschulen im Aufbau ist. Bisherige Erfahrungen sind nützlich dabei nicht zwangsläufig notwendig. Wichtig ist aber Rollenklarheit und der systemische Blick. Du bist dann halt in der Schulleitung auch mit der entsprechenden Verantwortung

    Ich verstehe nie die Hörigkeit der SL: die könnten sich doch über Wünsche der Bezreg hinwegsetzen.

    Also ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber Schulleitungen sind genauso an diverse Vorschriften gebunden, wie eine normale Lehrkraft. Du kannst dich ja auch nicht einfach über irgendwelche Vorschriften hinwegsetzen.


    Das hat nichts mit Hörigkeit zu tun. Wenn du ne Abiturklausur hast und du lässt die Schüler sechs Stunden schreiben und gibst noch ein paar Tipps, dann ist das schlichtweg nicht erlaubt und da wirft dir auch keiner vor, dass du "Hörig" bist.

    Ja, aber werde ich nahtlos weiter verbeamtet? Was passiert mit meiner bisherigen Pension?


    Du bist ja etwas wortkarg mit Informationen um deine Situation beurteilen zu können.


    Ich habe jetzt einmal für dich gegoogelt, nach Quereinstieg Hessen:


    https://kultus.hessen.de/schuldienst/ei…nst/grundschule

    Ich fasse dir das zusammen:

    Erstmal brauchst du schon eine Qualifikation, aus dem eins der Unterrichtsfächer abgeleitet werden kann. Hast du das, kannst du den Quereinstieg starten, wirst aber nicht verbeamtet, erst nach Abschluss der dreieinhalbjährigen Qualifikationsmaßnahme, sofern die Voraussetzungen vorliegen

    Das darf echt nicht sein. Wir brauchen dringend eine andere Gesetzgebung und Vollstreckung.

    Hier hat die Schule aber schon falsch gehandelt. Eine Attestpflicht bei unentschuldigten Fehlstunden bringt gar nichts und ist z.B. in der BR Münster nicht gestattet.

    Hier hätte längst ein Bußgeldverfahren und parallel die Zuführung laufen müssen. Wobei da die Städte sehr unterschiedlich sind. Ich hatte im Mai eine Zuführung veranlasst, die wird jetzt am Dienstag (wir haben Januar) durchgeführt.

    Welche Rückfragen hat man denn, wenn in einer Mail steht, wer wie lange fehlt?

    Wenn die Kollegen das reinschreiben - okay. Ich kann dir nur sagen, dass Kollegen die wildesten Mails schreiben.

    In die Mail schreibt man, bis wann man voraussichtlich fehlt. Alles andere regelt die Schule.

    Und beispielsweise Elterntermine, externe Besuche oder ähnliches soll die Schule erraten, wenn man da vorher nichts mitgeteilt hat? Ach nein, sorry. Die Frage nach eventuellen anstehenden Elterngespräche oder was auch immer könnte ja Druck ausüben.

    Die Frage "oder sollen wir das regeln?" erzeugt denselben Druck, wie "hast du Vertretungsmaterial, oder soll ich dem Vertretenden sagen, dass er das selbst regeln soll?"

    Ich habe hier nicht ohne Grund von der Co-Klassenleitung geschrieben, die zumindest an meiner Schulform in der Regel sehr eng zusammenarbeiten.

    Und wenn die Frage "Druck ausübt", dann sollte man vielleicht mal einen VHS-Kurs zum Selbstbewusstsein stärken belegen. Es sind hier immer noch alles Erwachsene, irgendwo muss man auch mal telefonieren können. Übrigens ist in weiten Teilen der auch hier so hochgelobten freien Wirtschaft ein Telefonanruf zur Krankmeldung gängig.

    Das mag wieder einmal vom Bundesland abhängen, aber woher nimmst du das? Gerade die Aktenführung gehört zu den typischen Aufgaben im Sekretariat und diese sind gerade nicht nur an die SL gebunden.

    In NRW:


    Zitat

    4) Die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer, im Kurssystem der gymnasialen Oberstufe die Jahrgangsstufenleitung (die Beratungslehrerin oder der Beratungslehrer), sorgt für die Aktualität des Schülerstammblattes und erledigt die damit zusammenhängenden Aufgaben.

    https://bass.schule.nrw/101.htm


    Wobei hier geht es konkret nur um das Schülerstammblatt, aber man kann hier nicht sagen, das ist nur Aufgabe des Sekretariats.

    Die Krankmeldung per E-Mail hat auch den Vorteil, dass sie früher als der Telefondienst da ist, erfolgen kann. Das Erstellen des Vertretungsplans für den jeweiligen Tag wird so erheblich erleichtert, weil man eben nicht auf Zuruf, gerade während einer Krankheitswelle, am Telefon sein kann UND gleichzeitig in Untis arbeiten muss. Die Vorlaufzeit für den Plan ist dadurch so kurz, dass die Person, die das in dem Moment übernehmen darf, wirklich Stress bekommt.

    In der telefonischen Krankmeldung sehe ich keinen Mehrwert außer einer möglichen Kontrollfunktion - und sei es nur dadurch, dass die Hemmschwelle des Krankmeldens wegen des dann bestehenden möglichen Rechtfertigungsdrucks erhöht wird.


    Sehe ich hier absolut anders. Ich habe das Telefon neben dem PC stehen, man kann hier problemlos einen Anruf entgegennehmen und parallel in Untis arbeiten. Das sollte man schon können, sorry. Und eine kurze Vorlaufzeit entsteht ja unabhängig von dem Medium, wie die Krankmeldung eingeht. Ob Elfriede sich jetzt um 07:39 per Mail oder per Telefon krankmeldet, macht keinen Unterschied.

    Der wichtigste Vorteil für mich ist aber: Am Telefon habe ich die Möglichkeit Rückfragen zu stellen - das ist per E-Mail, zwar auch möglich, aber nur zeitverzögert. Mir geht es nicht um Rückfragen nach Art der Krankheit oder nach irgendwelchem Vertretungsmaterial, sondern um organisatorische Sachen wie "Alles klar, du kannst an der Exkursion nicht teilnehmen. Weiß deine Co-Klassenlehrerin Bescheid, dass sie einspringen sollte oder sollen wir das regeln?" oder auch "Wie lange meldet du dich krank?" etc pp.

    Dinge wie das kurze Schwätzchen auf dem Gang, im Büro und all die Reibungsverluste, die in Behörden und Unternehmen (im Verwaltungsbereich) entstehen, dann die effektiv genutzte Arbeitszeit verringern.

    Dass das "kurze Schwätzchen" im Gang, was von Homeofficebefürwortern gerne "Verringerung der effektiv genutzten Arbeitszeit" genannt wird, sie tatsächlich verringert, möchte ich gerne mal belegt haben.

    Einerseits wird hier der soziale Faktor völlig unterschätzt, das "kurze Schwätzchen" im Gang wird eben auch häufig für dienstliche Probleme genutzt oder alternativ man baut eine gute kollegiale Bindung zu dem Kollegen auf und andere Probleme oder eine ggf. anstehende Zusammenarbeit läuft dann besser.

    Andererseits wird das "kurze Spülmaschine ausräumen" oder "kurze Rasen mähen" oder "eben Wäsche bügeln" nicht erwähnt, was genauso Ablenkungsfaktoren im Homeoffice sind.

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