Beiträge von Moebius

    PS: Ich wünsche jedem, dass er mindestens hin und wieder Spaß und Freude an seinem Beruf hat.

    Ganz primär einen sehr emotionalen Blick auf die eigene Berufstätigkeit zu haben, ist aber schon ein Phänomen, das im Lehramt oder anderen sozialen Berufen sehr viel häufiger vorkommt, als anderswo. Und das kann durchaus problematisch sein, zum einen weil problematische Strukturen erst dadurch ermöglicht werden, dass Beschäftigte aus emotionalen Gründen Dinge mitmachen, die sie eigentlich besser nicht mitmachen sollten (zum Beispiel Schwimmunterricht unter eigentlich nicht sicheren Umständen, um nur mal ein Beispiel zu nennen), zum anderen auch weil es ein erhöhtes Risiko für berufsbedingte psychische Erkrankungen darstellt. Wer zu sehr für seinen Beruf brennt, brennt oft irgendwann aus.

    Das nennt man nach meinem Verständnis "Positivkorrektur". Man schreibt hin, was falsch ist und wie es hätte richtig sein sollen. Korrekte Lösungen kommentiere ich natürlich nicht, wozu auch, wenn es ja korrekt ist.

    Zumindest im Abitur zählt das bei uns nicht als Positivkorrektur. Dort ist ausdrücklich vorgeschrieben, dass sich die Note aus den Randkommentaren ergeben soll und bei zB einer sehr guten Leistung auch entsprechend positive Randkommentare deutlich überwiegen sollen.

    In Physik bedeutet das bei mir, dass ein S mit 15 Punkten sicher mindestens 20 Kommentare der Form "Gelungene Auswertung der Messreihe" oder "Lena leitet die gegebene Formel erfolgreich her" am Rand hat. Ich Bilanziere im Prinzip zu jedem Operator mit mindestens einem kurzen Satz, egal ob richtig oder falsch.

    In normalen Klausuren fällt das deutlich reduzierter aus, geht aber in die gleiche Richtung.

    Grundsätzlich finde ich diese Form der Korrektur auch nicht besonders aufwändig, lästig finde ich eher, dass wir zusätzlich ca. eine Seite Gutachten schreiben müssen, was bei mir dann - schon aus Konsistenzgründen - bedeutet, dass ich im Grunde alle Randkommentare noch mal im Fließtext wiederhole. Soweit ich weiß gibt es dieses Gutachten in NRW nicht, da sind dann die Randkommentare schon notwendig.

    Ich vermisse manchmal einfach Lösungsvorschläge.

    Der einfache Lösungsvorschlag wäre hier gewesen, dass der Verantwortliche einräumt, einen Schnellschuss getätigt zu haben und diesen korrigiert statt ihn mit Gewalt durchzuziehen. Er hat sich für letzteres entschieden und das Ergebnis war erwartbar. Man kann nicht ernsthaft es als realistische Kompromissbereitschaft verkaufen, dass KuK gebuchte Flüge stornieren und ein paar tausend Euro selber tragen sollen, damit man kurzfristig am Wochenenden zwischen Ende der Unterrichtszeit und Beginn der Ferien noch eine ganztägige Arbeitstagung einschieben kann um Konzepte zu erarbeiten, die man auch jederzeit anders erarbeiten kann.

    Professionelles Handeln muss im oberen Bereich der Hierarchie vorgelebt werden, sonst darf man sich nicht beschweren, dass es am unteren Ende der Weisungskette an Diensteifer mangelt.

    Grundsätzlich liegt es erst mal in der Kompetenz des Amtsarztes im Einzelfall bestimmte Nachweise einzufordern. Die Kosten müsste dann meines Erachtens der Dienstherr komplett übernehmen, ganz sicher weiß ich das aber nicht. Ich würde die Rechnung zunächst an die Beihilfe weiterleiten und mit einer Kopie des Schreibens des Amtsarztes erklären, dass die Untersuchung auf dessen Anforderung geschehen ist und du daher eine vollständige Kostenübernahme beantragst.

    Dienstunfähig wirst du durch den Befund auf keinen Fall werden, im schlimmsten Fall wird der Amtsarzt das Risiko einer zukünftigen Dienstunfähigkeit als deutlich erhöht einschätzen und du wirst nicht verbeamtet sondern als Angestellter eingestellt. Darüber würde ich mir aber jetzt noch nicht den Kopf zerbrechen, ungelegte Eier.

    Eine Ultraschalluntersuchung ist im übrigen eigentlich eine Kleinigkeit, bei der allgemeinen Vorsorgeuntersuchung wird die für einige inneren Organe routinemäßig beim Hausarzt gemacht und dauert bei mir weniger als eine Minute. Da würde ich bei deinem Hausarzt einfach nochmal auf die Situation hinweisen und darum bitten, dich kurz irgendwo dazwischen zu schieben.

    Du kannst dich also über Jahre und mit Unterstützung deiner Kolleg:innen und mit Fortbildungen nicht fachlich in ein weiteres Fach NaWi-Fach einarbeiten, weil/obwohl du es in Klasse 5-8 in einem NaWi-Profil unterrichten sollst,

    unterstellst den Kolleg:innen in der Grundschule aber „Bequemlichkeit“, wenn sie KL-U befürworten, weil du der Meinung bist, sie wollten nur wenige Schüler:innen unterrichten.

    Ich habe meine Fächer 5 Jahre lang Vollzeit Studiert, natürlich kann ich mich zu meiner Berufstätigkeit jetzt nicht mal eben so nebenbei in ein weiteres Fach einarbeiten und dabei auch nur im Ansatz die fachliche Tiefe erreichen, wie in meinen studierten Fächern. Grunsschullehrkräfte können das selbstverständlich auch nicht, da brauchen wir nicht ernsthaft drüber zu diskutieren.

    Witzig, gerade in Mathematik scheint der Einfluss des "teacher subject matter knowledge" auf den Lernerfolg laut Studienlage geringer und liegt deutlich unter dem Schwellenwert für sichtbares Lernen, der laut Hattie bei d=0.40 liegt: https://www.visiblelearningmetax.com/influences/vie…atter_knowledge

    Die Wahrhnehmung mancher scheint also eher eine Fehlvorstellung bzw. Scheinkorrelation zu sein.

    Wenn es eine Erkenntnis aus Hattie gibt, dann dass die Lehrperson einen größeren Unterschied macht, als praktisch alles, was wir an Methodik oder Organisation von Rahmenbedingungen machen. Ein Großteil der Items mit hoher Effektstärke betreffen Lehrpersonen, die für "Teacher Qualifikation" liegt zB schon mal bei 0.39.

    Auch wenn ich fachliche Grundlagen unterrichte, möchte ich wissen und verstanden haben, wo es damit später hingehen soll.

    Die besten Sek I Schüler*innen habe ich von einer Lehrperson bekommen, die im Aargau 30 Jahre lang alle drei Naturwissenschaften, Mathe und Sport unterrichtet hat.

    Und wenn so ein Beispiel von jemand anderem kommen würde, wärst du die erste, die mit "anekdotische Evidenz" antworten würde, genau so, wie du darauf hinweisen würdest, dass die Tatsache, dass eine Ausbildung in einzelnen Fällen schlecht ist, nichts damit zu tun hat, ob diese Ausbildung generell notwendig ist oder nicht.

    Ich habe ganz bewusst von einer durchschnittlichen Lehrperson gesprochen. An keiner Stelle in diesem Thread habe ich behauptet, dass es nicht einzelne nicht fachlich ausgebildete Lehrkräfte geben würde, die ihren Job sehr gut machen. Es geht um den Unterschied in der mittleren Unterrichtsqualität zwischen fachlich ausgebildeten und nicht ausgebildeten Lehrkräften und der ist für mich in meinen Fächern erheblich und das sowohl in Mathe Klasse 4 als auch in Physik Klasse 8. (Und auch das heißt nicht, dass das in andere Fächern nicht so ist, nur da kann ich es nicht beurteilen.)

    An anderer Stelle kämpfen wir immer wieder darum, dass wir grundständig ausgebildete Lehrkräfte im Grundschulbereich brauchen und dass das nicht einfach jeder kann. An dieser Stelle seit ihr plötzlich bereit, das einfach aufzuweichen???

    An vielen Stellen im Schulsystem wird leider ohne die notwendige Qualifikation gearbeitet, nicht nur oft beim Matheunterricht in der Grundschule, auch bei manchen Formen des Quereinstiegs oder - in Niedersachsen derzeit aktuelles Thema - wenn Biologie, Chemie und Physik in 5-8 zusammengefasst als "Naturwissenschaften" unterrichtet werden soll.

    Ich mag die Sache mit den Blumen und Bienen so grob verstanden haben, trotzdem wäre es definitiv eine qualitative Verschlechterung, wenn ich das auf einmal SuS beibringen soll, und nicht ein durchschnittlicher aber vernünftig ausgebildeter Biologielehrer. Und mir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn ich das auch so sage statt so zu tun als wäre eine fachliche Ausbildung eigentlich überflüssig, wenn man irgendwie eine didaktische Ausbildung hat und sich ein bisschen einarbeitet.

    Aus Sek I/II-Sicht muss ich leider zustimmen, dass man ein Quadrat nicht sinnvoll definieren (und im Unterricht einführen) kann, wenn Winkel völlig außen vorgelassen werden. Das führt leider zu Fehlvorstellungen, siehe die Verweise auf Rauten. Dann ist es tatsächlich besser, wenn "nur" Vierecke behandelt werden und die speziellen Vierecke erst dann folgen, sobald Parallelität und Winkel eingeführt werden.

    Mir würden durchaus didaktische Reduktion einfallen, die den Namen auch verdienen, man könnte zum Beispiel die Orthogonalität durch eine Knick-Vorschrift ersetzen.

    Das ist dann etwas, was man sicher mit starken Schülern mal diskutieren kann, aber für schwächere halte ich es in der Grundschule auch einfach für überflüssig, eine dann falsche Definition von Quadrat zu verwenden, weil man ganz einfach eine intuitive Vorstellung von Ähnlichkeit nutzen kann:

    Das hier ist ein Quadrat, alles, was du vergrößern oder verkleinern kannst, so dass es dann genau die gleiche Form hat, ist ebenfalls ein Quadrat.

    Achso, naja, wenn du meinst, dass Mathematik-Anfangsunterricht nur aus einem Einzelkurs bestand nun gut. Und nein, auch mein Mathe-Studium war nicht nur ein Einzelkurs und genau dort haben wir genau dies, was dir auch der Frisch die ganze Zeit schon versucht zu erklären, gelernt und das eben an verschiedenen Unis.
    Aber vermutlich haben die einfach alle keine Ahnung. :autsch:

    Dann würde ich empfehlen, dass du nicht zwanghaft versuchst, Beiträge auf dich zu beziehen, wenn die Bedingungen, die ich ja ausdrücklich geschildert habe, nicht auf dich zu treffen sollten.

    Tja, nur das das, was ihr für unqualifizierten Mathe-Unterricht haltet, genau das ist, was man im Grundschulstudium lernt. Nur das euch das nicht gefällt.

    Es geht hier explizit um diejenigen, die es eben nicht gelernt haben und nein, mit einem Einzelkurs "Anfangsunterricht" oder einer allgemeinen didaktischen Grunschulausbildung hat man das Fachliche eben nicht auf den nötigen Niveau verstanden und gute Grundlagen in Klasse 3/4 für die weiterführenden Schulen sicher legen zu können. Und es geht auch bei mir nicht darum, was mir gefällt, sondern um die Frage, wie Unterricht für einen möglichst erfolgreichen schulischen Werdegang organisiert werden sollte.

    Ihr habt Probleme geschildert, die ihr im Unterricht habt.

    Ihr erklärt daraufhin die Lehrkraft für unqualifiziert.

    Ich erkläre niemanden für unqualifiziert, man ist per Definition unqualifiziert, wenn man etwas macht, für das man die eigentliche fachliche Qualifikation nicht durch eine Ausbildung erworben hat. Viele Lehrkräfte, die in der Grundschule Mathematik unterrichten, sind ganz objektiv unqualifiziert.

    Man kann Quadrate von mir aus gerne beispielhaft oder haptisch in Klasse 1 und 2 einführen. In dem Moment, wenn mir Grundvoraussetzungen für eine fachliche saubere Definition fehlen, mache ich keine Definition, bevor ich eine falsche mache, die Fehlvorstellungen verfestigt. Und wer versucht das als didaktische Reduktion zu verkaufen, hat nicht verstanden, was eine didaktische Reduktion ist, denn die muss gerade so gewählt werden, dass dadurch keine Fehlvorstellungen verankert werden. (Eine didaktische Reduktion wäre es in diesem Kontext, auf den Begriff der Orthogonalität zu verzichten und stattdessen einen altersgerechten Ersatz dafür zu finden.)

    Ich habe aus der Sicht eines SEK1 Lehrers Probleme geschildert, die in der SEK1 auftauchen, wenn der Matheunterricht in der Primarstufe fachlich nicht ordentlich war. Die anderen Teilnehmer aus der SEK1 bestätigen genau diese Probleme und auch die Beobachtung, dass sie ganz massiv da auftauchen, wo Matheunterrich durch fachlich nicht ausgebildete Lehrpersonen erteilt wird. Man kann als Primarlehrkraft von mir aus sagen, wir machen trotzdem noch Klassenlehrerprinzip, weil andere Dinge für uns eine höhere Priorität haben.

    Es entbehrt allerdings nicht einer gewissen Ironie, wenn jetzt ausgerechnet die Forenmitglieder, die in jedem Grundschulthema andere Lehrkräfte ermahnen, die Erfahrungen der Grundschullehrkräfte doch bitte nicht in Frage zu stellen, weil man ja selber keine Erfahrung in der Grundschule habe, jetzt hier den SEK1 Lehrkräften erklären wollen dass die Probleme nicht existieren, nicht so schlimm sind oder nicht die angeführten Ursachen haben, obwohl sie keine Erfahrung damit haben, und ausgebildeten Mathematiklehrkräften erklären wollen, wie mathematische Modell- und Begriffsbildung funktioniert, obwohl ihnen offensichtlich die fachliche Qualifikation fehlt.

    Bzgl. Mathe: Ich glaube sogar, dass es hilfreich ist, wenn man als Mathelehrer selber nicht der beste (Oberstufen-)Schüler in Mathe war. Denn dann verfällt man nicht so leicht ins "Mathe ist ja ein Kinderspiel'-Denken.

    Niemand der in Mathe gut war und es dann anschließend vollumfänglich an der Uni studiert hat glaubt, dass Mathe ein Kinderspiel ist.

    Ich habe aus der Sicht einer Lehrkraft an der weiterführenden Schule argumentiert und darauf hingewiesen, dass wir hier sehr deutlich die Probleme sehen, die durch Unterricht von fachlich unqualifizierten Lehrkräften verursacht werden.

    Und doch, den Unterricht kann man sich da durchaus bequem machen, er besteht dann in der Regel daraus, dass ein neues Rechenverfahren einmal leidlich an der Tafel vorgemacht wird und dann gibt es die nächsten 4 Wochen "Lerntheke", bei der die SuS einfach mit Kopien zugeschmissen werden. Gerade wenn man fachlichen Rückfragen der SuS nicht gewachsen ist, kann man das Credo des "schülerzentrierten Unterrichtes" auch sehr schön nutzen, um sich aus seiner Verantwortung als Lehrkraft zurückzuziehen. Das habe ich durchaus schon selber so erlebt und kriege bei den SuS mit Problemen auch entsprechende Rückmeldungen von den Eltern.

    Aus Sicht einer Lehrkraft am Gymnasium und mit einem Problem, das in Niedersachsen besonders auftritt:

    Ich finde das Fachlehrerprinzip hier nicht gut und in Mathematik treten die sich daraus ergebenden Probleme oft besonders deutlich vor.

    In Niedersachsen werden Grundschullehrkräfte nicht zwingend voll in den zentralen Fächern ausgebildet sondern wählen 2 oder 3 Fächer, wie auch Lehrkräfte in weiterführenden Schulen. Der Großteil der Studenten studiert dann mit den Fächern Deutsch und Sachunterricht, weil die den Ruf haben, am leichtesten zu sein. In Mathe muss man dann lediglich eine Veranstaltung "Anfangsunterricht Mathematik" besuchen, meines Wissens 6 SWS. Im Ergebnis landen viele Lehrkräfte in den Grundschulen, die als Schüler selber in Mathematik schlecht waren und dann darin auch praktisch nicht ausgebildet wurden. Und wenn Schüler 4 Jahre lang von einer solchen Lehrkraft Mathematikunterricht hatten merkt man das.

    Um Mathematik zu unterrichten, benötigt man ein grundsätzlichen Verständnis vom Fach und eine Ahnung davon, wie es in den weiterführenden Schulen weiter geht und welche Modellvorstellungen tragfähig sind. Wir arbeiten sehr eng mit einigen Grundschulen zusammen und tauschen uns regelmäßig aus, das Problem wird dort regelmäßig angesprochen und stößt in den Grundschulen oft auf Unverständnis und Unwillen ("Das bisschen Plus, Minus, Mal und Geteilt, kriege ich ja wohl noch hin").

    Mein Eindruck ist, dass das Klassenlehrerprinzip zumindest in Klasse 3 und 4 eher der Bequemlichkeit der Lehrkräfte dient, weil es natürlich sehr viel einfacher ist, nur sehr wenige SuS zu unterrichten. Zumindest Deutsch, Mathematik und Englisch sollten von Lehrkräften unterrichtet werden, die dafür auch vollumfänglich ausgebildet worden sind. Wir reden dann davon, dass SuS in Klasse 3 und 4 im "schlimmsten" Fall 3 verschiedene Lehrkräfte haben. Ab Klasse 5 haben sie bei uns 8-10 verschiedene Lehrkräfte, und das ohne Probleme. Dass 3 Lehrkräfte in Klasse 3/4 da schlecht sein sollen, halte ich für vorgeschoben.

    Innovation findet durchaus hier statt, nur das Geld wird dann oft anderswo damit verdient.

    Das weltweit führende Design für Hochtechnologie-Chips kommt in der Regel aus England (ARM), die Maschinen, mit denen High-End-Chips produziert werden, kommen aus den Niederlande und Deutschland (ASLM/Zeiss).

    Die Chips selber werden dann aber in Asien produziert, oft von US-Unternehmen.

    Es gibt ganz offensichtlich eine große Bandbreite.

    Etwas amüsant finde ich, wie viele Lehrkräfte hier offensichtlich in hohem Maße emotional involviert sind, in der Frage, wie die Abiturienten feiern. Ist ja nicht das erste mal, dass dass Thema aufkommt und sich hier Leute darüber Gedanken machen, ob durch die Preisgestaltung Personenkreise ausgeschlossen werden, etc.

    Das Abitur wird immer noch gerne als "Reifezeugnis" verkauft. Sollen die jungen Erwachsenen feiern, wie sie wollen, die Sorgen um Teilnahme für alle und was der passende Rahmen ist, haben sich die Betroffenen hoffentlich selber gemacht. Wenn das nicht der Fall ist, könnte man mal selbstkritisch darüber nachdenken, ob man als Schule die richtigen Werte vermittelt hat.

    Ansonsten muss man auch einfach mal loslassen können.

    Letztlich sucht sich jeder von uns, die Blase schon selber aus, in der er sich befindet. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der als Linker bewusst die Welt oder als konservativer bewusst die TAZ abonniert hätte, um sich mal ganz bewusst und unvoreingenommen mit anderen Standpunkten auseinander zu setzen.

    Die Empfehlungen sind nicht grundsätzlich nicht zu beanstanden, natürlich ist die pädagogische Aufgabe einer Lehrkraft erst mal Deeskalation und ggf. Selbstschutz.

    Ob ich irgendetwas zur Anzeige bringe, entscheide ich schon selber, da brauche ich nicht den Segen des Dienstherrn.

    Wenn dort was beschlossen wurde, muss das Teil nochmal durchgeführt werden. Andernfalls, sollte es zB Notengebung/prüfungsrelevante Sachen sein, hab ich spätestens ab dem Punkt wo ein Schüler gegen vorgeht ein Problem.

    Ein nicht ordnungsgemäßer Beschluss muss aktiv angefochten werden, wenn man ihn aus der Welt haben möchte, dafür gibt es ein definiertes Vorgehen und Fristen. Wenn die abgelaufen sind, ist der Beschluss rechtskräftig, auch wenn er fehlerhaft zustande gekommen ist.

    Die Furcht, dass irgendwann in 10 Jahren mal ein Elternteil die Mathenote anfechtet, weil zu der Konferenz, auf der der Beschluss gefasst wurde, nicht ordnungsgemäß geladen wurde, ist unbegründet.

    Umgekehrt darf man sich als Betroffener auch nicht zurücklehnen und abwarten, wenn etwas beschlossen wurde, was einem nicht passt, weil man meint, die Konferenz wäre eh nicht ordnungsgemäß gelaufen, man muss das schon aktiv monieren.

    Auch Biden ist von seinen Ärzten auch dann noch ein hervorragender Gesundheitszustand bescheinigt worden, als er schon mit Toten gesprochen hat.

    Ich sehe Trump noch nicht die ganze Legislaturperiode durchhalten, aber im Augenblick hat er den Job nunmal. Und wenn er wirklich anfängt, geistig abzubauen, wird das Politische geschehen vermutlich erst mal sehr viel schlimmer, als es jetzt ist, denn er ist ganz sicher nicht der Typ für "ich sehe ein, dass ich besser zurücktreten sollte".

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