Beiträge von Kiggie

    Es ist sehr schwer am BK ohne praktische Erfahrung. Ich war bis gerade auch der Überzeugung, dass es überhaupt nicht möglich ist. Bisher dachte ich, eine Berufsausbildung oder wenigstens 12 Monate Praktikum in dem jeweiligen Berufsfeld, zusätzlich zum Studium, sind Einstellungsvoraussetzung.

    12 Monate Berufspraktische Erfahrung ist nicht zwingend im Berufsfeld.
    Abgesehen davon ich habe Chemie und Elektrotechnik studiert auf BK, sollte ich dann 2x 12 Monate machen?
    Ich habe eine dreijährige abgeschlossene Ausbildung, aber eben im Berufsfeld Chemie.

    Also ja, es ist Voraussetzung, aber die fachpraktische Tätigkeit kann auch in verschiedenen/anderen Bereichen sein.


    Ansonsten erkennt jeder Azubi spätestens Ende August, dass du vom echten Job keine Ahnung hast. Dann bleibst du der Theoriefutzi, der nicht weiß wie es richtig geht.

    Das würde ich aus Erfahrung so nicht stehen lassen.
    Es ist die Frage, wie man damit umgeht. Ich verkaufe es noch heute so - ihr habt Ahnung von der Praxis, ich von der Theorie, lasst uns gemeinsam voneinander lernen. Ich weiß, wie die Prüfung aufgebaut ist und will euch da durch bringen.

    Wichtig ist, sich nicht vorne als allwissend hinzustellen!

    Und die Schüler freuen sich, wenn sie der Lehrkraft was erklären können. Ich praktiziere das durchweg so und bin damit noch nie schlecht gefahren.

    Weiß gerade einfach nicht, wie ich das Referendariat bzw. auch das weitere Lehrerdasein in diesem Fach schaffen soll, wenn mir die Praxiserfahrung fehlt. Vielleicht gibt es ja ein paar unter euch, die mir von ihren Erfahrungen berichten können.

    Hallo, ich fühle stark mit dir. Kam auch nur mit meinem Wissen aus der Uni (was für die Praxis nichts brachte und theoretisch nur Ingenieurwissen war) und habe auch sehr gekämpft.

    Meine Tipps:

    Such dir gute Fachlehrer/innen. Bau selbst eine Anlage auf. Wir haben Werkstattlehrer und ich habe da viel gelernt.

    Schau, dass du eher passende Lernfelder bekommst, sprich die Problematik an. Am Ende habe ich viel Steuerungstechnik gemacht oder absolute Grundlagen. Gerade Steuerungstechnik ist fürs Ref auch sehr dankbar. Auch hier hatte ich nette Kollegen, die mir dazu angeraten haben.

    Installationen habe ich nicht machen müssen. Würde aber dann durchaus ggf. auch nen Praktikum in einem Betrieb empfehlen.
    Ich habe das über Schule und privaten Raum abdecken können. War aber auch schon dabei mir nen Handwerksbetrieb zu suchen.


    Viel Erfolg weiterhin!

    Aber es ist deutlich komplizierter und zu manchen Zeiten gar nicht möglich.

    Dem widerspreche ich ja nicht.

    Aber bei mir ist gerade Bahnsperrung wegen Generalsanierung und ich schaffe es trotzdem zur Arbeit zu kommen. Auch ohne Auto.
    Wollte nur von der Pauschalität weg.

    Es ist für die meisten nicht vorstellbar ist ungleich es ist nicht möglich ohne Führerschein auf dem Land.

    Ich kann aus medizinischen Gründen keinen Führerschein machen und "Landleben" hieße für mich, dass ich andauernd darauf angewiesen wäre, von anderen Menschen gefahren zu werden.

    Das finde ich etwas kurz gedacht. Ohne die medizinischen Gründe zu kennen, aber gerade auf dem Land sieht man sehr viele mit Fahrrädern (E-Bike, auch dreirädrig). Oder eben Busse oder eine gute Gemeinschaft und Mitfahrbänke. Also pauschal - Land - ohne Auto geht nicht, finde ich nicht richtig. Gibt ja auch Land und Land.


    Ich habe auch den Eindruck, dass vor der Einstellung nicht ausreichend gewarnt wurde, dass man an einer entsprechenden Schule lebenslänglich bleiben muss.

    Das ist schon etwas naiv. Ich wusste das vor meiner Verbeamtung, denn ich habe mich damit auseinander gesetzt. Man ließt sich ja auch einen Arbeitsvertrag vorher durch. Hier gelten eben die Regeln des Beamtentums, auch diese sind einsehbar und transparent.
    Ich kenne durchaus Menschen, die deswegen zunächst als Angestellte arbeiten wollten.


    Was muss man also überlegen?

    Ich würde noch ergänzen - je nach Alter und Lage an den Schulen, kann man sich natürlich auch aus dem Beamtentum entlassen lassen und dann eine Stelle neu annehmen. Bedingungen hängen vom Bundesland ab, aber das kann man natürlich auch prüfen.

    Wenn es sowieso keine Beförderung gibt bzw nur für Tätigkeiten, die einen erheblichen zusätzlichen zeitlichen Aufwand erfordern (Erasmus Koordination, Leitung der Lehrbuchsammlung etc.): warum sollte man dann als 13er einen Handschlag mehr tun als nötig und insofern seine Freizeit gratis opfern?

    Also in NRW gibt es auch noch Entlastungsstunden. Und die rechnen sich manchmal auch mehr als Beförderungen.

    Ist problemlos möglich,

    Theoretisch vielleicht, praktisch ist die Frage, ob es da so viele Stellen gibt.

    Wegen gymnasialer Oberstufe ist eher Gesellschaftslehre mit Geschichte interessant. Wirtschaftslehre/WiPo haben wir viele mit Zweitfach.

    ich studiere aktuell im Bachelor Lehramt für Gymnasium/Gesamtschule mit den Fächern Deutsch und Sozialwissenschaften (in NRW) und befinde mich am Ende meines Studiums.

    Da wäre jetzt der passende Zeitpunkt über ein Drittfach nachzudenken.

    Oder eben ein anderes zweites Fach nachzustudieren. Damit steigen deine Chancen dann sicherlich.


    Ist das grundsätzlich möglich – eventuell mit Auflagen oder Zusatzqualifikationen?

    Nach abgeschlossenem Ref kannst du dich grundsätzlich frei bewerben, wir haben viele Gym/Ges Absolventen und die meisten sind glücklich am BK. Auflagen gibt es keine.
    Zusatzqualifikationen kann es geben, gerade wenn dein Fachprofil nicht so passt. Manche Stellen sind auch so ausgeschrieben, dass man dann eine bestimmte Qualifikationserweiterung machen soll im Rahmen der Stelle.

    Ergibt es mehr Sinn, im Winter in den Vorbereitungsdienst zu gehen (ich wäre dann frisch 22), mich nach dessen Abschluss um eine Stelle zu bewerben und falls das nicht gelingt ein drittes Fach anzuhängen, oder sollte ich direkt ein Drittfach studieren und dann erst 2029 (dann bin ich frisch 24) in das Referendariat starten?

    Selbst mit 24 bist du noch echt jung und du hast viele Arbeitsjahr vor dir. Würde dir daher definitiv auch eher dazu raten nun noch ein Drittfach zu studieren und ggf. auch hier und da noch Erfahrung zu sammeln. Vielleicht auch noch ein Praktikum oder ein Job an anderen Stellen oder Reisen.
    Wenn du einmal im Lehrberuf drin bist, geht es nicht mehr so leicht raus.

    Ich verstehe es schon mit der Unterscheidung (Beamte*r / nicht), aber irgendwie ergibt es für mich keinen Sinn, dass etwas, was für den einen gesundheitsfördernd sein kann, für den anderen verboten ist.

    Gesundheitsfördernd ist zum Beispiel laufen für für beide, aber muss ich deswegen an einem Marathon teilnehmen, der im Fernsehen übertragen wird? Oder reicht es wenn ich daheim in den Wald gehe?

    Ähnlich ist es bei den anderen Fällen, daher vielleicht die Unterscheidung.
    Die liegt aber eben vor allem auch im Beamtensystem und der Art der zu Grunde liegenden Alimentierung.

    Bei der Kappe/ Mütze geht es mir um folgendes: air pods werden versteckt, der Schirm (auch die Mütze) gerne über die Augen gezogen und mit offenen Augen geschlafen, das Spicken fällt leichter etc.

    Da hatten wir bei Kopftüchern hier und da Fälle. Bei begründetem Verdacht schaue ich halt genauer hin.

    Wenn jemand schlafen will und dafür nicht stört - kann ich mir die passende Note hinschreiben oder vielleicht ein Gespräch führen und pädagogisch einwirken oder Hilfe anbieten.

    Ich habe demnächst eine kleine OP am Kopf und bin froh, wenn ich dann eine Kappe aufziehen kann, jenachdem wie das dann aussieht und ich Fragen vermeiden will.

    Ich wette eine Pausenaufsicht, dass keiner von euch jemals im Schulort übernachten würde, um morgens als erster da zu sein.

    Ich habe mir schon ein Hotel am Schulort genommen. Nachmittags Sturm und ich war unsicher noch heim zu kommen mit Bahn+Rad und gleiches wäre am nächsten Tag früh hin gewesen.

    Nehme mir auch ein Hotel (oder suche eine Schlafmöglichkeit), wenn ich am nächsten Tag sehr früh da sein musste, zweimal wegen Klassenfahrt, einmal wegen UPP. Da will ich mich nicht auf die Bahn verlassen müssen.

    Dir ist klar, dass du gerade 5 Jahre Studium abwertest und dir die Ersten gleich auf die Pelle rücken bzw. im Kreis tanzen? :fluester:

    Im Studium lernt man sich Wissen anzueignen.

    Man lernt keine Notengebung, man lernt keine Klassenbuchführung, man lernt nicht einmal große DIdaktik (also ich nicht).

    Das meiste was man dort lernt, entstammt Büchern, die man sich auch als Quereinsteiger zu Gemüte führen kann.

    von daher stimme ich hier Schmidt zu.

    Selbst beim zitieren wird gemeckert. Ich zitiere immer nach IEEE, weil mir der Stil am besten gefällt. Da wurde ich für angefahren, so könne man das auf keinen Fall zitieren. Ich muss dann heraussuchen, dass das auch eine legitime zitierweise ist.... Kannste dir nicht ausdenken.

    Oh ja fühle ich! In meinen Abschlussarbeiten an der Uni habe ich so zitirt (Fachbereich Chemie) und es beibehalten in allen Kontexten.

    Gendern im Studienseminar: War nötig, dank LaTeX und makro aber auch sehr einfach :pfeifen:

    Mein Augenmerkt fiel viel mehr auf den Aspekt, dass es gar keine gesetzlichen Vorgaben gibt wie zu gendern ist. Entsprechend kann auch kein Studienseminar so etwas verlangen.

    Abgesehen davon, dass auch jeder Lehrstuhl und sogar ich in der Schule ohne gesetzliche Vorgaben einfach Anforderungen an Dokumente stelle, die an mich abgegeben werden.

    Ich bin froh, dass Studienseminare da drauf hinweisen und es einfordern. Gerade aber auch bei SuS und LuL oder KuK kann man auch sehr gut neutral formulieren, wenn es einen so stört und irgendwann hat man es im Sprachgebrauch.

    Das Kollegium, die Lehrkräfte, Schülerschaft, die Klasse fallen mir da spontan ein.

    Darf ich mal fragen, wie ihr die Streikbereitschaft bei euch im Kollegium einschätzt? Bei uns ist das eher mau

    Hauptschule NRW

    Bei uns hat man nichts davon mitbekommen, ich tatsächlich auch erst von den Medien.
    GEW ist bei uns kein Thema (berufliche Schule, daher vlbs).
    Von dort, also vlbs, habe ich noch keinen Aufruf mitbekommen.

    Keine Sorge, ich habe es in den vergangenen 25 Jahren immer sehr gut hingekriegt, mich rechtzeitig und ordnungsgemäß krank zu melden. Sehe ich auch gar kein Problem drin.

    Ich habe lediglich auf die Aussage reagiert, dass dann eben der Ehemann anrufen kann.

    Eben kann. Das war als mögliche Option als Alternative gedacht.
    Dass das nicht bei jedem geht, ist doch klar. Soll auch Singles geben auf dieser Welt.

    Kann - nicht muss. War nur ein Denkanstoß.

    Ansonsten bei Familie, kann man auch die Partnerin / den Partner anrufen lassen.

    Ganz ehrlich: So wie ich die Entscheidungsebenen einschätze, kann ich mir schwer vorstellen, dass dort große Begeisterung herrscht, wenn eine Lehrkraft freiwillig aus dem Beamtenverhältnis ausscheidet und dann nach z.B. zwei Jahren sagt: „Ich würde jetzt gern wieder zurück in den Beamtenstatus.“
    Außer in Fällen wie einer Schulschließung (für die die Lehrkraft ja nichts kann) sehe ich wenig Argumente, die aus Sicht der Dienstherrn wirklich für eine erneute Verbeamtung sprechen würden.

    Mein Bauchgefühl sagt mir daher: Das dürfte eher schwierig sein – oder wie schätzt ihr das ein?

    Ich kenne einen Fall, da war es problemlos. Mangelfächer und Sek I. Da wurde jemand zweimal verbeamtet.
    Er hat sich aber wieder entlassen lassen, weil Teilzeit nicht möglich und er hat gesagt Teilzeit oder gar nicht - tja trotz Mangelfächern wurde auf die Lehrkraft verzichtet.


    Also ja - scheint möglich.
    Da du Mathematik hast - also ein Mangelfach (zumindest bei uns gerade am BK extremst), kann ich mir durchaus vorstellen, dass es Wege gibt.

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