Beiträge von Humblebee

    Das ist eben auch "Profilbildung" für Schulen. Das nimmt Ressourcen, zieht aber auch vielleicht SuS an. Und ein angefangener Kurs wird natürlich zu Ende gebracht, die SuS haben ja ggf. einen (Belegungs-)Anspruch darauf.

    Bei uns war's damals eher letzteres. Eine "Profilbildung" war auf diesem Landkreis-Gymnasium (es gibt nur zwei in besagtem Landkreis) nicht notwendig.

    Alles in eine Schultasche oder einen Rucksack. Ich habe keine Lust zwei Taschen mitzuschleppen. Übrigens habe ich auch drei Schlüssel"bunde": einen mit meinem Haustürschlüssel, einen mit Autoschlüssel plus Garagentoröffner und einen mit dem einzigen noch verbliebenen Schulschlüssel plus "Chip"; es wäre mir auch da lästig, in meiner Freizeit oder wenn ich nicht mit dem Auto unterwegs bin, so viel mit mir herum zu tragen.

    Schultasche oder -rucksack?

    Latein ist im BG EStufe in Hessen oft wählbar, um die zweite FS fertig zu bekommen.

    Interessant! In NDS müssen nur die wenigsten BG-SuS eine zweite FS "fertig bekommen". Denn wer mind. vier Schuljahre hintereinander inkl. 10. Kl. eine zweite FS hatte (das betrifft ja schon mal alle, die von einem allg. Gym. zu uns ins BG Kl. 11 kommen), braucht diese gar nicht im BG weiterzuführen. Diejenigen, die aus der Realschule, Oberschule,... ins BG kommen, müssen neu mit einer zweiten Fremdsprache anfangen (und zu denen kommen auch die wenigen SuS, die weniger als vier Jahre eine zweite FS hatten). Das ist an den meisten BBSn hier Spanisch, gefolgt von Französisch und an einigen wird auch Niederländisch angeboten. Eine einzige nds. BBS bietet zudem Chinesisch als zweite FS an. Weitere Fremdsprachen werden meines Wissens nicht angeboten.

    Bei mir waren es kürzere Fahrten: 5. oder 6. Klasse (weiß ich nicht mehr genau) - drei Tage mit zwei Übernachtungen im Osnabrücker Land; 7. Klasse - ebenfalls (damals noch) landkreiseigenes Landschulheim im Harz, wo wir aber auch nur fünf Tage (Mo.-Fr.) waren; 10. Klasse - fünf Tage wiederum im Harz (anderer Ort); 12. Klasse - fünf bzw. sechs Tage Paris (So. Abend bis Fr. Abend) mit meinem Französisch-LK/Tutorgruppe; 13. Klasse - eigentlich fünf Tage Köln mit besagter Tutorgruppe, aber da eine andere Tutorgruppe noch "Mitreisende" für ihre London-Fahrt suchte, durfte ich mit "Sondergenehmigung" (hatte ja auch Englisch-LK, war nur nicht meine Tutorgruppe) dort mitfahren (ebenfalls So.-Fr.).

    Auch die Austauschfahrten nach Frankreich und Polen gingen damals an meiner Schule nur über insgesamt zehn Tage (d.h. es lag ein Wochenende mit drin).

    15 Minuten Pausen sind auch Arbeitszeit. 5 Minuten, bis alle aus dem Klassenraum sind, und ich abschließen kann, die Wegezeit bis zum LZ und dann kann ich fast schon wieder losgehen, weil es ja 5 Minuten vor Stundenbeginn schon wieder schellt.

    Moment, bei euch klingelt es bereits fünf Minuten vor dem eigentlichen Pausenende? Das ist bei uns zum Glück nicht der Fall.

    25 Minuten Pausen (unsere große Pause) sind auch keine Pausenzeiten. Denn Pausen müssen mindestens 15 Minuten lang sein, um als Pause zu zählen. Aber wie gesagt, 5 Minuten um abzuschließen (Notizen zur Mitarbeit etc. müssen ja auch noch gemacht werden), Schülergespräche etc., dann Weg zum LZ, dann sind 8 Minuten um. Dann wird man von 1000 Kollegen angesprochen, die einem dies und das mitteilen müssen, viele Dinge müssen abgeklärt werden, man guckt noch mal ans Brett etc. Nach 20 Minuten schellt es ja schon wieder und man muss los. Da hat man definitiv keine 15 Minuten Pause. Man schafft es ja gerade mal so aufs Klo.

    Mal abgesehen davon, dass es bei mir nie fünf Minuten dauert, bis alle SuS den Klassenraum verlassen haben (die beeilen sich meist sehr, weil sie auch Pause haben möchten) und ich abschließen kann, erledige ich einige der von dir genannten Dinge meist während des Unterrichts (SuS-Gespräche, Notizen zur Mitarbeit (die mache ich zum Ende der Unterrichtsstunden, wenn die SuS schon ihre Sachen einpacken)). Auch Absprachen mit meinen KuK treffe ich nur teilweise in den Pausen; das erledigen wir meist vor oder nach dem Unterricht (ist mir wesentlich lieber, als wenn es in den Pausen dadurch so stressig wird). Ans "Brett gucken" brauchen wir nicht; da hängen selten interessante oder wichtige Infos (die gibt's i. d. R. per Mail).

    Okay, das ist interessant. Wieso seid ihr doppelt gesteckt, welche Art von Teams sind das und warum funktioniert es deiner Einschätzung nach gut? Sind immer wieder dieselben Personen in einem Team? Wie viel Zeit bedarf es für Absprachen? Agiert ihr spontan oder geplant? Wer macht die (zum Beispiel disziplinarischen) Ansagen, wer nimmt sich zurück? Kommt es nie vor, dass einer den anderen mehr oder weniger vordergründig korrigiert oder kritisiert oder hat damit der jeweils andere einfach nur kein Problem?

    - Wieso Doppelsteckung: Das liegt an der "Art" des Unterrichts; im fachpraktischen Unterricht benötigen die SuS einfach mehr Betreuung als im Theorieunterricht. (EDIT: In einigen Bildungsgängen an meiner Schule werden die Klassen für den Fachpraxisunterricht geteilt- z. B. im Kfz-Bereich -, in anderen unterrichten KuK im "Zweierteam", also im Teamteaching im selben Raum)

    - Welche Art von Teams: zwei Lehrkräfte aus der jeweiligen Abteilung (oder verstehe ich deine Frage falsch?)

    - Warum funktioniert es gut: Ähm... Gute Frage. Wir können halt gut im Team arbeiten, tauschen uns gut aus, ergänzen uns im Unterricht gut,...

    - Nein, es sind nicht nicht immer dieselben Teams, aber sie bleiben manchmal über Jahre zusammen (manchmal ist das allerdings nicht möglich).

    - Zeitaufwand für Absprachen: ist unterschiedlich; auch abhängig vom Bildungsgang

    - Zumindest in dem Unterricht, den ich bislang im Teamteaching durchgeführt habe, agieren wir größtenteils geplant, manchmal aber auch spontan bzw. nach kurzer vorheriger Absprache.

    - "Ansagen" machen: beide (auch das kann ich natürlich nur auf den Unterricht beziehen, den ich selber mitgemacht habe)! - das ist m. E. sehr wichtig, dass beide am selben Strang ziehen, gerade in den "schwächeren" Klassen

    - zur letzten Frage: Das ist mir bzw. in meinem Teamteaching-Unterricht bislang nicht passiert; wir tauschen uns natürlich nach dem Unterricht aus, aber das war's.

    Als ich selber damals Schüler war, ging unsere 13er Abschlußfahrt nach Schweden. Die Jahrgänge vor uns sind alle 2 Wochen gefahren.

    Zweiwöchige Klassen- bzw. Abschlussfahrten? Wow, das habe ich noch nie gehört. Sowohl zu meiner eigenen Schulzeit wie auch heutzutage gehen/gingen Klassenfahrten (damit meine ich keine SuS-Austauschfahrten) hier in der Region an den verschiedensten Schulen und Schulformen fünf bis max. sieben Tage. Ich bin mir gerade nicht sicher, meine aber, dass in NDS laut Erlass auch Schulfahrten ins Ausland nicht mehr als acht Unterrichtstage beinhalten dürfen.

    Ich kann dir sagen, dass es ab dem Zeitpunkt nicht mehr entspannt ist, wo die zweite Person eben nicht nur still zuschaut, sondern "helfen" oder gar mitunterrichten soll. Bei zwei Lehrkräften hätten zudem noch beide das Sagen, die Rollenklarheit wäre noch weniger trennscharf, als bei allen bislang bestehenden Konstellationen von zwei Erwachsenen im Klassenzimmer sowieso schon. Wie oft das schiefläuft, kann man beispielsweise über die Suchfunktion hier im Forum unter dem Stichwort "Inklusion" finden.

    Wie gesagt: Bei uns gibt es in verschiedenen Bildungsgängen - z. B. in den Berufsfachschul- und Berufseinstiegsklassen - Teamteaching. Das läuft seit Jahren oder sogar Jahrzehnten problemlos und es gibt eine ganze Reihe von KuK - mich eingeschlossen -, die diesen Unterricht super finden.

    Das würde ich im Leben nicht machen. Meine Klasse, mein Fach, mein Unterricht. Ich will nicht in einem Team arbeiten (auf den reinen Unterricht bezogen). Und viele die ich kenne (jaja subjektiv...) hätten da gewiss auch keine Lust drauf.

    Ich bin seit fast zwei Jahrzehnten mit mind. vier Stunden mit verschiedenen KuK im Teamteaching eingesetzt ("Lernbüro" bzw. "Fachpraxis Wirtschaft" in der Berufsfachschule; teilweise auch im Wirtschaftsunterricht in Berufseinstiegsklassen) und möchte diesen Unterricht absolut nicht mehr missen. Er ist für mich wesentlich weniger anstrengend, als wenn ich z. B. im "Lernbüro" allein unterrichten würde. Auch der Vor- und Nachbereitungsaufwand ist für mich geringer als in den Stunden, die ich als "Einzel-Lehrkraft" unterrichte. Aber es setzt natürlich voraus, dass man sich in den unten genannten Punkten 2-6 einig ist. Das war bis jetzt bei mir mit allen Kolleg*innen, mit denen ich im Teamteaching eingesetzt war, der Fall und von daher lief und läuft es sehr gut.

    In dem Zusammenhang würde mich mal interessieren, ob es in Deutschland überhaupt Bundesländer gibt, wo Latein an beruflichen Schulen - insbesondere natürlich am Beruflichen Gymnasium - angeboten wird!? Ich meine mal gelesen zu haben, dass es zumindest in NRW auch nicht am BK unterrichtet wird.

    Wäre ja interessant, ob nun die SuS ankommen, die in der GS Grundschrift statt Vereinfachter Ausgangsschrift gelernt haben oder ob sonst etwas verändert wurde.

    Die ersten SuS mit dieser Schrift sind jetzt in Jahrgang 10 oder 11.

    Dann müssten wir eine ganze Reihe dieser SuS ja nun bei uns an den BBS haben, wenn sie nach Klasse 9 oder 10 nicht auf dem allgemeinbildenden Gym. oder der IGS bleiben, sondern einen vollzeitschulischen Bildungsgang bei uns besuchen oder eine Ausbildung begonnen haben und in unseren Berufsschulklassen sind. Ich werde mal darauf achten, ob mir bei deren Schrift etwas auffällt.

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