Beiträge von gingergirl

    Die Erfahrungen mit dem Gesundheitsamt sind übrigens desillusionierend. Mein Mann wurde telefonisch über seine Infektion informiert. Das Gespräch war kurz und der Mitarbeiter deutlich gereizt. Er würde eine Email bekommen mit einem Formular, in dem er seine Kontakte eintragen soll. Das Formular stellte sich als Excel-Sheet heraus. Leider war das nicht richtig LibreOffice-kompatibel und wir haben kein Excel auf dem Rechner. Er hat die Angabe der Kontakte dann einfach so per Mail weggeschickt. Das sei auch okay, hatte der Mitarbeiter gemeint. Stand heute (48 Stunden später) ist keiner der wenigen Kontakte (außer mir nur zwei) über den weiteren Verlauf informiert. Es hat sich niemand gemeldet. Die Schulklassen sollten von der SL informiert werden. Ob er die CoronaApp benutzt und wie er die gegebenfalls als positiv gemeldet einsetzt, dazu auch keine Anweisung. Dabei ist unser LK gar nicht so sehr betroffen, Inzidenz liegt bei 75.

    Ist das ein Scherz? Ich würde es tatsächlich meinem Freund, der promovierter Chemiker ist, jederzeit zutrauen, Chemieunterricht zu halten. Aber schwerkranke intubierte Intensivpatienten inklusive Einhaltung aller Schutzmaßnahmen zu pflegen von Leuten, die das noch nie gemacht haben?

    So, hier nun auch neue Entwicklungen. Mein Mann hat diese Woche mitgeteilt bekommen, dass er positiv getestet worden ist. Er hatte in einer Klasse Kontakt mit einem infizierten Schüler. Da er alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten hatte (Dauerlüften, Maske, weiter Abstand zum Schüler), verfügte das Gesundheitsamt, dass er weiterarbeiten könne. Er müsse auch keinen Test machen. Auf mein Drängeln hin ist er dann doch zum Test (meine Eltern sind Risikogruppe, zumindest ich hatte Kontakt mit denen auf Abstand). Der Test war in großem zeitlichen Abstand (11Tage) zum Kontakt zum infizierten Schüler, so dass wir davon ausgehen, dass er sich wohl eher in einer anderen Klasse angesteckt hat. Es saßen mehrere deutlich hustende Schüler der Oberstufe im Unterricht, die aber keinen Test hatten.

    Mein Mann hat alle Vorgaben eingehalten, er wurde in seiner Schule belächelt, weil er sie so streng befolgt hat. Wer hier länger mitliest, der weiß, dass ich zu den Vorsichtigen, wenn nicht sogar Bedenkenträgern unter Euch gehöre😁. Wenn es ihn trifft, dann trifft es jeden, das kann ich euch sagen. Wer Risikogruppe ist, der sollte wirklich eindrücklich überlegen, ob er das Risiko Schule weiter auf sich nehmen will. Wink an Conni!

    Nun aber auch was Positives: Seine Virenlast und Infektiosität war außerordentlich gering, lag beim Test bei über 37, wie das Labor mitgeteilt hat. Drosten hat schon im September in seinem Podcast gesagt, dass man bei über 37 niemanden mehr infizieren könne und deswegen viele Leute unnötig in Quarantäne sitzen. Das Gesundheitsamt bekommt die Zahl allerdings wohl nicht mitgeteilt. Wer sich das mit der Infektiösität genauer durchlesen will: https://www.rnd.de/gesundheit/cor…HNQYGVL2LU.html

    Er hatte keinerlei Symptome, wenn er nicht zum Test gegangen wäre, dann wäre unser Leben ganz normal weitergelaufen. Ich denke, dass die These von Kris24, dass man sich als konsequenter MNS-Träger unbewusst und symptomlos immunisiert, stimmt. Auch der Rest der Familie hat bisher keine Symptome, waren aber auch noch nicht beim Test. Vom Gesundheitsamt haben wir Kontaktpersonen übrigens noch nichts gehört. Die Kontaktpersonen sollte er auch erstmal persönlich benachrichtigen. Da wir uns privat total zurück gehalten haben, ist die zum Glück sehr kurz und umfasst außer schulischen Kontakten und die Kernfamilie nur eine Person. Deswegen schließen wir auch aus, dass er sich privat angesteckt hat.

    Ist doch nur ein feuchter Händedruck, die 500 Euro. Meiner Chefin wäre viel eher gedient, wenn sie vorerst keine Beurteilungen der Kollegen machen müsste. Warum wird das nicht ausgesetzt? Unterrichtabesuche sind zur Zeit eh für die Katz und sie hat doch Besseres zu tun als sich in übervolle Klassenzimmer zu hocken.

    Wir hatten die Saturn zum letzten Geburtstag. Aber halt nur einmal im Nullkommanix zusammengebaut und steht seither rum. Ansonsten mochte er bisher immer noch gern seine NexoKnights und Ninjago Dinger. Da baut er ganz frei große Welten draus. Dafür wird er jetzt aber wohl zu alt. Auf Technik steht er nicht so, ist eher so der kreativere Typ.

    Hat jemand vielleicht eine Empfehlung, was ich meinem Sohn zum 12. Geburtstag schenken könnte? Er ist großer Legoenthusiast, mag aber nicht so gerne Vitrinenmodelle, sondern man sollte schon mit dem Modell was anfangen können. Er spielt schon noch gerne und mag auch noch Figuren dazu. Also nichts nur für die Vitrine, aber unbedingt anspruchsvoll sollte es sein.

    Wenn du 70 Prozent Beihilfe hast, dann relativiert das deine Aussage zu deinem Beitrag, Zauberwald. Bei 50 Prozent wäre dein Beitrag doch viel höher. Ich denke, die meisten, die hier geschrieben haben, haben 50 Prozent Anspruch.

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