Lehrer und Tattoos???

  • @ Meike:


    Wenn nur die Mädels bauchfrei tragen würden, die es sich tatsächlich erlauben könnten, wären das ganz, ganz wenige.


    Bei manchen muss ich mich schon fragen: Schaut Ihr morgens eigentlich in den Spiegel? Man sieht ja die Gürtelschnalle schon fast nicht mehr.


    Gruß
    Super-Lion


  • Hihi, das stimmt. Viele haben ein unerschütterliches Selbstbewusstsein. Aber das ist auf der anderen Seite ja auch ganz schön :)


  • Jetzt weiß ich auch, warum sich der Löwe des Avatars die Tatzen vor die Augen hält, weil bei dem Selbstbewusstsein mancher Schülerinnen... ;)
    ... wobei es gibt auch die "Hose-tief-und-Waschbärbauchjungs"

    Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.

    Einmal editiert, zuletzt von Timm ()

  • Zitat

    Meike. schrieb am 05.04.2006 21:37:
    Ich persönlich finde das super, dass auch die etwas "schwabbligeren" Mädels gnadenlos bauchfrei tragen und den magersüchtigen Idolen eine lange Nase zeigen. Gut so! Ich wünschte, es würden solche Models endlich auch in den Medien gezeigt werden...dann hätten wir Lehrer evtl irgendwann mal eine Sorge weniger mit den jungen Damen. Aber so lange Heidi Klum ihre Schwachsinns-show öffentlich durchziehen darf und sich an den halb verhungerten Damen dumm und blöde verdient....


    Damit wir uns nicht missverstehen: Diese so genannten Models sind für mich keine Frauen, sondern Hungerhaken. Aber ob deine persönliche Meinung über die selbstbewussten jungen Damen so das Wahre ist, möchte ich bezweifeln. Also wenn der Bauch wurstpellenartig zwischen Top und Hose herausquillt, bezweifele ich nicht nur eine gesunde Einstellung zum eigenen Körper, sondern befürchte auch, dass sie für viele Altersgenossinen gerade abschreckend wirken: Bevor ich so rumlaufe, lass' ich doch lieber ne runde Essen aus.
    Nicht alles, das das Gegenteil von Magersucht ist, ist gesund und wünschenswert...

    Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.

  • Zitat

    Enja schrieb am 05.04.2006 20:52:
    Untätowierte, unberingte, halbwegs korrekt gekleidete Lehrer wären mir lieber als Tattoo-verzierte, kettenrauchende, übergewichtige, nierenkranke, ungeduschte Lehrer.


    Das könnte aber an Brennpunkt-Hauptschulen ganz anders gesehen werden.


    - Martin

    Acht Semester mitlesen ersetzt das Lehramtsstudium. ;)

  • Es ist schon ein bißchen merkwürdig ein Tattoo und schlechten Körpergeruch auf eine Stufe zu stellen. Meinem Verständnis nach schließt sich das (fast) aus. Ein Tattoo zeugt von Körperbewußtsein und ist in erster Linie ein ausdrucksstarker Schmuck.
    Dreckige Klamotten zeugen von Gleichgültigkeit und Schlampigkeit.


    Auch wenn die persönlichen Befindlichkeiten da durchaus variieren können sind Tattoos sicherlich kein ernst zu nehmender Hinweis auf "Missstände" beim Lehrkörper.


    Gruß, Forsch


    PS: wie schreibt man eigentlich "ernst zu nehmend" ...????

  • Also ich mit mit Enja einer Meinung das ich Lehrer für meine Kinder möchte, die normal aussehen, d. h. ohne Nasen und Lippenpiercings und auch ohne sichtbare Tatoos. Meiner Meinung nach ist ein Lehrer nicht irgendein x-beliebiger Beruf.
    Ob ein Tatoo was mit Schmuck, im Sinne von schön aussehen zu tun hat, das ist reine Geschmacktssache. Viele Kinder und Jugendliche, denken überhaupt nicht nach, über die Langzeitwirkung solcher Sachen. Leider auch viele Erwachsene nicht. Ein Tatoo hat man ja in der Regel sein ganzes Leben.
    Wenn ich so mein Kind in die Schule bringe und wir an den Schulen für die ältern Schüler vorbeigehen, hat man manchmal den Eintruck einige gehen nach der Schule ins Bordell und haben gleich die Berufskleidung angezogen.
    Irgendwie läuft da einiges verkehrt.
    Viele Grüße Reni

    • Offizieller Beitrag

    Öhem, wenn sich Eltern mehr über die Outfits der Lehrer als über die Schulergebnisse der Schüler Sorgen machen und selbst nicht richtig schreiben können, dann kann das aber doch auch nicht richtig sein, oder?
    Mir als "Elter" wäre ein abgerissener Lehrer, der gut unterrichten kann, lieber, als in Kostüm und Anzug gestylte Damen, die nur zum Herzeigen gut sind.
    Zum Glück sehen das die meisten Eltern auch eher locker (wobei mit abgerissen bei mir nicht die Hygiene, sondern Tatoo, Piercing und lange Haare bei Männern gemeint sind)- und mein Kollege mit den Lederklamotten und den langen Haaren ist der genialste und einfühlsamste Schulpsychologe, den man sich vorstellen kann.
    Lg, Hermine



    Und eben weil Lehrer kein x-belieber Beruf ist, weigere ich mich, den Kindern Intoleranz und Oberflächlichkeit beizubringen!

  • Mir macht das gar nichts,ob ein Lehrer lange Haare trägt, ein Tattoo hat oder Piercings oder übergewichtig ist.Es sagt doch gar nichts über die Person aus,oft sind die sogar viel offener und kommen super mit den Schülern aus.
    Der Unterricht ist doch das Entscheidende.
    Wenn die Schüler damit klar kommen,denke es die Mehrheit ,dann können die Eltern doch froh sein darüber.Meine Eltern hat das nie gestört.


    Körperliche Sauberkeit steht auch in keinem Bezug dazu,sondern ist ein ganz anderes Thema.


    Enja ,wenn du den ganzen Tag auch vor deinen Kindern so über Lehrer redest,wie sollen sie jemals eine gute oder unvoreingenommene Einstellung zur Schule und Lehrern bekommen?Ich wäre da genauso beeinflusst,wie du denkst das Tattoo-verzierte oder gepiercte Lehrer ein schlechtes Vorbild sein könnten.Da fehlt dann auch Toleranz von deiner Seite.
    Lass sie sich doch ihre eigene Meinung bilden dazu oder denken sie schon genauso?


    Sorry ,das ging mir grad so durch den Kopf und ich musste es loswerden.


    Aisha

    Träume nicht Dein Leben,lebe Deinen Traum

  • Hermine da haben wir uns überschnitten und wohl grad die gleichen Gedanken ;)


    Wünsche einen schönen Tag


    Hab heute Unterricht bei einem supernetten langhaarigen Lehrer ,welcher alte Wollpullis und ausgewaschene Jeans bevorzugt. :D


    Aisha

    Träume nicht Dein Leben,lebe Deinen Traum

  • Vielleicht geht es ja nur mir so, aber bei einigen Beiträgen hier sehe ich mich als Nichttätowierter schon an die Desavourirung von "Langhaarigen" und die "Anständigkeit" als Kontrollkriterium erinnert. Ist denn die Rumschnüffelei in der privaten Lebensführung auch gerechtfertigt? Wann wird Homosexualität oder Ehescheidung "unliebsam"? Oder die Mitgliedschaft in einer politischen Partei?


    Ich kann mich nur der Meinung mehrerer Kollegen hier anschließen: zur Schule und zur Toleranzerziehung gehört auch, dass Kinder und Jugendliche andere Ausdrucks- und Lebensformen kennenlernen, als die, denen sie im Elternhaus begegnen. Tätowierungen, Piercings und, ja, auch Kopftücher gehören dazu.


    Nele

  • Hallo Aisha,


    meine Kinder lesen hier im Forum nicht. Ihre Lehrer tragen weder Tattoos noch Piercings. Bis auf wenige Ausnahmen sind sie so angezogen, wie das in den meisten akademischen Berufen üblich ist. Ein Raucher ist noch dazwischen. Er raucht nicht vor den Kindern und trägt auch die Zigaretten nicht (mehr) in der Brusttasche. Der Geruch ist allerdings stark.


    Unter den älteren Lehrern gibt es immer mal wieder welche, die "vergessen" zu duschen. Oder die anscheinend nur einen Satz Cordhose und Pullover besitzen. Wenn das dann so ist, muss man das aushalten. Niemand würde sie ansprechen.


    Meine Tochter hat mir gestern erzählt, dass viele ihrer Klassenkameraden überlegen, wie sie ihre Verzierungen wieder loswerden könnten, weil sie Probleme auf der Jobsuche machen. Auch bei der Suche nach einer Lehrstelle kann das schwierig werden. Das Berufsleben ist eine harte Angelegenheit heutzutage und die Kinder wissen meist lange nicht, in welche Richtung sie wollen. Dass sie alle Künstler oder Lehrer werden, ist nicht zu erwarten. Und wir Eltern möchten halt, dass sie nach der Schule soweit sind. Dazu gehört auch, dass man weiß, wie man sich zu welchem Anlass herausputzt. Ich könnte akzeptieren, dass das Aufgabe der Eltern ist. Nur wäre es dann gut, wenn die Lehrer nicht dagegen anarbeiten.


    Aber wie gesagt, ich formuliere hier nur meine Wünsche. Ich hätte sicherlich im Hinblick auf Schule wichtigere und vor allem viele. Aber man wird ja wohl noch wünschen dürfen.


    Grüße Enja

  • Erziehung heißt für mich nicht, das, was unliebsam ist, von den Zöglingen fernzuhalten, sondern, sie damit zu konfrontieren und ihnen lehren "richtig" damit umzugehen.

  • Hallo Enja,


    ich pflichte dir bei, bis wahrscheinlich auf Lehrer und Berufe, bei denen man körperlich schwer arbeiten muss ist das Tragen von auffälligen Tatoos und Piercings ein Grund die Lehrstelle oder die Arbeit nicht zu bekommen.
    Da aber die hier anwesenden Lehrer keine Schwierigkeiten bei der Ausübung ihres Berufes wegen solcher Dinge bekommen haben, können Sie sich nicht in die Bedenken der Eltern hineinversetzen.
    Viele Grüße Reni

    • Offizieller Beitrag
    Zitat

    oh-ein-papa schrieb am 06.04.2006 00:03:


    Das könnte aber an Brennpunkt-Hauptschulen ganz anders gesehen werden.


    - Martin


    Genau: so ein ungepflegter Rocker könnte da vielleicht noch was ausrichten... ;)


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    Warum "übergewichtig" in dieser Reihe auftaucht, erschließt sich mit nicht. Ich finde das diskriminierend, denn warum sollten "unsere" Kinder nicht von dicken Lehrern unterrichtet werden? ?( Zu den übrigen Punkten (Tätowierung, Piercing,...) wurde ja schon etwas geschrieben. Da kann man durchaus geteilter Meinung sien, aber letztlich ist das in meinen Augen etwas anderes als etwa Übergewicht oder ein Nierenleiden (wenn geht das bitteschön etwas an?).


    Gruß,
    Melosine

  • Zitat

    Melosine schrieb am 06.04.2006 11:12:
    Warum "übergewichtig" in dieser Reihe auftaucht, erschließt sich mit nicht. Ich finde das diskriminierend, denn warum sollten "unsere" Kinder nicht von dicken Lehrern unterrichtet werden? ?( Zu den übrigen Punkten (Tätowierung, Piercing,...) wurde ja schon etwas geschrieben. Da kann man durchaus geteilter Meinung sien, aber letztlich ist das in meinen Augen etwas anderes als etwa Übergewicht oder ein Nierenleiden (wenn geht das bitteschön etwas an?).


    Tja, Dicke sind eben unschön. Und Tätowierte sind dreckig und kriminell.


    Ich finde viel eher die Reihung und das Lehrerbild, das damit skizziert wird, in ihrer Gesamtheit interessant - als ob es irgendetwas mit dem eher konservativen bis unauffälligem Erscheinungsbild des Gros der Lehrerschaft auch nur am Rande etwas zu tun hätte. Dieses groteske Zerrbild des Unsympatischen deutet auf eine Projektionsleistung, die hinter dem rationalisierenden Argument des Kinderschutzes doch eher das triviale Ressentiment dem "Anderen" gegenüber erahnen lässt - à la "Nein, so etwas wollen wir hier nicht..."


    Vielleicht liegt es ja einfach daran, dass ich in einem urbanen Zentrum im Westen der Republik lebe und nicht hinter einem Provinzreihenhausjägerzaun oder so, aber ich begegne mit einer derartigen Alltäglichkeit tätowierten Arbeitnehmern, dass ich nicht wirklich Realitätsbezüge bei den angesprochenen Befürchtungen sehen kann.


    Und wenn ich mir dann heute nachmittag Hemd, Blazer und Bundfaltenhose anziehe, mir meine Mitgliedszeitschrift des Philologenverbandes unter den Arm klemme und zur Arbeit gehe, werde ich mich wieder einmal ermüdet fragen, woher denn eigentlich dieser fatale Hang zur Einmischerei und Fremdbestimmerei kommt, und warum es denn eigentlich so schwierig ist, Menschen einfach so leben zu lassen, wie sie leben wollen, auch wenn sie anders sind...


    Nele

    Einmal editiert, zuletzt von neleabels ()

  • Die Nierenleiden der Lehrer interessieren mich überhaupt nicht, wohl aber, wenn aus solchen Gründen ständig der Unterricht ausfällt und bei manchen Herrschaften die Klagen über das Nierenleiden den Unterricht dominieren.


    Ich wünsche mir gesunde, fitte, zufriedene, fähige, entspannte Lehrer. Das ist einfach so.


    Aber ich glaube auch, dass das nicht zu vermitteln ist. Wahrscheinlich erst wenn sich in naher Zukunft die Schulen um die letzten Kinder kloppen, wie das hier mal bezeichnend genannt wurde.


    Ich erinnere mich grad an den Auftritt des Praktikum-betreuenden Lehrers im Falle meines Sohnes. In eleganter Software-Firmen, an der es Kundenkontakte nur im dunklen Anzug gab, trat der Lehrer mit Gesundheitssandalen, Tennissocken, Strickjacke und löchriger Jeans an. Für die Kinder gibt es dann ein Bewerbungstraining, in dem man ihnen erklärt, wie man in solchen Fällen aufzutreten hat, wie wichtig der äußere Eindruck ist und sich darüber mokiert, dass die das nicht längst wissen. Weil es doch so selbstverständlich ist.


    Grüße Enja

  • Ich misch mich auch mal hier ein.
    Ich hab auch zwei Tattoos und ein Bauchnabelpiercing.
    Bei meinen Grundschüler war das am Anfang kurz toll, als sie das eine (rechts, Hosenbundhöhe) mal rausgeblitzt hat, aber mittlerweile ist das für die Kids normal. Man sieht es ja auch nicht ständig.
    Meine Hauptschulmädels waren voll begeistert, aber auch dann ist das alles in Vergessenheit geraten.
    Mein anderes Tattoo auf der Brust hat noch kein Schüler gesehen, aber schon wenn man mal mit denen zum Schwimmen geht, lässt es sich nicht mehr vermeiden.
    Aber ich finde das nicht schlimm. Ich hab es mir machen lassen, als ich schon studiert habe und hab mir schon Gedanken darüber gemacht. Man muss nur dazu stehen!


    Und ich denke, ich renne nicht halbnackt rum, habe keine Alkoholfahne, stinke nicht nach Rauch oder etwas anderem. Was macht also dann so ein Tattoo? Nix!


    Bei uns an der PH gab es eine Dozentin (ich glaub sie war sogar Professorin) und die ist mit furchtbaren Röcken, Thrombosestrümpfen und Badelatschen - wirklich furchtbare alte Badelatschen - rumgerannt. Hatte verfaulte Zähne und sah aus wie Frau Flodder persönlich! Und das an einer PH!


    Viel wichtiger ist der Unterricht und die Beziehung zu seinen Schülern. Da kommt es doch nicht darauf an, ob man im Anzug oder in den Birkenstock in die Schule kommt?
    Und wenn sich Lehrer so wohl fühlen, dann sind sie entspannt, zufrieden und fähig guten Unterricht zu machen, oder?


    Grüßle
    Tiggy

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts,
    leben muss man es vorwärts. (Sören Kierkegaard)

  • Zitat

    Die Nierenleiden der Lehrer interessieren mich überhaupt nicht,


    Wer hat denn nun von Nierenleiden der Lehrer geschrieben? Bin ich blind?


    Bitte klärt mich auf.


    Gruß
    Super-Lion

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