Eure Fächer - damals und heute

  • Hallöle!


    Wie man ja schon mitbekommen konnte, möchte ich Lehramt studieren.


    Da ich mir mit den Fächern nicht soo sicher bin, würde ich gerne eine kleine Umfrage starten, welche Erfahrungen ihr mit euren Fächern - damals und heute - gemacht habt.


    Habt ihr das Fach studiert (bzw. die Fächer), die euch schon in der Schule am ehesten gelegen haben?


    Habt ihr Fächer studiert, in der ihr in der Schule nicht so gut wart, auch Fächer in denen ihr nur Grundkurs gehabt habt?


    Mich interessiert einfach der Vergleich "damals und heute", vielleicht auch, um ein bisschen Mut für meine Fächerkombi zu bekommen ;)



    Wäre schön, wenn ein paar von euch von ihren Erfahrungen berichten!



    Liebe Grüße,


    cassi

  • Hi Cassi,
    ich war immer der totale Sprachenfan und hatte mit dem Gedanken gespielt, Englisch und Franz (= meine LKs) zu studieren. Dann hat man mir davon abgeraten, 2 Korrekturfächer zu studieren (Danke!) und so war ich auf der Suche nach einem "Ersatz". Mein 2. Fach (Geschi) hatte ich im Abi mündlich. Offengestanden hat es mich mein Leben lang nie interessiert gehabt und meine Eltern haben die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als ich mit der Idee ankam. Darauf gekommen war ich, weil mir das Lernen fürs Geschichts-Abi ganz gut gefallen hat.
    Hab die Entscheidung nie bereut und das Studium gern gemacht und gut abgeschlossen. Ich bin immer noch kein Mensch, der seine Freizeit in Museen oder auf römischen Trümmerbergen verbringt. Aber das Interesse an der Sache kam "by doing" immer mehr.
    Wenn Du allerdings in den ersten Semestern merkst, dass Dir das ganze doch nicht so liegt, würde ich dir definitiv zum Fachwechsel raten. Spätestens im Hauptstudium kriegt man meiner Meinung nach die völlige Krise, wenn man nicht wenigstens Interesse für die ganze Arbeit aufbringst.
    Ich hoffe, das war nicht zu lang und zu verwirrt und es hilft Dir ein bisschen!
    LG
    Doro

  • Ich hab ja grad erst angefangen, aber ich hatte in beiden Fächern "nur" Grundkurse... In Reli waren meine Noten auch nie sehr berauschend, was aber eher an meiner Redefaulheit lag... :rolleyes: Irgendwann rächt es sich halt doch. Meine Lks waren Deutsch und Englisch, aber der NC für Deutsch ist so hoch und so bin ich halt bei Latein gelandet. Englisch fand ich noch nie so prickelnd, dass ich es hätte studieren wollen...


    Gruß,
    Maren

  • Hallo,


    meine Fächerwahl hat sich ganz nach meinen damaligen Interessen gerichtet. Ich fand die Fächer einfach spannend und war auch gut darin. Das eine hatte ich allerdings auch nur als Grundkurs, aber das macht wirklich gar nichts. Im Grundstudium wird die Grundlage gelegt und mit Spaß daran und etwas in die Hände gespuckt klappt es sehr gut. Selbst wenn man in einem Fach, für das man sich interessiert, nur mäßige Noten bekommt, muss das kein Ausschlusskriterium sein. Man sollte aber ehrlich analysieren, woran es liegt.


    Wohl etwas naiv habe ich damals nicht an die mit den Fächern verbundene unterschiedliche Arbeitsbelastung gedacht. Gleich zwei Korrekturfächer mögen die Einstellungschanchen erhöhen, aber der Arbeitsaufwand ist nicht zu unterschätzen. Such mal nach "Zwei Fremdsprachen = nie wieder Freizeit?"


    Eine andere Überlegung war, eine abwechslungsreiche Tätigkeit zu haben und so habe ich eine Geisteswissenschaft und eine Naturwissenschaft - aber über Langeweile könnte ich mich sonst sicher auch nicht beklagen.


    Als weitere Kriterien fallen mir Einstellungschancen ein. Und eine intensivere Beziehung zu Schülern bekommt man wohl leichter als "Hauptfachlehrer", da man viele Stunden in einer Klasse hat und Klassenlehrer werden kann. Oder als Religionslehrer, oder andere Fächer, bei denen die Persönlichkeit der Schüler stärker eingebracht wird. Zumindest theoretisch hat man auch einen besseren Stand, als mit "unwichtigen" Fächern.


    Vielleicht verrätst du uns ja, mit was du liebäugelst?


    Viele Grüße, jinny

  • Hallo cassiopeia,


    bei mir war die Entscheidung v.a. interessegeleitet: Französisch war schon zu Schulzeiten meine große Liebe, ich hatte Frz. als Leistungskurs und wollte dem Fach einfach treu bleiben, mehr darüber erfahren und die Begeisterung für die Sprache weitergeben. Literatur hat mich generell interessiert und so war Deutsch ein weiteres Fach, welches ich zu Schulzeiten favorisiert habe. Alternativ hätte ich auch gerne Erdkunde studiert.


    Die Entscheidung für das zweite Fach war dann pragmatisch, da die Kombination Französisch/Erdkunde zu meiner Studienzeit in Bayern (wo ich herkomme) nicht zugelassen war. Also fiel die Wahl auf Deutsch, obwohl mir klar war, was ich mir da mit zwei Korrekturfächern antun würde.


    Bis heute habe ich es nicht bereut - nur manchmal, wenn es mit den Korrekturen ganz schlimm wird, z.B. beim aktuell anstehenden Abi, dann denke ich wehmütig daran, dass Erdkunde ja schon ein schöner Ausgleich gewesen wäre, auch thematisch. Aber das Gefühl geht dann auch ganz schnell wieder weg. :D


    Deshalb kann ich nur empfehlen, die Fächer zu wählen, die dich am meisten interessieren. Deine Fächer musst du viele Jahre lang unterrichten.
    Wenn du sie nicht magst, wirst du deine späteren Schüler nicht dafür begeistern können.


    Viel Glück bei der Entscheidung!
    volare

    Eine Lösung kommt fast immer aus der Richtung, aus der man sie am wenigsten erwartet, was bedeutet, dass es keinen Sinn hat, in diese Richtung zu gucken, weil sie nicht von dort kommen wird.


    (Douglas Adams)

  • Danke schon mal für die ersten Antworten, das ging ja schnell :)


    Ich hoffe, es kommen trotzdem noch ein paar!




    Jinny



    Erdkunde interessiert mich ziemlich. Ich glaube auch, da würde mir so schnell nicht langweilig werden und das kann ich mir auch gut vorstellen. Erdkunde hatte ich als Leistungskurs.



    Englisch mag ich, ich spreche die Sprache gerne und auch im Moment relativ gut, hatte da Grundkurs und 14 Punkte im mündlichen Abitur. Englisch war mein bestes Fach.



    Aber dann kommt das große Fragezeichen....


    Unter Umständen noch Mathe - Mathe, da war ich mal gut mal schlecht. Im Abi wieder ganz okay, zwischendrin hatte ich Hänger, aber ich denke es könnte machbar sein..



    Deutsch fällt aus, ich schreibe zwar gerne, war damit aber irgendwie schulisch gesehen nie sehr erfolgreich....


    Alle anderen Fremdsprachen (außer E) fallen auch aus, da ich da wenig Vorkenntnisse hab. (Französisch hatte ich zwar 4 Jahre aber ich kann heute nicht wirklich 3 Sätze am Stück sprechen)


    Naturwissenschaften... Bio fand ich auch ganz interessant, aber da kams auch immer aufs Thema an. Wenn ich für Bio gelernt hab, dann war das schon immer ganz gut, aber es scheint mir sehr lernintensiv...
    Würde ich unbedingt ein Fach brauchen könnte ich mich evtl zu Bio oder Chemie durchringen....




    Anstelle von Geschichte und Sozialkunde würde ich definitv Erdkunde vorziehen!


    So, ich glaube ich habe alle Fächer durch... Kunst, Sport und Musik fallen flach, da bin ich nicht besonders begabt :D





    Interessieren würde mich auch, was der Unterschied vom Studium zwischen Gymnasium und Realschule ist (wenn das nicht zu umfassend ist) und warum ihr euch genau für eure Schulart entschieden habt...




    So, genug erzählt, ihr seid wieder dran :D



    Danke :)

  • Bei Englisch / Erdkunde hättest du den Vorteil, Erdkunde auch bili studieren bzw. ein Referendariat dahin zu machen.


    Ich selber hab Englisch / Geschichte (beides LK), wobei ich ganz klar sagen muss, dass Englisch mein "besseres" Fach ist, und ich in Geschichte immer noch ganz viel lerne...und lernen muss! Aber ich hab auch den Vorteil, bili machen zu können, und damit hoffentlich meine Chancen zu steigern.


    Liebe Grüße,
    Tina

  • Ich hatte Mathe und Bio im Lk und habe beides auch studiert. Die Fächer lagen mir halt und meine Faszination hat sich bis heute gehalten.

  • Zitat

    cassiopeia schrieb am 26.04.2006 21:44:
    Interessieren würde mich auch, was der Unterschied vom Studium zwischen Gymnasium und Realschule ist (wenn das nicht zu umfassend ist) und warum ihr euch genau für eure Schulart entschieden habt...


    Der Unterschied beim Studium in Bayern (vor ca. 12 Jahren):
    - die zugelassenen Fächerkombinationen
    - die Anzahl der Seminare/Scheine (mehr Scheine für LAGym als für LAR, dagegen aber mehr Semesterwochenstunden in Päda/Psych bei LAR)
    - damit zusammenhängend die Studiendauer (i.d.R. etwas länger für LAGym, auch die Regelstudienzeit ist länger)


    Mehr fällt mir momentan nicht ein.


    Meine Entscheidung fiel auf LAGym, da es damals die Chancen auf Einstellung erhöhte: Wer als Gymi-Lehrer keine Anstellung fand, konnte immer noch zur Realschule gehen, umgekehrt war dies so gut wie unmöglich.


    Viele Grüße
    volare

    Eine Lösung kommt fast immer aus der Richtung, aus der man sie am wenigsten erwartet, was bedeutet, dass es keinen Sinn hat, in diese Richtung zu gucken, weil sie nicht von dort kommen wird.


    (Douglas Adams)

  • Hi nochmal,
    also in NRW studierst Du für Sekundarstufe 1, sprich Klasse 5-10, sprich spätere Zielgruppe Real- oder Hauptschule, an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät, während Du für Sekundarstufe II am jeweiligen Institut des Faches studierst. Will heißen, dass Du Deine Fächer mit denen zusammen studierst, die auf Diplom oder Magister studieren, wobei in aller Regel die Pädagogik viel zu kurz kommt (wie das beim Realschulstudium ist, weiß ich natürlich nicht). Wenn Du an ein Gymnasium oder eine Gesamtschule willst (zumindest im Ref kannst Du Dir das nicht aussuchen), machst Du in aller Regel den Abschluss für Sekundarstufe 2 und eine Erweiterungsprüfung für Sekundarstufe 1. Der umgekehrte Weg funktioniert nicht.
    Das Studium für Gymnasium/Gesamtschule dauert länger, aber ich finde es sehr reizvoll, die Abwechslung zwischen "Kleinen" und "Großen" zu haben!

  • Hallo cassiopeia,


    ich hatte Englisch und Französisch schon als LKs und schon damals haben mich viele für verrückt erklärt wegen der vielen Stunden in der Kollegstufe. Das hat sich dann aber umgekehrt, als alle anderen wie die Wilden auf ihre LK-Abiklausuren lernten und ich mir einen faulen Lenz machen konnte.


    Inzwischen bin ich auch durchs Studium durch und trotz einiger schwerer Zeiten (gerade in Französisch) bin ich immer noch davon überzeugt, dass ich die richtigen Fächer studiert hab. Ich könnte (und will) einfach nicht so viele Fakten auswendig lernen wie das für Geschichte, Erdkunde und ähnliches nötig ist. Wie es mir mit dem Korrekturaufwand gehen wird weiss ich noch nicht, da ich erst im September ins Ref komme, aber das muss ja auch irgendwie machbar sein.


    Die Entscheidung für die Schulform Gymnasium war bei mir von Anfang an klar, da ich gerne die Abwechslung von den kleinen Fünftklässlern bis zu den erwachsenen Abiturienten haben möchte. Ausserdem ist es in Bayern immer noch so wie volare sagte: man kann mit Gym-Abschluss auch an die Realschule gehen, aber nicht umgekehrt.


    Liebe Grüße und viel Spaß im Studium (was es denn auch immer sein wird),


    Lelaina

    Give me a simple life
    With a book by the fire
    A stool to rest my feet on
    And a cushion for my head.

  • Zitat

    cassiopeia schrieb am 26.04.2006 20:52:
    Habt ihr Fächer studiert, in der ihr in der Schule nicht so gut wart, auch Fächer in denen ihr nur Grundkurs gehabt habt?


    Mich interessiert einfach der Vergleich "damals und heute", vielleicht auch, um ein bisschen Mut für meine Fächerkombi zu bekommen ;)


    Ich hatte Englisch im Grundkurs mit 9 Punkten, das hat mich nicht daran gehindert, anglistische Literaturwissenschaft zu studieren und darin zu promovieren. Mein bestes Fach war mein LK Biologie, nach dem Abitur habe ich kein biologisches Thema mehr angefasst, interessiere mich heutzutage auch nicht so richtig dafür.


    Ich denke, Leistungskurs- und Grundkurswahlen sind weder für irgendwelche "Begabungen" aussagefähig noch für den späteren Lebensweg.


    nele

  • Ich habe damals in der Schule eher aus Verzweiflung Erdkunde und Bio als LK gewählt. Der Spaß bzw. das Interesse an Erdkunde kam dann während des Lks. Daher hab ich das dann auch studiert (in Berlin studiert man dann für die Grundschule als zweites Fach "nur" Grundschulpädagogik).


    Einige Seminare für Erdkunde in der Uni haben mich dann fast zu Tode gelangweilt, einige mich zur fast Verzweiflung (Kartographie und Stadtentwicklung z.B.) getrieben aber andere haben mich total fasziniert, vor allem Physische Geographie und Karteninterpretation.


    Und heute... heute geht es mir fast noch genauso... Antropogeographie, Wirtschaftsgeographie usw. finde ich schrecklich langweilig, aber sobald es um Physische Geographie geht blühe ich auf. (Das merken teilweise auch die Schüler. *g*) Außerdem finden das die Schüler meist sogar auch recht spannend.


    Die einzigen Probleme, die ich damit habe, sind aber eher privater Natur. Ich kann kaum irgendwo durch die Gegend fahren, irgendwo im urlaub hinkommen, ohne dass ich mir die Landschaft oder Steine genau begutachte und darüber kleine Vorträge halte. :D Manche Menschen in meiner Umgebung finden das natürlich sehr nervtötend.


    Es gibt also auch Gefahren, wenn man etwas gerne studiert und sich dafür interessiert. ;)

  • Wirtschaftswissenschaften war nach der Berufsschule klar.


    Dann fehlte mir aber noch ein zweites Fach. Weil ich in der Schule immer super in Mathe war, habe ich also zunächst Mathe studiert. Allerdings habe ich dort zu wenig Zeit auf lernen verwendet (Mathe Sek. II ist schon recht anspruchsvoll) und mir ist nach zwei Semestern schlicht die Lust am Fach vergangen. Ich habe dann auf Deutsch gewechselt (was ich in der Schule abgewählt hatte, bei uns war das irgendwann möglich).


    Mit meinen Fächern bin ich sehr glücklich (obwohl Deutsch sehr zeitaufwändig ist wegen der Korrekturen, bietet es auch viel Ausgleich für die eher analytischen Wirtschaftsfächer). Hätte ich nicht sofort im Anschluss an das Referendariat eine Stelle bekommen, hätte ich aber Mathe weiterstudiert.

    Man muss Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten.“

    Elie Wiesel

  • Also mein Weg zu meiner jetzigen Fächerkombination war etwas länger und holpriger - nachdem ich erst Mal auf Magister studiert hatte und ziemlich schnell feststellte, dass ich beruflich doch lieber etwas anderes machen möchte, habe ich auf Lehramt gewechselt, Fächer Deutsch und Technik - ich dachte, das bisschen basteln, sägen und so, das kriege ich schon hin... tja, das Studium ist aber angewandte Physik und ergo so überhaupt gar nicht für mich, also hab ich das ganz schnell sein gelassen. Und stattdessen Pädagogik gewählt.
    Habe mich auch brav bis zur Zwischenprüfung durchgeqält, obwohl ich es sterbenslangweilig fand (und mein Päda GK in der Oberstufe war auch nicht der Knaller gewesen).
    Nach vielen Gesprächen mit meiner Familie - die mich immer wieder fragte, warum ich Trottel eigentlich kein Englisch studieren würde, immerhin war ich ein Jahr in Kanada und spreche die Sprache ziemlich gut (dagegen sprachen alte (beiderseitige) Aversionen meiner Englischlehrerin gegenüber, außerdem hatte ich da trotz LK nur mittelmäßige Noten, was sich jedoch im Studium sehr schnell änderte, da war ich auf einmal richtig gut, zu meiner eigenen Überraschung) - also habe ich schließlich auf Englisch gewechselt.


    Letzendlich hab ich jetzt also mein Staatsexamen für SekII/I (also für die Jahrgangsstufen 5 - 13) in den Fächern Deutsch und Englisch - und das waren auch meine Leistungskurse.


    Übrigens noch eine kleine Ergänzung zum System in NRW.
    Das wurde jetzt zum einen auch auf die neuen Lehramttypen umgestellt (also Lehramt für Grund-,Haupt-, Realschule mit verschiedenen Schwerpunkten, Lehramt für Gymnasium/Gesamtschule und so - genau kenne ich mich da nicht aus).
    Bei mir war das auch nicht so, dass die, die auf Sek I studieren (auch nicht die, die auf Primarstufe studieren), getrennt von den Sek II oder Magister Studenten waren. Alle wählten sich halt ihre Kurse aus dem jeweiligen Angebot - natürlich gab es gewisse Themen, die eher Primarstufler oder eben Magisterleute ansprachen, aber grundsätzlich waren wir alle zusammen. Muss DoroNRW da also - aus meiner Erfahrung heraus - widersprechen.
    Natürlich unterschieden sich die Studien- bzw. Prüfungsordnungen (es scheint schon so zu sein, dass je jünger die späteren Schüler um so mehr Pädagogik-Anteil im Studium - weiß ich aber nicht sicher).


    Ich hab mich für SekII/I entschieden, weil ich eben auch den Wechsel zwischen den Kleinen und den Großen spannend finde - ich hatte vorher ein Praktikum in einer Grundschule und in einer Schule für - wie hieß das jetzt noch in P.C.? - "Verhaltensauffällige"? (Bitte korrigiert mich, wenn der Ausdruck falsch ist) gemacht, aber das war beides nichts für mich.
    Das Praktikum an einer weiterführenden Schule fand ich da spannender - gerade den Wechsel von einer super gelangweilten, pubertierenden 9. Klasse zu einer völlig überschäumenden, total motivierten, hyperaktiven 5. Klasse (die endlich Englisch lernen durften und darüber völlig begeistert waren :D ) fand ich spannend - wenn vermutlich auch nicht immer leicht zu verkraften - dazwischen lagen fünf Minuten, in denen man von einem Ende der Schule zum anderen rennen durfte, also nichts wirklich mit Erholung.
    Und Oberstufenkurse sind bestimmt auch interessant.


    Man wird dabei halt immer wieder völlig anders gefordert, muss auf sehr unterschiedliche Bedürfnisse eingehen und individuelle Zugänge finden - das finde ich spannend.


    Und was die Sache mit den zwei Korrekturfächern angeht... das lasse ich mal auf mich zukommen (mal mehr und mal weniger gelassen). ;)

    "Et steht übrijens alles im Buch, wat ich saje. ... Nur nit so schön." - Feuerzangenbowle

  • Hallo Katta!


    Zitat

    katta schrieb am 27.04.2006 15:43:
    ich hatte vorher ein Praktikum in einer Grundschule und in einer Schule für - wie hieß das jetzt noch in P.C.? - "Verhaltensauffällige"? (Bitte korrigiert mich, wenn der Ausdruck falsch ist) gemacht, aber das war beides nichts für mich.


    Mir solls relativ egal wie man es nennt, ist sowieso gehupft wie gesprungen! Da du es aber politisch korrekt haben willst:


    Das heißt jetzt seit neuestem Förderschule Schwerpunkt sozial- emotionale Entwicklung!


    LG, Sunny!

    Tschacka!


    <img src="http://img113.imageshack.us/img113/6624/zwanzigklein7xb.jpg">

  • katta hat Recht - Die Infos von DoroNRW zum Lehramtstudium in NRW sind nicht mehr ganz aktuell.


    In NRW studiert man seit 2003 Lehramt für Grund-, Haupt-, Real- und Gesamtschule (GHRGe). Dabei wählt man entweder den Schwerpunkt Grundschule oder den Schwerpunkt Haupt-, Real- und Gesamtschule. Nach dem Ref bekommt man die Lehrbefähigung für die Klassen 1 bis 10 - egal welchen Schwerpunkt man hatte. Die Regelstudienzeit beträgt bei beiden Schwerpunkten 7 Semester.


    Die Alternative ist das Lehramt für Gymnasium und Gesamtschule (GyGe). Die Regelstudienzeit beträgt hier neun Semester.


    Mein Tipp zur Fächerkombination: Studiere das, was Dir Spaß macht! Das muss nicht unbedingt ein Fach sein, in dem Du in der Schule sehr gut warst. Auch ein mittelmäßiger Grundkurs ist Grundlage genug, wenn die Motivation stimmt. An der Uni werden die Karten neu gemischt.
    Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Entscheidung!

  • Sorry,
    Katta und Finchen haben natürlich recht.
    Zu meiner Zeit und an meiner Uni war das so wie von mir beschrieben, aber offensichtlich dreht sich die Welt dort noch weiter, obwohl ich weg bin 8o;)

    • Offizieller Beitrag

    Hallo cassi,


    ich hatte Bio und Deutsch als LKs. Deutsch zu studieren kam für mich nie in Frage, obwohl ich mich gut ausdrücken kann und auch an Literatur interessiert bin. Aber die Aussicht, Linguistik, Mittelhochdeutsch und Althochdeutsch zu studieren, dann das Latinum nachzumachen und dafür schlechte Chancen auf eine Stelle zu haben, sprach mich nicht so an.
    Musik war immer klar, da gabs aber keinen LK, ich hatte nichtmal durchgängig GK, allerdings werden in Musik völlig andere Fähigkeiten im Studium gefordert als in der Schule. Zuerst hatte ich Bio als 2. Fach (höheres Lehramt), aber nur 1 Semester. Die beiden Fächer waren in einer halbwegs akzeptablen Studienzeit nicht zu vereinbaren. Bio hatte 16 SWS im 1. Semester, 12 im 2., 14 im 3. etc. Und das, wo 20 empfohlen werden, grad mit Musik als erstem Fach (Übungszeit). Außerdem fand ich das lang nicht mehr so interessant wie in der Schule.
    Danach habe ich auf Mathe gewechselt, dort hatte ich einen GK. Ich fand es sehr heftig (Studium für Sek I). Wenn du in Mathe "mal gut und mal schlecht" warst, würd ich mir das sehr gut überlegen. Du musst vor allem abstrakt denken können und viele Beweise führen, rechnen ist nicht mehr so gefragt.


    Grüße,
    Conni

    SCHOKOEIS!


    Ich lese und schreibe nach dem Paretoprinzip.

Werbung