• Ich weiß, bei dem Thema Tintenkiller scheiden sich die Geister. Dennoch würde mich interessieren, wie ihr es handhabt.


    Ich habe im letzten Schuljahr eine vierte Klasse übernommen und die waren den Tintenkiller schon gewohnt.


    Nun hab ich eine dritte Klasse und mache es so, dass die Kinder erst fragen müssen, bevor sie den Tintenkiller benutzen. Kindern, die bereits mit dem Tintenkiller gut umgehen, habe ich erlaubt ihn zu benutzen ohne zu fragen (im Hausaufgabenheft klebt auch ein Aufkleber "Ich darf den Tintenkiller benutzen).


    In unserer ersten Arbeit war der Tintenkiller allerdings gar nicht erlaubt und so werde ich es auch bei unserem Diktat übermorgen machen. Fände es unfähr, wenn da einige jeder zeit killern dürfen und andere nicht.


    Wie macht ihr es? Habt ihr Regeln aufgestellt?


    Würde mich über einen Erfahrungsaustausch freuen!

  • hallo!


    meine kinder dürfen den killer benutzen, allerdings nicht, um mehr als ein wort zu killern. muss mehr als ein wort "entfernt" oder neu geschrieben werden, heißt es durchstreichen. ich finde, sonst siehts echt eklig aus.

  • Ich möchte mich hier mal anschließen:
    Wie geht ihr mit den neuen, radierbaren Stiften um, die viele Leher auch gerne zum korrigieren nehmen? (Frixion balls?!)
    Habe heute einen Englischtest schreiben lassen und in der Klasse hatten viele Schüler nur Bleitstifte oder ausradierbare Stifte...


    Ich stehe vor dem Tintenkillerproblem noch nie, finde aber die "eine-Wort-Lösung" gut! (und in Tests dann gar nicht)

  • Wenn man einen "ausradierten Text" kurz ins Gefrierfach legt, soll die Schrift wieder sichtbar werden (habe ich bisher noch nicht ausprobiert...). Bedeutet wohl, dass man im Winter nicht mit radierten Texten durch die Gegend laufen sollte :)

  • Zitat

    Original von Friesin
    auch für Lehrer gilt bei uns ein absolutes Killer- und Radierverbot.
    Und Leistungskontrollen mit Bleistift gehen schon gleich gar nicht. 8oSind nicht bewertbar.


    Ist in der Grundschule teils noch anders - zumindest bei den "Kleinen" - die fangen ja erst Mitte der 2 mit dem Füller an.
    Aber sonst sehe ich das auch so. Habt ihr das auf Konferenzen so beschlossen oder wie handhabt ihr das? Ich habe das Gefühl, meine Kollegen stört das nicht so sehr.. In meiner Klasse kann ich das ja problemlos durchsetzen - aber in jeder Reli-Musik-Englisch-Klasse - das ist echt Sisyphus-Arbeit!

    • Offizieller Beitrag
    Zitat

    Original von Schmeili


    Ist in der Grundschule teils noch anders - zumindest bei den "Kleinen" - die fangen ja erst Mitte der 2 mit dem Füller an.
    Aber sonst sehe ich das auch so. Habt ihr das auf Konferenzen so beschlossen oder wie handhabt ihr das? Ich habe das Gefühl, meine Kollegen stört das nicht so sehr.. In meiner Klasse kann ich das ja problemlos durchsetzen - aber in jeder Reli-Musik-Englisch-Klasse - das ist echt Sisyphus-Arbeit!


    das war eine feste Grundregel, schon als ich vor 2 Jahren hier anfing. Denke aber, dass das von "oben" kam. Grund:mögliche spätere Manipulationen.
    Bleistift ist eben nicht dokumentenecht.
    Im letzten Schulajhr habe ich die Partien einer Klassenarbeit, die mit Bleistift geschrieben waren, nicht gewertet.
    Aber wie gesagt, es handelt sich ja auch um deutlich ältere Schüler ;)

  • Also bei mir dürfen die Kinder Tintenkiller nehmen, wenn es darum geht, dass etwas besonders schön geschrieben werden soll. Besonderes Büchlein, Gedicht, Schmuckblatt.... Also wenn es um das Schönschreiben geht. Ansonsten nicht, weil ich auch finde, dass es viel Zeit verbraucht bis was ausgekillert und drübergeschrieben ist.

  • Bei mir sind Tintenkiller in allen Heften streng verboten. Fehler werden einmal sauber durchgestrichen. Am meisten stört mich nämlich, dass die Flüssigkeit durch das Papier zieht und auf der nächsten Heftseite dann plötzlich Buchstaben und Wörter verschwinden. Auf Schmuckblättern kann ich notfalls damit leben. Klassenarbeiten lasse ich immer mit Füller schreiben; ich habe mehrfach die Erfahrung gemacht, dass Kinder Fehler mit Bleistift einfach ausradieren und verbessern.

  • Hatte jetzt einen Durchgang mit Tintenkillern. Die Kinder haben zwar nicht geschummelt... oder ich habs nicht gemerkt... aber mir ging zuviel Zeit mit all dem Gekillere verloren. Noch ein Stift, der auf den Boden fällt, dessen Kappe verloren gehen kann, dessen Kappe in der Füllerkappe feststeckt, wegen dem Schüler Gespräche mit dem Nachbarn führen müssen...
    Nun habe ich eine neue dritte Klasse und jetzt wird nicht gekillert.
    Bin gespannt, wie es diesmal läuft.

    Das Leben ist unberechenbar. Iss das Dessert zuerst!

  • Ich habe jetzt eine 3. Klasse in Deutsch bekommen. Ich habe die Tintenkiller bisher nicht verboten. Bin mir aber nicht sicher, ob es sinnvoll ist. Die Regel einfach wieder zu ändern ist auch blöd, oder? Bei uns scheiden sich auch die Geister im Kollegium...

  • Ich hab mit meinen jetzt mit dem Füller angefangen und von vorneherein den Killer verboten - sowohl den Kindern gegenüber als auch im Elternbrief auf der Materialliste.
    Einmal gekillertes, was dann wieder falsch ist, muss ja dann auch ausgestrichen werden, dann gibts eh ein Geschmier, billige Killer taugen sowieso nix.


    Also können sie auch gleich das ordentliche Ausstreichen lernen.
    Wobei ich weiß, dass es bei uns an der Schule auch jeder Kollege individuell handhabt.

    Bei der Erziehung muß man etwas aus dem Menschen herausbringen und nicht in ihn hinein. (Friedrich Fröbel)

  • Bei mir ist der Tintenkiller verboten. Ich finde es gibt hässliche Flecken und manchmal wird das Heft durchlöchert.
    Außerdem möchte ich auch sehen, was die Kinder für Fehler machen, oder ob es nur Abschreibfehler sind.


    LG
    Nici

  • So, jetzt mal in Tintenkiller- Befürworter - Post:
    Meine dürfen /sollen killern, wenn sie etwas falsch haben. Genauso, wie sie radieren sollen, wenn sie mit Bleistift was falsch geschrieben haben.


    Jeder macht Fehler und es ist toll, wenn man sie überhaupt bemerkt :D und korrigiert.
    Es ist einfach schöner, wenn nicht immer was durchgestrichen ist oder drüber geschrieben wurde und somit der Fehler einem immer ins Auge springt . Ich weiß noch aus der eigenen Kindheit, wie sehr man unter Druck ist, weil man es ja schön machen will (!) und genau dann passiert so ein blöder Fehler und alles, was man sich vorgenommen hat, ist im Eimer.


    Weil meine Kinder radieren und killern dürfen, tun sie es auch nicht bis zum Abwinken und wenn etwas mal nicht so wichtig ist (wie z.b.am Notizblock), dann streichen sie ohnehin durch.


    Wenn der Killer und der Radierer nicht so überbewertet werden, dann werden auch Häufigkeit und Art des Gebrauchs normal bleiben.

  • Also bei mir ist "Killern" erlaubt. Man kann den Kindern ja auch beibringen, wie man richtig killert, ohne Löcher, verlaufene Schrift usw. Und bei längeren Sachen: ordentlich durchstreichen, das kann auch üben.
    Bei Klassenarbeiten/ Diktaten ist es wohl sinnvoll den Killer zu verbieten.

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