Dauerhaft halbes Deputat

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    • Dauerhaft halbes Deputat

      Moin,

      ich würde mich über Erfahrungen zur (dauerhaften) Stundenreduzierung auf 50% freuen. Dies ist ja durchaus möglich, sofern keine "dienstlichen Gründe" dagegen sprechen. Wie wahrscheinlich ist dies dauerhaft bzw. längerfristig durchzusetzen?

      Ein paar Eckdaten: Ich befinde mich derzeit im Referendariat (Niedersachsen, Sek I Engl./Pol.) und habe im Februar meine Prüfung. Meine Leistungen sind gut (im 2er Bereich vorbenotet) und meine Schulleitung würde mich gerne einstellen (ich nehme mir jedoch erst einmal eine Auszeit und werde auf Reise gehen). Mit den SuS und Kollegen komme ich sehr gut klar. Soweit keine Probleme, hört sich ja ganz gut an.
      Allerdings leidet mein Privatleben enorm. Soziale Kontakte habe ich fast alle abgebrochen, obwohl ich viele Freunde haben und diese auch den Kontakt suchen. Ich habe irgendwie meine innere Ruhe verloren und in mir herrscht weitgehend Leere. Ich fühle mich meist überarbeitet und zweifle derzeit stark daran, dass ich in diesem Job glücklich werde, obgleich ich denke, dass es eine durchaus sinnvolle Tätigkeit ist.
      Ich bin 30, m, ledig, und sehe mich mehr oder minder als Minimalist und in vielen Lebensbereichen als Konsumverweigerer. Mit anderen Worten: ich komme mit sehr wenig Geld aus. Zeit (auch für meine innere Ruhe) ist mir wichtiger.

      Daher würde ich gerne wissen, ob jemand hier Erfahrungen mit einer dauerhaften 50% Stelle hat? Wird mensch auch mit 50% verbeamtet (wobei ich mir immer noch nicht sicher bin, ob ich mich überhaupt verbeamten lassen möchte - das widersstrebt irgendwie meinem Freiheitsgedanken...)
      Wieviel Geld bekommt mensch mit einer 50% Stelle, Sek I (müsste A12 sein) in z.B. Niedersachsen?
      Meine monatlichen Ausgaben würden sich in etwa so zusammensetzen:
      -200-300€ WG Zimmer
      -100-200€ Essen (erfahrungsgemäß)
      - ca. 100€ "Luxusausgaben"
      Da wäre ich bei 400-600€. Dazu kommt dann noch Krankenversicherung (momentan 67€; wieviel wäre das als verbeamteter/angestellter Lehrer?) sowie Diensthaftpflicht. Ansonsten halte ich nicht viel von Versicherungen. -Habe ich noch was wichtiges Vergessen?

      Über Erfahrungen, Anmerkungen, Tipps, etc. werde ich mich sehr freuen!
    • Nur zwei Sätze zum Drübernachdenken...
      In diesem Job reduziert sich leider nur der Stundenumfang und Aufsichten, MA-Verpflichtung, evtl. Teilnahme an Konferenzen
      Aber viele andere Dinge werden sich nicht reduzieren, so dass sich viel Teilzeit wieder in Luft auflöst (Klassenleitung, Elternarbeit)
      8) LG cubanita1

      Achte gut auf deinen Körper. Er ist der einzige Ort, in dem du leben kannst.
    • Hey dingsbums2,
      ich sehe das wie cubanita1: halbes Deputat bedeutet "nur" halbe Stundenzahl und halbes Gehalt, alle anderen dienstlichen Verpflichtungen hast du fast immer zu 100%.

      Wie viel Gehalt du bekommst, kannst du und alle anderen Bürger in den Besoldungstabellen nachlesen, das ist sehr transparent.

      Weiter bin ich eher skeptisch, ob Du Dir und der Schule/den Schülerinnen und Schülern als "mehr oder minder" Minimalist einen Gefallen tust, denn auch 50% der Regelstunden wollen doch zu 100% vorbereitet sein?! Du hast im Ref -wie ichs aus deinen Ausführungen rauslese- ja mitbekommen, dass die Schule kein Hort des Zeitvertreibs und des minimalistischen Müßiggangs ist...

      Gruß!
    • Ich berate ständig Teilzeitbeschäftigte, die die Stundenreduktion aus terminlichen Zwängen (Kinder, kranke Eltern, etc) vornahmen, und die sich darüber beschweren, dass Teilzeit mit 1/2 Stelle im besten Falle 3/4 Arbeit bei halbem Gehalt ist und sie vorne und hinten nicht mit der Zeit und den Anforderungen klar kommen.

      Schule eignet sich schlecht für Minimalismus, es sei denn, man steckt auch bei den Qualitätsansprüchen ganz massiv zurück.
      In letzterem Falle müsste man das den Schülern&Eltern noch verklickern, warum man Anforderungen an sie stellt und auch benotet, die man nicht an sich selber hat.

      Solche Kollegen gibt es dann natürlich auch - wenn auch sehr wenige... 13 Punkte für alle, und die Konflikte sind gelöst.
      Okay, im Abitur gibt es ein paar rüde Aufwachmomente. Aber nur für die Schüler.
      WE are the music-makers, and we are the dreamers of dreams,
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      yet we are the movers and shakers of the world for ever, it seems.
    • Du bist doch jetzt noch im Referendariat. Natürlich bist du überlastet und überarbeitet. Wer war das nicht im Ref? Ich würde vorschlagen, du wartest erst mal ab, wie es sich NACH dem Ref entwickelt. Du hast doch nur 1 Korrekturfach und keine Oberstufe, da müsste das doch eigentlich hinzukriegen sein.
      Meistens sind nur die ersten 1-2 Jahre stressig, danach wird alles besser. Nur Mut!

      Das mit der halben Stelle und der 3/4 Belastung kann ich nur bestätigen aus leidlicher eigener Erfahrung. Mit Klassenleitung und allem kommt das nie hin mit der echten halben Stelle. Und ich ärgere mich täglich, dass ich nur das halbe Gehalt wie meine Kollegen bekomme, die teilweise auch ihren freien Tag haben und auch nicht länger in der Schule sein müssen.

      Überleg dir das gut.

      Apropos WG-Zimmmer: Bist du dir sicher, dass du auch mit 50 noch da wohnen möchtest? Bist du dir sicher, dass du nicht bald die Frau deines Lebens kennenlernst, die heiraten möchte und 2 Kinder von dir?
      Unsere Miete als Familie beträgt das 4-fache deiner Miete!!! Und wir geben mehr als das Doppelte für Essen aus. Und natürlich braucht man als Familie Versicherungen.

      Was ist eigentlich mit einem Auto? Kosten für Bus und Bahn???

      Deine minimalistischen Einstellungen hören sich sehr nach Student an. Vor 30 hatte ich die auch und kam prima klar. Aber jetzt, mit 39, Ehemann und 2 Kindern sieht das komplett anders aus.
    • Moin,

      erstmal vielen Dank für die vielen (leider eher unerfreulichen) Antworten. Zunächst muss ich ein Missverständnis ausräumen:

      Ich bezeichne mich als Minimalist. Das bedeutet: materieller Besitz spielt für mich eine sehr untergeordnete Rolle. Oder anders, ich kaufe mir in der Regel nichts (Klamotten bekomme ich umsonst aus Tauschläden; Möbel, immer die neueste Technik etc. brauche ich nicht; Ernähren tue ich mich zu einem großen Teil von dem, was die Gesellschaft wegwirft). Ich habe mich aus ethisch/politisch/ökologischen Gesichtspunkten dazu entschlossen. - Ein Auto werde ich mir auch nie zuelegen.

      Was die Arbeit angeht, bin ich eher Idealist bzw. Perfektionist. Ich wollte diesen Beruf ausüben, weil ich es besser als viele meiner damaligen Lehrer machen wollte. Wie gesagt, meine Ausbilder_Innen vom Studienseminar, meine Schulleitung, Kollegen_Innen, SuS und Eltern sind sehr von meiner Arbeit überzeugt. DAS ist nicht das Problem!
      - Mir ist ja auch klar, dass gerade meine hohen Ansprüche an mich und meinen Unterricht genau das Problem darstellen, welches ich habe. Ich könnte es jedoch nicht ertragen, tagein, tagaus den SuS irgendeinen lieblosen Unterricht zu servieren. Das bin ich nicht, dann lasse ich es lieber gleich bleiben.
      Da ich, wie ich oben beschrieben habe, jedoch in finanzieller/materieller Hinsicht eher geringe Ansprüch habe, dachte ich eine halbe Stelle wäre genau das Richtige für mich.
      Wichtig ist mir jedoch neben der Arbeit noch Zeit für andere Dinge zu haben...

      @Anna-Lisa: Klar, das Ref ist ne harte Zeit. -Wenn ich mir jedoch meine Kollegen_Innen anschaue, dann ist das definitiv nicht der Lebensentwurf, den ich anstrebe. Die sind nämlich auch nach mehreren Berufsjahren und viel Erfahrung in der Regel fast alle am Limit ihrer Kräfte (gut, is jetzt auch ne Gesamtschule, aber dennoch). Das möchte ich nicht!

      Sollte ich irgendwann mal eine Familie gründen, möchte ich meinen Lebensstil dennoch nicht groß verändern. Dafür ist meine Abneigung gegen den kapitalistischen Irrsinn zu groß (Entwarnung an alle besorgten Politiklehrer_Innen: ich kenne den Beutelsbacher Konsens und überwältige meine SuS nicht und stelle auch kontrovers dar!). Dennoch schließe ich nicht aus, nach einigen Jahren Berufserfahrung zur Not auf ne 2/3 oder 3/4 Stelle zu erhöhen...

      ... aber so wie sich die meisten Antworten hier anhören, werde ich mir wohl lediglich das zweite Staatsexamen als Plan B abholen und mich dann umorientieren (oder nach meiner Rückkehr evtl. doch mal die halbe Stelle erstmal ausprobieren).
      Es ist sehr Schade, dass die Rahmenbedingungen hierfür so ungünstig sind.
    • vielleicht wäre es hilfreich, sich zu überlegen, wie man mit voller Stelle dennoch gut für seine eigene seelische Gesundheit sorgenkann, so in Richtung Burn Out Prophylaxe.
      Dass du nach dem ref auch mit halber Stelle deine Stunden nicht so aufwändig vorbereiten kannst wie im Ref, weißt du bestimmt schon ;)
      Aber zwischen Perfektionismus und lieblosem Unterricht gibt es ganz viele Zwischenstufen, bei denen man guten Unterricht macht und dennoch Zeit für die (anderen :D ) schönen Dinge des Lebens findet.

      Deine finanzielle Rechnung mag monetan für dich noch passen. Auch mit halber stelle wird dein KV-Beitrag steigen, im Ref gibt es ja Sonderkonditionen.
      Hast du schon mal an die Rente gedacht? (nicht wissend, welche Ansprüche du mit 67 haben könntest)
      pingo, ergo sum
    • Ich wünsche mir einen Erfahrungsaustausch über ein halbes Deputat . Ich habe nicht nach Belehrungen gefragt, wie ich mein Leben führen sollte und finde es schon etwas anmaßend, wenn eine bewusste Entscheidung, die in letzten Jahren in mir gereift ist, hier in gewisser weise als naiv abgetan wird (svwchris).
      Die Informationen über meinen Lebensstil habe ich lediglich formuliert und jeden Hinweis auf finanzielle Nachteile im Keim zu ersticken und nicht um eine normative Diskussion vom Zaun zu brechen.

      Deshalb bitte ich darum, lediglich über das Thema des Beitrages zu schreiben. - Gibt es an euren Schulen gute Regelungen für Teilzeitkräfte? Muss an euren Schulen an allen Konferenzen teilgenommen werden? Wie sieht es mit dem Korrekturaufwand aus? usw. usf. - Das sind Informationen die mich interessieren (und nicht ob es jemanden juckt, wenn ich aus der Tonne esse).

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dingsbums2 ()

    • Ein praktischer Hinweis noch: Eine Kollegin mit einer halben Stelle sagte, dass alles für sie immer so neu sei: Kein Wunder, weil man jedes Jahr andere Jahrgänge hat. Zwischendurch passiert in den Rahmenrichtlinien / Curricula was Neues, dann ist das auch wieder neu, alles muss immer neu geplant werden. Sagt sie.

      Wenn hingegen Du eine sagen wir mal 3/4-Stelle hast, dann bekommst Du öfter Jahrgänge, die Du schon mal hattest, wo Dir bei der einen oder anderen Unterrichtseinheit noch ein bisschen im Gedächtnis ist, wo Probleme oder interessante Punkte für Schüler sind etc. Es läuft irgendwie alles runder und ist unterm Strich ökonomisch ergiebiger, wenn Du nicht nur eine halbe Stelle arbeitest. Mit 'ökonomisch ergiebiger' meine ich nicht nur den Geldverdienst, sondern auch den ganzen Denk- und Planungsaufwand mit eingerechnet.

      Dies wurde nämlich noch gar nicht gesagt.

      Ansonsten gibt es an meiner Schule -wie wohl an den meisten- keine "speziell guten Regelungen" für Teilzeitlehrkräfte: Natürlich wird versucht, ihnen mindestens einen freien Tag zu ermöglichen, und sie haben logischerweise weniger Unterricht. Aber Konferenzen, Aufsichten usw usw sind gleich. An meiner Abordnungsschule, in der ich zwei Jahre lang war, ist es ebenso (falls mir nichts an Infos durch die Lappen gegangen war; hatte nicht speziell dadrauf geachtet).

      Es ist allerdings so, dass auch schon wenige Stunden Reduktion ziemlich viel bringen. Ich habe dieses Schuljahr wegen diverser Dinge nur 20 Stunden, das finde ich durchaus ziemlich wenig. Und ich habe gefühlt viel Zeit für meine Hobbies, auch wenn diese Zeit knapp und kostbar ist... Ich bezweifele ein bisschen das "Mit einer halben Stelle arbeitet man de facto mindestens eine 3/4 Stelle." Aber das mag von Person zu Person und von Schule zu Schule unterschiedlich sein.

      Hamilkar
    • an meiner Schule sind sehr viele Kollegen, die Teilzeit machen. Ich selbst arbeitete dort auch erst unterhälftig.
      Ich war damit sehr unzufrieden, und zwar aus drei Gründen:

      1.
      Elternsprechtage, Klassenleitertätigkeit, Konferenzen, Aufsichten, Tag der offenen Tür, Projektwochen -- das alles war /ist für Teilzeitkräfte in fast demselben Umfang anberaumt wie für Vollzeitkräfte.

      2.
      Durch die seltenere Anwesenheit an der Schule bekam man einfach weniger mit. So war man mehr eine Randfigur im Schulgeschehen. Fand ich unbefriedigend.

      3.
      Die Fahrtzeit war natürlich dieselbe, wie wenn ich Vollzeit gearbeitet hätte. Stand aber anfangs in keinem Verhältnis zum Stundendeputat.

      Und darin sind noch nicht mal finanzielle Gründe eingerechnet.

      Eine besondere Regelung für Teilzeitkräfte habe ich noch an keiner Schule erlebt.
      Das Schulgesetz ist da je nach BL sehr schwammig.

      In manchen Bundesländern kannst du, soweit ich weiß, als Lehrer gar nicht dauerhaft um die Hälfte reduzieren. Das ist dann an bestimmte Vorgaben gebunden und von der Anzahl der Jahre limitiert -- korrigiere mich jemand, wenn das nciht mehr aktuell ist ;)
      pingo, ergo sum
    • Ich will nur drei Dinge zu bedenken geben:
      1. Die freie Zeit, die du durch die halbe Stelle gewinnst, liegt nicht unbedingt zu den Zeiten, wo deine Freunde auch Zeit haben.
      2. Je nach Teilzeitregelung in deinem Bundesland/deiner Schule hast du wahrscheinlich einen freien Tag, aber an den andren Tagen ggf. einen "löchrigen" Stundenplan, sodass die 50%-Reduktion nicht unbedingt "50% der Woche zur freien Verfügung" bedeutet.
      3. Teilzeit hat drastische Auswirkungen auf deine Pensionsansprüche. Etwas an das man als junger Mensch vielleicht nicht so als allererstes denkt.... also ich zumindest erst, seitdem ich die (Teilzeit)Folgen im Bekanntenkreis sah.
    • Wie viel Zeit man für sich hat bzw. für sich nimmt, ist nicht (nur) eine Frage der Deputatshöhe.
      Man muss sich mit höherem Deputat besser organisieren, damit man auch Freiräume hat, viele Kolleginnen und Kollegen schaffen das.
      Ich finde auch, dass die Nachteile eines sehr niedrigen Deputats überwiegen, aus den Gründen, die hier schon häufig notiert wurden.
      Ich würde auch dazu raten, mit 3/4-Deputat oder so anzufangen und dann schauen, wie sich alles einspielt. Nach einem oder zwei Jahren kannst du dann ja immer noch eine "stellenwirksame Änderung" (so heißt das bei uns) abgeben.

      Zu der Frage, ob Schulen Teilzeitkräften entgegenkommen:
      bei uns gibts keine speziellen Regelungen, wir bemühen uns aber, einen freien Tag "herzuzaubern" (bei manchen Fächerkombinationen udn Verschienungen grenzt das manchmal an wahre Zauberei ;) ), eine Garantie gibts aber für nix. Es ist auch selbstverständlich, dass man an allen Konferenzen teilnimmt, alles andere macht keinen Sinn (z.B. halbe GLK, halbe Zeugniskonferenz, ...)
    • Anna Lisa schrieb:

      @Meike: Was rätst du denn dann diesen Teilzeitkräften? Das würde mich sehr interessieren. Denn ich wäre wohl auch ein guter Kandidat für deine Beratung.
      Das ist individuell verschieden und sehr komplex - können wir mal in'nem anderen thread machen. Reicht von Einzelfallberatung mit wirklich individuellen Umständen bis zum Abschluss von DVs für ganz Schulen.
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    • dingsbums, hier schreiben alle, was sie wollen, egal, was du hören möchtest.

      Was die Erfahrungen mit Teilzeit angeht, kann ich alles aus eigener Erfahrung bestätigen. Klar, man hat weniger Stunden und manchmal freie Tage. Aber den ganzen anderen Kram nimmt man halt auch mit.

      Gerade wenn du etwas höhere Ansprüche hast, wird es dich irgendwann ärgern, dass du nicht richtig drin bist mit Teilzeit. Du bist weniger da, man wird dich weniger oft ansprechen, dich weniger oft einbeziehen. Vielleicht wirst du dich ärgern, dass du weniger Geld bekommst, und zwar eben auch anteilig. Zwei Parallelklassen unterrichten verursacht halt auch nicht doppelten Aufwand.

      Und nach ein paar Jahren hast du den Unterricht im Griff und brauchst ohnehin nicht mehr so viel Zeit zum Vorbereiten. Ich war nach ein paar Jahren überzeugt, dass sich Teilzeit einfach nicht rentiert, und vergiss nicht, die Ferien bleiben ja auch noch.

      Ich würde das Kind nicht mit dem Bad ausschütten und jetzt schon den Ausstieg planen. Was für ein Quatsch. Du kannst jetzt noch nicht wissen, was du in fünf Jahren denken wirst. Fang doch einfach an und dann siehst du es schon.
    • EXORBITANT WICHTIGE INFO:

      dgbrechtsschutz.de/recht/verwa…ondern-alle-taetigkeiten/

      Sollte der Beschluss des Bundesverwaltungsberichtes dann tatsächlich irgendwann mal in der Praxis umgesetzt werden, dann würde ich wohl auch nach meiner Reise mit einer reduzierten Stelle in den Dienst "zurückkehren". Die Hoffnung stirbt zuletzt!
    • dingsbums2 schrieb:

      Sollte der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichtes dann tatsächlich irgendwann mal in der Praxis umgesetzt werden, [...]
      Dieses Urteil wird in dem Moment "In die Praxis umgesetzt", in welchem die Lehrkräfte an der Basis (also Leute wie du und ich) endlich den Ar... hochbekommen und sich entsprechend des Urteils verhalten!

      Gruß !
      Mikael - Experte für das Lehren und Lernen
    • Nachteile, die man speziell als teilzeitbeschäftigter Lehrer hat, wurden bereits zur Genüge genannt. Es gibt aber auch einen sehr entscheidenden Vorteil: Als teilzeitbeschäftigter Lehrer hat man - im Gegensatz zu Beschäftigungsverhältnissen abseits des Katheders - vollen "Urlaubsanspruch". Davon können andere Beschäftigte nur träumen!
    • Sind die Chancen mit Englisch und Politik in NS derzeit so gut, dass man erstmal 1 Jahr rumgammeln kann?!

      PS:
      Mit einer 1/2 Stelle bloß nicht verbeamten. PKV bleibt gleich, sind also 200-300 Euro weg.
      Angestellter wenn machbar, ist besser.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Morale ()