Eltern fordern Fortbildungszwang für Lehrer in den Ferien

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  • ...und wieder - falsche Adresse.
    Wenn das so stimmt, müsstest du das diesen unterbelichteten Eltern mal erklären. Nicht uns.
    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
    Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
    Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)
  • wie wäre es mit einem Elternführerschein, bevor die überhaupt Kinder in die Welt setzen?

    Für Hunde gibts schließlich auch ne Halterprüfung...
    Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
    Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
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  • Worum geht's eigentlich? Inklusion oder die Tatsache dass "Ferien" und "Urlaub" für einen Lehrer zwei Paar Stiefel sind? Ja, ich finde, Fortbildungen sollten hauptsächlich in den Ferien stattfinden. Diese Zeit ist für uns lediglich "unterrichtsfrei" und darüberhinaus kann man in den Schulferien die gesetzlich geregelte Anzahl an Urlaubstagen beziehen. Inklusion muss mich zum Glück nicht interessieren.
  • Wollsocken80 schrieb:

    Diese Zeit ist für uns lediglich "unterrichtsfrei" und darüberhinaus kann man in den Schulferien die gesetzlich geregelte Anzahl an Urlaubstagen beziehen.
    Man,man. Da diskutieren wir hier seit Jahren darüber, dass gerade in Deutschland Lehrkräfte mit zig Zusatzaufgaben jenseits des Unterrichts belastet sind, für die z.B. die Schweizer großzügig Hilfspersonal eingstellt haben oder für die es Anrechungen gibt. Hier bei uns gibt es keine Assisitenz, die in der Chemiesammlung die Gläser spült, und auch keine hauptberuflichen IT-Administratoren, die auf Abruf für die Schulen bereitstehen. Das machen bei uns die Lehrkräfte alles nebenbei, all inclusive sozusagen. Hier gibt's auch keine Anrechnungen für irgendwelche Prüfungsabnahmen, irgendwelchen Verwaltungskram oder ähnliches. Praktisch jede Arbeitszeitstudie zeigt, dass Lehrkräfte trotz Ferien weitaus mehr arbeiten als andere Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst in Deutschland. Und außer in den Sommerferien ist praktisch jede Lehrkraft von weiterführenden Schulen in den Ferien mit Korrekturen von Klausuren oder Klassenarbeiten beschäftigt. Soviel zu Ferien und Urlaubstagen...

    Die Ferien dienen in Deutschland AUCH als Ausgleich für geleistete UNBEZAHLTE Überstunden in der Unterrichtszeit, neben dem Anspruch auf die "normalen" Urlaubstage. Und wenn sich jetzt irgendwelche Elternvertreter hinstellen und zusätzliche Pflicht-Fortbildungen in den Ferien fordern, dann ist das einfach nur eine bodenlose Frechheit und zeugt von völliger Unkenntnis der Rahmenbedingungen, unter denen deutsche Lehrkräfte arbeiten. Sollten sich solche Forderungen durchsetzen, dann gibt's demnächst aus Selbstschutzgründen nur noch "Dienst nach Vorschrift" in den Schulen, was dann die nächste öffentliche Empörungswelle über die "faulen Säcke" hervorruft...

    Gruß !
    Mikael - Experte für das Lehren und Lernen
  • Wollsocken80 schrieb:

    Diese Zeit [= Schulferien] ist für uns lediglich "unterrichtsfrei" und darüberhinaus kann man in den Schulferien die gesetzlich geregelte Anzahl an Urlaubstagen beziehen.
    Moin,
    wenn wir mal ganz platt auf die gesetzlichen 30 Tage Urlaub abheben und ich mir die ganzen Schulferien mit irgendwelchen Zusatzaufgaben zupflastern soll, dann will ich im Gegenzug aber auch den Urlaub dann nehmen können, wann ICH es will. Es wurde ja auch schon in der Privatwirtschaft geregelt (Bundesurlaubsgesetz §7), daß die Wünsche des Arbeitnehmers Vorrang haben. Selbst bei begründeten Betriebsferien (wäre ja bei uns gegeben: Schüler nicht anwesend), muß die Hälfte des Urlaubsanspruch frei durch den Arbeitnehmer geplant werden dürfen und eben nicht vom Arbeitgeber vorgegeben.

    Will sagen: Im Sommer brauche ich keinen Urlaub, dann ist es auch hier schön. Ich würde meinen kompletten Urlaub gerne so ab Mitte Januar bis Ende Februar nehmen und dann in den warmen Süden abhauen, wenn hier das Wetter unterirdisch ist. :pirat:
  • Wollsocken80 schrieb:

    Worum geht's eigentlich? Inklusion oder die Tatsache dass "Ferien" und "Urlaub" für einen Lehrer zwei Paar Stiefel sind? Ja, ich finde, Fortbildungen sollten hauptsächlich in den Ferien stattfinden. Diese Zeit ist für uns lediglich "unterrichtsfrei" und darüberhinaus kann man in den Schulferien die gesetzlich geregelte Anzahl an Urlaubstagen beziehen. Inklusion muss mich zum Glück nicht interessieren.
    Nein, kann ich nicht, denn da muss ich erstmal Überstunden abbummeln, wenn ich dann noch meinen Urlaub nehmen will, bleibt leider keine Zeit mehr für Fortbildungen. Außerdem sollte es doch bitte mir überlassen sein, wann ich das außerhalb des Unterrichts mache.

    Mikael schrieb:

    Die Ferien dienen in Deutschland AUCH als Ausgleich für geleistete UNBEZAHLTE Überstunden in der Unterrichtszeit, neben dem Anspruch auf die "normalen" Urlaubstage.
    Genau das, also ich zumindest habe da einfach keine Zeiten mehr für Fortbildungen übrig.
  • Mikael schrieb:

    Da diskutieren wir hier seit Jahren darüber, dass gerade in Deutschland Lehrkräfte mit zig Zusatzaufgaben jenseits des Unterrichts belastet sind, für die z.B. die Schweizer großzügig Hilfspersonal eingstellt haben oder für die es Anrechungen gibt.

    In meinem Arbeitsvertrag sind 25 Urlaubstage festgeschrieben. Ferienwochen haben wir genau wie ihr 12, das sind 60 Arbeitstage. Die letzte Arbeitszeiterhebung des LCH zeigt, dass schweizer Lehrer, vor allem die an den Gymnasien und Berufsschulen, mehr arbeiten, als deutsche Lehrer. Ich glaube dieses Jahr noch sollen aktuelle Zahlen veröffentlicht werden. Was genau willst Du also schon wieder von mir?
  • Freakoid schrieb:

    Ganz offiziell mit Gesetz und so? Wo steht das?
    Überlege dir selbst, wie es an den Schulen aussehen würde, wenn jeder Lehrer mit der Stechuhr herumläuft und nach 40 Wochenstunden nichts mehr macht: Da müssten einige Schulen schon freitags dichtmachen, in Hochzeiten (Abitur) müsste dann der Unterricht schon nach dem Mittwoch eingestellt werden. Und zu den Korrekturen: Ich nehme z.B. mehr oder weniger regelmäßig 3 Klausurensätze in die Weihnachtsferien mit. Und die müssen in den Ferien korrigiert werden, da kurz nach den Ferien die Semesternoten feststehen müssen...

    Gruß !
    Mikael - Experte für das Lehren und Lernen
  • Das ist eine interessante Frage. Unser Personalrecht schreibt lediglich die reguläre sowie die maximale Wochenarbeitszeit vor. Geleistete Überstunden sind innerhalb eines Jahres zu kompensieren. Mehr steht da nicht. Die Arbeitszeiterhebung des LCH ergibt, dass die durchschnittliche Arbeitszeit eines Gymnasiallehrers in den Ferien etwa 13 Zeitstunden pro Woche beträgt. Ich gehe davon aus, dass die während der Unterrichtszeit geleistete Mehrarbeit in den Ferien problemlos abgefeiert werden kann, selbst wenn da hin und wieder ein Tag Fortbildung dazukommt.
  • Zurück zum eingangs verlinkten Artikel:

    Es ist offensichtlich eine populisitsche Forderung von verbohrten Inklusionsbefürwortern, die merken, dass die ganze Inklusion vorne und hinten nicht funktioniert, und meinen, die Lösung läge darin, dass man die "faulen Säcke" zu 40 Stunden unbezahlter Mehrarbeit ("letzte Ferienwoche") verdonnert...

    Gruß !
    Mikael - Experte für das Lehren und Lernen
  • Und selbst wenn die das gerne hätten, ich korrigiere in den Ferien oftmals Klausuren, erstelle mündliche Prüfungen, arbeite am Stundenplan, bereite Kolloquien vor und dann natürlich auch Unterricht.
    In den restlichen Tagen habe ich Urlaub.
    Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.