Digitale Whiteboards statt Tafeln

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    • Möchte mal einwerfen, dass ich relativ grundsätzlich gegen diese Art von Digitalisierung bin.

      Das Thema ist ein riesen Fass, deshalb ganz kurz:
      - Die Umsetzung ist eine Katastrophe. "Unausgegoren" oder "auf dem Rücken der Lehrer" wäre noch stark untertrieben.
      - Auch in der Sache (!) halte ich es für fatal. Schüler, die keine Konzentration für kurze Texte haben, sollten genau das üben und nicht mit kurzen Videoclips etc. "motiviert" werden.
      - Dass Schulen neue Computer bekommen, für EDV-Räume und Lehrerzimmer, finde ich sehr wichtig (siehe Beitrag 60, plattyplus). Aber "Laptopklassen", "Tabletklassen", digitale Whiteboards usw. sind für mich (nicht nur, aber auch) angesichts von maroden Schulen, oder Schulen denen es sogar an maroden Räumen fehlt, einfach nur Unsinn (bei dem sich jemand eine goldene Nase verdient).

      Wir werden sehen, wie sich das entwickelt in nächsten Jahren. Ich bin der Meinung, dass Kollegen nicht freiwillig und unbezahlt zig Überstunden machen sollten weil unser Arbeitgeber uns damit im Regen stehen lässt.
    • Xiam schrieb:

      Landlehrer schrieb:

      Die digitalen Whiteboards haben sich als teure Spielerei herausgestellt, die nur noch als Beamer genutzt werden.
      Was allerdings nicht die Schuld der digitalen Whiteboards ist, sondern die Schuld der Kollegen, die das Ding eigentlich nur als Tafel weiter benutzen wollen und sich den Möglichkeiten, die es ihnen bietet, verweigern.
      Auch wir haben bei den älteren Modellen Kalibrierungsprobleme.
      Und wenn ich mit dem Smart Document Viewer eine Pdf öffne und mit den Schülern gemeinsam die T-Konten ausfülle ist das ganz toll. Speichert man es ab, wird die Schrift dicker und man kann es in die Tonne klopfen.

      Das ganze hat noch ein ganz anderes budgetarisches Problem.
      Schulen müssen ihr Budget jährlich ausnützen. Tun sie es nicht, dann wird es ihnen bei der nächsten Verteilunggekürzt und anderweitig umverteilt, da man ja anscheinend mit weniger klar kommt.

      Das zwingt Schulen regelrecht dazu Dinge anzuschaffen, deren Sinn höchst zweifelhaft ist. Die zweite Generation der SmartBoards ist etwas besser; bringt aber nichts wenn in bereits mehreren Zimmern die älteren Modelle stehen. Ich nehme wie viele die Kreidetafel dann.

      Letztlich ein tolles Beispiel wie Geld unsinnig verpulvert wird anstatt effizient damit zu hantieren.
    • Yummi schrieb:

      mit den Schülern gemeinsam die T-Konten ausfülle
      Wie machst Du das?

      Ich habe in der Abendschule das Problem, daß wir beim Buchen 20-30 T-Konten gleichzeitig offen haben und die muß ich dann alle auch an der Tafel haben. Da reicht einfach der Platz vorne und hinten nicht und ich nehme immer schon den Raum mit den größten Tafeln in der Schule. Abends hat man ja praktisch freie Raumwahl. Mit den kleinen elek. Whiteboards geht das doch gar nicht. *grübel*
    • Ursrünglich hatte uch nicht vor, mich andiesem Thread zu beteiligen. Die aufgeworfenen Fragen, sind nicht wirklich interessant. Beim Abwägen von "Vor- und Nachteilen" geht's doch mehr um Befindlichkeiten. Da findet der eine das praktisch und der andere das. Ich erwarte von jedem halbwegs seriös ausgebildetem Lehrer, dass er mit den zur Verfügugn stehenden Medien so umgeht, dass er das Optimum 'rausholt. Und das tun auch die meisten, wie ich das hier verfolge. Ob ich nun hier das Tafelbild zwischenspeichern kann oder da meine Schrift besser ist, dürfte nicht das Killerargument für das eine oder andere sein.

      Die Frage, wie sich das Medium auf die Lerneffizienz auswirkt und ob das den (finanziellen) Aufwand rechtfertigt, fänd' ich mal zu untersuchen interessant. Und? Gibt's das was? 'Ne seriöse Untersuchung? Bitte verlinken.

      Nun gibt es aber zwei Punkte die mich doch dazu bewogen haben, hier etwas zu sagen. Erstens:

      Nicolas schrieb:

      Die überwiegende Mehrheit der Kollegen sieht darin keine Vorteile bzw ist gegen diesen Austausch. Der Chef ist dafür.
      Zum einen geht es mir da auf den Keks, dass der, der am wenigsten Unterricht hält, am meisten zu sagen hat. Aber um blöde Chefs geht's hier gerade nicht, und vielleicht ist jener auch keiner. Ich frage mich doch ernsthaft, warum es ein Austausch sein muss. Welchen Vorteil hat es denn, die analogen Tafeln abzuschrauben? Ich kann mir nur vorstellen, dass es da um die Außenwirkung geht. Man möchte hat volldigital da stehen, den alten Scheiß braucht man nicht mehr. Oder?

      Wir haben seit einiger Zeit flächendeckend Beamer. In vielen Räumen wurde die ausrollbare Projektionsfläche so angebracht, dass sie über der Tafel hängt. Total praktisch, nichts mehr anschreiben zu können, wenn man etwas über den Beamer zeigt. Wir mussten uns den Mund fusselig sabbeln, aber mittlerweile wird bei Raumrenovierungen die Beamer-Fläche neben die Tafel geschraubt. Siehe da, geht auch. Dass ein elektrische Whiteboard implodiert, wenn eine Kreidtafel daneben hängt, kann ich mir nicht vorstellen.

      Zweitens:

      Xiam schrieb:

      Man kann natürlich in allem ein Haar in der Suppe finden. Die Kritik kommt meiner Erfahrung nach hauptsächlich von Kollegen, die ihre eingetretenen Pfade nicht verlassen wollen oder zu bequem sind, sich in die Möglichkeiten einzuarbeiten, die technischer Fortschritt ihnen bietet.
      Keine Ahnung, ob ich damit gemeint bin. Trotzdem finde ich es etwas anmaßend. Ich bin durchaus technik-affin. Ich bin ein digital hippy. In den 80ern ging es los mit Computern, und seit dem bin ich dabei. Ich bin nach wie vor begeistert von vielem, was technisch möglich ist. Trotzdem erlaube ich mir, den technischen Fortschritt nicht immer als Auslöser gesellschaftlichen Fortschritts zu sehen. Jedes Medium ist so gut, wie man es nutzt. Und da haben z.B. die Smartiephones, deren Multitouch-Technik mich immer noch den Hut ziehem lässt, vollständig verloren, wenn ich mir da die hospitalistisch tippenden und wischenden, jungen Menschen ansehe. Die tun mir echt leid.

      Aber wir waren bei Whiteboards. Solche habe ich benutzt. Auch diese fand ich technisch interessant. Trotzdem haben sie mich in der Anwendung nicht begeistert. Die Punkte wurden schon genannt. Die Möglichkeit, ein Tafelbild speichern zu können, wog für mich die fehlende Haptik beim Schreiben nicht auf. Beim Zeichnen war's noch schlimmer. Die Funktionsgraphen wurden nie so rund, wie sie sein mussten, sondern irgendwie krackelig. Letztendlich entstanden keine Tafelbilder, die sich zu speichern gelohnt hätten.

      Ich habe übrigens, schon lange bevor wir White-Boards hatten, Tafelbilder abfotographiert und Polylux-Folien gescannt, um sie den Schülern digital zugänglich zu machen. Das mache ich nur noch selten. Mir ist es wichtiger, dass die Schüler das Tafelbild im Prozess mitnotieren und dabei verstehen, was da dargestellt ist. Ich entwickele meine Tafelbilder interaktiv. Allerdings nicht in Interaktion mit einem Gerät, sondern in Interaktion mit den Schülern.

      Ich habe den elektrischen Tafeln nichts abgewinnen können, das die enormen Kosten rechtfertigt.

      Ja, es gibt Leute, die bei jeder Neuerung wegrennen. Die sind mir aber nicht mehr suspekt als die, die jedem Trend hinterherrennen. Trotzdem gibt es Leute, die sich mit der Sache auseinandergesetzt haben. Auf deren Argumente sollte man hören. Pauschales Gedonnner auf Technik-Feinde und Technik-Jünger bringt in der Sache nichts.

      Und ach ja:

      Xiam schrieb:

      Ihr werdet den Fortschritt nicht aufhalten, deal with it. Es glaubt doch wohl keiner im Ernst, dass man flächendeckend wieder auf Kreidetafeln zurück rüstet.
      Wenn das der Maßstab sein soll, dann hat der "Fortschritt" verloren. Kuck mal, in wie vielen Schulen immer noch Tafeln hängen. Und jetzt, da man überlegt, wie die nächste Generation digitalen Schnickschnacks aussehen könnte oder die Smartboards teilweise wegen kaputt längst abgeschraubt sind, hängen die Tafeln immer noch. Der angebliche Fortschritt kam so schleppend in die Schulen, dass er sich nie flächendeckend durchgesetzt hat.

      Xiam schrieb:

      Möglichkeiten, die es ihnen bietet, verweigern.
      So'n MIst. Dass ich etwas nicht nutze, heißt nicht, dass ich mich dem "verweigere". Ich bin noch nicht sehr lange im Beruf, aber eines habe ich bezüglich aller Trends und "neuen" Ideen schon verstanden. Es gibt weder die Zaubermethode noch das Zaubermedium. Wer glaubt, etwas gefunden zu haben, wie alle arbeiten sollen, irrt sich.

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    • plattyplus schrieb:

      Yummi schrieb:

      dann scrollt man halt hoch und runter
      Genau das hatte ich befürchtet. :daumenrunter:

      Yummi schrieb:

      30 T-Konten-Aufgaben sind schon heftig.
      Die wollen sich bei mir halt ihren Staatlichen Techniker bzw. Betriebswirt abholen, der inzw. dank Bologna-Prozeß ja mit dem Bachelor-Abschluß gleichgesetzt wird. Da muß schon was mehr kommen als in der Realschule.
      Auch am WG machst du keine 30-T-Konten-Aufgaben ;)
      Aber ich weiß ja dass dies bei euch in den Prüfungen verlangt wird

      Was das scrollen angeht; klingt schlimmer als es ist. Mir nervt nur, dass es beim abspeichern völlig das Schreibformat zerschlägt. Du kannst dies dann nicht mehr nutzen.

      Deshalb ist eine Dokumentenkamera mit Beamer um Welten besser für mich. Und kostet erheblich weniger
    • O. Meier schrieb:

      Beim Abwägen von "Vor- und Nachteilen" geht's doch mehr um Befindlichkeiten.
      Nein, es geht nicht nur um "Befindlichkeiten". Die Technik muss einfach funktionieren, und das tut sie aus diversen Gründen oft nicht: Entweder weil das System an sich Murks ist (z.B. die genannten Beispiele, in denen sich interaktive Whiteboards andauernd dekalibrieren), oder weil irgendein Schüler / Lehrer irgendein Kabel herauszieht, egal ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt, oder weil irgendeine Software rumzickt, und sei es Windows, das zu Beginn der Unterrichtsstunde auf die Idee kommt irgendwelche Updates zu machen oder einen Neustart erzwingt, oder weil spontan ein Hardwaredefekt auftritt oder mal wieder das Internet ausfällt.

      Und für den Fall, dass es nicht funktioniert, muss SOFORT professioneller Support bereitstehen, der das Problem am Besten noch in der Unterrichtsstunde behebt, und nicht erst in zwei Wochen, wenn der zugekaufte Support mal wieder an der Schule ist. Selbstverständlich kann das auch nicht Aufgabe eines Kollegen gegen lächerliche Entlastungsstunden (wenn überhaupt) sein, der selber Unterricht halten muss oder Klausuren korrigieren muss oder einfach auch nur ein Privatleben hat.

      Es braucht einfach einen ausgebildeten IT-Fachmann AN JEDER SCHULE, der sich um sowas zeitnah kümmern kann. Aber das wird nicht passieren, da es erstens zu teuer ist und zweitens der ÖD mit dem, was er bezahlt, in diesem Bereich aktuell sowieso nicht konkurrenzfähig ist, wenn man FÄHIGE Leute haben will.

      Gruß !
      Mikael - Experte für das Lehren und Lernen

      "In theory there is no difference between theory and practice. In practice there is." (Yogi Berra)
    • Mikael schrieb:

      Nein, es geht nicht nur um "Befindlichkeiten". Die Technik muss einfach funktionieren
      Richtig. Meine Bemerkung bezog sich auf die Annahme, dass die Medien wie vorgesehen funktionieren. Dann ergeben sich Vor- und Nachteile, die nicht der Rede wert sind. Mit der Missachtung der technischen Einschränkungen, da hast du wohl recht, hätte ich dann aber den wesentlichsten Nachteil der elektrischen Medien ausgeblendet.

      Letztendlich könnten die Dinger ja funktionieren. Es sind halt technische Geräte, keine magischen Artefakte. Das kann man in den Griff kriegen. Nur an den Schulen funktionieren sie nicht zuverlässig. Es ist halt so, dass keine schulische "Innovation", seien es nun Lernfelder oder Smartieboards, jemals zu Ende gedacht wurde. Insofern funktioniert also nie etwas.

      Als ich an meine jetzige Schule kam, hatten wir untaugliche Kreide. Auch das war nicht zu Ende gedacht. Es wurde der billigste Mist eigekauft. Gespart haben wir nichts. Das Zeug brach ständig ab und wir haben mehr davon als Krümel und Brocken weggeschmissen, als zum Schreiben verwendet. Mittlerweile haben wir anständige Kreide (allerdings immer noch keine gute). Wenn es nach den Beschaffern ginge, würden noch nicht mal die Analog-Tafeln zuverlässig funktionieren.
    • Xiam schrieb:

      Das Smartboard ersetzt Tafel, Medienwagen, Cassettenrecorder, DVD-Player, Fernseher, OHP etc. pp. und ist immer Verfügbar ohne sich in irgendwelche Listen eintragen zu müssen. Halleluja.
      Ich habe mich noch nie in eine Liste eintragen müssen, um eine Tafel zu verwenden. Aber ja, auch die übrigen genannten Geräte sollten flächendeckend verfügbar sein. Inwiefern ersetzt das Smartboard den DVD-Player? Haben die tatsächlich ein entsprechendes Laufwerk? Oder ersetzt der angeschlossene Rechner den Player und das wichtige Smartboard spielt nur Beamer?

      Das geht aber auch nur dann ohne Liste, wenn in jedem Raum beides steht.

      Als wir damals Rechner in jeden Klassenraum kriegten (Beamer hingen vielerorts schon), habe ich vorgeschlagen auch für jeden Raum einen DVD-Player anzuschaffen und fest mit dem Beamer zu verlöten. Neinnein, sprach der Mann vom Schulträger. Man könne ja am Computer DVDs abspielen, das mache er auch so. Blabla. Als dann die Kollegen die DVDs einlegten, öffnete sich der Windoofs Media Bläher mit der Meldung, dass hier mal gar nichts abgespielt würde, es gäbe kein MPEG-2-Codec, machte aber direkt ein Angebot, einen solchen käuflich zu erwerben. Ganz großes Kino. Dann kam die Wartungsfirma und installierte überall VLC. Keine Ahnung, was das gekostet hat. Beim Austauch der Rechner letztes Jahr wurden dann direkt welche ohne optische Laufwerke bestellt. Macht ja nichts, kann man ja nachrüsten, kostet ja nur etwas mehr.

      Ja, da rolle ich lieber den Fernsehwagen in den Klassenraum und lege eine Betamax-Kassette ein, bevor ich mich über das ganze Gestümper aufrege.

      Letztendlich ist's mir wurscht, ob es technische Gründe sind oder Unfähigkeit der Verwaltung (gerne gepaart mit Besserwisserei und Überheblichkeit). Wenn's zweimal nicht funktioniert, probiert man's kein drittes Mal.

      Apropos 'reinrollen: Wir hatten mal Laptopwagen. Je einen für zwei Flure (die übrigen Klassenräume waren außen vor). Die wurden nie benutzt. Die standen da nur 'rum. Insofern, ja, eine Voraussetzung ist sicherlich die Verfügbarkeit im Klassenraum. Anschalten, Booten etc. dauert schon lang genug. Buchen, reinrollen und anschließen, macht dann keinen Spaß mehr.

      Dass Kollegen Kassetten-Recorder in die Klassenräume tragen, habe ich aber sehr oft gesehen. Die Abmessungen spielen vielleicht doch eine Rolle. Wie kriegst du eigentlich die Audio-Kassetten ins Smart-Board?

      Xiam schrieb:

      Was allerdings nicht die Schuld der digitalen Whiteboards ist, sondern die Schuld der Kollegen, die das Ding eigentlich nur als Tafel weiter benutzen
      Das finde ich durchaus legitim. Eine Tafel ist eine feine Sache. Die Idee, die Kollegen kämen voll auf den digitalen Trip, wenn man ihn nur die Tafeln wegnimmt, ist wohl etwas naiv.

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    • O. Meier schrieb:

      Apropos 'reinrollen: Wir hatten mal Laptopwagen. Je einen für zwei Flure (die übrigen Klassenräume waren außen vor). Die wurden nie benutzt.
      Hör mir bloß mit dem Scheiß auf. An meiner alten Schule hatten wir auch solche Wagen. Benutzt hat die aber nach der ersten Euphorie, die 2 Wochen anhielt, niemand. Der Grund war relativ einfach; die Schulleitung hatte die Anweisung herausgegeben, daß zu Schulschluß die Netzstecker aller Geräte gezogen werden müssen von wegen Feuergefahr. Ergebnis davon war, daß die Notebooks natürlich nie ihre Akkus laden konnten. Bei 30 Notebooks dauert das ja zieg Stunden, weil immer nur 6 Geräte gleichzeitig geladen werden können an einer Schuko-Steckdose, ohne das die Sicherung rausfliegt. Aber wenn der Stecker des Wagens natürlich gezogen wird, passiert da nichts.

      Da gab es echt Kollegen, die am Nachmittag selber den Stecker gezogen haben, um sich am nächsten Tag zu beschweren, daß die Notebooks nicht laufen. :autsch:
    • Neu

      plattyplus schrieb:

      O. Meier schrieb:

      Apropos 'reinrollen: Wir hatten mal Laptopwagen. Je einen für zwei Flure (die übrigen Klassenräume waren außen vor). Die wurden nie benutzt.
      Hör mir bloß mit dem Scheiß auf. An meiner alten Schule hatten wir auch solche Wagen. Benutzt hat die aber nach der ersten Euphorie, die 2 Wochen anhielt, niemand. Der Grund war relativ einfach; die Schulleitung hatte die Anweisung herausgegeben, daß zu Schulschluß die Netzstecker aller Geräte gezogen werden müssen von wegen Feuergefahr. Ergebnis davon war, daß die Notebooks natürlich nie ihre Akkus laden konnten. Bei 30 Notebooks dauert das ja zieg Stunden, weil immer nur 6 Geräte gleichzeitig geladen werden können an einer Schuko-Steckdose, ohne das die Sicherung rausfliegt. Aber wenn der Stecker des Wagens natürlich gezogen wird, passiert da nichts.
      Da gab es echt Kollegen, die am Nachmittag selber den Stecker gezogen haben, um sich am nächsten Tag zu beschweren, daß die Notebooks nicht laufen. :autsch:
      Wenn es technisch so schlecht organisiert ist, braucht man sich auch nicht wundern, wenn es keiner nutzt. Wir haben mittlerweile vier Laptopwägen mit je 16 Geräten und vier iPad-Koffer mit je 16 Geräten. Wird rege genutzt. Haben aber halt auch immer Akku.
    • Neu

      O. Meier schrieb:

      Welchen Vorteil hat es denn, die analogen Tafeln abzuschrauben?
      Das hat meistens Platzgründe, denke ich. Ich wüsste nicht, wo bei uns noch eine analoge Tafel im Klassenraum angebracht werden sollte.

      O. Meier schrieb:

      Keine Ahnung, ob ich damit gemeint bin. Trotzdem finde ich es etwas anmaßend.
      Damit habe ich niemanden speziell angesprochen, es ist nur ein subjektiver Eindruck aus meinem persönlichen Schulalltag. Die (wenigen), die bei uns SMARTboards kritisier(t)en, sind diejenigen, die sie wie eine Kreidetafel benutzen und für die dann die Nachteile wie "weniger Platz" in den Fokus rückt. Das war noch am heftigsten, als die alten Modelle der digitalen Boards noch nicht zwingend den PC und die dazugehörige Software benötigt haben. Anschalten --> Whiteboartfunktion benutzen --> feststellen, dass man weniger Platz hat und ab und an kalibrieren muss.
      Wenn man dann mal zeigte, was man mit den Dingern und der richtigen Software eigentlich alles möglich ist, blieb regelmäßig der Mund offen stehen.

      O. Meier schrieb:

      Und da haben z.B. die Smartiephones, deren Multitouch-Technik mich immer noch den Hut ziehem lässt, vollständig verloren, wenn ich mir da die hospitalistisch tippenden und wischenden, jungen Menschen ansehe. Die tun mir echt leid.
      Die müssen dir nicht leid tun, denn die leiden nicht. Und was gut für andere ist und was nicht, dass lass mal jeden selbst beurteilen. Jede technische Neuerung hatte Kritiker, die den Weltuntergang vorhergesehen haben. Radio hat Bücher überflüssig gemacht, keiner würde mehr richtig lesen lernen. Fernsehen hat das Kino getötet, die Menschheit vereinsamt, weil jeder nur noch alleine vor seiner Glotze sitzt. Und Smartphones machen aus Menschen Smombies ;)

      O. Meier schrieb:

      Die Funktionsgraphen wurden nie so rund, wie sie sein mussten, sondern irgendwie krackelig.
      Dann hast du wahrscheinlich nicht die dafür geeignete Software benutzt. Ich kann einen Nagel mit einem Holzklotz einschlagen, aber wenn ich einen Hammer nehme, wird das Ergebnis vermutlich besser und ich muss mich weniger anstrengen.

      O. Meier schrieb:

      Mir ist es wichtiger, dass die Schüler das Tafelbild im Prozess mitnotieren und dabei verstehen, was da dargestellt ist. Ich entwickele meine Tafelbilder interaktiv. Allerdings nicht in Interaktion mit einem Gerät, sondern in Interaktion mit den Schülern.
      Warum kannst du an einer Kreidetafel mit deinen Schülern ein Tafelbild entwickeln und an einem digitalen Whiteboard geht das nicht?


      O. Meier schrieb:

      Wenn das der Maßstab sein soll, dann hat der "Fortschritt" verloren. Kuck mal, in wie vielen Schulen immer noch Tafeln hängen.
      In NRW vielleicht, in Hamburg sind die Kreidetafeln weitestgehend verschwunden und die kommen auch nicht mehr zurück.


      Mikael schrieb:

      Die Technik muss einfach funktionieren, und das tut sie aus diversen Gründen oft nicht [...]

      Und für den Fall, dass es nicht funktioniert, muss SOFORT professioneller Support bereitstehen, der das Problem am Besten noch in der Unterrichtsstunde behebt, und nicht erst in zwei Wochen, wenn der zugekaufte Support mal wieder an der Schule ist.
      Mit diesem Argument sind Kopiergeräte SOFORT abzuschaffen und die alten, mechanischen Matritzendrucker wieder einzuführen. Damals roch es auch noch besser ;)


      O. Meier schrieb:

      Aber ja, auch die übrigen genannten Geräte sollten flächendeckend verfügbar sein.
      Ich kenne keine Schule, an der das der Fall ist.

      O. Meier schrieb:

      Inwiefern ersetzt das Smartboard den DVD-Player? Haben die tatsächlich ein entsprechendes Laufwerk? Oder ersetzt der angeschlossene Rechner den Player und das wichtige Smartboard spielt nur Beamer?

      Das geht aber auch nur dann ohne Liste, wenn in jedem Raum beides steht.
      Exakt so. Faszinierend, wie viele Geräte durch das digitale Whiteboard ersetzt werden, was? ;)

      O. Meier schrieb:

      Als wir damals Rechner in jeden Klassenraum kriegten (Beamer hingen vielerorts schon), habe ich vorgeschlagen auch für jeden Raum einen DVD-Player anzuschaffen und fest mit dem Beamer zu verlöten. Neinnein, sprach der Mann vom Schulträger. Man könne ja am Computer DVDs abspielen, das mache er auch so. Blabla. Als dann die Kollegen die DVDs einlegten, öffnete sich der Windoofs Media Bläher mit der Meldung, dass hier mal gar nichts abgespielt würde, es gäbe kein MPEG-2-Codec, machte aber direkt ein Angebot, einen solchen käuflich zu erwerben. Ganz großes Kino. Dann kam die Wartungsfirma und installierte überall VLC. Keine Ahnung, was das gekostet hat. Beim Austauch der Rechner letztes Jahr wurden dann direkt welche ohne optische Laufwerke bestellt. Macht ja nichts, kann man ja nachrüsten, kostet ja nur etwas mehr.

      Ja, da rolle ich lieber den Fernsehwagen in den Klassenraum und lege eine Betamax-Kassette ein, bevor ich mich über das ganze Gestümper aufrege.
      Mangelhafte Planung bei der Beschaffung aufgrund dessen, dass man sich über seine Bedürfnisse nicht im klaren ist, kann kaum den Geräten angelastet werden.

      O. Meier schrieb:

      Apropos 'reinrollen: Wir hatten mal Laptopwagen. Je einen für zwei Flure (die übrigen Klassenräume waren außen vor). Die wurden nie benutzt. Die standen da nur 'rum. Insofern, ja, eine Voraussetzung ist sicherlich die Verfügbarkeit im Klassenraum. Anschalten, Booten etc. dauert schon lang genug. Buchen, reinrollen und anschließen, macht dann keinen Spaß mehr.
      Also lasse ich es lieber und verwende mal wieder den Unterrichtseinstieg "Lehrermonolog", anstatt den Videoschnippsel zu zeigen. Den für den lohnt sich der Aufwand wirklich nicht.

      O. Meier schrieb:

      Dass Kollegen Kassetten-Recorder in die Klassenräume tragen, habe ich aber sehr oft gesehen. Die Abmessungen spielen vielleicht doch eine Rolle. Wie kriegst du eigentlich die Audio-Kassetten ins Smart-Board?
      Ich wüsste nicht, warum ich eine Audiokassette ins SMARTboard bekommen wollen sollte. Ich kenne kein (zeitgemäßes) Unterrichtsmaterial mehr, das noch mit Audiokassetten kommt und nicht mit DVD/CD. Und bevor jetzt das Argument kommt, "ich habe ja noch XY von anno dunnemals liegen!", wer noch 25 Jahre alte Unterrichtsmaterialien nutzen will, wird wohl feststellen, dass Audiokassetten und VHS so langsam ihre Lebensdauer erreicht haben ;)

      O. Meier schrieb:

      Das finde ich durchaus legitim. Eine Tafel ist eine feine Sache. Die Idee, die Kollegen kämen voll auf den digitalen Trip, wenn man ihn nur die Tafeln wegnimmt, ist wohl etwas naiv.
      Macht ja keiner, das digitale Whiteboard hat ja unter anderem auch die Funktion, dass man darauf wie auf einem Whiteboard schreiben kann. Warum man das unbedingt mit Kreide tun will, ist eine persönliche Befindlichkeit. Der einzige Nachteil ist wirklich der, dass man weniger Platz hat. Aber auch das lässt sich in die Unterrichtsplanung einbeziehen, so dass der Nachteil für mich zumindest nach und nach an Stärke verloren hat.



      Das lustige ist, ich erkenne mich in den "Kritikern" total wieder. Mein Ref. habe ich in NRW ganz oldschool mit Kreidetafeln, OHP und Medienwagen gemacht, PCs gab es nur in den (chronisch ausgebuchten) Computerräumen.
      Dann kam ich in Hamburg an eine Schule, die in jeder Klasse die digitalen Whiteboards hängen hat. Zuerst dachte ich "wie geil", bis ich mit Macht die ganzen aufgezählten Nachteile zu spüren bekam, weil meine bisherige im Ref. gelernte Art der Unterrichtsplanung damit nicht kompatibel war.

      Ich habe mich dann aber damit auseinander gesetzt, Fortbildungen besucht, mich mit der Software beschäftigt und deren Möglichkeiten zu nutzen gelernt... und was soll ich sagen, die Nachteile verblassten allmählich und die Vorteile traten in den Vordergrund. Heute denke ich mit gesträubten Haaren an die Kreidezeit zurück. So effektiv wie heute habe ich noch nie abwechslungsreiche Unterrichte geplant bekommen :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Xiam ()

    • Neu

      Xiam schrieb:

      Mikael schrieb:

      Die Technik muss einfach funktionieren, und das tut sie aus diversen Gründen oft nicht [...]

      Und für den Fall, dass es nicht funktioniert, muss SOFORT professioneller Support bereitstehen, der das Problem am Besten noch in der Unterrichtsstunde behebt, und nicht erst in zwei Wochen, wenn der zugekaufte Support mal wieder an der Schule ist.
      Mit diesem Argument sind Kopiergeräte SOFORT abzuschaffen und die alten, mechanischen Matritzendrucker wieder einzuführen. Damals roch es auch noch besser ;)

      Du wirst lachen, aber unsere beiden Kopierer laufen auf Leasing inkl. eines Wartungsvertrags mit 3 Stunden Reaktionszeit und bei einem Totalschaden steht binnen 24 Stunden ein Austauschgerät da. Der Leasinggeber tauscht die Geräte auch alle 5 Jahre gegen neue aus. So müßte das bei den elek. Whiteboards auch laufen. Aber erklär das mal der Verwaltung. Da beißt auf Granit, weil dann die tatsächlichen Kosten der Elek. Whiteboards erst offensichtlich werden. Die Anschaffungskosten, das sind die einzigen, die aktuell gesehen werden, sind da ja der kleinste Posten.
    • Neu

      Xiam schrieb:

      Warum kannst du an einer Kreidetafel mit deinen Schülern ein Tafelbild entwickeln und an einem digitalen Whiteboard geht das nicht?
      Meine Schüler wußten irgendwann bei dem ganzen Gescrolle gar nicht mehr, wo wir eigentlich gerade bei dem "Tafelbild" sind. Das Tafelbild muß als Ganzes auf dem Gerät sichtbar sein und dafür sind die Dinger einfach zu klein.
    • Neu

      Für mich ist immer noch das wichtigste Argument gegen Kreidetafeln der unendliche Dreck, den die verursachen. Dieser Schmutz, dieser Staub, am schlimmsten ist der Kreideschleim nach dem (zu) feuchten Tafelputzen. Dreckig und primitiv. Ein wahres Relikt des 19. Jhs.Man könnte darüber streiten, ob die Kreidetafel damit nicht zum perfekten Paradigma des deutschen Schulsystems würde? :)

      Whiteboards sind nicht nur sauberer sondern auch noch gute Projektionsflächen, auf die man gleichzeitig projizieren und schreiben kann - was interessante Arbeitsmethoden ermöglicht. Von Smartboards halte ich didaktisch allerdings auch nicht so sonderlich viel. Ich habe noch keinen wirklichen Mehrwert gegenüber Laptop+Beamer entdeckt, der den höheren Anschaffungspreis und Wartungsaufwand rechtfertigen würde.
    • Neu

      Morse schrieb:

      ...dass ich relativ grundsätzlich gegen diese Art von Digitalisierung bin.
      Ich nicht. Was immer gerne vergessen wird, sind die Vorteile un die Erleichterungen auf Lehrerseite.
      Ich behaupte, für einen Schüler bzw. dessen Lernprozess ist es ziemlich egal, ob er einen Text auf einem Blatt Papier, in einem Buch oder auf einem Bildschirm liest (vorrausgesetzt, die Bildqualität stimmt, aber das ist ja heute gegeben), beim Schreiben ab einer bestimmten Entwicklungsstufe (wenn für den kognitiven Lernprozess die Motorik nicht mehr gebraucht wird) auch. Wenn es dann noch Möglichkeiten gibt, die den Lernprozess unterstützen und so verbessern, gegenüber Nicht-Digitalisierung, dann soll mir das doch sehr recht sein.

      Aber für mich als Lehrer ist es eine erhebliche Erleichterung, wenn ich nicht mehr fragen muss: "Wie kriege ich 20kg Papier vom Auto in den Klassenraum?" sondern wenn ich fragen kann: "Wie kriege ich meine Informationen überall verfügbar?". Bei der ersten Frage ist die Auswahl der richtigen Schultsche die Antwort. Am Anfang geht noch die Schultertasche, ewnn es dann schwerer wird kommt der Lehrerrucksack und wenn es anfängt im Kreuz zu zwicken der Lehrertrolley. Bei der zweiten Frage lande ich schnell bei einer IT-Ausstattung und z.B. einem E-Learning-System.
      Außerdem, das ist eine sehr subjektive Geschichte, geben mir digitale Medien für die Unterrichtsvorbereitung mehr Struktur, ich verliere mich nicht mehr in haufenweise Zettelkram.

      O. Meier schrieb:

      Die Frage, wie sich das Medium auf die Lerneffizienz auswirkt und ob das den (finanziellen) Aufwand rechtfertigt, fänd' ich mal zu untersuchen interessant. Und? Gibt's das was? 'Ne seriöse Untersuchung? Bitte verlinken.
      "Lernen 4.0" von Klaus Zierer, Schneider Verlag Hohengehren GmbH, 2. erweiterte Auflage,S.47:
      Faktor Effektstärke
      Digitalisierung im Primarbereich 0,44
      Digitalisierung im Sekundarbereich 0,30
      Digitalisierung im Tertiärbereich 0,42

      Er zitiert aus einer neueren Hattie-Studie. Man sollte auch wissen, dass bei 0,4 der Bereich beginnt, in dem eine Verbesserung des Lernens einsetzt.



      Mikael schrieb:

      Die Technik muss einfach funktionieren,...
      Ja, das ist unbedingte Vorraussetzung! Man muss sich im Klaren darüber sein, so wie ich bei Nicht-Digitalisierung von nicht-digitalen Medien abhängig bin, so bin ich bei Digitalisierung von digitalen Medien und dem ganzen anderen "IT-Kram" abhängig.
      Und das betrifft sowohl das funktionieren der Medien/Technik, als auch das Vorhandensein. Klassische Schulbücher wurden gekauft, die Inhalte waren entsprechend aufbereitet. Digitale Inhalte gibt es z.B. in meinem Bereich nahezu nicht, d.h. bei Digitalisierung schreibe ich quasi mein eigenes "Lehrbuch".

      Es muss also sowohl auf technischer, als auch auf organisatorischer sowie inhaltliher Seite noch einiges passieren.
      Ich könnte mir vorstellen, dass Schüler statt Lehrbüchern E-Books und einen entsprechenden E-Book-Reader bekommen. Der sollte dann aber auch eine Volltextsuche über alle gespeicherten E-Books ermöglichen, mit einer automatischen Bibliographie-Erstellung, falls eigene Texte verfasst werden sollen, und leichtem Transfer dieser Bibliographie in ein Textverabeitungsprogramm etc.. Gibt es m.W..n. bisher nicht.
      Oder wo ist der Service, bei dem ich meine Papierbücher auf den Tisch legen kann (als Beweis für mein Eigentum) und für einen kleinen Obolus diese in ein E-Book umwandlen lassen kann mit buchübergreifender Volltextsuche, Schlagwortsuche (ja, in älteren Büchern gab es noch Stichwortregister), evtl. Bildersuche. Das wäre ein Nutzen für mich und ich würde eine Reihe von Büchern entweder abschaffen oder auf'm Dachboden verstauen. Gibt es aber m.W.n. auch nicht.
      Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :_o_P

      8_o_) Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:
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      Meerschwein Nele schrieb:

      Für mich ist immer noch das wichtigste Argument gegen Kreidetafeln der unendliche Dreck, den die verursachen. Dieser Schmutz, dieser Staub, am schlimmsten ist der Kreideschleim nach dem (zu) feuchten Tafelputzen. Dreckig und primitiv. Ein wahres Relikt des 19. Jhs.Man könnte darüber streiten, ob die Kreidetafel damit nicht zum perfekten Paradigma des deutschen Schulsystems würde?
      Naja,
      ich binb der Kreide gegenüber positiver eingestellt. Den Kreideschleim bekommen wir regelmäßig durch Abziehen der Tafeln mit einem Fenstergummi runter. Entsprechend verfügt bei uns jede Tafgel auch über einen Schwamm und ein Fenstergummi. Manche meiner Schüler meinten schon mal, ob man vor dem Lehramtsstudium eine Lehre als Fensterputzer hätte machen müssen. ;)

      Außerdem finde ich den Kreideschleim gar nicht so schlimm. Was meinst Du denn, was die Dir als Kontrastmittel zu trinken/schlucken geben, wenn es beim Röntgen mi Krankenhaus heißt: "Thorax in zwei Ebenen + Kontrast". Genau, es ist exakt dieser Kreideschleim und entsprechend ist der mir noch allemal lieber, als irgendwelche hochchemischen Filzstift-Rückstände von den Weißwandtafeln oder sonstwas.
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      plattyplus schrieb:

      Meerschwein Nele schrieb:

      Für mich ist immer noch das wichtigste Argument gegen Kreidetafeln der unendliche Dreck, den die verursachen.
      [...] Manche meiner Schüler meinten schon mal, ob man vor dem Lehramtsstudium eine Lehre als Fensterputzer hätte machen müssen. ;)
      qed. ;)

      Außerdem finde ich den Kreideschleim gar nicht so schlimm.
      Ich schon. Ich finde widerlich, wie der mich und alles um mich herum einsaut. Die Frage, welche der beiden Substanzen, Kreidestaub oder Farbe in Lösungsmittel, meine Gesundheit mehr beeinträchtigen, ist mir relativ egal.