Drittfach - Mathe oder Bio?

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    • Drittfach - Mathe oder Bio?

      Welches Drittfach empfiehlt ihr eher? 12
      1.  
        Mathematik (12) 100%
      2.  
        Biologie (0) 0%
      Guten Tag!

      Seit zwei Semestern studiere ich Chemie und Latein auf Lehramt für Gymnasien und integrierte Sekundarschulen. Seit meinem Abitur spiele ich mit dem Gedanken, vielleicht ein Drittfach hinzu zu nehmen.

      Als erste Möglichkeit käme Mathematik in Frage. bevor Latein aufkam, wollte ich lange Chemie und Mathematik studieren, habe mir Mathe dann doch aber nicht zugetraut und so wurde es Latein. Ich habe wahnsinnige Freude dran und liebe mein Studium, aber irgendwie fehlt mir Mathe dann doch. Zu Abizeiten hatte ich Mathematik als Leistungskurs und auch in der Uni hat mir Mathe viel Freude bereitet. 'Nen Job hätte ich damit sicher - bleibt eben nur die Frage, ob Latein dann bei Chemie und Mathe als weitere Fächer bei meiner Einstellung als Lehrkraft nicht vollkommen unter den Tisch fällt...das Studium ist aber sehr zeitaufwändig, eine Freundin von mir hat Phy/La als Kombi und beginnt nun Mathe als Drittfach.

      Die zweite Möglichkeit ist Biologie. An Bio fand ich während der Oberstufenzeit wahnsinnige Freude, interessieren tut es mich auch sehr und eines meiner liebsten Gebiete in Chemie ist die Biochemie! Mein Biolehrer hat lange Zeit versucht, mich auf Biologie umzustimmen, seine Hartnäckigkeit hat sich mir ins Hirn gebracht und vorstellen kann ich es mir auf jeden Fall. Aber auch hier stellt sich eben die Frage, inwieweit Latein dann unter den Tisch fällt, da ich ja dann Bio und Chemie hätte...

      Wie seht ihr das? Soll ich das mit dem Drittstudium besser lassen und mich auf meine beiden bisherigen Fächer fokussieren? Und falls ihr denkt, das mit dem dritten Fach wär super: Welches der Fächer würdet ihr empfehlen und weshalb?

      Ich habe außerdem mal gehört, dass man auch, während man schon ganz normal unterrichtet, eine sechswöchige Fortbildung machen kann, in der man dann das Fach und seine Inhalte so vermittelt bekommt, dass man dieses Fach unterrichten darf. Ein Bekannter von mir aus RLP hat das gemacht - gibt es diese Option auch in anderen Bundesländern und auch für diese Fächer?

      Danke im Voraus!
    • Mangan98 schrieb:

      Wie seht ihr das? Soll ich das mit dem Drittstudium besser lassen und mich auf meine beiden bisherigen Fächer fokussieren?
      Wenn du die Kapazitäten frei hast und du es gerne machen magst – go for it!

      Mangan98 schrieb:

      Und falls ihr denkt, das mit dem dritten Fach wär super: Welches der Fächer würdet ihr empfehlen und weshalb?
      Bio studieren sehr viele Menschen, vielleicht, weil es in der Wahrnehmung der Menschen unter den Naturwissenschaften als "einfach" gilt (das ist relativ, Bio wäre für mich die Hölle gewesen – ich mag es nicht gerne, viel detailliertes Faktenwissen (auswendig) lernen zu müssen). Die Studienbedingungen können schwierig sein, je nach Uni, eben aufgrund der hohen Studierendenzahlen. Z. B. kann es sein dass du deswegen Pflichtpraktika oder -kurse wegen Überbelegung nicht machen kannst und auf ein anderes Semester verschieben musst.
      Wenn du Mathematik und eine streng formale Herangehensweise an Themen magst (wegen deines Lateinhintergrunds vermute ich, dass das so ist), dann ist Mathematik für dich ein schönes Studium. Einige Studienkollegen (Mathe, Physik) haben mir bestätigt, dass ihnen der Latein LK an der Schule teilweise für ihr formales Denken mehr gebracht hat als der Mathe LK.
    • Danke für die Antwort erstmal!

      Ja, da liegst du durchaus richtig - ich mag das Analytische und Formale sehr. Mathe war in der Schule auch neben La und Nat-Wiss immer mein Lieblingsfach. Ich konnte damals eben alles das, was irgendwie mit logischem Denken zu tun hat. Sprich: Mathe, alte Sprachen und Naturwissenschaften. Die anderen Fächer nur, wenn sie auch diese Struktur hatten (bspw Gedichtanalysen in Deutsch).

      Ich würde das Drittfach - wenn überhaupt - erst nach Abschluss des Bachelors dazu packen. Im Bachelor habe ich dafür nämlich zu viele Chemiepraktika. Bisher habe ich das Glück, dass Chemie vormittags und Latein nachmittags liegt, die Praktika ebf. nachmittags, aber überschneidungstechnisch geht das total klar. Deshalb: Wenn überhaupt erst nach dem Bachelor.
    • Ich würde Mathematik empfehlen, da du in Biologie normalerweise auch wieder eine Menge an Praktika hast.
      „Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern!“ - Nelson Mandela
    • Wollsocken80 schrieb:

      Fürs Chemiestudium bringt Dir Mathe natürlich 1000 x mehr als Bio. Könnte auch ein Argument sein.


      Mangan98 schrieb:

      eines meiner liebsten Gebiete in Chemie ist die Biochemie
      Ja, das Wort endet eben auf "Chemie". Kannste auch ohne Bio. ;)
      OT: Ein befreundeter Chemiker (Organiker) sagte mir mal sinngemäss, Biochemie wäre sowas wie Voodoo ;)
    • Also erst einmal: Glückwunsch zur bisherigen Fächerwahl. Die ist bereits TOP, das Drittfach kann dich kaum noch attraktiver für Schulen machen, eine Stelle ist dir auch sofort nach dem Ref sicher, wenn du bei Chemie und Latein bleibst.

      Zum Drittfach. Inwiefern wird das denn an deiner Uni studiert? In vollem Umfang oder ist das so eine Art Drittfach mit Lehrbefähigung für die Sek I?
      Ein komplettes Mathestudium noch zu Latein und Chemie, das ist auf jeden Fall heftig und eine langwierige Geschichte.

      Falls du dir vorstellen könntest, nach NRW zu kommen. Hier kann man das Drittfach auch ohne Uni in sogenannten Zertifikatskursen erlangen. Üblicherweise für die Sek I, aber auch Sek II ist möglich.

      Achso zu deinen Bedenken, ob Latein bei diesen Fächern unter den Tisch fällt... zu 90%: ja!
      Für den Großteil der Schulen sind Mathe und Chemie einfach noch gesuchter.
    • Ich habe zwar keine Kristallkugel, aber "verkehrt" dürfte keine der Kombis sein. Mit Chemie wirst du wohl auch nach dem Studium noch gesucht sein, die Nachfrage ist enorm, Und Mathe wohl mehr als Bio. Latein - kommt auf die konkrete Schile an. Ein Gymnasium mit altsprachlicher Orientierung wird dich sicher gerne nehmen, denn auch Lateinlehrer werden irgendwann mal pensioniert.
      Ansonsten - ich habe damals drei Fächer "auf einmal" studiert, aber es waren einerseits ganz andere Fächer, und ich bin bilingual, wodurch mir zumindest die Romanistik sehr leicht gefallen ist. (die Anglistik / 4. Fach habe ich dann "nachgeschoben").

      Wenn dir das logische sehr liegt würde ich auch eher Mathe empfehlen. Wobei auch Bio sicherlich sehr interessant ist - du musst schon selber wissen, was du im Unterricht lieber vermitteln möchtest (und auch wem). Alle betroffenen Fächer können in der Oberstufe auch LKs sein, weshalb du keine Scheu haben solltest, solche dann auch bis ins Abi zu begleiten. Auf jeden Fall viel Erfolg, behalte deinen Enthusiasmus und lass dich nicht ärgern.
      Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
      Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
      Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
      Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)
    • Miss Jones schrieb:

      Mit Chemie wirst du wohl auch nach dem Studium noch gesucht sein, die Nachfrage ist enorm
      Ist das so? Ich meine gehört bzw. gelesen zu haben, dass Chemie auch in Deutschland kein klassisches Mangelfach mehr ist. Mathe hat natürlich noch den Vorteil, dass es auf jeden Fall ein Hauptfach ist, man also viele Stunden in einer Klasse eingesetzt ist. Mit Bio/Chemie gammelt man im schlimmsten Fall in einer eher kläglichen Statistenrolle mit zweistündigen Nebenfächern vor sich hin.
    • Wollsocken80 schrieb:

      Miss Jones schrieb:

      Mit Chemie wirst du wohl auch nach dem Studium noch gesucht sein, die Nachfrage ist enorm
      Ist das so? Ich meine gehört bzw. gelesen zu haben, dass Chemie auch in Deutschland kein klassisches Mangelfach mehr ist. Mathe hat natürlich noch den Vorteil, dass es auf jeden Fall ein Hauptfach ist, man also viele Stunden in einer Klasse eingesetzt ist. Mit Bio/Chemie gammelt man im schlimmsten Fall in einer eher kläglichen Statistenrolle mit zweistündigen Nebenfächern vor sich hin.
      es mag auch ein wenig vom Bundesland und der genauen Schule abhängen, aber Chemie ist wie ich das so mitbekomme immer noch "Mangelfach". Physik übrigens auch. Mit irgendeiner Kombi aus Mathe, Chemie und Physik wirst du idR sofort einen Arbeitsplatz haben, möglicherweise auch aus mehreren Schulen auswählen können.

      Das "Gegenbeispiel" ist wohl derzeit (noch immer?) Deutsch/Geschichte...
      Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
      Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
      Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
      Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)
    • Wenn du es schaffst, ist Mathe eine gute Idee.
      Als Hauptfach wird es viel unterrichtet. Entsprechend gibt es viele Mathestellen.
      Deine attraktiven Mangelfächer (Chemie/Latein) heben dich dann als Einstellungskandidat heraus.

      Allerdings würde ich gucken, was du da in Mathe so machen mußt und vor allem rechtzeitig die Notbremse ziehen, wenn du merkst, dass das doch nichts für dich ist.
      Du hast ja zwei relativ gute Fächer. Da muss das Drittfach nicht das Studium verlängern.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kodi ()

    • state_of_Trance schrieb:

      Falls du dir vorstellen könntest, nach NRW zu kommen. Hier kann man das Drittfach auch ohne Uni in sogenannten Zertifikatskursen erlangen. Üblicherweise für die Sek I, aber auch Sek II ist möglich.


      Achso zu deinen Bedenken, ob Latein bei diesen Fächern unter den Tisch fällt... zu 90%: ja!
      Für den Großteil der Schulen sind Mathe und Chemie einfach noch gesuchter.

      Deshalb überlege ich, erstmal das Studium fertig zu machen und dann eben solch einen Kurs zu machen, wie du ihn ansprichst. Aber La dafür unter den Tisch fallen zu lassen? Möchte ich eigentlich nicht. Ich liebe Latein...
    • Miss Jones schrieb:

      Wenn dir das logische sehr liegt würde ich auch eher Mathe empfehlen. Wobei auch Bio sicherlich sehr interessant ist - du musst schon selber wissen, was du im Unterricht lieber vermitteln möchtest (und auch wem). Alle betroffenen Fächer können in der Oberstufe auch LKs sein, weshalb du keine Scheu haben solltest, solche dann auch bis ins Abi zu begleiten. Auf jeden Fall viel Erfolg, behalte deinen Enthusiasmus und lass dich nicht ärgern.
      Mein Plan ist tatsächlich, an einem altsprachlichen Gymnasium zu arbeiten. Habe an einem solchen mein Abitur abgelegt und werde auch mein Praktikum an einem altsprachlichen Gymnasium absolvieren.

      Was ich lieber vermitteln möchte? Da kann ich mich leider nicht entscheiden. Ich habe an beiden Fächern enormen Spaß! Das macht die Entscheidung ja gerade so schwierig.

      Und herzlichen Dank für deine netten Worte am Ende!
    • Mangan98 schrieb:

      Mein Plan ist tatsächlich, an einem altsprachlichen Gymnasium zu arbeiten. Habe an einem solchen mein Abitur abgelegt und werde auch mein Praktikum an einem altsprachlichen Gymnasium absolvieren.
      nur kurz dazu: Auf dem regulären Weg mit Lehramtsstudium und Referendariat kannst du nur Wunschorte angeben, keine Wunschschulen. Je nach Bedarf ist auch der Ort nicht sicher. Ich wurde auch trotz Mega-Mangelfach nicht in der eigenen Stadt, sondern 50km entfernt bei meiner "dritten Wahl" eingesetzt.

      Gruß,
      DpB

      Edit: Man kann höchstens pokern, indem man droht, das Land zu wechseln. Hat bei nem Kollegen geklappt, mir hat damals aber der Mut gefehlt.
      Pleased to meet you, hope you guess my name.
    • Bleib bei zwei Fächern. Du hast später einfach nur mehr Arbeit bei gleichem Gehalt, wenn Du noch ein drittes Fach nimmst: Drei Fachsitzungen, Mitarbeit an drei Schulcurricula, Vorbereitung von viel mehr unterschiedlichen Unterrichtsstunden und so weiter.
      Klar ist es für die Schule total praktisch und toll, dass jemand drei Fächer hat. Du kannst flexibel eingesetzt werden, einfach ideal für den Schulleiter. Wenn Schule nicht so eine leistungsfeindliche Parallelwelt wäre, dann würde der Dienstherr für so eine flexible, viel kompetentere (drei (!) statt zwei Fächer) Lehrkraft natürlich auch ein höheres Gehalt zahlen (müssen). Du musst immerhin viel mehr Unterrichtsstunden vorbereiten und aktualisiert halten, an viel mehr fachspezifischen Dingen teilnehmen. Dem ist aber nicht so, Du bietest diese Zusatzleistung bis zum Ende Deines Arbeitslebens zum Nulltarif an. Vermutlich wird es sogar so sein, dass KuK mit weniger (und aufwändigeren) Fächern an Dir finanziell vorbeiziehen, weil sie die gewonnene Zeit nutzen um A14 oder A15 zu werden. Oder sie nutzen die Zeit einfach für eine gute Work-Life Balance:

      Am entspanntesten hat es bei uns ein Lehrer, der nur ein Fach, Kunst, unterrichtet und kein anderes Fach. Fast keine Klausuren, Unterricht ist sagen wir mal auch nicht vergleichbar vom Aufwand wie die meisten anderen Fächer.
      Der Kollege hat einfach so extrem viel Zeit für Hobbies, der ist überall aktiv (Sportverein, Musik-Ensemble).
      Mit drei Fächern, von denen zumindest Chemie recht aufwändig ist wegen der ganzen Versuche, hast Du sozusagen das Gegenteil von benanntem Kollegen. Latein ist nach dem, was Kolleginnen berichten, verhältnismäßig unaufwändig, zumindest im Vergleich zu deren Zweitfach, meist Geschichte oder eine Sprache wie Englisch. Das wäre ein guter Ausgleich zu Chemie!
      Du wirst mit drei Fächern einen Großteil Deiner Freizeit mit Vorbereitungsarbeiten für die Schule verbringen. Davon rate ich ab.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Firelilly ()

    • Firelilly schrieb:

      Bleib bei zwei Fächern. Du hast später einfach nur mehr Arbeit bei gleichem Gehalt, wenn Du noch ein drittes Fach nimmst: Drei Fachsitzungen, Mitarbeit an drei Schulcurricula, Vorbereitung von viel mehr unterschiedlichen Unterrichtsstunden und so weiter.
      Klar ist es für die Schule total praktisch und toll, dass jemand drei Fächer hat. Du kannst flexibel eingesetzt werden, einfach ideal für den Schulleiter. Wenn Schule nicht so eine leistungsfeindliche Parallelwelt wäre, dann würde der Dienstherr für so eine flexible, viel kompetentere (drei (!) statt zwei Fächer) Lehrkraft natürlich auch ein höheres Gehalt zahlen (müssen). Du musst immerhin viel mehr Unterrichtsstunden vorbereiten und aktualisiert halten, an viel mehr fachspezifischen Dingen teilnehmen. Dem ist aber nicht so, Du bietest diese Zusatzleistung bis zum Ende Deines Arbeitslebens zum Nulltarif an. Vermutlich wird es sogar so sein, dass KuK mit weniger (und aufwändigeren) Fächern an Dir finanziell vorbeiziehen, weil sie die gewonnene Zeit nutzen um A14 oder A15 zu werden. Oder sie nutzen die Zeit einfach für eine gute Work-Life Balance:

      Am entspanntesten hat es bei uns ein Lehrer, der nur ein Fach, Kunst, unterrichtet und kein anderes Fach. Fast keine Klausuren, Unterricht ist sagen wir mal auch nicht vergleichbar vom Aufwand wie die meisten anderen Fächer.
      Der Kollege hat einfach so extrem viel Zeit für Hobbies, der ist überall aktiv (Sportverein, Musik-Ensemble).
      Mit drei Fächern, von denen zumindest Chemie recht aufwändig ist wegen der ganzen Versuche, hast Du sozusagen das Gegenteil von benanntem Kollegen. Latein ist nach dem, was Kolleginnen berichten, verhältnismäßig unaufwändig, zumindest im Vergleich zu deren Zweitfach, meist Geschichte oder eine Sprache wie Englisch. Das wäre ein guter Ausgleich zu Chemie!
      Du wirst mit drei Fächern einen Großteil Deiner Freizeit mit Vorbereitungsarbeiten für die Schule verbringen. Davon rate ich ab.
      Ich habe auch drei Fächer und das ist bei mir gar nicht so.
      Gerade in Mathematik - falls du das als Drittfach wählst - ändert sich selten etwas. Natürlich gibt es mal neue Lehrpläne und neue Ideen aber die meisten Sachen kann man sehr lange verwenden und muss sie maximal anpassen, wenn das Thema von der 8. in die 7. Klasse rutscht.

      Und auch die anderen beiden Fächer der TE sind jetzt nicht die Fächer bei denen sich meist so viel im Lehrplan ändert, dass man wirklich jedes Jahr das Rad neu erfinden muss.

      Nach einigen Jahren sollte man hier also einen Fundus an Stunden haben, die dann auch die Vorbereitungszeit verkürzt. Zudem haben die Hauptfächer mehr Stunden, weshalb man insgesamt weniger Klassen hat (also weniger Klassenkonferenzen ... ) als jemand mit nur Nebenfächern.

      Bei uns an der Schule halten sich die Extraarbeiten durch ein drittes Fach auch in Grenzen. Es wird schon darauf geachtet, dass man sich z.B. nur an der Ausarbeitung von Zusatzprogrammen in einem Fach beteiligt, das klappt auch gut.

      So schlimm wie du es gerade darstellst ist es absolut nicht!
      Ich finde es zum Beispiel auch ganz entspannt drei Fächer zu haben, weil ich dann einfach immer wieder was neues habe und die Schüler in verschiedenen Fächern verschieden kennen lerne.
    • Ich habe Mathe als Drittfach von Anfang an studiert.

      Wenn es Mathe sein soll, würde ich empfehlen, es von Anfang an zu belegen. Der zeitlche Aufwand ist zwar nicht wenig, aber der Vorteil ist aus meiner Sicht, dass dann alles ungefähr zur gleichen Zeit zum Abschluss kommt. Letztlich ist das aber eine Frage des persönlichen Empfindens. Nur man wissen, dass Mathe an der Uni und Mathe in der Schule zwei völlig verschiedene Welten sind. Das spricht aus meiner Sicht dafür, gleich am Anfang zu beginnen, denn dann ist noch zeitlich Luft, falls du merken solltest, dass die Unimathematik nichts für dich ist.

      Die Zertifikatskurse in NRW sind nochmal eine ganz andere Sache. Auf der einen Seite ein Studium, auf der anderen Seite ein einjähriger Kurs.

      Firelillys Anmerkungen kann ich ebenfalls nicht teilen. Die wenigsten Fachschaften konferieren am laufenden Band, außerdem empfinde ich ein drittes Fach auch als persönliche Horizonterweiterung und Abwechslung. Klar, man muss auch in der Vorbreitung vielseitiger sein, aber man kann mit 3 Fächern durchaus A15 werden, das geht. Und zwar ohne in der Schule zu übernachten oder an Burn-Out zu leiden.
    • Ich würde mir das sehr genau überlegen.
      Du hast bereits 2 attraktive Fächer , die du gerne unterrichten möchtest. Im ganzen Land herrscht Lehrermangel , der sich in den nächsten Jahren eher verschärfen wird, daher wirst du bei einigermaßen guten Noten vermutlich keine Probleme haben einen Arbeitsplatz zu finden.
      Mit dem dritten Fach halst du für mehr Arbeit auf, was entweder auf Kosten der Leistung , der Studien- oder der Freizeit geht.
      Ich habe aus verschiedenen Gründen 3 studierte Fächer plus ein Neigungsfach plus DAZ. Ich war an mehreren Schulen und wurde immmer gerne nach Bedarf eingesetzt - da wo die Schule es wollte/ brauchte ohne Rücksicht auf meine Wünsche . Auch mal ein Jahr lang gar nicht in meinen eigentlichen Fächern , sondern nur im Neigungsfach und DAZ, weil gerade sonst niemand da war. Im darauffolgenden Jahr kam neuer Fachlehrer und ich wurde spontan aus allen Kursen rausgenommen („der hat ja nur dieses Fach und braucht die Stunden“).
      Ich ärgere mich oft, dass ich viel qualifizierter bin, dadurch aber oft Lücken füllen muss und natürlich genauso bezahlt werde, wie andere Kollegen mit deutlich eingeschränkteren Qualifikationen. Das nützt also nur dem Dienstherren.
      Der einzig wichtige Grund für mich wäre, wenn du alle drei Fächer unbedingt studieren und unterrichten möchtest und dich das glücklich macht, auch wenn das Studium dann vielleicht länger dauert.
      Wenn du so jemand bist, dem mit zwei Fächern langweilig ist - dann solltest du das tun.
    • turtlebaby schrieb:

      Ich würde mir das sehr genau überlegen.
      Du hast bereits 2 attraktive Fächer , die du gerne unterrichten möchtest. Im ganzen Land herrscht Lehrermangel , der sich in den nächsten Jahren eher verschärfen wird, daher wirst du bei einigermaßen guten Noten vermutlich keine Probleme haben einen Arbeitsplatz zu finden.
      Mit dem dritten Fach halst du für mehr Arbeit auf, was entweder auf Kosten der Leistung , der Studien- oder der Freizeit geht.
      Ich habe aus verschiedenen Gründen 3 studierte Fächer plus ein Neigungsfach plus DAZ. Ich war an mehreren Schulen und wurde immmer gerne nach Bedarf eingesetzt - da wo die Schule es wollte/ brauchte ohne Rücksicht auf meine Wünsche . Auch mal ein Jahr lang gar nicht in meinen eigentlichen Fächern , sondern nur im Neigungsfach und DAZ, weil gerade sonst niemand da war. Im darauffolgenden Jahr kam neuer Fachlehrer und ich wurde spontan aus allen Kursen rausgenommen („der hat ja nur dieses Fach und braucht die Stunden“).
      Ich ärgere mich oft, dass ich viel qualifizierter bin, dadurch aber oft Lücken füllen muss und natürlich genauso bezahlt werde, wie andere Kollegen mit deutlich eingeschränkteren Qualifikationen. Das nützt also nur dem Dienstherren.
      Der einzig wichtige Grund für mich wäre, wenn du alle drei Fächer unbedingt studieren und unterrichten möchtest und dich das glücklich macht, auch wenn das Studium dann vielleicht länger dauert.
      Wenn du so jemand bist, dem mit zwei Fächern langweilig ist - dann solltest du das tun.
      Danke dir! Ja, meine Noten sind, würde ich mal sagen, bisher durchschnittlich, im ersten Semester habe ich absolut keine Glanzleistungen erbracht. Ist aber seit dem zweiten Semester anders, Gott sei Dank. Aber man muss sagen: Sind die Ba/Ma-Noten nach dem Ref noch so relevant?