#FridaysforFuture - Nanu, Frau Merkel!

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    • plattyplus schrieb:


      • Die Queen Mary 2 braucht pro Tag 500 Tonnen Schweröl. Die Passage von Europa nach Amerika dauert 10 Tage. Für eine Reise verfeuert sie also 5.000 Tonnen Schweröl. Sie schafft auf einer Fahrt bis zu 3090 Passagiere weg. Umgerechnet auf jeden Passagier verfeuern die Schiffsmotoren also für eine Überfahrt 5.000/3.090 = 1,62 Tonnen Schweröl.

      Tatsächlich braucht die Queen Mary 2 nur 8 Tage (7 Nächte) für die Fahrt. Sie könnte durchaus schneller, aber man macht die Fahrt ja zum Vergnügen. Kreuzfahrten sind übel, ja, und die heutigen Transatlantikschiffe auch. Die sind aber auch nicht für effiziente Überfahrten gedacht. Die Queen Elizabeth 2, 2008 eingestellt, war wohl der letzte Ocean Liner, der eben nicht als Kreuzfahrtschiff gebaut war sondern für schnelle Überfahrten - merkt man an der völlig anderen Form des Schiffes.

      Meine Großeltern hatten zwei Kinder in den USA, die besuchte man in den 1950er Jahren mit so einem Liner, und blieb dort eine Weile. Fliegen war viel zu teuer.

      Schweröl: Diese Schiffe fahren mit so ziemlich allem möglichen, aber Schweröl ist das billigste. Das entsteht als Restprodukt und wenn man es nicht verbrennen würde, müsste man es halt lagern.

      Will sagen: Man kann Passagierschiffe auch sinnvoller bauen als aktuell.
      "Schlimmes geschähe dir da, mein Bester, wenn du nach Athen gekommen, wo in ganz Hellas die größte Redefreiheit herrscht, dann hier als einziger an ihr nicht teilhaben solltest. Aber setze auch dagegen: wenn du weitläufig redest und nicht das Gefragte beantworten willst, daß auch mir Schlimmes geschähe, wenn ich nicht weggehen dürfte, ohne dich zu hören." (Platon, Gorgias)
    • Mikael schrieb:

      Dann sieh dir einmal unseren Politiker-Nachwuchs an: youtube.com/watch?v=yyrvUQ5rdfA

      Gruß !
      Die Dame auf dem Video ist ja gruselig!

      Wir sind uns einig: Es gibt neben Trump noch jede Menge anderer Dumpfbacken, die es in die Politik treibt.

      Ich halte POTUS trotzdem nicht für pfiffig, sondern für brockehohl und verhaltensauffällig.
    • @Herr Rau:
      Ok, dann braucht so ein "sinnvoll gebautes Passagierschiff" vielleicht nur noch 1 Tonne Schweröl pro Passagier für die Überfahrt. Da ist Fliegen trotzdem noch sehr viel umweltfreundlicher. Die einzig umweltfreundliche Alternative zu diesen schwimmenden Sondermüll-Verbrennungsanlagen wären Segelschiffe. Die Laieszschen Flying P-Liner waren damals schon verdammt schnell, aber einen termintreuen Linienbetrieb, wie er heute gefordert wird, bekommt man nur mit Motor hin.

      Oder was würdest Du sagen, wenn die Kollegen reihenweise zu spät zum neuen Schuljahr aus dem Urlaub kommen, weil gerade große Flaute auf dem Atlantik oder gar Pazifik herrscht?
    • nahe dran. Nur dass Forrest Gump nicht größenwahnsinnig war.
      Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
      Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
      Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
      Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)
    • Ich finde dieses "Idiot"-Urteil über Trump in der Sache schlicht falsch und dazu sehr naiv und verharmlosend.

      Es erinnert mich an das Label "Cäsarenwahn", dass man gerne angeheftet hat, wenn man von Politik nichts verstand. Man denke nur an Caligula.
      Trump ist ein ebensolcher Machtmensch.

      Dieses Urteil, "Idiot", führt dazu, sich gar nicht mehr die tatsächliche Politik (im Sinne von Regierungshandeln) erklären zu wollen.
      Das gleiche gilt dann natürlich auch für Wähler, gerade bei einer evt. Wiederwahl. Da sind dann gut die Hälfte der (330 Mio.) Einwohner natürlich auch alle "Idioten" und/oder abgehängte Verlierer. Das passt ja dann gut zusammen und erklärt auch... na, was eigentlich? Egal, sind doch alles Idioten!
    • Wie bezeichnet man denn Leute, die den Klimawandel nicht abstreiten, aber trotzdem nichts dagegen tun oder sogar so tun als ob?

      Hier wird immer wieder moralisch argumentiert, ob dieser oder jener Politiker in Ordnung ginge oder nicht. Das passt einfach nicht zur Sache!
      Politik hat keine moralischen Grundlagen. (Was es in jeder Nation gibt ist eine Moral, die die Politik rechtfertigt.)
    • Morse schrieb:

      Wie bezeichnet man denn Leute, die den Klimawandel nicht abstreiten, aber trotzdem nichts dagegen tun oder sogar so tun als ob?
      als frustriert?
      Der Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung ihn Dinge sehen lässt wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. (Ambrose Bierce)
      Die Grundlage des Glücks ist die Freiheit, die Grundlage der Freiheit aber ist der Mut. (Perikles)
      Wer mit beiden Füßen immer felsenfest auf dem Boden der Tatsachen steht, kommt keinen Schritt weiter. (Miss Jones)
      Wenn der Klügere immer nachgibt, haben die Dummen das Sagen - das Schlamassel nennt sich dann Politik (auch Miss Jones)
    • Morse schrieb:

      Politik hat keine moralischen Grundlagen. (Was es in jeder Nation gibt ist eine Moral, die die Politik rechtfertigt.)
      Man hat aber das Gefühl, dass es ein Land auf der Welt gibt, in der Politik nicht von hauptsächlich von Sachverstand, sondern primär von moralischen Argumenten getragen wird: Und das führt dann zu stetig steigenden Strompreisen, explodierenden Mieten, Abbau der Schlüsselindustrien sowie Schulen, in denen teilweise kein Unterricht mehr möglich ist.

      Gruß !
      Mikael - Experte für das Lehren und Lernen
    • Also redest du von Ländern wie der USA?
      • Nicht, wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt. -Machiavelli-
      • Zwei Mächte gehen durch die Welt, Geist und Degen, aber der Geist ist der mächtigere. -Napoleon-
      • In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst! -Augustinus-
    • Mikael schrieb:

      Morse schrieb:

      Politik hat keine moralischen Grundlagen. (Was es in jeder Nation gibt ist eine Moral, die die Politik rechtfertigt.)
      Man hat aber das Gefühl, dass es ein Land auf der Welt gibt, in der Politik nicht von hauptsächlich von Sachverstand, sondern primär von moralischen Argumenten getragen wird: Und das führt dann zu stetig steigenden Strompreisen, explodierenden Mieten, Abbau der Schlüsselindustrien sowie Schulen, in denen teilweise kein Unterricht mehr möglich ist.
      Wenn so viele Regierungen, egal welcher couleur, so lange irgendwie immer nur das machen, was einigen wenigen nutzt, und der großen Masse nicht, liegt's vielleicht - ganz eventuell - nicht an mangelndem Sachverstand, sondern daran, dass die Regierungen schlicht andere Ziele haben. (Trotz gegenteiliger Behauptungen in Wahlkämpfen und darüber hinaus.)

      Das wäre jetzt mal ein Erklärungsansatz der nicht davon ausgeht, dass alle Spitzenämter zufällig von geistig Behinderten besetzt werden.
    • Morse schrieb:

      Trotz gegenteiliger Behauptungen in Wahlkämpfen und darüber hinaus.
      Wenn das so ist, müssen wir Politikern wie Donald Trump und Boris Johnson dankbar sein. Die machen wenigstens (nach der Wahl) das, was sie (vorher) sagen.

      Und ja, für mich sind Wahlen jedes Mal eine Wahl des kleinsten Übels, weil ich eigentlich niemanden der Kandidaten wählen mag. Ich magsie nicht wählen, weil ich vorher schon weiß, daß sie mich eh belügen.
    • plattyplus schrieb:

      Morse schrieb:

      Trotz gegenteiliger Behauptungen in Wahlkämpfen und darüber hinaus.
      Wenn das so ist, müssen wir Politikern wie Donald Trump und Boris Johnson dankbar sein. Die machen wenigstens (nach der Wahl) das, was sie (vorher) sagen.
      Das tun manche, die Trump ablehnen, ja auch tatsächlich. (Ich persönlich hoffe jetzt, dass Boris Sharia Law on bike thieves einführt...)


      plattyplus schrieb:

      Und ja, für mich sind Wahlen jedes Mal eine Wahl des kleinsten Übels, weil ich eigentlich niemanden der Kandidaten wählen mag. Ich magsie nicht wählen, weil ich vorher schon weiß, daß sie mich eh belügen.
      Nimm doch Dich selbst ernst und lass' es bleiben, wenn Du zu diesem Schluss kommst.
    • Zu den Demonstrationen während der Unterrichtszeit sagt übrigens einbekannter Schulrechtsexperte:

      ZITAT: “Bei einem Konflikt zwischen dem Schulbesuch und dem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit hat im Regelfall die Schulpflicht Vorrang … Die wohl nicht ganz unrealistische Erwartung der Veranstalter einer Schülerdemonstration, während der Unterrichtszeit sei mit einer höheren Teilnehmerzahl als am Nachmittag zu rechnen, stellt kein Anliegen der Demonstration dar. ... Die Erlaubnis der Eltern, an einer Demonstration teilzunehmen, entbindet die Schüler nicht von der Erfüllung der Schulpflicht ... Entscheiden sich Eltern für einen Verstoß gegen die Schulpflicht, ist ... [ein] Fehlstundenvermerk im Zeugnis zwangsläufig, erforderlich und nicht übermäßig. ...”

      (Thomas Böhm: “Nein, du gehst jetzt nicht aufs Klo!”.- München 2018, S. 22)

      Eine Ausnahme wird auch genannt, die trifft aber in diesem Falle meinerMeinung nach nicht zu. Nachmittags könnten dann ja übrigens auch zahlreiche Erwachsene teilnehmen, die ja nicht wegen des Klimaschutzes sanktionslos ihre Arbeit niederlegen, also streiken dürfen.
      "Aus Niederlagen kann man auch gestärkt hervorgehen." (AUS: Günter Görlich: Eine Anzeige in der Zeitung)
    • Eisenmann bzgl. der Stadt Mannheim, die die Bußgelder für Schwänzen aufgehoben hatte:

      "«Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis. Das ist auch eine Form von Resignation des Staates», sagte sie. «Es gibt kein gutes oder schlechtes Schuleschwänzen.» Bleibe ein Jugendlicher dem Unterricht fern, verletze er die Schulpflicht.
      «Fridays for Future»-Vertreterinnen aus Stuttgart sehen das anders: «Politiker sollten nicht so viel über Pflicht sprechen, wenn sie ihre eigene Pflicht nicht erfüllen», sagte Sofie Rehberg." *

      :lach:


      * amp.welt.de/regionales/baden-w…erferen-Konsequenzen.html