Schulöffnungen Bayern

  • Äh, was ich meinte, ist dass ich Verschärfungen zu dem Zeitpunkt, wo das Kind eh in den Brunnen ist, für nicht zielführend erachte. Die Leute könnten sich zuhause einschließen und es würde trotzdem zu Ansteckungen kommen.

  • @Lehramtsstudent Ich stimme dir zu, dass die Zahlen an Infektionen viel zu hoch sind. Aber es ist nicht zu spät jetzt gegenzusteuern. Und dafür müssen halt die Sozialkontakte so drastisch wie möglich reduziert werden.

    Bildung ist die Fähigkeit, fast alles anhören zu können, ohne die Ruhe zu verlieren oder das Selbstvertrauen. (Robert Frost)

    Bildung kann einen sehr glücklich und gelassen machen. (Günther Jauch)

    Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)




  • Sie sind schon sehr weit unten - und trotzdem kommt es noch zu mehr Ansteckungen als je vorher. Was ist die Moral daraus? Noch mehr Einschränkungen? Sie bringen doch eh nichts. Es ist paradox, aber je mehr Einschränkungen, desto stärker der Anstieg der Zahlen.

  • Sozialkontakte sind schon weit unten?


    Schulen? Zum Großteil offen.

    Geschäfte? Alle offen.

    Sonstige Arbeitswelt (Fabriken, Schlachthöfe): Im Normalfall offen.

    Bis heute: Glühweinbuden, vor denen sich Leute drängen? Offen.


    Sorry, aber die Sicherheit, mit der Du behauptest, "bringt doch eh nichts ... je mehr Einschränkungen, desto stärker der Anstieg" entbehrt für mich jeder Grundlage.

  • Zumindest in Schulen und Geschäften dürften sich wenige Leute anstecken. Ich kann aber natürlich nicht in jedes Klassenzimmer reinschauen, setzt also das Vertrauen in die Umsetzung der Maßnahmen der Kollegen im Unterricht voraus. Fabriken, Schlachthöfe - kommt sehr auf den Einzelfall an: Wenn es mancherorts wirklich wie bei Tönnies aussieht, kann ich mir da Ansteckungen vorstellen. Genauso wie bei den Glühweinbuden, wobei - wo gibt es denn derzeit noch Weihnachtsmärkte? Bei uns wurde (gefühlt) alles abgesagt.

    Die Sicherheit kommt durch den Vergleich mit dem Sommer (wenige Maßnahmen, kaum Ansteckungen) und Anfang November (weniger Maßnahmen als jetzt, weniger Ansteckungen als jetzt).

  • Ich kann aber auch argumentieren: Sport- und Gaststätten zu. Geschäfte und Schulen ... offen. Immerhin hast Du vorsichtig formuliert, da "dürften" sich weniger anstecken. Aber irgendwoher müssen die steigenden Zahlen ja kommen.

    In meiner Stadt sind es grad ca. 70 Leute im Schlachthof, im Nachbarort 120 in einer Fabrik ...

    Glühweinbuden: Dazu braucht es keinen Weihnachtsmarkt.


    Wenige Maßnahmen im Sommer, weniger Ansteckungen WEIL das Virus durch den Lockdown im Frühjahr eingedämmt war. Dann kam der Sommer mit den Lockerungen und im Anschluss hatten wir wieder die steigenden Zahlen ... einer von uns beiden liegt mit seiner Logik falsch.

  • Genauso wie bei den Glühweinbuden, wobei - wo gibt es denn derzeit noch Weihnachtsmärkte? Bei uns wurde (gefühlt) alles abgesagt.

    In vielen Städten gibt es einzelne Buden, in Köln waren es jede Menge.

    Und auch Geschäfte (Cafes) die Glühwein to go anbieten. Also was ich letzte Woche in der Stadt so gesehen habe, da wundert es mich nicht. Vor allem assoziieren die Leute damit auch, alles ist erlaubt. Und treffen sich dann entsprechend auch privat.


    Ansteckung in der Schule vielleicht nicht, aber spätestens davor und auf dem Weg dahin. Extrem volle Straßenbahnen und sich abknutschende Schüler.

  • In vielen Städten gibt es einzelne Buden, in Köln waren es jede Menge.

    Und auch Geschäfte (Cafes) die Glühwein to go anbieten. Also was ich letzte Woche in der Stadt so gesehen habe, da wundert es mich nicht. Vor allem assoziieren die Leute damit auch, alles ist erlaubt. Und treffen sich dann entsprechend auch privat.


    Ansteckung in der Schule vielleicht nicht, aber spätestens davor und auf dem Weg dahin. Extrem volle Straßenbahnen und sich abknutschende Schüler.

    "Schön" zu lesen, dass es bei euch auch nicht anders läuft als hier. Ich bekam die letzten Wochenenden in der Basler Innenstadt regelmässig Dichtestress vor lauter Fress- und Glühweinbuden, mich wundert überhaupt nichts mehr. Ich musste einfach mal zu Manor in die Greifengasse, da gab es irgendwie kein Zeitfenster um um die Menschenmassen drumrum zu kommen. Einmal hab ich wirklich die Flucht ergriffen. Gerade Kaufhäuser wie Manor schienen in den letzten Wochen einfach zum Zeitvertreib für viele Leute genutzt zu werden.

  • DeadPoet: Ich persönlich glaube inzwischen an die Theorie der privaten Ansteckungen bzw. da, wo keine Maßnahmen eingehalten werden (also bei den Kids auch auf dem Schulweg etc.). Daher halte ich in großen Teilen * die Einschränkungen in öffentlichen Bereichen, in denen eh langezeit Maßnahmen galten, für wenig hilfreich - dazu hätte es im November einfach einen Rückgang der Zahlen geben müssen. Dass all dieser Mist "immerhin" zu einer Stabilisierung der Zahlen geführt hätte, ist Schönreden der Politik, wenn du mich fragst.


    * Einschränkungen der Argumentation habe ich bei den Schlachthöfen und Fabriken durchaus im letzten Beitrag kenntlich gemacht

  • Als ob das noch etwas bringt... Die Politik macht sich mit sowas nur noch unglaubwürdiger.

    Was genau sollte denn sonst etwas bringen? Die Kontakte müssen weiter eingeschränkt werden. Das Virus ist kein Hexenwerk, das jemanden magisch anfällt. Wenn man grob überschlägt, machen Schulen ca. 20 Prozent des Infektionsgeschehens aus . Das könnte schon allein reichen, um die Kurve signifikant zu drücken. Außerdem gibt es in Summe Synergieeffekte, viel beschränken wirkt noch besser.

  • Außerdem gibt es in Summe Synergieeffekte, viel beschränken wirkt noch besser.

    Das hätten die Zahlen bis jetzt belegen müssen, ansonsten ist es einfach nur Stochern im Dunkeln.

  • DeadPoet: Ich persönlich glaube inzwischen an die Theorie der privaten Ansteckungen bzw. da, wo keine Maßnahmen eingehalten werden (also bei den Kids auch auf dem Schulweg etc.). Daher halte ich in großen Teilen * die Einschränkungen in öffentlichen Bereichen, in denen eh langezeit Maßnahmen galten, für wenig hilfreich - dazu hätte es im November einfach einen Rückgang der Zahlen geben müssen. Dass all dieser Mist "immerhin" zu einer Stabilisierung der Zahlen geführt hätte, ist Schönreden der Politik, wenn du mich fragst.


    * Einschränkungen der Argumentation habe ich bei den Schlachthöfen und Fabriken durchaus im letzten Beitrag kenntlich gemacht

    Ja, ich fürchte auch, dass da im Privatbereich viel passiert. Dort, wo der Privatbereich 100% privat ist, wird man - ohne weitere Eingriffe in Grundrechte, die evtl. dann sogar mir zu weit gehen - nicht viel ändern können (außer man schafft wieder mehr Bewusstsein). Da wo es nicht 100% privat ist (auf dem Schulweg, an der Bushaltestelle, am Glühweinstand) kann aber etwas passieren.

    Ich denk mir auch oft, dass die Maßnahmen im Moment allem Anschein nach wenig helft ... aber ich bin mir tatsächlich nicht sicher, wie die Zahlen ohne diesen "Lockdown light" aussehen würden und ob sie nicht tatsächlich schlimmer wären. Als Merkel im Sommer (Frühherbst?) von 19 000 Infektionen am Tag sprach, wenn wir nicht aufpassen, wurde sie von vielen ausgelacht ...

  • DeadPoet: Ich kenne diese Argumentation "Wenn man nichts getan hätte, hätte es noch schlimmer aussehen können." aus diversen Kontexten, also auch schon deutlich vor Corona, und mich überzeugt sie schlichtweg nicht (mehr). Ich bin der allgemeinen Meinung, dass, wenn eine Maßnahme nicht zum gewünschten Ergebnis führt, sie von Anfang an falsch oder besser ausgedrückt nicht geeignet war.


    Zitat

    Besser Stochern, als nix tun ...

    Jein... Stochern wirkt unprofessionell, das erwarte ich von Lieschen Müller nebenan, aber nicht von Experten bzw. Leuten mit Entscheidungskompetenz.

  • Ich finde, die Stimmen mehren sich, auch unter Politikern.

    Viele BL haben ja schon die Präsenzpflicht ab Montag aufgehoben und schicken ältere SuS in den Distanzunterricht.

    Ich gehe davon aus, dass Bayern zumindest diese Schritte mitgehen wird, aber klare Aussagen dazu gibt es nicht.

    Es wäre aber geradezu absurd, Geschäfte zu schließen und Ausgangssperren zu verhängen, die Schulen aber weiter offen zu lassen.

    umgedreht ist es leider auch absurd, die Schulen zu schließen und Geschäfte komplett offen zu lassen - ich sehe da schon in mancher Mall viel zu viele Jugendliche.... Ich denke, es wird darauf hinauslaufen, dass beides schließt wie im Frühjahr

  • Ich bin übrigens sehr verwundert darüber, dass Bayern diesmal so hinterherhinkt. Diverse BL haben sich ja bereits geäußert.

    ich glaube, dass Söder auch vermutet, dass offene Geschäfte und geschlossene Schulen nicht gut läuft. Das Problem scheint ein wenig der Koalitionspartner zu sein, der sehr wirtschaftsaffin ist

  • Sie sind schon sehr weit unten - und trotzdem kommt es noch zu mehr Ansteckungen als je vorher. Was ist die Moral daraus? Noch mehr Einschränkungen? Sie bringen doch eh nichts. Es ist paradox, aber je mehr Einschränkungen, desto stärker der Anstieg der Zahlen.

    Das ist ein Scherz, oder? Das kann man nicht ernst meinen.

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  • DeadPoet: Ich persönlich glaube inzwischen an die Theorie der privaten Ansteckungen bzw. da, wo keine Maßnahmen eingehalten werden (also bei den Kids auch auf dem Schulweg etc.). Daher halte ich in großen Teilen * die Einschränkungen in öffentlichen Bereichen, in denen eh langezeit Maßnahmen galten, für wenig hilfreich - dazu hätte es im November einfach einen Rückgang der Zahlen geben müssen. Dass all dieser Mist "immerhin" zu einer Stabilisierung der Zahlen geführt hätte, ist Schönreden der Politik, wenn du mich fragst.


    * Einschränkungen der Argumentation habe ich bei den Schlachthöfen und Fabriken durchaus im letzten Beitrag kenntlich gemacht

    Selbst wenn deine Theorie stimmt, dass die meisten oder viele Ansteckungen im privaten Rahmen stattfinden, kannst du ja Mal überlegen, warum das so ist. Wenn es gar keine Maßnahmen gäbe, keine Maskenpflicht, keine Abstandsgebote, dann würden sich iim öffentlichen Raum sehr viel mehr Menschen anstecken. Somit machen die Maßnahmen doch Sinn.

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