Versetzung wegen gesundheitlicher Probleme

  • Hallo Ihr Lieben,

    kurz zu meiner Situation: Ich fahre täglich eine längere one way Strecke von meinem Wohnort in einem Bundesland zu meinen Arbeitsplatz in ein anderes Bundesland.

    Nun ist bei mir ein gesundheitliches Problem festgestellt worden, somit ich für unabsehbare Zeit kein Fahrzeug führen darf aufgrund Medikamenteneinnahmen.

    Des Weiteren macht mir die Arbeit zu meiner aktuellen Krankheit an meinem Arbeitsplatz aktuell sehr grosse Belastungen und Stress-Symptomatiken, da ich auch sehr anstregendes Klientel habe (Spezialschule).

    Nun ist es so, daß es von meinem Wohnort eine sehr schlechte öffentliche Wegverbindung gibt, mit der ich etwa 2 Stunden im schlimmsten Fall für einen Weg benötigen würde.

    Aufgrund der oben genannten Gründe würde ich mich sofort gerne versetzen lassen in eine Schule nahe meines Wohnorts.

    Da ich noch nie in einer solchen Situation war, möchte ich Euch um Rat bitten was ich in dieser Situation schnell tun kann, um hier auch schnelle Lösungen finden zu können.

    Ich habe gute Ärzte die mir umgehend Bescheinigungen geben würden usw. diesbezüglich.

    Die Schulleitung ist allerdings sehr unnahbar und unter Dauerfeuer, gerade jetzt in der Pandemie Zeit und ich habe hier eine sehr harte Nuss vor mir....


    Wer kann mir Rat geben? Wäre sehr dringend.


    Ganz lieben Dank Euch, Eure K.

  • Ich glaube auch, dass du um Gespräche nicht drum rum kommen wirst. SL an deiner Schule, SL an der (potentiellen) neuen Schule, Personaler am RP, ÖPR, BPR.


    Zwei Stunden Fahrt mit ÖPNV in eine Richtung ist natürlich übel. Ich hoffe, dass die genannten Stellen sich da kooperativ zeigen und es nicht unter „Ihr Problem“ abheften...

  • Ansich kann ich den anderen nur zustimmen. Falls Gespräche und eine Versetzung nicht klappt. Spricht was dagegen in das nähere Umfeld der Schule zu ziehen? Jenachdem was für ein Typ du bist, kann es wunder bewirken, wenn du nicht mehr ewig und drei Tage Pendeln musst.

  • Ein Bundeslandwechsel auf die Schnelle?

    Das scheint mir beinahe unmöglich.

    Mit entsprechenden Attesten kannst du VIELLEICHT bei deinem jetzigen Dienstherrn noch Druck aufbauen, dass er dich kurzfristig an eine Dienststelle versetzt, die deiner Genesung zuträglich ist, da er eine Fürsorgepflicht für dich hat.

    Ein anderes Bundesland hat aber keine solche Fürsorgepflicht, deshalb kannst du hier auch keinen Druck aufbauen.

    Außerdem: Für das planstellenneutrale Länderaustauschverfahren gibt es konkrete Fristen. Die Versetzung findet in der Regel zu Beginn des Schuljahres statt, Bewerbungsfrist ist ein halbes Jahr vorher. Ich weiß gerade nicht, ob es auch einn Ländertausch zum Halbjahr gibt, aber selbst wenn es ihn gibt, hast du die Frist garantiert verpasst. Dann könntest du vielleicht, VIELLEICHT mit deinen Attesten noch bewirken, dass dein Bundesland dich doch noch zulässt, aber ob dich das andere Bundesland dann auch nehmen würde, ist sehr unsicher. Aber, wie gesagt, ich glaube nicht, dass es das Verfahren zum Halbjahr gibt.


    Der einzige Weg für dich wäre im aktuellen Fall, dass du dir eine Freigabeerklärung deines Bundeslandes erkämpfst und dich damit auf offene Stellen im Zielbundesland bewirbst - sofern es im laufenden Schuljahr welche gibt.
    Falls du keine Freigabe bekommst, bliebe nur noch der Antrag auf Entlassung aus dem Dienstverhältnis und die Bewerbung im Zielbundesland.

    Bei allen Szenarien bleibt aber das hier der einzig wirkliche Tipp:

    Da hilft m.M.n. nur reden. Mit dem Schulleiter, mit dem Personalrat, am besten mit dem regionalen PR, mit der Entscheidung treffenden Behörde.

  • Manche (!) Bundesländer haben einen Wechsel zum Halbjahr, eine Kollegin erhielt kurzfristig eine solche Stelle nach vielen Versuchen. War für uns als abgebende Schule nicht ideal. Allerdings beteiligen sich nicht alle Länder, soviel ich weiß.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Zu bedenken ist aber natürlich: alles, was man einbringt, warum man zu krank für die aktuelle Stelle ist, gegen einen verwendet wird, wenn es an die neue Stelle geht. Bei einem Bundesland hat der Dienstherr ein Interesse, deine Arbeitskraft so gut wie möglich zu nutzen und dich also entsprechend einzusetzen. Ein neues Bundesland hingegen (gibt es nicht sogar manchmal eine neue Amtsarztüberprüfung?) wird sich das sicher gut überlegen.

  • Also ich hab die Erfahrung gemacht, dass wenn man offen und freundlich mit den Entscheidern redet doch mehr drin ist, als man zu meinen glaubt.

    Richtig, das stimmt schon. Aber bei einem Bundeslandwechsel sind einfach viel zu viele "Entscheider" involviert, die wiederum sehr unterschiedliche Interessen haben.

  • Nun ist es so, daß es von meinem Wohnort eine sehr schlechte öffentliche Wegverbindung gibt, mit der ich etwa 2 Stunden im schlimmsten Fall für einen Weg benötigen würde.

    Dann ist das so. Oder du nimmst dir unter der Woche eine Wohnung an deinem Arbeitsort.

    Aufgrund der oben genannten Gründe würde ich mich sofort gerne versetzen lassen in eine Schule nahe meines Wohnorts.

    Da das ein anderes Bundesland ist: Kannst du vergessen, du bist Landesbeamtin. Das dauert.


    Die Schulleitung ist allerdings sehr unnahbar

    Trotzdem musst du mit der reden. Meiner Erfahrung nach ist sowas allerdings häufig ein vorgeschobener Grund, der tatsächliche ist, dass man Angst vor dem Gespräch hat.

  • Was kannst du kurzfristig machen:

    • Bitte den Personalrat, dich zu unterstützen, dass du an eine grenznahe Schule im Arbeitsbundesland versetzt wirst, die günstiger gelegen ist.
    • Bitte deine Schulleitung deinen Stundenplan so zu gestalten, dass du die zeitlich kürzeren Verkehrsmittel nutzen kannst. (Du schreibst im ungünstigsten Fall 2 Stunden.)
    • Frag deinen Arzt, ob es eine Medikamentierung gibt, die die Fahrtüchtigkeit nicht beeinflußt. Eventuell Einnahmezeitpunkt verschieben?
    • Versuch eine regelmäßige Fahrgemeinschaft zu finden.

    Zum Ländertausch wurde ja schon was geschrieben. Lass dich da dringend vom Personalrat beraten. Ist vermutlich eher mittelfristig.

    Zweitwohnung am Arbeitsort ist sicher auch eine extreme Lösung und nichts für jeden.

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