Impfpflicht für Lehrkräfte

  • Um nochmal auf das Thema des Threads zurückzukommen

    Ihr wisst schon, dass Tarifbeschäftigte eine Impfflicht durch die Hintertür haben. Zumindest

    wenn sie nicht ohne Geld da stehen wollen.
    Hintergrund ist das Infektionsschutzgesetz. Wird eine Qurantäne Anordnung durch das Gesundheitsamt ausgesprochen, besteht nach dem Infektionsschutzgesetz prinzipiell ein Anspruch auf Lohnfortzahlung. Dieser ist nicht mehr gegeben, wenn ein Impfangebot nicht angenommen wurde.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Auch wenn es weiterhin OT ist würde ich dringend empfehlen die Diskussionskultur im Schulhaus zu überdenken, wenn man offenbar alles andere lieber macht als aktiv am Konvent teilzunehmen. Wir haben just aus diesem Grund ein weiteres Gefäss etabliert in dem sich ausschliesslich an der Schulentwicklung interessierte KuK für ernsthafte Diskussionen treffen. Aus dieser Diskussionsrunde können auch Traktanden in den Konvent gebracht werden, es dürfen aber auch Themen diskutiert werden, weil es eben gerade unter den Nägeln brennt. Macht erheblich mehr Spass zu protokollieren.

  • Auch wenn es weiterhin OT ist würde ich dringend empfehlen die Diskussionskultur im Schulhaus zu überdenken, wenn man offenbar alles andere lieber macht als aktiv am Konvent teilzunehmen. Wir haben just aus diesem Grund ein weiteres Gefäss etabliert in dem sich ausschliesslich an der Schulentwicklung interessierte KuK für ernsthafte Diskussionen treffen. Aus dieser Diskussionsrunde können auch Traktanden in den Konvent gebracht werden, es dürfen aber auch Themen diskutiert werden, weil es eben gerade unter den Nägeln brennt. Macht erheblich mehr Spass zu protokollieren.

    Sowas gibt es in Deutschland auch. Nennt sich- zumindest hier in BW- "Steuergruppe", wo es dann eben um weitere Schulentwicklung geht. Oft werden Beschlussvorlagen aus der Steuergruppe in die GLK getragen zur Debatte und Abstimmung. Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Arbeit in der Steuergruppe deutlich fruchtbarer ist als so manche Debatte in der GLK, insofern möchte ich dort auch mitarbeiten, wenn ich an meiner neuen Schule nicht mehr nur "Newbie" bin. Dieses Jahr war ich so selten im Schulhaus, dass ich bei manchen Fachräumen noch nichtmal weiß, wo die sich befinden bislang.^^ Also habe ich erstmal noch Basicarbeit zu erledigen und muss mich weiter professionalisieren als Lehrkraft, ehe ich etwas zur Schulentwicklung sinnvoll beitragen kann. Meine SL hat aber zuletzt bei einem Gespräch bereits angedeutet, dass sie mich in so einer Rolle sieht künftig (was sehr schön ist als Rückmeldung). Mitarbeiten kann in der Steuergruppe prinzipiell jede Lehrkraft.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Bei uns sind die Gesamtkonfis reine Infoveranstaltungen, dafür reicht tatsächlich der Laptop. An meiner alten Schule wurde da mehr diskutiert. Hier nun treffen wir uns in kleineren Teams (nach Jahrgangsstufen) und diskutieren dort gerne und live, seit corona auch nur noch online.

    Aber da Omeia sich übers OT beklagt hat, bin ich jetzt still damit!

  • das Problem bei allen Konferenzen ist, dass vermutlich kaum jemand an allem gleichermaßen interessiert ist. Manche Themen betreffen mich einfach nicht, ich höre höflich zu, zuhause könnte ich derweil anderes machen. Dann gibt es Themen, die mich sehr interessieren, aber je nach Verlauf auch aufregen. Zuhause blieb ich ruhiger und ich hatte das Gefühl andere auch.


    Ich fand daher Online-Konferenzen auch gut, gebe aber zu, dass ich kein Protokoll schreiben musste. Wir wechseln uns ab, dauert noch einige Konferenzen bis ich wieder dran bin.


    Edit: bei uns wird sehr viel diskutiert (nach Meldung kommt man auf eine Rednerliste und manchmal erst nach 15 Minuten dran).

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

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    Ihr wisst schon, dass Tarifbeschäftigte eine Impfflicht durch die Hintertür haben...

    Ich schrieb es weiter oben, habe das bei Masernfall selbst erlebt.


    Warum das auf Verbeamtete nicht zutrifft habe ich aber noch nicht verstanden.

  • Stichwort Alimentation. Diese ist explizit kein Arbeitslohn und damit entkoppelt von der tatsächlichen Arbeitsleistung. Hier müsste anders argumentiert werden, etwa mit Diensttreue, Gehorsam, Pflicht etc.


    Die Kaskade (es wurde hier Impfpflicht durch die Hintertür genannt), die bei den Angestellten abläuft, lässt sich daher nicht übertragen. 1. Ablehnung Impfung > 2. "Suspendierung" von der Lehrtätigkeit > 3. Nichterbringung der vertraglich vereinbarten Arbeitsleistung > 4. Kürzung/Streichung des Arbeitslohns


    Bei Beamten greift der Punkt 3. schon nicht mehr.

    Von wegen Schuft, ein Zyniker ist ein enttäuschter Idealist!

  • Nennt sich- zumindest hier in BW- "Steuergruppe"

    Irgendwie schon aber auch wieder nicht. Ich bin grad auf Urlaub in einem deutschen Lehrerhaushalt, die Strukturen sind hüben und drüben einfach sehr, sehr unterschiedlich. Schlussendlich dürfen wir als Lehrpersonen in der Schweiz sehr viel mehr mitentscheiden und werden auch zu viel mehr Themen direkt gefragt. Der Konvent ist bei uns eben explizit keine reine Informationsveranstaltung, was vielleicht auch erklärt, dass ich mit dem Protokoll schon wirklich zuhören muss, was da so gesagt wird.

  • Irgendwie schon aber auch wieder nicht. Ich bin grad auf Urlaub in einem deutschen Lehrerhaushalt, die Strukturen sind hüben und drüben einfach sehr, sehr unterschiedlich. Schlussendlich dürfen wir als Lehrpersonen in der Schweiz sehr viel mehr mitentscheiden und werden auch zu viel mehr Themen direkt gefragt. Der Konvent ist bei uns eben explizit keine reine Informationsveranstaltung, was vielleicht auch erklärt, dass ich mit dem Protokoll schon wirklich zuhören muss, was da so gesagt wird.

    Ich denke, es ist schulabhängig. Wir entscheiden als Kollegium auch sehr viel, soweit uns das Land eben lässt. Informationen von der SL gibt es bei uns als Mail. Eine Konferenz dafür würden wir als Zeitverschwendung sehen (wenn Informationen länger als 10 Minuten dauern, gibt es Proteste).


    Aktuell entscheiden wir uns z. B. über die digitale Ausstattung (der Schulträger akzeptiert es in einem weiten preislichen Rahmen, wir müssen es aber begründen), regelmäßig über Schulleitfäden, davor Ganztagsschule usw.

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  • Gibt es hier eigentlich KuK, die noch nicht geimpft sind? Oder kann man sich in der Öffentlichkeit gar nicht mehr als ungeimpft "outen"?

    Ich bin noch nicht geimpft und bin nach wie vor sehr zwiegespalten. Zahlreiche Argumente wurden hier ja schon ausgetauscht. Vielleicht rührt meine Unentschlossenheit daher, dass ich niemandem in meinem persönlichen Umfeld kenne, der schwer erkrankt ist und auch niemanden, der unter "long covid" leidet. Es gab aber eine Kollegin mit einer vorübergehenden Gesichtslähmung als Impfreaktion ...

  • Natürlich kannst du dich in der Öffentlichkeit "outen", wenn du den Begriff verwenden magst.


    PS Wenn du jemanden suchst, der unter Covid oder long covid leidet, geh doch einfach auf die Intensivstationen.

  • Ich kenne auch niemanden der an Tetanus oder Diphtherie erkrankt ist und bin dagegen geimpft. Polio, ja, da hatten wir früher noch jemanden im Dorf. Das finde ich das seltsamste "Argument" ever. Zumal Covid allgegenwärtig ist, selbst wenn man niemanden kennt der schwer erkrankt ist. Wir müssen hier auch niemanden von irgendwas überzeugen. Geh halt impfen oder lass es bleiben.

  • Nach 18 Seite allein in diesem Thread dürften die Meinungen wohl klar sein. Hier ist sicher der falsche Ort für "Beratungsgespräche". Geh impfen oder lass es bleiben. Es gibt kein Obligatorium, dafür aber alle Informationen und Statistiken öffentlich zugänglich, die man braucht um sich zu überlegen wie hoch das Risiko ist.

  • Vielleicht rührt meine Unentschlossenheit daher, dass ich niemandem in meinem persönlichen Umfeld kenne, der schwer erkrankt ist und auch niemanden, der unter "long covid" leidet. Es gab aber eine Kollegin mit einer vorübergehenden Gesichtslähmung als Impfreaktion ...

    Anekdotische Evidenz. Wissenschaftsorientierte Bildung hätte geholfen.

  • PS Wenn du jemanden suchst, der unter Covid oder long covid leidet, geh doch einfach auf die Intensivstationen.

    Nein, das Phänomen LongCovid macht die Betroffenen in der Regel nicht Krankenhaus-, geschweige denn Intensiv-pflichtig. Das könnte man sich aber auch anlesen.


    Dabei würde man dann evtl. auch herausfinden, dass es gar nicht so einfach ist, einfach mal so auf eine Intensivstation zu stiefeln.

    Von wegen Schuft, ein Zyniker ist ein enttäuschter Idealist!

  • Da hast du recht.

    Für long-covid empfehle ich die normale Arztptaxis, Reha-Stationen und auch die Mutter eines Schülers meines Mannes und auch unsren Gas-Wasser-Installateur. Wenn du die Adresse von letzterem haben willst, dann schicke mir eine PN.

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