Schulstart unter Corona - Bedingungen

  • Wir haben jetzt in etwa 50% der Klassenräume (= etwa 40% der Unterrichtsräume, knapp 30% der mit Kindern befüllten Räume, knapp 25% aller Räume) der Schule Luftreiniger. Den Schulleitern wurde mitgeteilt, dass das völlig ausreichend ist und mehr nicht kommt.

    Dann kann man eben nur 1/3 der SuS gleichzeitig beschulen und die anderen dürfen das Gebäude nicht betreten, da keine Räume vorhanden sind, Notbetreuung ggf. gegenrechnen.

    Selbst, wenn es derzeit mehr ist als anderswo, sollte man es nicht als Luxus einordnen und sich nicht nach unten orientieren, sondern an der Notwendigkeit - und die ist nicht erfüllt.

  • Bei uns schon vorher. Wenn da jemand infiziert war, muss das eine Drittel dann den Laden schmeißen.

    DAs vorher konnte ich nicht sehen, obs das mehr waren, fraglich, du weißt doch, ich habe von der DB ca. 15 Minuten, die Pause und die 10 Minuten, die ich selber gesprochen habe, nach der Pause, mitbekommen. Ansonsten glänzte ich durch Abwesenheit ;)

  • Das Land hatte übrigens nicht verstanden, dass Notbetreuung auch Personal braucht und sonst dafür der Unterricht gekürzt werden muss.

    Die PM-Verträge wurden neu aufgestellt, vermutlich auch im Zusammenhang mit dem Eis-online-nilap, und gedacht ist jetzt, dass die Vertretungs-PM jede Woche feste Stunden kommt. Dann hat man im Notfall wieder keinen, für die Notbetreuung ggf, für die Vertretung einer Vollzeitlehrkraft jedoch nicht. Die Sachbearbeiterin war erstaunt, dass wir an der Schule keine Lehrkräfte für die Vertretung übrig haben. Und auch wir wissen seit mehreren Jahren nicht, wie wir die frühen Stunden besetzen sollen. Kommendes Schuljahr könnte es klappen … mal sehen, wie lange.

    Ist bei uns genauso. Wir haben allerdings auch nicht genug Stunden um unsere normale Stundentafel zu bedienen...

  • NRW: Gebauer hat irgendwas von „Leistungsfeststellung“ in den ersten Schulwochen gefaselt und von „dann individuell Defizite aufarbeiten“. Haha. Meine Klasse macht eine 2-jährige Ausbildung, 3.Jahr Praxisjahr. Die schreiben Ende des kommenden Schuljahres anspruchsvolle Examensklausuren. Wie soll das alles gehen?

    Änderungen bisher keine. Sicherlich Maskenpflicht, Ungeimpfte werden bestimmt weiter regelmäßig getestet. Ich krieg die Motten, wenn die Schulen irgendwann wieder dicht sind. Aber man kann’s der Politik ja nicht übel nehmen, es ist ja erst seit 1,5 Jahren Pandemie, und es konnte ja niemand wissen, dass das so lange dauert. Außerdem ist das Schulwesen ja nicht so wichtig.

  • Aber man kann’s der Politik ja nicht übel nehmen, es ist ja erst seit 1,5 Jahren Pandemie, und es konnte ja niemand wissen, dass das so lange dauert. Außerdem ist das Schulwesen ja nicht so wichtig.

    Denke ich auch. Und man kann ja einfach lüften. Dann sind alle Probleme gelöst. Bildung wird überbewertet.

    • Offizieller Beitrag

    Heute habe ich tatsächlich 30 min für den Test gebraucht.

    Neue 3. Klasse. Knapp die Hälfte der Kinder hat nicht genug Kraft in den Fingern, um die Packung aufzureißen. Dann muss die Packung des Stäbchens aufgerissen werden. Nach dem Nasepopeln muss das Stäbchen durch den Papiersteg A in die Vertiefung B gefädelt werden. Fragt nicht. Danach muss das Minifläschchen mit der Pufferlösung aufgerissen werden und es werden 6 Tropfen Pufferlösung weiträumig in den Raum gespritzt auf das Stäbchen geträufelt. Anschließend muss man den Streifen abziehen und das Kärtchen mit vorsichtigem Händchen festem Druck (TM) zusammenkleben. Bei mehreren Kindern lief dann der Streifen nicht, also musste ich herumgehen und Kärtchen drücken. Bei einem war es mir untergegangen, da musste ich dann nochmal Puffer draufträufeln und auf die Uhr schauen. Immerhin alle negativ. Einer ist eh noch in Quarantäne.

    Positiv: Alle haben ihre Nase gefunden.


    Am Mittwoch darf dann die Englischlehrerin mit der Klasse einen Test machen, während ich den Musikunterricht in der einen Parallelklasse nutze und danach vielleicht sogar noch in der anderen - je nachdem, ob die 1. Stunde haben oder nicht, das weiß ich noch gar nicht.

    Am Freitag dann wieder mit meiner Klasse und montags dann immer mit einer anderen Musikklasse, während meine Klasse ihre eine wöchentliche Computerstunde mit Popeln verbringt.

  • Ohje, bei uns waren es ja nach ordentlich Theater in unser Klasse noch die alten Tests und ich gebe zu, ich bin erst zur 3. Stunde gekommen :pfeifen:


    Aber es hat wohl wieder gut und zügig geklappt. Hier fehlten aber auch 3 Kinder, die Erstklässler sind eh noch nicht dabei, so dass wir erstmal nur 13 Kinder haben. Das ist natürlich entspannt.


    Ein Kind Skateboard-Unfall mit Bein und Arm in Gips, kommt ab nächster Woche im Rollstuhl, wir sind glücklicher Weise ebenerdig.
    Ein Kind krank (?) und eines bis Donnerstag noch in Quarantäne.

    Wir haben dann heute ganz in Ruhe 3. Stunde im Garten geprobt, die 4. Klässler kamen dann auch noch dazu, dann waren es wieder 19 (hat was von 10 kleine Negerlein ;) )

    Morgen dann noch mal so und für Donnerstag habe ich gelesen, dass Singen im Klassenraum verboten ist, Proben aber in Innenräumen stattfinden dürfen, wir proben also Donnerstag in der Aula für Samstag, damit wir die Abstände usw. angeschaut haben und das Kind, was auf dem Klavier das begleiten soll, das dort auch ausprobieren kann. (Schulleitung verweigert bisher die schriftliche Antwort, mir auch egal ;) ).

  • Ja nun, wir haben heute auch unser neues "Schutzkonzept" bekommen. Meine Chefin schrieb als letzten Kommentar in ihrem eMail ... "ich weiss, es ist widersprüchlich". Es gibt kein Maskenobligatorium mehr zwischen SuS - SuS und LP - SuS, aber wenn ich ins Lehrer*innenzimmer gehe, muss ich weiterhin eine Maske tragen. Also eigentlich steht das was von "erwachsenen Personen", gemeint sind aber nur Lehrpersonen obwohl ja etwa die Hälfte unser SuS auch mindestens 18 Jahre alt ist.


    ... Häh? Nagut, einfach nicht drüber nachdenken. Ich glaube, es hat einen guten Grund, warum wir am kommenden Montag 3 Lektionen anstatt der üblichen 1 Lektion mit Gipfeli essen beschäftigt sind. Meine Chefin rechnet wohl mit ... ähem ... ein paar mehr Fragen als sonst. Oder es braucht einfach mehr Gipfeli um den Burgfrieden zu wahren.


    Ich warte jetzt mal ab, was sie so spricht, meine Chefin. Ich bin da ja grundsätzlich diplomatisch und stehe in solch zentralen Punkten immer aus Prinzip auf ihrer Seite. Meine persönliche Meinung zum Thema ist, mir ist das vollkommen wurscht, wer bei uns im Schulhaus noch eine Maske trägt oder auch nicht. Ich bin zum Selbstschutz zur Impfung gegangen, ALLE unsere Jugendlichen hatten die Gelegenheit unterdessen auch und wer nicht gegangen ist, der infiziert sich halt, das ist mir doch egal. Ich will eigentlich nicht, dass wir darüber überhaupt noch irgendeine Diskussion führen, aber leider wird es wahrscheinlich so sein.


    Ach Tests ... Ja, wer noch nicht geimpft ist, kann weiter an der wöchentlichen PCR-Pool-Testung teilnehmen. Den Geimpften wird das nicht weiter empfohlen, aber wenn sie unbedingt wollen, dann können sie auch. Alles freiwillig, wie bisher. Ich hoffe ehrlichgesagt, dass möglichst wenige überhaupt noch an der wöchentlichen Testung teilnehmen. Ich will das alles gar nicht mehr wissen, bei uns im Schulhaus hat sich wie erwähnt jeder impfen lassen können, der das wollte. Wir haben im letzten halben Jahr genau 3 asymptomatische Personen rausgefischt und keinmal gab es eine zugehörige Infektionskette im Schulhaus (es gibt ja dann ein Depooling um das zu überprüfen). Alles in allem auf Sek-II-Niveau also eine riesen Steuergeldverschwendung (dank Gewerkschaftsarbeit hab ich da auch entsprechende Infos von anderen Schulhäusern). An den Primarschulen ist das sicher was anderes, die Kinder können ja noch nicht geimpft werden. Der Kanton stellt aber allen Lehrpersonen weiterhin FFP2-Masken zur Verfügung.

    2 Mal editiert, zuletzt von Antimon ()

  • Gerade bei 4teachers gelesen: In SH ist schon wieder die erste Schule dicht. Das macht ja Mut. Jetzt geht das Spielchen wohl von vorne los.

    Aber eigentlich war es doch zu erwarten, machen wir uns doch nichts vor. Berlin ist bereits auch über 50, welche Stufe wir sind, keine Ahnung, will ich erst nach der Einschulung wisse :pfeifen:

  • Die Pläne mit Inzidenzen stehen auf dem Prüfstand, die Bundesnotbremse ist ausgelaufen und gilt vorerst nicht mehr.

    Niedersachsen hat angekündigt, am 25.8. etwas Neues zu veröffentlichen, mit anderen Zahlen und Vorgaben, die neben der Inzidenz auch andere Zahlen (Intensivregister, Impfquote) berücksichtigt.


    Mir erschließt sich das nicht wirklich.

    Wenn 50% der Bevölkerung geimpft ist, müssten die Inzidenzen dann nicht eher sensibler werden?


    Oder könnte man die Inzidenzen der 6-10-jährigen (oder 12jährigen) ausweisen, um abschätzen zu können, wie stark eine Verbreitung unter den nicht impfbaren Kindern ist?


    Oder könnte man genau da genauere Tests verlangen, dort wo sich weiterhin viele Menschen in engen Räumen begegnen? Also KiTa und Schule, womöglich auch Altenheime, wenn der Impfschutz tatsächlich nach 6 Monaten so stark nachlassen würde. Dann hätte man es rechtzeitig im Blick und könnte dann wieder weitere Maßnahmen ergreifen.

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