Schülern Material per Email schicken - Alltag (kein Distanzunterricht)

  • Wir haben eine Lernplattform, ich persönlich fremde mit dieser aber noch. So die Hälfte der Kollegen nutzt moodle

    Ernsthaft?!? Wie/Womit habt ihr denn während der Schulschließungen und des Wechselunterrichts gearbeitet? Ihr habt doch da nicht etwa auch nur Arbeitsaufträge per E-Mail verschickt? Oder gab es ausschließlich Videokonferenzen?

    Irgendwie kann ich mir einen Schulalltag so ganz ohne "Moodle" gar nicht mehr vorstellen; egal, ob Distanz- oder Präsenzunterricht ist. Dass eine Lernplattform wirklich praktisch ist, zeigte sich schon im Februar diesen Jahres. Da war unser Abiturjahrgang (also BG Kl. 13) schon wieder im Wechselunterricht und es kam wegen der Witterungsverhältnisse (Eis und Schnee) zu Schulausfall. Unsere KuK waren froh, allen SuS über "Moodle" Arbeitsaufträge geben und Videokonferenzen über "BigBlueButton" durchführen zu können.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Ernsthaft?!? Wie/Womit habt ihr denn während der Schulschließungen und des Wechselunterrichts gearbeitet? Ihr habt doch da nicht etwa auch nur Arbeitsaufträge per E-Mail verschickt? Oder gab es ausschließlich Videokonferenzen?

    Kein Kommentar, wie das wohl abgelaufen ist ;)


    Aber für meinen Beitrag, dass sich viele einen faulen Lenz im ersten Lockdown gemacht haben, regnete es ja verwirrend Smileys ;)

  • Aber für meinen Beitrag, dass sich viele einen faulen Lenz im ersten Lockdown gemacht haben, regnete es ja verwirrend Smileys ;)

    ??? Das verstehe ich jetzt nicht. Warum "im ersten Lockdown"? Darum ging es hier/mir doch gar nicht.

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  • Im ersten Lockdown hatten wir eine Cloud und man hat für seine Kurse Ordner erstellt mit Aufgaben und Material, die dann per Mail eingereicht wurden. Termine für Videokonferenzen ließen sich da auch problemlos kommunizieren. Finde ich nach wie vor nicht unbedingt schlechter als die Lernplattform.

  • ??? Das verstehe ich jetzt nicht. Warum "im ersten Lockdown"? Darum ging es hier/mir doch gar nicht.

    Na du hast gefragt, womit da gearbeitet wurde. Es würde mich nicht wundern, wenn an Germans Schule dann generell nicht allzuviel stattfand während dieser Phase.

  • Viel hing auch von der Kontrolle durch die Lehrkräfte ab. Man kann auch ohne Filmchen und bunte Padlets was vermitteln, es steht und fällt mit der Aufgabenqualität, ist doch wie sonst auch.

    Tao-hsin sprach zu seinen Schülern "Die Freiheit des Himmels, eines Baumes, eines Steines ist die Messlatte."

  • Na du hast gefragt, womit da gearbeitet wurde. Es würde mich nicht wundern, wenn an Germans Schule dann generell nicht allzuviel stattfand während dieser Phase.

    Nein, ich habe nicht nach dem Vorgehen im ersten Lockdown gefragt, sondern generell nach dem Vorgehen während der Schulschließungen. Die gab es ja mehr als einmal ;-) . Und ich kann mir kaum vorstellen, dass es irgendeine Schule gab, wo monatelang ab Dezember 2020 bis Frühjahr 2021 "nicht allzuviel stattfand".

    EDIT: Zumindest hier in NDS war die Vorgabe, dass wir die Leistungen während der Schulschließungen im letzten Schuljahr auch bewerten sollten. Dazu muss ich aber ja auch etwas vorliegen haben, was ich bewerten kann...

    Im ersten Lockdown hatten wir eine Cloud und man hat für seine Kurse Ordner erstellt mit Aufgaben und Material, die dann per Mail eingereicht wurden. Termine für Videokonferenzen ließen sich da auch problemlos kommunizieren. Finde ich nach wie vor nicht unbedingt schlechter als die Lernplattform.

    Ok, eine Cloud ist natürlich auch eine Lösung.

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  • Nein, ich habe nicht nach dem Vorgehen im ersten Lockdown gefragt, sondern generell nach dem Vorgehen während der Schulschließungen. Die gab es ja mehr als einmal ;-) . Und ich kann mir kaum vorstellen, dass es irgendeine Schule gab, wo monatelang ab Dezember 2020 bis Frühjahr 2021 "nicht allzuviel stattfand".

    Ok, eine Cloud ist natürlich auch eine Lösung.

    Da hast du Recht, in dem Zeitraum müsste in der Tat irgendwas passiert sein.

  • Da hast du Recht, in dem Zeitraum müsste in der Tat irgendwas passiert sein.

    Ich wohne gegenüber einer Grundschule. Am Ende des bisher letzten Lockdowns standen dort noch montags die Kisten mit "Material zum abholen" und freitags mit "Material zum abgeben" vor der Tür. Zumindest in Sachen Digitalisierung ist da offenbar überhaupt nichts passiert.


    An meiner eigenen Schule btw. auch nicht, aber wir waren vorher schon gut genug aufgestellt.

    Don't ask me what I think of you, I might not give the answer that you want me to.

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  • Ich wohne gegenüber einer Grundschule. Am Ende des bisher letzten Lockdowns standen dort noch montags die Kisten mit "Material zum abholen" und freitags mit "Material zum abgeben" vor der Tür. Zumindest in Sachen Digitalisierung ist da offenbar überhaupt nichts passiert.

    Für Grundschulen kann ich das ja noch nachvollziehen - wenn z. B. die Lehrkräfte den SuS Material zum Basteln u. ä. zusammengestellt haben -, für weiterführende Schulen fände ich das aber ein Armutszeugnis, muss ich sagen (wobei ja nicht unbedingt die Schulen selbst die "Schuldigen" sein müssen!).

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  • Aber für meinen Beitrag, dass sich viele einen faulen Lenz im ersten Lockdown gemacht haben, regnete es ja verwirrend Smileys

    Das "Nicht-Nutzen einer Lernplattform" automatisch mit " viele haben sich einen faulen Lenz im ersten Lockdown gemacht " gleichzusetzen finde ich jetzt ... verwirrend.


    Das mag natürlich sein, ist aber kein Automatismus.

    Man sollte darauf achten, seinen Kindern den richtigen Glauben zu vermitteln. ... Den an sich selbst.
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    "Angst ist ein unfähiger Lehrer." Jean-Luc Picard

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    "Urteile nie über einen Moderator dieses Forums, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist." (frei nach Firelilly)

  • Um das nochmal klarzustellen: Ich wundere mich einfach nur darüber, dass eine (EDIT: weiterführende!) Schule eine Lernplattform wie "Moodle" hat und dann nur die Hälfte der Lehrkräfte damit arbeitet. Meines Empfindens und meiner Erfahrung (während der Schulschließungen) nach sind die Nutzung von "Moodle", "iserv", "Teams" usw. einfach sehr viel praktischer und leichter/schneller/besser handhabbar, als wenn man jeder/jedem einzelnen Schülerin/Schüler Mails schickt. Letzteres haben wir während des ersten Lockdowns auch ausprobiert, sind davon aber schnell wieder abgekommen und auf "Teams", "Moodle" und "schooladmin" sowie "Jitsi" umgestiegen. Mittlerweile wird schulweit nur noch "Moodle" genutzt.

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    Einmal editiert, zuletzt von Humblebee ()

  • Zitat von DpB

    Ich wohne gegenüber einer Grundschule. Am Ende des bisher letzten Lockdowns standen dort noch montags die Kisten mit "Material zum abholen" und freitags mit "Material zum abgeben" vor der Tür. Zumindest in Sachen Digitalisierung ist da offenbar überhaupt nichts passiert

    Im ersten Lockdown war alles digital. Im zweiten Lockdown hatten sich dann aber ein paar Erkenntnisse durchgesetzt:

    • Ca 15 % der Kinder hatten keine Ausdruckmöglichkeiten und müssten eh anders versorgt werden.
    • Das "Analoge Korrigieren" fiel den Kolleginnen leichter. (Kann ich auch verstehen. Man schreibt in der Grundschule schließlich nicht einfach einen Kommentar dazu, sondern korrigiert auch IN der Aufgabe herum.)
    • Für die Kinder ist es jede Woche schön, mal in der Schule vorbei zu schauen.
    • Analog kann man den Kindern auch mal kleine Haribo-Tüten ins Fach legen.

    Schlussfolgerung daraus war: das Material wird primär Analog zur Verfügung gestellt und passend durch Online-Material (WorksheetGo, Lernvideos) ergänzt. Zusätzlich gab es 1 - 3 Videokonferenzen pro Klasse pro Woche.


    Außenstehende sahen aber natürlich nur die Abholkisten.


    Kl. Gr. Frosch


    P.S.: meine Devise (auch wenn ich IT-affin bin) war immer:

    • So viel asynchrones Arbeiten wie möglich und so viel synchrones wir nötig.
    • Distanzunterricht ist ungleich Digitalunterricht.

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  • Ich wohne gegenüber einer Grundschule. Am Ende des bisher letzten Lockdowns standen dort noch montags die Kisten mit "Material zum abholen" und freitags mit "Material zum abgeben" vor der Tür. Zumindest in Sachen Digitalisierung ist da offenbar überhaupt nichts passiert.

    Es gibt eben auch renitente Eltern, die keine Lust, Ahnung oder Geduld haben, sich online irgendwo einzuloggen, leider. Wie viele Eltern angeblich keine E-Mailadresse hatten, aber ein Smartphone. Man konnte manches Mal nur mit dem Kopf schütteln, wenn die Ausreden gar zu absurd wurden (Wo kann man denn die Webseite der Schule mit den Informationen finden? :autsch:). Also, stellt die Schule auch noch eine Kiste mit Materialien vor die Tür. Kann ich nachvollziehen. Wir hätten den SuS zur Not die Materialien in den Briefkasten werfen sollen (weil in der GS alle im Einzugsgebiet der Schule wohnen) und niemand abgehängt werden bzw. uninformiert sein sollte.

    So ein Erstklässler loggt sich leider auch mit Anleitung noch nicht problemlos in das Lernnetzwerk ein.

    Am "besten" war wie immer die Auswertung der Zufriedenheit der Eltern mit der angebotenen Betreuung während des Lockdowns. Von "viel zu wenig digital" bis zu "viel zu viele digitale Inhalte und zu viele verschiedene Plattformen (Kollegin nutzte noch Padlet), konnte man es scheinbar niemandem recht machen.

  • Wir haben iserv. Ich habe für jede Klasse einen Chat und nutze den inzwischen auch, um mich selbst abzusichern über das, was ich so den lieben langen Tag erzähle. So schreibe ich hinein, wann die Klausur geschrieben wird, was da drankommt und wann wir eine Übungsklausur schreiben. Auch Tafelbilder werden hochgeladen, das geht ja sehr flott und sichert mich auch ab. Verzeichnisse mit den Materialien gibt es außerdem noch.

    Ich sage dann immer: Und wenn Sie irgendwo im Bus sitzen, gucken Sie doch mal rein. Iserv hat man auch auf dem Handy.


    Auch Entschuldigungen lasse ich mir über den Chat zukommen (natürlich einzeln), das ist viel übersichtlicher als all der Zettekram und auch die Mails - da suche ich mir einen Wolf bei all den Fehlstunden.


    Ist aber harte Arbeit, die Schüler daran zu gewöhnen. Manchmal komme ich mir als doch ziemlich alte Tante schon etwas blöd vor, wenn ich all diesen angeblichen digitalen "Natives" erklären muss, wie sie einen Chat benutzen. Der sieht bei iserv echt aus wie bei Whatsapp.


    Tatsächlich "fremdeln" bei uns auch Kolleg*innen mit den "neuen" Medien. Trotz Fortbildungsangeboten und allem.

  • Über Studierende, bzw. Referendarende :P

    Gut, da kann ich nicht repräsentativ mitreden. Ich hatte bislang zwei davon. Beide älter als ich, beide nicht zu gebrauchen und ziemlich unbelehrbar. Haben wir aber durchaus auch in anderen Fächern öfter mal, dass gerade die älteren Semester meinen, sie wüssten schon alles und hätten schon alles gesehen. Über die drei jungen Kollegen bei uns in der Chemie kann man sich jetzt überhaupt nicht beklagen, die sind mehr als engagiert. Wenn ich wiederum an meine eigene Ausbildung an der PH zurückdenke ... naja, da gab's schon ein paar arge Pfeifen, sowohl junge als auch alte Totalausfälle. Aber meines Wissens sind die auch nirgendwo angekommen. Wie viele Reffis hattest Du denn schon und seit wie vielen Jahren bist Du in der Ausbildung tätig? Merkst Du da über die Jahre Veränderungen?

  • Hoppla, diese Reaktionen überraschen mich.

    Es gab in der Unterrichtszeit Videokonferenzen, ich verwende dafür jitsi, das war die Empfehlung des Kreismedienzentrums.

    Und ZUSÄTZLICH schicke ich Dateien per Mail und beantwortete täglich über 100 Mails. So individuell kann ich im Präsenzunterricht gar nicht auf Schüler eingehen. Unsere Fans der Lernplattform sagen, mit dieser habe man WENIGER Arbeit. Die Reaktion, dass man sich ohne Lernplattform einen faulen Lenz macht, finde ich befremdlich.

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