Der überzogene Schutz Minderjähriger ist halt auch ein Problem. Im Fall Ceuta haben diese Jugendlichen bis zum Tag x ja auch erfolgreich jenseits der Grenze gelebt, mit dem Überqueren werden sie aber plötzlich so schützenswert, dass eine Ausweisung an den exakt gleichen Ort nicht mehr möglich ist? Nicht wirklich nachvollziehbar. Dazu kommen die Missbrauchsproblematik (ich hatte selbst mehr als einen Schüler der mehr oder weniger offen mit seinem Passalter kokettierte) und die quasi-Unmöglichkeit, jugendliche Straftäter abzuschieben. Für alle Punkte wäre es vorteilhaft, den Rechtsrahmen den Realitäten anzupassen.
Ich weiß auch gar nicht so recht, was am Wunsch nach Verschärfungen im Asylrecht so zwanghaft rechts sein soll. Wer echte Asylgründe hat und sich an Spielregeln hält, soll selbstverständlich weiterhin ein Bleiberecht bekommen. Gegen illegale Grenzübertritte, Wirtschaftsflüchtlinge, Asylbetrug und straffällige Zuwanderer braucht es aber eben bessere Schutzmechanismen und eine angepasste rechtliche Handhabe. Altersunabhängig.
Jugendliche, Frauen und Männer leben vor der Grenze Europas. Ist halt nicht EU also ist es der Politik erst einmal egal das dort reihenweise Flüchtlinge von dem Ländern in denen sie sich derzeit befinden ausgebeutet, vergewaltigt, erniedrigt oder umgebracht werden. Ist halt „nicht unser Problem“….das die Rechte dann auf unsrer Seite des Zaunes auf einmal was wert sind, zeigt doch eigentlich ganz gut, dass Europa verstanden hat das Menschen gewisse Rechte haben. Die Staaten setzen das halt dann nur in der EU um.