Stundenplanänderungen

  • Grundsätzlich würde sich erstmal die Frage stellen, ob die Behandlung auch in den Ferien stattfinden kann. Ich kenne mich zwar nicht mit dem Thema aus, könnte mir aber durchaus vorstellen, dass das man das hinbekommen kann. Zu mindestens wird man kaum vom Arbeitgeber erwarten können, dass die Mitarbeiterin regelmäßig fehlen. Auch hier geht es am Ende um einen Interessenausgleich. Es müsste schon so sein, dass es der Mitarbeiterin nicht möglich ist, die Termine zu mindestens zum Teil in die unterrichtsfreie Zeit zu legen...

    Vielleicht solltest du dich erst einmal in das Thema einlesen, dir dann bewusst machen, wie lange so ein weiblicher Zyklus im Vergleich zu Ferienzeiten dauert sowie der durchschnittlichen Dauer solcher Kinderwunschbehandlungen, um dich dann ggf. etwas fundierter äußern zu können.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • OK, ich habe gerade mal nachgeschaut. Ich habe mir da etwas anderes vorgestellt. Ich dachte das wäre eine eher homöopathische Behandlung, damit man "leichter schwanger wird".

    Verrückte Idee, aber vielleicht solltest du dich erst etwas schlau machen zu einem Thema, ehe du deinen polemischen Senf dazu abgibst.

    "Benutzen wir unsere Vernunft, der wir auch diese Medizin verdanken, um das Kostbarste zu erhalten, das wir haben: unser soziales Gewebe, unsere Menschlichkeit. Sollten wir das nicht schaffen, hätte die Pest in der Tat gewonnen. Ich warte auf euch in der Schule." Domenico Squillace

  • Vielleicht solltest du dich erst einmal in das Thema einlesen, dir dann bewusst machen, wie lange so ein weiblicher Zyklus im Vergleich zu Ferienzeiten dauert sowie der durchschnittlichen Dauer solcher Kinderwunschbehandlungen, um dich dann ggf. etwas fundierter äußern zu können.

    Warum sollte ich mich da einlesen? Die Frage der Behandlung ist bei der Bewertung vollkommen egal. Es wird einfach nur gefragt, ob die Behandlung zwingend in der Schulzeit liegen muss oder ob es dem Mitarbeiter zumutbar ist, sie in die unterrichtsfreie Zeit zu legen. Wenn a) der Fall ist, bekommst du immer frei. Wenn b) der Fall ist, muss du auf das Goodwill deines Chefs angewiesen. Das habe ich auch schon vorher einmal geschrieben. Und jetzt erklär mir mal, was daran nicht fundiert ist. Oder meinst die SL muss sich bei jeder Krankheit erstmal in das Krankenbild einarbeiten? Normalerweise geht es deinen Chef auch nichts an. Du musst ihm gar nicht sagen, was du hast. Du musst einfach nur sagen, dass Du einen Arzttermin hast, der notwendig und zwingend in der Schulzeit liegen muss. Ggf. kann er dann eine Bestätigung vom Arzt verlangen. Die erfolgt aber auch ohne Diagnose. Und das ist auch richtig so. Alles andere ist freiwillig.

  • Mein Mann fängt dann z.B. früher an und geht eher oder umgekehrt. Außerdem hat er unzählige Überstunden, was aber natürlich bei Vertrauensarbeitszeit eh hinfällig ist.

    Auch bei Vertrauensarbeitszeit darf dein Mann sich seine Arbeitszeiten aufschreiben und flexibel mal einen Tag frei machen oder eine Woche nur den halben Tag arbeiten. Niemand (vielleicht abgesehen von Pflegekräften) ist so unersetzbar oder so wichtig, dass das nicht geht.

  • Warum sollte ich mich da einlesen?

    Weil du das hier schreibst:

    Zitat

    Grundsätzlich würde sich erstmal die Frage stellen, ob die Behandlung auch in den Ferien stattfinden kann. Ich kenne mich zwar nicht mit dem Thema aus, könnte mir aber durchaus vorstellen, dass das man das hinbekommen kann

    Einlesen hätte diese Vorstellung bereits im Vorfeld korrigiert.

    Das Wahrnehmen von Beitrag #58 hätte auch schon geholfen.

    • Offizieller Beitrag

    Ist denn wohl hier die hausärztliche Versorgung so viel besser?

    Ja, ganz offensichtlich, das ist der pure Luxus, am Folgetag einen Termin zu bekommen beim Hausarzt.


    In meinem Wohnbezirk haben mehrere Hausarztpraxen geschlossen, gleichzeitig werden Häuser gebaut. Die Lage ist so schlimm, dass die KV jetzt Praxen mit angestellten Ärzt:innen eröffnet. In so einer war ich, weil ich mir eine Hausärztin mit geringerer Fahrzeit erhoffte - Termin mit viel Glück und 2 Monaten Vorlauf ergattert. Mir wurde gesagt, dass ich nachrangig behandelt würde, da ich ja noch laufen kann und in einem anderen Bezirk zum Arzt gehen. Sie hätten vor allem gehbehinderte Patient:innen, die schon wochenlang keine Medikamente mehr genommen haben, weil Hausarzt zugemacht.

    Mein Hausarzt ist 40 Minuten entfernt. Man wartet - wenn es entspannt ist - 2 Wochen auf einen Termin am frühen Nachmittag. Akut darf man zu Beginn der Sprechstunde (2mal wöchentlich zwischen 14 und 15 Uhr und mehrfachn zwischen 8 und 9 Uhr) vorbeikommen. Impftermine für die Grippeimpfung 2mal wöchentlich mittags. Mir macht das nichts, meine Schulleitung ist sehr entspannt und versucht, alles möglich zu machen und die Grippeimpfung habe ich quasi direkt beim Facharzt um die Ecke bekommen - aber wenn ich noch an meiner alten Schule mit ihren irren Konferenzzeiten wäre, wäre es sehr schwierig. "Dann können Sie eben nicht zum Arzt gehen!", hat meine Schulleiterin im Beisein der Personalrätin und der Frauenvertreterin von sich gegeben. Ich hatte nach dem Gespräch einmal monatlich einen konferenzfreien Nachmittag, um als mehrfach chronisch Kranke Facharzttermine wahrzunehmen.

  • Auch bei Vertrauensarbeitszeit darf dein Mann sich seine Arbeitszeiten aufschreiben und flexibel mal einen Tag frei machen oder eine Woche nur den halben Tag arbeiten. Niemand (vielleicht abgesehen von Pflegekräften) ist so unersetzbar oder so wichtig, dass das nicht geht.

    Macht er im Prinzip auch, wenn es wirklich notwendig ist.


    Aber nein, er hat explizit im Vertrag stehen, dass sämtliche Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind und weder bezahlt werden, noch in Freizeit umgewandelt werden können. Und der Vertrag ist vom Anwalt

  • Ja, ganz offensichtlich, das ist der pure Luxus, am Folgetag einen Termin zu bekommen beim Hausarzt.


    In meinem Wohnbezirk haben mehrere Hausarztpraxen geschlossen, gleichzeitig werden Häuser gebaut. Die Lage ist so schlimm, dass die KV jetzt Praxen mit angestellten Ärzt:innen eröffnet. In so einer war ich, weil ich mir eine Hausärztin mit geringerer Fahrzeit erhoffte - Termin mit viel Glück und 2 Monaten Vorlauf ergattert. Mir wurde gesagt, dass ich nachrangig behandelt würde, da ich ja noch laufen kann und in einem anderen Bezirk zum Arzt gehen. Sie hätten vor allem gehbehinderte Patient:innen, die schon wochenlang keine Medikamente mehr genommen haben, weil Hausarzt zugemacht.

    Mein Hausarzt ist 40 Minuten entfernt. Man wartet - wenn es entspannt ist - 2 Wochen auf einen Termin am frühen Nachmittag. Akut darf man zu Beginn der Sprechstunde (2mal wöchentlich zwischen 14 und 15 Uhr und mehrfachn zwischen 8 und 9 Uhr) vorbeikommen. Impftermine für die Grippeimpfung 2mal wöchentlich mittags. Mir macht das nichts, meine Schulleitung ist sehr entspannt und versucht, alles möglich zu machen und die Grippeimpfung habe ich quasi direkt beim Facharzt um die Ecke bekommen - aber wenn ich noch an meiner alten Schule mit ihren irren Konferenzzeiten wäre, wäre es sehr schwierig. "Dann können Sie eben nicht zum Arzt gehen!", hat meine Schulleiterin im Beisein der Personalrätin und der Frauenvertreterin von sich gegeben. Ich hatte nach dem Gespräch einmal monatlich einen konferenzfreien Nachmittag, um als mehrfach chronisch Kranke Facharzttermine wahrzunehmen.

    40 Min zum Hausarzt?? Ach Du liebe Güte!


    hIer im Sauerland ist die Lage mit den Ärzten ähnlich prekär. Ich dachte jedoch, dass sich das mit dem ländlichen als solches begründen lassen kann, aber wenn Berlin ähnliche Probleme hat, ist das ja furchtbar!


    Es gibt ja mittlerweile das "Landarzt-Programm", das mWn so geht: Du bekommst einen Studienplatz, auch wenn Dein Abi nicht im 1,-Bereich liegt, man zahlt Dir das Studium bzw. ein Stipendium dazu und Du verpflichtest Dich dann dazu, in diesen Gegenden mindestens x-Jahre zu praktizieren.

  • Weil du das hier schreibst:

    Einlesen hätte diese Vorstellung bereits im Vorfeld korrigiert.

    Das Wahrnehmen von Beitrag #58 hätte auch schon geholfen.

    Ich versuche es noch mal für dich zu erklären. Einlesen bringt nichts und es daher auch nicht notwendig. Es ist nicht an dir bzw. der SL zu beurteilen, ob der Termin da liegen muss. Ich und sicherlich auch Du werden das nicht so gut wie der behandelnde Arzt beurteilen können. Was soll ich mich da einlesen? Soll ich dann sagen ihr Arzt sagt zwar das aber das stimmt gar nicht? Dazu ist es für die Beurteilung auch vollkommen irrelevant. Warum die Person zum Arzt muss, ist bei der Frage vollkommen irrelevant.

  • Ich versuche es noch mal für dich zu erklären.

    Mir ist nicht ganz klar, was du "erklären" willst. Ja, natürlich muss man versuchen, Arzttermine außerhalb der Unterrichtszeit zu legen. Wenn es nicht geht, dann geht es eben nicht. Das ist auch keine Interessenabwägung. Grundsätzlich ist das vollkommen unproblematisch. Wenn man einmal im Quartal zum Endokrinologen oder zum Kardiologen muss und das eben nur innerhalb der eigenen Unterrichtszeit geht bzw. man einen Vormittag/Nachmittag für Vertretungen/Konferenzen nicht zur Verfügung steht, bricht davon der Schulbetrieb nicht zusammen.


    Für eine Kinderwunschbehandlung, um die es hier in den letzten Beiträgen ging, sind mehrere, terminlich nicht beeinflussbare Arzttermine notwendig. Das kann ein häufigeres Fehlen notwendig machen. Das ist eben so. Dafür ist grundsätzlich eine Interessenabwägung notwendig, die ist aber einfach: Der Wunsch nach eigenen Kindern ist höher zu bewerten, als ein paar Vertretungsnotwendigkeiten.

    Deine Vorstellung von dieser Behandlung ist falsch. Das kannst du akzeptieren oder weiter am Thema vorbei diskutieren.

  • Mir ist nicht ganz klar, was du "erklären" willst. Ja, natürlich muss man versuchen, Arzttermine außerhalb der Unterrichtszeit zu legen. Wenn es nicht geht, dann geht es eben nicht. Das ist auch keine Interessenabwägung.

    Doch genau das ist eine Interesseabwägung. Wenn ein Termin notwendig ist und in der Unterrichtszeit liegen muss, ist das Interesse des Arbeitnehmers höher zu bewerten. Deswegen hat er ein Recht auf Freistellung. Kann der Termin aber auch außerhalb der Arbeitszeit liegen, ist das Interesse des Arbeitgebers höher zu bewerten. Dann ist er auf das Goodwill angewiesen.


    Die Kinderwunschbehandlung mag für dich persönlich sehr wichtig sein. Es ist aber formal vollkommen egal, worum es geht. Du musst den Arbeitgeber noch nicht mal eine Diagnose mitteilen. Es mag für dich persönlich einen Unterschied machen, ob ich wegen einen Kinderwunschbehandlung oder einer Geschlechtskrankheit zum Arzt gehe, für die Beurteilung, ob ich dafür freigestellt werde, ist es vollkommen irrelevant. Und darum geht es doch die ganze Zeit, oder? Habe ich einen Anspruch meine Termine in der Arbeitszeit zu legen oder nicht.

  • Also unsere Hausarztpraxis hat maximal bis 16 Uhr auf, danach nur Akutsprechstunde, also ohne Termin.

    Ähm, dann hat sie aber doch trotzdem geöffnet, vergibt aber halt nach 16 Uhr keine Termine mehr, richtig? Und ist das tatsächlich täglich der Fall? Finde ich eine etwas seltsame Regelung, muss ich sagen. Meiner Meinung nach sollten Nachmittagstermine doch eher für diejenigen, die bis nachmittags an ihrem Arbeitsplatz sind, vorgehalten werden und daher die Akutsprechstunden für die akut Erkrankten dann lieber auf den Vormittag gelegt werden. Aber na ja, Praxismanagement halt...

    Eine Hausarztpraxis hier in der Nähe hat übrigens ebenfalls dreimal die Woche Akutsprechstunde: einmal morgens von 8 bis 9, dann an einem Tag von 11 bis 12:30 und noch einmal nachmittags von 16:30 bis 18:30 Uhr; vorher bzw. hinterher haben sie aber trotzdem noch Terminsprechstunden. Meine Hausarztpraxis bietet hingegen gar keine Akutsprechstunden an. Dort kann man nur mit Termin vorstellig werden, erhält diese aber - wie gesagt - i. d. R. in akuten Fällen noch am selben oder spätestens am nächsten Tag (zumindest in dringenden Fällen; ansonsten kann ich ja eh nur hingehen, wenn ich Zeit habe, also auch ruhig mal einige Tage warten)

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

    Einmal editiert, zuletzt von Humblebee ()

  • Also weiter am Thema vorbei, ok. 🤷🏾‍♂️

    Es wäre echt super, wenn Du nicht einfach Zitate aus dem Zusammenhang reißt. Ich dachte, dass wir in einem Lehrerforum doch auf einem anderen Niveau diskutieren können.


    Es geht doch im Thread darum, ob ich Arzttermine während der Unterrichtszeit legen kann oder nicht. Oder hast du Thema hier anders wahrgenommen? Vielleicht liest Du einfach noch mal den Ursprungspost. Und dafür ist es vollkommen egal, aus welchem Grund der Arzttermin stattfindet.


    Aber ich lasse mich gerne von dir belehren. Sage doch einfach auf welche Rechtsquelle Du dich beziehst, die sagt, dass die Art der Behandlung relevant ist.

  • Ähm, dann hat sie aber doch trotzdem geöffnet, vergibt aber halt nach 16 Uhr aber keine Termine mehr, richtig? Außerdem gehe ich davon aus, dass sie dann vorher schon mit Terminvergabe geöffnet hat, oder ist das nicht der Fall?

    Unser Hausarzt ist extremer Frühaufsteher und wenn man dann um 6 Uhr auf der Matte steht, dann kommt jede(r) schnell und spontan dran. Glücksfall. Und dann nur 5 Minuten weg. Doppelplusguter Glücksfall.

  • Ähm, dann hat sie aber doch trotzdem geöffnet, vergibt aber halt nach 16 Uhr aber keine Termine mehr, richtig? Außerdem gehe ich davon aus, dass sie dann vorher schon mit Terminvergabe geöffnet hat, oder ist das nicht der Fall?

    Es ging darum, ob ich immer außerhalb der regulären Unterrichtszeit Termine machen kann und nein, das kann ich eben genau dann nicht.

    Eine Akutsprechstunde brauche ich ja nur mit akuten Sachen, dann gehe ich eh nicht zur Schule.

    Nützt mir also bei Terminen nichts!

  • Unser Hausarzt ist extremer Frühaufsteher und wenn man dann um 6 Uhr auf der Matte steht, dann kommt jede(r) schnell und spontan dran. Glücksfall. Und dann nur 5 Minuten weg. Doppelplusguter Glücksfall.

    Ui, 6 Uhr ist aber tatsächlich seeehr früh! Aber das ist natürlich auch eine gute Sache, gerade wenn man noch vor Arbeitsbeginn zum Arzt möchte!

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Es ging darum, ob ich immer außerhalb der regulären Unterrichtszeit Termine machen kann und nein, das kann ich eben genau dann nicht.

    Eine Akutsprechstunde brauche ich ja nur mit akuten Sachen, dann gehe ich eh nicht zur Schule.

    Nützt mir also bei Terminen nichts!

    Also vor 16 Uhr bedeutet für dich "außerhalb der regulären Unterrichtszeit"? Wie lange dauert die denn bei euch? Wäre es denn noch innerhalb der regulären Unterrichtszeit, wenn du bspw. um 15:30 Uhr einen Termin bei dieser Hausarztpraxis hättest? A8ßerdem bleibt die Frage (daher hatte ich meinen Beitrag nochmal geändert): Hat dein Hausarzt/deine Hausärztin denn wirklich jeden Tag ab 16 Uhr Akutsprechstunde? Wenn ja, ist das m. E. - wie bereits erwähnt - eine sehr merkwürdige Regelung.

    Aber du hast ja eh zwei "freie Tage" pro Woche (darauf hast du doch in der letzten Zeit ständig hingewiesen). Dann sollte es mit den Hausarztterminen ja eigentlich für dich kein Problem sein, weil du sie auch morgens machen kannst.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

Werbung