Nur digitaler Unterricht ist guter Unterricht?

  • Man fährt zum Bahnhof und erledigt es dort, wenn man es online nicht machen möchte oder kann.

    Geht nicht mehr, da das Reisezentrum der DB im Zweifelsfall auch geschlossen wurde.


    Das hat auch etwas mit der Kontenverwaltung zu tun, allein das ist an sehr vielen Schulen ein Trauerspiel.

    Stimmt! Ich mußte für eine Klassenfahrt mal Wochenkarten für den ÖPNV kaufen und konnte ausschließlich mit Kreditkarte bezahlen. Da habe ich nach einem Schulkonto samt Kreditkarte gefragt, um darüber die Fahrt abzurechnen. Mein SL hat große Augen gemacht und am Ende lief es dann doch über mein Privatkonto. :daumenrunter:

  • Ich frage einfach mal meine Lehrer von früher, wie die das gemacht haben. Soll wohl funktioniert haben. Wir waren damals zumindest auch auf Klassenfahrt.

    Duuuu... Es geht grade nicht um "früher". Auf Baseldeutsch ausgesprochen nervt das Wort übrigens ganz besonders. "Friener". Sprich das ein paar Mal laut vor dich hin, vielleicht verstehst du, was ich meine. Das r ganz weit hinten im Hals rollen und die Vokale so leicht nasal.

  • Man fährt zum Bahnhof und erledigt es dort, wenn man es online nicht machen möchte oder kann

    Ja klar, das mache ich immer so. Zuvor habe ich aber online die guten Verbindungen rausgesucht, die SBB macht mir dann am Schalter das beste Angebot parat. Die Bestätigung, Rückfragen, etc geht dann per eMail. Aber mir graut schon davor, dass ich nächstens mal wieder am Badischen Bahnhof bei der Deutschen Bahn stehe, die machen aus Gruppenreisen ein Drama dass man echt das Gefühl hat, die wissen auch noch nicht, dass nicht mehr "friener" ist. Und deren Internet funktioniert mysteriöserweise auch immer viel schlechter als am SBB :rofl:

  • Du bist wirklich zu bedauern, dass du freiwillig in einer Region arbeiten musst, deren Dialekt dir nicht gefällt.

    Wenn das die Begründung für bessere Digitalisierung sein soll, werden wir noch sehr lange darauf warten müssen, denn hier ist „früher“ ein ganz normales Wort wie „damals, bisher, zumeist, bis jetzt, zuvor, ohne zusätzliche Möglichkeiten, auf üblichem Weg, vor 20 Jahren, in vielen Regionen weiterhin, mangels technischer Möglichkeiten…“

  • Ne, ich bin eigentlich nicht zu bedauern, die Basler sind schon ganz OK. Sie bürgern mich jetzt hoffentlich ja auch ein. :P

  • Aber mir graut schon davor, dass ich nächstens mal wieder am Badischen Bahnhof bei der Deutschen Bahn stehe,

    Warum solltest du da stehen?

    Wenn du selbst befürwortest, dass man alles digital regeln kann, warum nimmst du dich nicht selbst beim Wort, sondern bedrängst andere mit deinen analogen Anfragen?

  • Ich werd's mal online versuchen, keine Sorge. Es hatte einen Grund, dass ich das letzte Mal dann eben doch am Schalter stand. Aber das ist nun auch schon wieder 4 Jahre her, dass ich zuletzt bei der Deutschen Bahn ne Gruppenreise gebucht habe, man soll die Hoffnung nicht aufgeben. Die Jugendherberge in Heidelberg liess sich online problemlos reservieren, sehr bequem.

  • Aber ich weigere mich diese Aufgaben von den Kollegen zu übernehmen. Der Satz: „Das kann ich nicht, mach du mal“, ist eine sehr einfache Möglichkeit sich bequem der ganzen Arbeit zu entledigen.

    Ihr habt echt komische Kolleg*innen. Diesen Satz habe ich in unserem Kollegium noch nie gehört. Allenfalls bittet jemand mal um Hilfe, aber dann lautet der Satz bzw. die Sätze "Das kann ich nicht/habe ich noch nie gemacht. Weißt du da besser Bescheid und kannst mir zeigen, wie das geht?" (und das habe ich logischerweise auch selber schon mal geäußert).

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Ich schnipse dann mal, wenn nächste Woche das Internet nicht geht und der Beamer weiterhin defekt ist, hilft bestimmt

    Diese "Schnippser" sind bei uns im Schulhaus eigentlich die Ansrengendsten. Der Techniker montiert einen neuen Beamer und testet den mit seinem Laptop. Funktioniert. Dann kommt Lehrperson X, mit deren Laptop gibt es keine Verbindung. Lehrperson X regt sich also 45 min darüber auf, dass DER SCHEISS BEAMER MAL WIEDER NICHT TUT!!11! und schreibt NACH der Stunde ein wütendes eMail an den Techniker. Der Techniker käme aber SOFORT in den Unterricht, wenn man ihm ein eMail schreibt "du, Felix, ich stehe hier und bekomme keine Verbindung mit dem neuen Beamer". 5 min später ist der da und schaut sich das an, weitere 5 min später ist das Problem in der Regel gelöst. Lehrperson X möchte das aber nicht WÄHREND des Unterrichts erledigen, checkt aber nicht, dass sie ohne Felix die nächsten 45 min sowieso Stress hat und Felix sich nervt, dass man ihm mal wieder nicht Bescheid gegeben hat, als das Problem gerade aufgetaucht war.


    Ich behaupte nicht, dass das in deinem Fall auch so läuft. Ich schreibe nur, dass die Bedingungen noch so toll sein können und es immer Leute gibt, die aus Prinzip alles schlecht reden müssen. Das sind die, die meinen, auf "schnipps" müsste alles so funktionieren, wie sie gerne hätten, ohne dass man sich mal artikuliert, wo der Schuh gerade drückt.

  • Nein, ich meinte wirklich ein Fingerschnipsen, das sämtliche Probleme in Luft auflöst, keine Techniker:in, die kommt … wo soll er/sie denn herkommen?


    Wenn jemand kommen soll, musste man bisher der Firma Bescheid sagen, die den Auftrag innerhalb 24h aufnehmen musste, danach passierte über Monate nichts oder nach dem Besuch ging nicht viel mehr oder etwas anderes nicht - bei angeschlossenem Gerät.

    Daran konnte sich die Firma eine goldene Nase verdienen, da niemand die geleisteten Stunden und den erfolgten Service kontrollierte und der Kostenträger dies trotz vielfacher Hinweise nicht in Frage stellen wollte.


    Nun gab es also einen Wechsel, der Kostenträger hat eine Stelle geschaffen und selbst besetzt mit einer fähigen und kommunikativen Person.

    Wenn aber der eine Beamer kaputt ist und der gebrauchte ausgetauschte es sichtbar nicht tut ( Bildgröße etwa DinA3), dann liegt das wiederum nicht an den angeschlossenen oder verbundenen Geräten, sondern daran, dass die Hardware an dieser Stelle nicht passt, da kann man so viel schnipsen, wie man will.

    Immerhin weiß ich aber jetzt, dass sich überhaupt jemand kümmern WILL, das ist für mich schon ein großer Unterschied. Und ich bekomme zügig verbindliche Rückmeldungen, wenn ich frage.


    Aber der Beamer ist trotzdem nicht nutzbar, das Internet so lange schlecht, bis der Kostenträger einen besseren Vertrag aushandelt …

    … solange wird man warten müssen und weiterhin Analoges einsetzen.


    Es ist eben nicht so wunderbar digital, wie manche es glauben machen wollen,

    … und sogar du, Antimon , nutzt den Service am Schalter der DB.

  • und sogar du, Antimon , nutzt den Service am Schalter der DB

    Ui ja, ich habe nie was anderes behauptet. Vielleicht liest du noch mal nach. Ich schrieb, ich sei noch kein einziges Mal bei der Planung irgendeiner Aktivität drumrum gekommen, irgend einen Teil online zu erledigen. Wenn ich nächste Woche mit einer Klasse die Saline in Pratteln anschauen gehe, funktioniert das wahrscheinlich. Du erinnerst dich, dass 5 km weiter nördlich für uns aber schon Ausland ist. Es fängt damit an, dass das eine Festnetztelefon, das bei uns im Fachschaftszimmer tatsächlich noch steht, keine Auslandstelefonate zulässt. Bei meinem privaten Swisscom Vertrag is unbegrenztes Surfen in Deutschland inklusive, Telefonieren aber nicht. Wie kommuniziere ich wohl mit der Jugendherberge in Heidelberg? Mein Leben wäre ausgesprochen anstrengend, würde ich mich der Digitalisierung konsequent verweigern. Würden das hier im Forum mal alle so konsequent machen, wie es den Anschein erwecken soll, wäre die Diskussion ja ganz schnell zu Ende. Dein Internet scheint ganz gut zu funktionieren ;)

  • Wie gesagt, ein Reisbüro dürfte doch wirklich der einfachste Weg sein, oder? Oder was spricht da dagegen?

    Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.

    Aldous Huxley

  • Der einfachste Weg ist die online Buchung. Das kann ich machen wann's mir passt, muss mich an keine Öffnungszeiten halten. Kann ich mit den SuS zusammen machen, z. B. bei der Planung der Bildungsreise. Für Inlandsreisen gehe ich wie erwähnt an den Schalter der SBB für sämtliche Fahrten mit dem ÖV, die sind schlichtweg schneller als ich. Die haben ihr digitales Buchungssystem nämlich ernsthaft im Griff.


    Und noch was: Reisebüro ist nicht "analog". Dann macht's nur ein anderer für dich und zwar digital.

    • Offizieller Beitrag

    antimon - Kieselsteinchen meinte auffordernd, ich solle doch mal eine Fahrt analog planen. Dieses Stöckchen interessierte mich aber nicht weiter - daher habe ich nur darauf verwiesen, dass es schließlich früher auch möglich war. Warum sollte es heute nicht gehen.


    Lasst doch einfach jeden so arbeiten, wie er will.

  • Warum sollte es heute nicht gehen

    Wo findest du denn die Telefonnummer, die du "analog" anrufen willst? Gibt's bei euch noch Telefonbücher? Woher weisst du denn die Adresse vom Reisebüro? Sag doch mal. Wir können gerne mal gemeinsam überlegen, was es für ein unfassbarer Aufwand wäre, tatsächlich gaaaar nichts digital zu planen.

  • Dieses Stöckchen interessierte mich aber nicht weiter - daher habe ich nur darauf verwiesen, dass es schließlich früher auch möglich war. Warum sollte es heute nicht gehen.

    Alles, worauf man keine adäquate Erwiderung hat, als "Stöckchen" zu bezeichnen, ist natürlich auch eine Lösung. Halt keine gute :weissnicht:

  • Mir kommt gerade eine sehr schöne Erinnerung an "friener" in den Sinn: Meine erste Flugreise habe ich mit einer Freundin zusammen tatsächlich im Reisebüro gebucht. STA Travel, die Filiale gibt's in Heidelberg immer noch. Die Geschichte ging ungefähr so: Wir hatten je 300 € zur Verfügung (ja, wirklich, so "friener" war's dann eben auch nicht, dass wir noch in DM bezahlt hätten!) und wollten irgendwo hin, wo es grün ist und wo es Schafe hat. Eigentlich wollten wir nach Schottland, aber das war zu teuer. Die Dame dort im Reisebüro hat uns dann mit unglaublichem Engagement eine Reise nach Dublin gebucht, die ich mein Leben lang nie vergessen werde. Keine von uns beiden hatte sich überhaupt informiert, was man dort so machen kann und so hatten wir Glück, dass der Typ neben mir im Flieger irgendwann eingeschlafen ist und ich mir seinen Lonley Planet ausleihen konnte. Es war wie erwähnt mein erster Flug überhaupt und es gab über den Ärmelkanal heftige Turbulenzen. Irgendwie habe ich es geschafft, mir auf einen Zettel das Wichtigste rauszuschreiben und im Hostel gab es dann Angebote für Tagesauflüge, die wir einfach gebucht haben. Oh ... und wir sind mit der Lufthansa geflogen, die hatten die günstigste Tickets obwohl es damals natürlich schon Ryanair gab.


    Ich habe "friener"* oft Reisen so minimalistisch gebucht. Einfach mal die Anreise und die erste Nacht zum Schlafen, der Rest kommt dann, wie er kommt. Das ist etwas, was ich tatsächlich bedauere, dass das heutzutage mit dem Massentourismus oftmals gar nicht mehr möglich ist, weil einfach alles hoffnungslos überlaufen ist. Wenn da, je nach Reiseziel natürlich, nicht alles minutiös und rechtzeitig durchgebucht ist, wird's echt abenteuerlich.


    *Sorry, aber das Wort triggert mich einfach und es klingt auf Baseldeutsch so wunderschön danach, was ich damit (meistens) verbinde. Also wenn's nicht gerade um irische Schafe geht. :)

    • Offizieller Beitrag

    Alles, worauf man keine adäquate Erwiderung hat, als "Stöckchen" zu bezeichnen

    oder mit "habe ich eine Schreibtischlampe im Gesicht?" Zu reagieren? 😉


    Btw: ich hatte eine adäquate Erwiderung. (Siehe oben)

  • Ich weiß jetzt auch nicht, was an einem Reisebüro so verkehrt sein soll. Sichert immerhin Arbeitsplätze. Bekannte planen gerade eine 4 wöchige Reise durch die Westküste Nordamerikas und waren neulich dafür auf dem Reisebüro. Beide sind Anfang 30 und immer digital unterwegs. Habe mich zwar etwas gewundert, weil sie sonst nichts über ein Reisebüro buchen, aber anscheinend ist es hilfreich. Sie brauchen Flüge, Leihwagen, Unterkünfte,...vllt. ist das Ganze so einfacher zu planen. Kann doch jede/r machen, wie er will

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