Beamtenversorgung: Fakten statt Neiddebatte

    • 80% der Beamten befinden sich im gehobenen und höheren Dienst - wozu ein Fachhochschul- oder universitärer Abschluss Voraussetzung ist. Beamtengehalt und Versorgung müssen daher mit entsprechenden Berufsgruppen der Bevölkerung verglichen werden - und nicht mit dem Durchschnitt.
    • Bei der Wiedereinführung des Beamtentums 1951 nach dem 2.Weltkrieg wurde festgelegt, dass das Gehalt wegen dem Aufbau der Versorgung niedriger ausfallen müsse.
    • Seit 1951 wurden die Gehälter mehrfach gekürzt, um die Versorgung sicherzustellen.
    • Je beschäftigtem Arbeitnehmer in der Wirtschaft sind seit 1951 die Bruttolohn- und Gehaltssummen wesentlich stärker gestiegen als der vergleichbare Wert für Beamte.
    • Die Pensionen sind wirtschaftlich gesehen auf einbehaltenen, lediglich nicht förmlich ausgewiesenen Gehaltsbestandteilen aufgebaut. Dies bedeutet, bei der Bemessung der Besoldung der aktiven Beamten ist der spätere Versorgungsanspruch bereits berücksichtigt. Die Festlegung der Besoldung unter Berücksichtigung der späteren Versorgung bewirkt also mittelbar einen Gehaltsverzicht
    • Dass die Rücklagen für die Altersversorgung zweckentfremdet wurden, darf den Beschäftigten nicht angelastet werden.
    • Wie jedes Unternehmen der Wirtschaft bezahlt der Staat die Löhne seiner Beschäftigten aus den erwirtschafteten Einnahmen - in diesem Fall aus Steuern.

    Eine sehr lesenswerte Zusammenstellung samt Daten und Fakten ist hier zu finden:
    https://www.myheimat.de/bobingen/c-pol…-ihnen_a1279941

    Meine Beiträge können Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten. "Tippfehler" sind beabsichtigt und dienen dem reflektierten Umgang mit Rechtschreibung und Sprache durch die werte Leserschaft. Wer einen Rotstift besitzt, darf diesen behalten und anderweitig nutzen.
    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang Autenrieth (11. Juni 2026 09:07)

    • 80% der Beamten befinden sich im gehobenen und höheren Dienst - wozu ein Fachhochschul- oder universitärer Abschluss Voraussetzung ist. Beamtengehalt und Versorgung müssen daher mit entsprechenden Berufsgruppen der Bevölkerung verglichen werden - und nicht mit dem Durchschnitt.

    Warum müssen sie das?

  • Warum müssen sie das?

    Du unterrichtest Mathematik?

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  • Du vergleichst ja auch nicht den Friseur mit dem Arzt

    Wäre es denn grundsätzlich aus deiner Sicht problematisch, wenn ein Friseur mehr verdienen würde als ein Arzt? Im Durchschnitt ist das sicher nicht der Fall, aber es wird sicher besonders spezialisierte Friseure (m/w/d) geben, die mehr verdienen als manch ein Facharzt (m/w/d).

    Und während Friseure (m/w/d) meist eine formale Ausbildung haben, sieht das bei Social Media-Influencern (m/w/d) noch einmal anders aus - und bei jenen geht die Gehaltsspanne potentiell noch weiter nach oben.

  • Gymshark Was trägt das hier bei? Du bringst nur Beispiele für eine "erweiterte" Neiddebatte. Sollen wir nun neidisch auf die selbsttändigen Friseurmeister sein, die mehrere Filialen als Unternehmer betreiben? Das ist doch Humbug. Wenn schon neidisch, dann richtig - sei neidisch auf Bezos. :cash:

    Im Ernst: Der o.g. Artikel ist eine Hilfe bei der Diskussion über "Beamtenprivilegien" - die eben NICHT existent sind. Beamte werden auskömmlich alimentiert - wie es das GG und das Beamtengesetz vorschreiben. Vor Kurzem wurde in einem Leserbrief unserer Tageszeitung behauptet, Beamte trügen nichts zur Pflegeversicherung bei. Habe ich meine Beitragsrechnung der KV falsch gelesen? Wird da zu viel abgebucht? Im Gegensatz zu den Renten wird auch meine Pension voll versteuert. Über diesen Umweg finanziert der Landeshaushalt meine Gemeinde und den Bundeshaushalt - und damit auch die Renten der Arbeitnehmer ;)

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    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang Autenrieth (11. Juni 2026 10:37)

  • Natürlich gibt es per se keinen kausalen zusammenhang zwischen Ausbildung und späteren Gehalt.


    Trotzdem entsteht gerade durch so solche Gegenbeispiele die Missgunst gegenüber andere Personen. Für den großteil der Bevölkerung ist es akzeptabel, dass eine Person mehr verdient als eine andere, wenn die Ausbildung "höherwertiger" ist (Oder zumindest in der Gesellschaft "Wichtiger" ist).

    Ein Problem entsteht dann, wenn eben der Influenzer ohne nennenswerte Kenntnisse/Ausbildung mehr verdient als eine Person, die diese eben in Ihrer Vite stehen hat. (Deswegen gibt es ja da berechtigte Debatte um Pflegekräfte, die Trotz hartem Job und Ausbildung wenig verdienen.


    Jetzt wird aber der Median/Durschnitt der Beamtengehälter genommen und verglichen mit dem Median/Durchschnitt aller Berufsgruppen bzw Gehälter in Deutschland. Wobei letztere eben nicht in der Masse studiert haben bzw. ein Studium als Voraussetzung haben. Das Gehalt eines A6-7 Beamten ist zuvergleichen mit dem eines Gesellen. Genauso wie das Gehalt eines A13 Beamten zu vergleichen ist mit den Berufsgruppen die im vergleichbaren höheren Dienst arbeiten (Manager etc)

  • Das Gehalt eines A6-7 Beamten ist zu vergleichen mit dem eines Gesellen.

    Wobei der Anteil der A6-A11-Beamten nur 20% der Landes- und Bundesbeamten beträgt. 80% arbeiten im Niveau von Ingenieuren oder Wissenschaftlern in der Industrie. Und nur mit letzter Personengruppe muss ich als Lehrkraft mein (Ruhe-)Gehalt vergleichen - nicht mit dem der Bäckereiverkäuferin.

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  • Wobei der Anteil der A6-A11-Beamten nur 20% der Landes- und Bundesbeamten beträgt. 80% arbeiten im Niveau von Ingenieuren oder Wissenschaftlern in der Industrie. Und nur mit letzter Personengruppe muss ich als Lehrkraft mein (Ruhe-)Gehalt vergleichen - nicht mit dem der Bäckereiverkäuferin.

    Das war auch meine (zumindest intendierte) Aussage

  • Natürlich gibt es per se keinen kausalen zusammenhang zwischen Ausbildung und späteren Gehalt.

    Für den Jobeinstieg mag das ggf. noch eine Rolle spielen, aber spätestens nach 10 Jahren im Beruf sollten andere Faktoren Einfluss auf die Vergütung haben - so auch bei Beamten (m/w/d). Daher sehe ich nicht, warum ein Beamter (m/w/d) unbedingt genauso viel verdienen müsse als jemand mit vergleichbarer Qualifikation. Wir haben ja gerade bei jungen Menschen das Problem, dass sie denken, sie müssen studieren, um später gutes Geld zu verdienen. Anforderungsgrad und gesellschaftliche Relevanz einer Tätigkeit machen sich jedoch nicht alleine an der Qualifikation fest. Von der Leistungsfähigkeit auf Individualebene mal ganz abgesehen. Ein Beamter (m/w/d) kann genauso viel verdienen wie jemand mit vergleichbarer Qualifikation - ich habe jedoch ein Problem damit, hieraus eine Erwartungshaltung abzuleiten.

    Einmal editiert, zuletzt von Gymshark (11. Juni 2026 11:06)

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