Spaßolympiade / Alternative Bundesjugendspiele / Bewegte Schule

  • Das ist erst seit kurzem so, früher ging es nicht nach Prozenten (ich glaube, seit ca 2 oder 3 Jahren).

    Edit: seit 2001.

    Meine Urkunden waren davor.

    Seitdem habe ich keine Bundesjugendspiele mehr durchgeführt.

  • Klar doch. Du unterrichtest an der Förderschule und solltest jedoch auch einen Blick auf die Seelenlage der "übrig gebliebenen Kinder" werfen.

    Wie gesagt, ich FAND es damals schön. Damals war ich noch keine Förderschullehrerin.

    Ein wenig jugendliche Freude sei mir vergönnt (gewesen).

  • Bei uns wurde damals nach Jahrgang eingeteilt. Ich als Dezemberkind musste immer mehr Punkte erbringen als meine Freundin, die ein Februarkind war. Na klar habe ich mich mit gespielter Empörung echauffiert. Aber unterm Strich war's mir wurscht, weil uns einfach die ganze Veranstaltung Spaß gemacht hat. Die ganze Schule war unterwegs, wir haben unsere Lehrer völlig entspannt und sogar in Sportkleidung gesehen (nicht nur die Sportlehrer) und wir haben miteinander gelacht und rumgealbert. Und ja, ich bin oft ohne Urkunde heimgekommen.

    Diesen entspannten Umgang mit den BJS scheint es nicht mehr zu geben. Dann ist es sicher besser, sie abzuschaffen und auch nicht durch pfiffige Alternativen zu ersetzen. Ich jedenfalls finde es befremdlich, wie sehr sich manche Menschen an diesem Thema aufreiben können. :weissnicht:

  • Diesen entspannten Umgang mit den BJS scheint es nicht mehr zu geben. Dann ist es sicher besser, sie abzuschaffen und auch nicht durch pfiffige Alternativen zu ersetzen. Ich jedenfalls finde es befremdlich, wie sehr sich manche Menschen an diesem Thema aufreiben können. :weissnicht:

    Diesen entspannten Umgang hatte ich nie, dafür Bauchkrämpfe und Angst. Nur früher hat man nicht darüber geredet. War halt so.

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  • So wie du schreibst, waren die BJS ein weiterer Anlass, dich blöd zu behandeln. Nicht der einzige und nicht die Ursache.

    Schade, dass es so war bei dir.

    Einmal editiert, zuletzt von Magellan (2. August 2026 19:40)

  • So wie du schreibst, waren die BJS ein weiterer Anlass, dich blöd zu behandeln. Nicht der einzige und nicht die Ursache.

    Schade, dass es so war bei dir.

    Es war der Sportunterricht allgemein, Bundesjugendspiele gehören für mich dazu. Doch es war die (!) Ursache für Mobbing. Aufgehört hat es, als ich ein Sportattest erhielt (meine Mutter unterstützte mich, als sie begriff, wie ernst es war, der Arzt auch, wir waren ehrlich, er nahm mir nur das Versprechen ab, dass ich weiter regelmäßig schwimmen gehe).

    Also noch einmal, "blöd" behandelt wurde ich im Sportinterricht inkl. Bundesjugendspiele. Und es war so blöd, dass ich in der 10. Klasse von der Schule wollte.

    Aber klar, dass du es nicht verstehst. Immerhin, einer der Mobber hat sich 20 Jahre später bei einem Abitreffen entschuldigt.

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  • Ich hatte in meiner Schulzeit irgendwann resigniert. Teilweise wurde meine Zeit gar nicht gestoppt, wenn ich drei Sekunden nach den anderen im Ziel einlief und die Latte wurde unter Gelächter immer tiefer gelegt, bis ich irgendwann auf die Matte springen durfte.

    Was mich am meisten im Nachhinein aufregt, ist, dass mir auch die Disziplinen, in denen ich meine Stärken hatte, vermiest wurden und ich jahrzehntelang gar keinen Sport mehr machte.

  • Interessant finde ich immer wieder, dass unsere Gesellschaft inzwischen zum Glück den Raum bietet, dass sich Menschen darüber aussprechen können, gemobbt worden zu sein, dass gleichzeitig kaum jemand offen zugibt, gemobbt zu haben. Entweder besteht eine Scham dabei, zu seinen früheren Taten zu stehen (während die früheren Opfer damit teilweise jahrzehntelang leben müssen), oder man redet es klein als sei es halb so schlimm gewesen, was moralisch eine mehr als schwache Positionierung ist.

    Unsere Gesellschaft beherbergt Menschen unterschiedlicher Stärken und Schwächen. Wir sollten den Ausbau von Stärken fördern und Menschen mit herausragenden Leistungen feiern, von mir aus auch im Sport. Daraus abzuleiten, dass man auf diejenigen mit Schwächen herabschauen und sie hierfür demütigen darf, geht gar nicht und widerspricht jedem Grundprinzip von Miteinander im Sport, egal ob im Amateur- oder im Profibereich.

  • SwinginPhone : Eines deiner Fächer ist Physik. Wie würdest du reagieren, wenn du einen Schüler (m/w/d) in deiner Klasse hättest, der sich sehr schwer in dem Fach tut und analog zu deinen Ausführungen würdest du immer leichtere Aufgaben stellen und die Mitschüler (m/w/d) würden daraufhin mit zunehmendem Gelächter reagieren? Die Grundproblematik kann ja erst einmal in jedem Unterrichtsfach, in jeder Leistungsmessung vorkommen, und ausgehend davon sollte die Reaktion der Lehrkraft ähnlich ausfallen.

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