Soll ich Ethik auf Deutsch wechseln. Verzweifelt :o

  • Ich beginne im Oktober mein Lehramtsstudium an der PH. Voraussichtlich werde ich Geschichte und Ethik für die Sekundarstufe I studieren. Gerne würde ich später auch an einer Haupt- bzw. Werkrealschule unterrichten. Ich freue mich total!

    Jetzt ist es so, dass Deutsch etwas gefragter ist. Soll ich noch versuchen, Ethik gegen Deutsch zu tauschen? Vom Typ her passt Ethik besser zu mir. Gleichzeitig habe ich etwas Angst, am Ende den berühmten „Taxifahrer“ zu machen, weil ich mir Sorgen um die Berufsaussichten mit Geschichte und Ethik mache.


    Bw

    Einmal editiert, zuletzt von PablosPlace (9. Juli 2026 20:27)

  • In Bayern herrscht Lehrermangel in dem Pendant "Mittelschule". Ist es in Ba-Wü nicht so, dass man auch letztendlich fachfremd in diesem Schultyp unterrichtet?

    Meine Einschätzung: Ich hätte jetzt keine Angst bezüglich der Einstellung. Eher würde ich mir überlegen, wie sich Geschichte und Ethik später gestalten. In Ethik wirst du evtl. einige zusammengefwürfelte Klassen in den Randstunden haben und das ist disziplinmäßig nicht so einfach. In Deutsch hast du mehr Stunden in einer Klasse und bist auch Klassenlehrkraft. Allerdings nimmt man mit Deutsch auch in Kauf, dass der Korrekturaufwand hoch ist und man Aufsätze korrigieren muss. Ich selbst hatte in der Grundschule lieber den Korrekturstress als dass ich mit unterschiedlichen Klassen ständig mit der Disziplin zu kämpfen hatte.

    Fachfremd kann man sich nach meiner Einschätzung eher in Ethik einarbeiten als in Deutsch. Ich habe auch schon in meiner Zeit als Krankheitsvertreterin Ethik in der Hauptschule vertreten.

  • Ist halt die Frage. Mit Deutsch kann man gefühlt zumindest hier, wo ich bin, die Schule tapezieren, dafür wäre halt wohl auch der Einsatz in DaF/DaZ denkbar. Ansonsten, was Caro sagt: Sind halt zwei Kurzfächer und geschichte wird ja, je nach Schule und BL gerne auch mal epochal erteilt, da dräuen also viele verschiedene Lerngruppen. Kann man auch machen, muß man eben mögen.

  • Es gibt bestimmte Fächer, die in Baden Württemberg eine hohe Nachfrage haben. Zu diesen gehören gemäß Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Mathematik, Kunst, Musik, Religion, Physik, Informatik und Elektrotechnik (Quelle).

    Ich würde empfehlen, wenigstens eines dieser Fächer in deine Fächerkombination mit auf zunehmen. Von einer Fächerkombination aus zwei gesellschaftswissenschaftlichen Nebenfächern würde ich abraten. Häufig wird man nicht wegen, sondern trotz dieser Fächer eingestellt und muss sich im Gegenzug zur Übernahme vieler Stunden fachfremdem Unterrichts bereiterklären. Und dann kann man auch gleich Fächer wählen für die Schulen Lehrkräfte benötigen.

  • Es gibt bestimmte Fächer, die in Baden Württemberg eine hohe Nachfrage haben. Zu diesen gehören gemäß Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Mathematik, Kunst, Musik, Religion, Physik, Informatik und Elektrotechnik (Quelle).

    Ich würde empfehlen, wenigstens eines dieser Fächer in deine Fächerkombination mit auf zunehmen. Von einer Fächerkombination aus zwei gesellschaftswissenschaftlichen Nebenfächern würde ich abraten. Häufig wird man nicht wegen, sondern trotz dieser Fächer eingestellt und muss sich im Gegenzug zur Übernahme vieler Stunden fachfremdem Unterrichts bereiterklären. Und dann kann man auch gleich Fächer wählen für die Schulen Lehrkräfte benötigen.

    Geht das so einfach an der PH? Religion gäbe es z.b. als Erweiterungsfach.

  • Dazu sprichst du am besten mit der Studierendenberatung deiner Hochschule. Auch das Ministerium hat natürlich keine Glaskugel, um in die Zukunft zu schauen, aber wenn sie bestimmte Fächer als Mangelfächer benennen, kannst du davon augehen, dass man damit seine späteren Einstellungschancen verbessern kann. Und du hast ja selbst geschrieben, dass du später kein Taxifahrer werden möchtest. Ehrlicherweise finden zwar die meisten Lehrkräfte für die Sek I früher oder später eine Einstellung, aber wenn du mit gefragten Fächern und guten Noten Studium und Vorbereitungsdienst abschließt, hast du eine ganz andere Ausgangsbasis als im schlechtesten Fall mit wenig gefragten Fächern und mäßigen Noten.

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